ADB:Pasch, Georg
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Pasch: Georg P., gelehrter Theolog. Er war am 23. September 1661 in Danzig geboren. Nach des Vaters frühem Tod sandte ihn die Mutter nach Graudenz. Hier hatte er Gelegenheit die polnische Sprache zu erlernen, so daß er später darin Unterricht ertheilen und predigen konnte. 1678 kam er nach Danzig zurück, vollendete hier den Gymnasialcursus und bezog dann die Universität Rostock, um Theologie zu studieren 1681. Im folgenden Jahre ging er nach Wittenberg, wo er 1684 Magister ward. Seine Lehrer waren hier Cakovius, Quenstedt und Dassoviu-S. Er habilitirte sich hier zunächst als Ptivatdocent und ward 1686 Adjunct der philosophischen Facultät. Er trat darauf eine gelehrte Reife an, besuchte Altorf, Tübingen, Straßburg, Gießen, ging dann nach Kopenhagen, von da nach Holland, Frankreich, England, kam wieder zurück nach Wolfenbüttel, Helmstädt und ließ sich endlich in Kiel nieder, daß er schon von s Rostock aus kennen gelernt hatte. 1689 ward er hier zum Professor der Moral ernannt, 1701 zugleich zum Professor der Logik und Metaphysik, dazu 1708 auch zum Professor „der geoffenbarten d. h. der in der Bibel enthaltenen Philosophie“, 1706 kam er als O1trao1äj118.rjus in die theologische Facultät, wogegen er die Professur der Moral au Kortholt abgab. Einen Ruf als Kirchenrath und Pastor nach .Wismar hatte er abgelehnt. In den letzten Jahren las) er neben praktischer Theologie auch natürliche Theologie und Dogmatik. Von seinen Schriften sind etwa zu erwähnen: „1)O opsi“8„ti011jrms (18.em011um 1684„ „1)e c:urjosis 1111„juse(:111j i117S11t.is, 1695, „k1(1. 28„“, 170O- (vgl. Niceron, Nachr. d. berühmten Gel. L11- 381) – dann auch „13xeyjs j11trO(1uOcjo in rem 1jtsi–:-r.rjz111- pertinentem ack (1Ootrinemi mors.16111 1706„ „1)9 y5trjjs mo(1js mors,1jz tM(ilenäj 1j1J8r“„ 1707. Er starb erst 46 Jahre alt am 30. September 1707.
- Moller, 0ir11brjsijtt. 1l, 610. – ,Jöcher. – Niceron, Nachr. M1- 329. – Schwarze, Nachr. v. Kiel S. 373. – Bougims 1s 562. – Thieß, Gelehrtengesch. d. Univ. Kiel l- 234. – Carstens, Gesch. der theol. Facultät Kiel, S. 12.