ADB:Pachel, Leonhard

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Artikel „Pachel, Leonhard“ in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 25 (1887), ab Seite 43, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Pachel,_Leonhard&oldid=897563 (Version vom 10. Dezember 2009, 21:13 Uhr UTC)
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Pacassi, Johann Baptist Freiherr von
Band 25 (1887), ab Seite 43. (Quelle)
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Pachel: Leonhard P., einer der zahlreichen deutschen Buchdrucker, welche bald nach Erfindung der Druckerkunst in Italien sich niederließen und über deren Lebens- und Geschäftsverhältnisse wir verhältnißmäßig wenig erfahren. Derselbe stammte aus Ingolstadt und trat um 1478 zu Mailand in Verbindung mit Ulrich Scinzenzeller auf. Gegen Ende des Jahrhunderts verschwindet Scinzenzeller, und wir finden P. mit einem Magister Joannes de Lignano verbunden, mit dem er eine Vita St. Nicolai Tolentinatis in italienischer Sprache druckt. Im Jahre 1511 gibt er allein eine Rhetorica des Cicero heraus, dann hört man nichts mehr von ihm. Aus verschiedenen Schlußschriften seiner Drucke können wir schließen, daß er nicht vermögend gewesen ist und oft nur mit Hilfe edeldenkender Männer, welche die Kosten des Druckes bestritten, seine Verlagswerke herausgeben konnte. P. wandte meistens gothische Lettern an, ein Umstand, der trotz seiner zahlreichen Verlagswerke, ihm nur Schaden bringen mußte, da zu jener Zeit sich die Italiener schon mehr der Antiquaschrift zugewandt hatten. Dem gelehrten Stande angehörend, er nannte sich Magister, wird er sich schwer von den gewohnten heimischen Schriftzeichen haben trennen können. Sein Signet, das sich nur auf wenigen seiner Drucke findet, ist ein Kreuz mit Doppelbalken, von welchen der obere größer als der untere ist, der Namen[1] trägt unten zwei zurückgebogene Verlängerungen, zu beiden Seiten befinden sich die Buchstaben L. P.

Argelatus, Philippus, bibliotheca scriptorum Mediolanensium etc., 2 voll. Mediolani 1745.
Pallmann.

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  1. S. 43. Z. 26 v. o. l.: Stamm statt Namen. [Bd. 26, S. 832]
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