ADB:Tempel, Abraham van den

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Artikel „Tempel, Abraham van den“ von Joseph Eduard Wessely in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 37 (1894), S. 560–561, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Tempel,_Abraham_van_den&oldid=1700015 (Version vom 25. Mai 2012, 01:41 Uhr UTC)
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Band 37 (1894), S. 560–561. (Quelle)
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Tempel: Abraham van den T., ein tüchtiger Maler, besonders im Portraitfache, war 1615 in Leyden geboren. Er war ein Sohn von Lambert Jacobsze und erhielt seinen Beinahmen „van den Tempel“, weil sich im Hause, das er in Leyden bewohnte, im Giebel ein Tempel befand. Als Maler war er ein Schüler des Joris van Schooten, er führte lebensgroße Portraitbilder aus, die mit seinem Namen bezeichnet wurden und die Jahre 1649, 50 und 51 tragen. Im Waisenhaus zu Leyden, das Katharina van Hogenade erbauen ließ, befinden sich Bildnisse von Regenten von ihm. Im Museum von van der Hoop in Amsterdam ist sein Bild von Hugo de Groot, das trefflich ausgeführt und sehr schön gemalt ist. Man vermutet, daß dieses ausgezeichnete Werk des van den Tempel im J. 1631 gemalt wurde; in diesem Jahre kam de Groot nach Rotterdam. Neben einzelnen Figuren kommen von unserem Meister auch Familienstücke vor; sie gehören zu den besten Werken desselben und stehen in guten Preisen. Das Colorit ist durch die Pinselführung sehr angenehm. Neben vielen Bildnissen hat der Meister auch allegorische Compositionen dargestellt. L. Cossin hat nach ihm das Bildniß des Arztes van der Linden (1666) gestochen. [561] Zu Tempel’s Schülern gehören Arie de Vois, Mich. v. Muscher, Karel de Moor u. A. Der Künstler starb 1672.

Siehe: Houbraken. – Immerzeel. – Kramm.
Wessely.
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