ADB:Schenckendorf, Friedrich August von

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Artikel „Schenckendorf, Friedrich August von“ in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 31 (1890), ab Seite 74, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Schenckendorf,_Friedrich_August_von&oldid=477291 (Version vom 25. Dezember 2009, 05:02 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
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Schenckendorf, Balthasar Rudolf von
Band 31 (1890), ab Seite 74. (Quelle)
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Schenckendorf: Friedrich August v. S., preußischer Generalmajor, ein jüngerer Bruder des Generallieutenants Balthasar Rudolf v. S., 1710 in Buk bei Züllichau geboren, 1724 Cadet, 1740 von Friedrich II. zum Capitän ernannt, befehligte während der ersten Jahre des Siebenjährigen Krieges ein Grenadierbataillon, an dessen Spitze er durch seine bei Breslau und bei Leuthen geleisteten Dienste den Orden pour 1S mes rjts erwarb, ward im Februar 1759 Oberst, schon im April Generalmajor und bald darauf Chef des Infanterieregiments Nr. 9, bisher Puttkamer. Er war nun meist auf dem sächsischthüringischen Kriegsschauplatze thätig, zeichnete sich aber auch am 15. Aug. 1760 in der Schlacht bei Liegnitz aus, wo er bei dem überraschenden Angriff der Oesterreicher mit seiner Brigade eine Anhöhe bei Vienowitz bsetzte, diese tapfer vertheidigte und dadurch wesentlich zum glücklichen Ausgange des Kampfes beitrug, bewährte sich überhaupt als tüchtiger Soldat und erwarb auf mehreren Zügen in das Reich ein so bedeutendes Vermögen, daß er nach Friedensschluß die ihm angebotene westfälische Inspection ausschlagen und um seinen Abschied bitten konnte, welcher ihm 1763 bewilligt wurde. Er ging nun auf sein Gut Jerchel im Magdeburgischen, wo er, seinen Neigungen folgend, ein sehr lustiges Leben führte. Als sein Haus 1772 abbrannte, baute er es prächtig wieder auf. 1776 aber erkrankte er am Podagra, die Anfälle wiederholten sich, er verfiel in Schwermuth, stürzte sich am 21. Juli 1780 zu Brandenburg a. d. Havel aus dem Fenster und starb am Abend desselben Tages. Trotz üppigen Lebens hinterließ er seinem Schwesterso“hne, dem Oberst v. Knobelsdorff, 80 000 Thaler. (König) Biographisches Lexikon aller Helden und Militärpersoneu, welche sich in preußischen Diensten verdient gemacht haben, 3. Band, Berlin 1790.

B. Poten.
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