ADB:Nahl, Samuel (Akademieleiter)

aus Wikisource, der freien Quellensammlung

Wechseln zu: Navigation, Suche

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Nahl, Samuel (Akademieleiter)“ in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 23 (1886), ab Seite 241, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Nahl,_Samuel_(Akademieleiter)&oldid=596432 (Version vom 25. Dezember 2009, 03:30 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
Nahl, Johann August (Maler)
Nächster>>>
Nahl, Wilhelm
Band 23 (1886), ab Seite 241. (Quelle)
Autor [[{{{9}}}|{{{9}}} in Wikisource]]
Kein Wikipedia-Artikel
(Stand Januar 2009)
Nach PND-Nummer Suchen
korrigiert
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal korrekturgelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.

Nahl: Samuel N., Bildhauer, Bruder des Vorigen, der ältere Sohn Johann August Nahl’s, geb. am 7. März 1748 zu Bern, † zu Kassel am 10. December 1806 (nicht 1818). Er war anfänglich Schüler seines Vaters, besuchte 1771 die Akademie zu Wien, begab sich 1772 nach Paris und zwei Jahre später nach Rom, von wo er einem Rufe nach Kassel folgte, um das am 14. August 1783 enthüllte Monument des Landgrafen Friedrich II. von Hessen nach dem Modell seines Vaters in Marmor auszuführen. Von anderen Bildwerken seiner Hand sind hervorzuheben: „Ein Mädchen über den Verlust eines Vogels weinend“ (Marmor, 1789); „Ein liegender Flußgott“ (Marmor), die Büste seines angestammten Landesherrn Friedrich II. (Alabaster), die des Königs Jerôme Napoléon und seines Vaters Johann August N., ferner Reliefs im Marmorsaale zu Wilhelmshöhe bei Kassel und einige sinnige Grabmonumente. Von ihm rührt auch das aus Sandstein gearbeitete und später verstümmelte Grabdenkmal des am 21. März 1761 gefallenen hannoverschen Generals der Cavallerie Ernst Friedrich v. Reden in der Kirche zu Grünberg her. N. wirkte außerdem segensreich als Lehrer an der Kunstakademie zu Kassel mit dem Titel Professor und Rath. Von seinen Schülern sind namentlich die Gebrüder Haid und Johann Christian Ruhl bekannt geworden.

Vgl. Nagler’s Künstlerlexikon, 10. Bd., S. 104. – Jacob Hoffmeister’s gesammelte Nachrichten über Künstler und Kunsthandwerker in Hessen seit etwa 300 Jahren. Herausgegeben von G. Prior. Hannover 1885, S. 82.
v. Donop.
Persönliche Werkzeuge