ADB:Lalaing, Philipp Graf von
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Lalaing*,): Philipp Graf von L., Baron von Escotnaix, Herr von Waurin, Sohn Karls II., Grafen von Lalaing und Margaretha de Croy, war Seneschall von Flandern, Großbakjeuv von Hennegau, welcher Provinz sein Geschlecht entstammte, und Befehlshaber des wichtigen Valenciennes, daß im Ausstande gegen Spanien mehr als einmal eine bedeutende Rolle gespielt hatte. Als im J. 1576 auf Veranlassung der in Gent versammelten Generalstaaten zur Vertreibung der Spanier und zur Abwehr der von den Meuterern in Aalst zu befürchtenden Excesse Truppen geworben wurden, als deren Befehlsl)aber der Herzog von Aerschot angestellt wurde, wurde L. dessen Genetallieutenant. Als solcher commandirte er das staatische Fußvolk, war einer der Unterhändler, die dem Herzog von Anjou diestatthalterschaft über die Provinzen anboten und trug zum Zustandekommen der näheren Union von Brüssel viel bei. Später als die Scheidung zwischen den nördlichen und südlichen Provinzen eine greifbare Gestalt anzunehmen begann, folgte auch er, wie der ganze Adel der südlichen Niederlande, dem Aufruf des Herzogs von Aerschot, zum Gehorsam gegen den König von Spanien zurückzukehren, ein Entschluß, der durch den Einfluß seines Halbbr11ders Emanuel von Lalaing beschleunigt wurde (1579). Nach seiner Versöhnung mit Philipp II. wurde er Mitglied des Staatsrathes in Brüssel und als Truppenführet fand er bald Gelegenheit, sich durch die Eroberung von Landrecies (-October 1579) um die Sache, zu der er übergetreten war, verdient zu machen. Er starb im J. 1582, wie man erzählt, durch einen Schlag seinss eigenen Pferdes tödtlich getroffen.
Bor, dlee1er1. 0o1–1. III. X. u. R1. de Jonge, lInje mn 13tuser p. 96.