ADB:Laymann, Paul

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Artikel „Laymann, Paul“ in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 18 (1883), ab Seite 87, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Laymann,_Paul&oldid=558257 (Version vom 25. Dezember 2009, 20:41 Uhr UTC)
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Band 18 (1883), ab Seite 87. (Quelle)
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L1lyllmiM–: Paul L., geb. 1575 zu Jtmsbruck, trat 19 Jahre alt in den Jesuitenorden, lehrte in den Schulen desselben Philosophie, kanonisches Recht und Theologie zu Ingolstadt, München und Dillingen und starb 1635 zu Constanz an der Pest. Seine bedeutendste und bekannteste schriftstellerische Leistung ist seine „’1’11e010giz 1rtOret1is (Charakteristik derselben in Werner’s Geschichte d. kath. Theol. Deutschlands, S. 50 ff.,), welche in erster Auflage zu München 1625 ans Licht trat, und bis A.. 1723 eine Reihe von Auflagen erlebte. Als eine nicht uninteressante litierargeschichtliche Notiz möge hier die Thatsache Erwähnung finden, daß gegen dieseß Werk in der Mitte des 18. Jahrhunderts eine Polemik eröffnet wurde von dem Veroneser Giuseppe TOrelli: l)eprObzbj1jyj1s r110rum(1ue rsgu1s t cjjA1ogus j11ter 1.3tzsn1u–unum er 1s’11j1oxz-:ttru121 (sdazu noch zwei andere Dialoge ähnlichen Inhaltes aus derselben Feder, 1743; alle drei Dialoge abgedruckt in Torelli’s 01serO v8„1–ie- Pisa 1834). – Gleich seinem Ordensgenossen Friedrich Spee suchte L. auf Milderung des Vorgehens in den Hexen- .prozessen hinzuwirken; diesem Bemühen verdankte seine Schrift: -19roOesus Jurisljc.us c0nt1–:t S8g0S“ ihr Entstehen (oie erste Auflage derselben ist unbekannten Datums; eine deutsche Uebersetzung derselben durch Quirinus Votter erschien zu Aschaffenburg 1629). Einen lebhaften Antheil nahm er an den kirchenpolitischen Fragen seines Zeitalters. Daß von Kaiser Ferdinand II. erlassene Restitutionsedict veranlaßte ihn zu zwei Schriften, in deren erster er das kaiserliche Edikt zu vertheidigen bemüht warlg.Ie1(:js OO1111zOsitjo„ 8eu (1jsrt:-1t–jO (19 (3.ompOsjtjo11S pzcjs jut–9r 1’1–j11c.jpes er 0r(1i116S 11111JJ1–ji 1?T0r11tst11i cz1t1101jc(18 6k -Xugusta1rus c011kesj0lli 8c1llet9rent9S j11 001njtijs .4ugust- 1555 (-s01jt:1 a- q11j1J11Scrtm Ju1–js– OO11Su1tjs :tc1se1´sus 1.Urt10r-1„ll0run1 c:0111111Snts et. 1629 qus.8St.j011jb11S j11ustrzcA“, Dillingen 1629s), während er in der zweiten Schrift nachzuweisen suchte, daß diejenigen Orden, welche nicht einen gemeinsamen Gesammtbesitz haben, in welchen vielmehr jedes einzelne Ordenshaus seine selbständigen Besitzthümer habe, nicht berechtigt wären zu verlangen, daß die Güter der durch Zerstörung untergegangenen Klöster ihres Ordens an die noch bestehenden übrigen Klöster desselben Ordens restituirt würden; essollte vielmehr die Gesammimasse solcher herrenlos gewordener Güter zur Gründung und Dotirung gemeinnütziger kirchlicher Anstalten; Schulen und Seminarien verwendet werden („.1ust9„ cisks118jo R0111emj 1)ontiü0js, t4ugustjsjmj 0:19S:ujs S. R.. 1S. Ozrc1i118„1ium„ 1J1JiscO1J0run1„ r1–j110jp11m St e–sij0ru1n- ä.9mun1 millj1mts0Ojetzrjs .I8S11 j11 os USA 111011s08terj01–11m c–J18rj11(:t0run1 er bo11Orun1 So(z1Osjs„StjOorun1 conrr:t. qu08c).8.m A- SO jpsjs (1S1eOtOs ]uäj0es Dillingen 1631). Laymann’s Ausführungen wurden lebhaft bestritten von Caspar Scioppius und von dem Benedictiner aus dem Stifte Ochsenhausen Romanus Hai (Bd. JT S. 378), welche darauf bestanden, daß die restituirten Güter an die alten Orden, welchen sie einst gehört, zurückzukommen hätten (Verzeichniß der hierauf bezüglichen Controversschriften bei Barker, rJ0riv. (1. 1. 0or111z. cl. .lsu 1- p. 450 f. Und L11- p. 291). Als ein 01J118 1Jost11umi1111 Laymann’s wurde noch ein -„-lus (:A11O11j(:um“ edirt (Dillingen 1663). Er selbst hatte zu seinen Lebzeiten als kanonistische Arbeit veröffentlicht: -L2us.88tjO11es c-A-110!1j0c`Ll0(1S pr-te! .- t0rum (z001S8js.8tjOorum S1eotjO11e- jnsOjtut.jo11S er 1J0tstste O1 1jb1–0 1 1)eOrO– esijunr (Dillingen 1629).

Werner.
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