ADB:Oppa

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Artikel „Oppa“ in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 24 (1886), ab Seite 388, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Oppa&oldid=881136 (Version vom 25. Dezember 2009, 14:33 Uhr UTC)
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Oppa: angeblicher Bruder des vorletzten Königs des westgothischen Reiches in Spanien, Witika (697–710?), des Sohnes von König Egika, 687–701 und Cixilo, der Tochter König Ervichs, 680–687. Ob er existirt hat, ist zweifelhaft, unzweifelhaft Sage ist, daß er nach dem Siege der Mauren am Guadalete (711) im Einverständniß mit diesen den durch die Flucht des Erzbischofs (genauer Metropolitanus) Sindred nach Rom erledigten Stuhl von Toledo bestiegen, Muza bei Hinrichtung vieler edler Gothen unterstützt und endlich, von Don Pelayo, dem Nachfolger König Roderichs und letztem Vorkämpfer des Christenthums und des Gothenthums, in den Bergen von Asturien gefangen, die verdiente Todesstrafe erlitten habe. Diese Geschichtlein bilden Ranken des unentwirrbaren Gestrüppes von Sagen, Legenden und absichtlichen Fälschungen, zumal von Stammbäumen, welches den Untergang des alten westgothischen und die Anfänge des neuen „spanischen“ Reiches verhüllt.

Dahn, die Könige der Germanen V, Würzburg 1870, S. 235 f., VI, 2. Auflage, Leipzig 1885, S. 671 (daselbst die sogenannten „Quellen“ und die gesammte spanische Fabel-Litteratur).
Dahn.
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