ADB:Palotta, Matteo

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Artikel „Palotta, Matteo“ in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 25 (1887), ab Seite 110, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Palotta,_Matteo&oldid=681725 (Version vom 11. Dezember 2009, 03:07 Uhr UTC)
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Palottu: Matteo P., nach seiner Vaterstadt auch 11 k-8,1ermjtsu10 genannt, wurde daselbst im J. 1688 geboren und ward frühzeitig für den Priesterstat1d bestimmt. Seine Liebe zur Musik führte ihn nach Neapel, wo er im (Jo11S91– 78t0rj0 Sem 0:10k1–jo ernste Studien betrieb. Nach seiner Rückkehr und abgelegter Prüfung wurde er zum Oz11O11jcusOOn1101urjus (Weltpriefter) ernannt und f gab sich nun ganz der Composition strenger Kirchenvocalmusik hin. Zugleich schrieb er eine höchst verdienstliche Abhandlung „(3tregOrj.z11j Os mtus O11u01esta 1Jrs0cis St 0OgnitjO“ (über Guido’s Solmifation und Lehre von den Kirchentönen). Kaiser Karl l’1., durch seine Werke aufmerksam gemacht, berief ihn nach Wien, ws er nach Befürwortung des Hofcapellmeisters Fux im Februar 1733 nach seinem eigenen Wunsche als Componist für Gesangmusik z o:-tpen9t in der kaiserl. Hofcapelle mit 400 fl. jährlichen Gehalts angestellt, 1741 entlassen, aber 1749 reactivirt wurde. Er starb in Wien am 28. März 1758 im 70. Lebensjahre (Wiener Diarium). – Palotta’s Werke: Messen, Motetten, Offertorium zu 4 [111] bis Stimmen zeichnen sich bei aller contrapunctischen Strenge durch freie Entfaltung des Hauptgedankens und seiner Nebensätze, durch stetige Bewahrung des echten Kirchenftyles und natürlich fließende Führung der Stimmen aus und erinnern in mancher Beziehung an Caldara. Zeugniß davon geben die noch vorhandenen Manuscripte in der kaiserlichen Hofbibliothek und im Archiv der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien.

C. F. P.
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