ADB:Ram, Adam

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Artikel „Ram, Adam“ in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 27 (1888), ab Seite 193, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Ram,_Adam&oldid=473040 (Version vom 25. Dezember 2009, 04:12 Uhr UTC)
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Ram: Adam R., lateinischer Dramatiker um 1600. Als Sohn eines Stettiner Rathsherrn besuchte er die Schule seiner Vaterstadt, studierte seit Juli 1596 in Frankfurt a. O. und veröffentlichte drei lateinische Schauspiele, unter denen jedoch nur eines auf uns gekommen zu sein scheint: „RI18eo11jesrton 6ot11Oec1js, ä9SumiJw. es: .481isi1o 1Jist0ri0graxzr1o“, Frankfurt a. O. 1602. 8“. Es stellt, einer Anekdote Aelians (Rsrjs t 1ujst. 1,34) folgend, ein Muster strenger Kindererziehung dar: der Perser Rhakon bricht den Trotz seines ungerathenen Sohnes Carton, indem er ihn schließlich vor die Richter führt und hier wie vor dem König Artaxerxes seine Hinrichtung beantragt. Der Stos ist alfodem Thema des verlorenen Sohnes verwandt, doch bildet die Gerichtsverhandlung den eigentlichen Mittelpunkt des Stückes. Einzelne Situationen sind geschickt nach älteren Vorbildern dargestellt; die Häufung von gelehrten Beispielen, Assonanzen, Wortspielen erinnert an den talentvolleren Jakob Roseseld (s. d.), die Komik des amtseifrigen Gerichtsdieners und der zechlustigen Trabanten läßt eine Vergleichung mit G. Pondo (s. A. D. B. Jc)0’1, 407) zu; im Ganzen aber mangelt die einheitliche Charakterzeichnung. Im Prolog gedenkt R. einer schon früher herausgegebenen 00mooäi:z S8or8- die also von der bei M. F. Seidel erwähnten -R-utb- O0m09c1iz j11 11On01sem 11u1Jti9„r11m .ls.eObj 8b zzr11jmb er .4uns„9 I!ls.rists k-D. Wjt1te1s– ke1(1c. 8e(1inj Ao. 1607s verschieden.sein muß.

Die Notiz aus der Frankfurter Matrikel steht in der von E. Friedländer (Publicationen aus den Preußischen Staatsarchiven Bd. 32. 1887) besorgten Ausgabe derselben 1, 404: „1z(r-1m K1r-tm 8eäj11en8is 1’omers.nus. – Seidels Bib1jot11eca 1llaro11ico–Br-1nä9nburgios von 1669 liegt auf der königlichen Bibliothek zu Berlin als Islscr. borus. ko1. 190- S. 6.

J. Bolte.
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