ADB:Lambesc, Karl Eugen Fürst
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Lambesc: Prinz Kari Eugen L., – von 1796 an urkundlich genannt Prinz Karl Eugen von Lothringen, Fürst von Lambesc, Graf zu Brionne, geb. am 25. Septbt. 1751 zu Versailles, † am 21. Novbr. 1825 zu Wien, stammte aus der durch Claude de Guife begründeten Nebenlinie der Lothringer und war der letzte Sprosse der von Rems de Guife, dem 7. Sohne Claude’s abgeleiteten Seitenlinie der Marquis, späteren Ducs d’Elboeuf. Nachdem dessen hochgradiger jugendlicher Uebermuth unter der strengen Zucht des Collegiums zu Plessis gemässigt worden war, fand L. am Hofe Ludwigs KM. als Prinz von Geblüt und Verwandter eine angesehene Stellung und wurde 1789 (nach Sufane, lsijst. cke 1S. Ouml kr-u1t;. 1785) Commandant des Cavallerieregiments R-Oy-t1 .411em:-mei. In letzterer Verwendung verdrängte er an der Spitze seines Regimentes das sich, gelegentlich der Enthebung des Ministers Necker, aus der 1’18es c1e 1.0ujs In (jetzt Pr-too (1e 1a (Jom:or(1o) um revolutionäre Redner zusammenrottende Volk, wobei er auf einen nicht schnell genug zurückweichenden alten Mann persönlich eingehauen haben soll. Dem Untersuchungscomitcz der Nationalversammlung war hiermit hinreichender Anlaß gegeben, den Prinzen als Haupturheber des Einschreitens gegen daß Volk in Anklagezustand zu setzen; der Gerichtshof zu Châtelet sprach denselben jedoch später von jeder Schuld frei. – Unterdessen hatte der Prinz mit seinem Regimente nach mehriachem Garnisonswechsel die Bestimmung nach Stenay erhalten, wahrscheinlich um bei der geplanten Flucht deß Königs mit seinem königstreuen Regiment zur Hand zu sein. Als jedoch dieses Vorhaben mißglückte, löste sich daß meist aus den deutschen Provinzen Frankreichs recrutirte Regiment kurz darauf durch massenhafte Defertionen auf; der Prinz selbst wurde schon 1791 alß Generalmajor in österreichische Dienste übernommen, woselbst sich ihm bald die Gelegenheit gab, seinen persönlichen Muth und seine kriegerischen Anlagen zu bethätigen. Bei Tournay (22. Mai 1794) attakirte er an der Spitze von 4 Schwadronen den Feind mit solcher Bravour, daß gegen 3300 Mann zusammengehauen und I3 Kanonen erobert wurden. Bei dem Angriffe auf Charleroi (26. Juni 1794) eilte L. einem Theile der vom Feinde bedrohten Infanterie zu Hülse, warf ihn mit beträchtlichem Verluste und rettete durch diese kühne That die Infanterie und sämmtliche Geschütze. 1794 war L. zum Inhaber des 7. Kürafsier-, jetzigen 7. Dragoner-Regiments ernannt worden, 1796 Feldmarschall-Lieutenant und mit dem Commandeurkreuze des Maria-Therefien-Ordens ausgezeichnet. Er blieb bis 1799 bei de: Armee in Deutschland, wurde dann commandirender General in Oftgalizien und 1806 General der Cavallerie und Capitän der Arcieren-Leibgarde.
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