ADB:Muth, Placidus
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Nkutll: Placidus M., Benedictinerabt, wurde zu Poppenhausen unweit Schweinkurt am JO. December 175:3 geboren, trat, nachdem er seine Bildung in Würzburg und Erfurt erhalten, 1777 in daß Benedictinerkloster St. Peter in Erfurt, legte im folgenden Jahre die OrdenHgelübde ab, wurde 1783 zum Priester geweiht, dann als Lehrer der jungen Ordenszöglinge verwendet, 1788 von der Universität zum Doctor und Professor der Theologie an der Erfurter Universität ernannt, endlich von seinen Ordensbrüdern am 18. März 1794 zum Abte jeins klosters gewählt. Vom Kurfürsten von Mainz und von der Universität mit verschiedenen Ehrenämtern ausgezeichnet, faßte er den Plan, den wissenschaftlichen Geist in seinem Stifte neu zu beleben und erhielt hiefür die Genehmigung des Kurfürsten. Doch die im J. 1803 erfolgte Säcularifation erstickte den bereits ausgestreuten Samen im Keime. Da nun auch die Universität aufgehoben wurde, prioatisirte M. zu Erfurt, mit wissenschaftlichen Studien beschäftigt, bis er bei der neuen Territorialveränderung königlich preußischen: Regierungsrath und Referent in katholischen Kirchen- und Schulsachen zu Erfurt wurde, wo er am 2e). März 1821 starb. Außer verschiedenen akademischen Gelegenheitsschriften und Reden schrieb er: ,-l)jsqujsjtj0 11jstorjOo–c1–jtjes„ j11 bjg;1111j:1m (:ot11jtjs (10 (419jc1tt–1r (1788), „Ueber den Einfluß des Benedictinerstiftees St. Peter in Erfurt auf die erste 11rbarmachung der hiesigen Gegenden und aus den Handel“ c1798); „Ueber den Einfluß des ehemaligen Benedictinerklosters zu St. Peter in Erfurt auf die religiöse, moralische und wissenschaftliche Cultur“ lsi804).
Vgl. Baader, Lexicon verstorbener baierischer Schriftsteller l, 2, 59. Felder und Waitzenegger, Gelehrten-Lex. der deutschen katho1. Geist!. 1l, 27f.