ADB:Spangenberg, Georg August (Arzt)

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Artikel „Spangenberg, Georg August (Arzt)“ in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 35 (1893), ab Seite 42, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Spangenberg,_Georg_August_(Arzt)&oldid=563858 (Version vom 23. Dezember 2009, 22:40 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
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Spangenberg, Georg August (Jurist)
Band 35 (1893), ab Seite 42. (Quelle)
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Spl1UgeUl1etg: Georg August S., Professor der Medicin und Arzt, geb. am 1O. December (October ?) 1779 zu Bützow, als5 ältester Sohn des mecklenburg.- schwerinischen Canzleirathtz und Professor5z der Medicin Peter Ludolph (nicht Rudolph) S. und der Dorothea Magdalena geb. Sibeth, f am 8. Juli 18Z7 in Albano bei Rom. Vorgebildet auf der Schule zu Kloster Bergen, studirte er Medicin in Göttingen und Würzburg, woselbst er 1801 promovjrte. Er ließ sich als praktischer Arzt in Braunschweig nieder und wurde 180Z alS ordent- licher Professor in daß- Obersanitättzcollegium berufen. Später wurde.er auch Oberarzt dez Central-Mtlitärhofpitaltz und hielt Vorlesungen am anatomisch- chirurgischen Lyceum. Jn1 J. 1808 wurde S. nach Kassel alS Leibarzt der re- gierenden Königin von Westfalen berufen. Auch hier war er Chef des Central- Militärhospitale5 und Arzt an der tgl. Militärschule. Nach dem Sturz Jer6me Bonaparte’S kehrte er auf kurze Zeit nach Braunschweig zurück, um von dort 1815 nach Hamburg überzusiede1n. Hier erlangte er bald alZ praktischer Arzt eine ausgedehnte PraxiS und ehrenvolle Stellung; u. a. wurde sein außerordent- licheS Gedächtniß gerühmt, wodurch er sich schnell erinnerte, in welchen Schriften vorkommende seltene Krankhessfälle beschrieben wären. Von seinen ziemlich zahlreichen Schriften, die m. E. alle vor seiner Hamburger Zeit verfaßt worden sind, werden von Gurlt und Hirsch (BiographischeS Lexikon der hervorragendsteu Aerzte Band V, S. 476) die folgenden namhaft gemacht: »Neue theoretisch- praktische Darstellung der Blutflüsse in medicinischer Hinsicht.« Brauuschw. 1805. ––– ,,Ueber die Entzündung der Arterien und deren AuSgang« (Horn’S Archiv für medic. Erf. V, 1804). ––– ,,Ueber Nervenanschwellungen« (Ebendaselbst). ––– »Ueber die Entstehung der Form de?- Hornhautftaphylomö,S« (Neue8 Archiv 1X, 1809). –– »Ueber eine Typhußepidemie« (ib. IT, 1809). –– »Kurze Nachricht über den Zu- stand dez Militär-KrankenhauseS in Braunschweig v. J. 1809« (jb. K11, 1810). S. besaß eine au8gezeichnete Gemäldesammlung meist älterer, besonders nieder- ländischer Meister und »war selbst ein KunstkennerHersten Ranges-5«. A19 an- dauernde Kränklichkeit ihn nöthigte, seine ärztliche Praxis niederzulegen und [43] Genesung im Süden zu suchen (im J. 1836), ging diese Sammlung in den Besitz von Nicolaus Hudtwalcker (Bruder de8 Senator8, s. A. D. B. 1l1l, 279) über und ift, durch spätere Erwerbungen vermehrt, neuerdings unter dem Namen der Hudtwalcker-Wesselhöft’schen Sammlung an die Hamburger Kunsthalle ge- kommen. Auch in Rom, wo S. sich 1836AZ7 länger aufhielt, wurde sein Haus und sein Umgang gern von Künstlern aufgesucht. Leider schaffte ihm der Süden keine Genesung. S. war in erster Ehe verheirathet mit Henriette Wilhelmine Henneberg au8 Braunschweig, einer Tochter von Georg H. und der Stieftochter Lessing’8 Amalie geb. König, der Sohn dieser Ehe ist der Lande8ökonomierath Wilhelm Spangenberg («s am 25. April 1892 in Hameln), wiederholt Mitglied deZ preußischen AbgeordnetenhauseS. Aus dez ProfessorZ S. zweiter Ehe mit Luise Marie Sillem stammen die Maler Loui6 S. und Gustav S. («s am 17. De- cember 1891), beide Mitglieder der königlichen Akademie der Künste in Berlin. Hamburger Schriftsteller-Lexikon 711, 2Z9, woselbst noch einige Schriften außer den angeführten genannt sind. –– Neuer Nekrolog der Deutschen. 1838. Nr. Z7. ––– Gurlt Und Hirsch a. a. O. –– Familiennachrichten.

Sillem.
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