ADB:Leich, Johann Heinrich
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Leich: Johann Heinrich L., gelehrter und fleißiger Philolog und Vibkiograph in der ersten Häkfte des 18. Jahrhunderts. Geboren 172O zu Leipzig und begabt mit vortrefflichen Anlagen, betrieb er daselbst seine Studien mit glänzendem Erfolge, verbrachte jedoch den größten Theil seiner Zeit auf der Bibliothek dieser Stadt, um alte Handschriften zu vergleichen und deren verschiedene Lesarten festzustellen. Im Jahre 1748 wurde er zum außerordentlichen Professor der Philosophie an der Leipziger Universität ernannt, in Folge seiner Schrift: „1)9 1’110tji 13ib1jotbsOz in welcher er mehrere durch die Abschreiber verdorbene Stellen wiederherstellte und die Irrthümer bemerklich machte, die den lateinischen Uebersetzern entgangen waren. Als er eben auch zum Professor der griechischen Sprache ernannt worden war, ereilte ihn, erst dreißigjährig, ein frühzeitiger Tod, den 10. Mai 1750. L. besaß sehr tiefe Kerntnisse in den alten Sprachen und der Geschichte, stand im Briefwechsel mit den bedeutendsten deutschen und italienischen Gelehrten und, obgleich noch jung, zählte er unter die Zahlseiner Freunde u. A. die Kardinäle Passionei und Quirini so wie die Deutschen Brucker und Wefalius. Unter seinen größeren und kleineren Werken verdient hervorgehoben zu werden vor Allen: „1)S o1–jgi11O er j1zersmentis t)–1Jog1–s1p11ja9 l-jpsjsi18js (l.ips. 174O. 4o.). Diese Schrift behandelt die Buchdi–uckerei zu Leipzig von ihrem Anfange bis zur Zeit der Reformation, faßt in sich ein Verzeichniß der daselbst von 1480 bis 1517 gedruckten Bücher sowie eine Abhandlung über die mit Holztafeln hergestellten Werke, auch bringt sie Anzeige vieler Erzeugnisse des 15. Jahrhunderts, welche dem Vibliographen Maittaire entgangen waren. Im J. 1745 ließ er erscheinen: „811z111orA1j9. es.r:11j118 S1 .si1tllO1Ogj;1 1NSO. grae(:. epig1–81n. S(-1z(3ts cum yOrs. 1m;. et; 11Otjs (jbjä. 49.); neben der lateinischen Uebersetzung hat er auch eine sokche in Prosa beigefügt, doch riefen seine Erklärungen, die nicht immer glücklich sind, vielfach die Kritik hervor. Ein Jahr darauf ließ er folgen: „1)e yjts. St 1–Obus gstjs (JO11Sts.11t.j11j?0rpllIsrOg913itj“ (jdjä.) 4o. Endlich ist auch Herausgeber einer guten Ausgabe des -.1’11t-surus eruc1jti011jso11o1etstjct1.e“ von Vasilius Faber C0k’rz11O0k. 1749. 2 Bde. Fol.).
- .z(:oer 1IJr11(1jrorum. 1752. Jöcher. Bj0gr. 1111j1-–e1´s.