ADB:Valck

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Artikel „Valck“ in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 39 (1895), ab Seite 457, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Valck&oldid=689658 (Version vom 24. Dezember 2009, 08:30 Uhr UTC)
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Valck: Unter dem Namen V. begegnen uns in der holländischen Kunstgeschichte mehrere, zum Theil untereinander verwandte Maler und Kupferstecher, deren Leben und Wirken noch nicht näher erforscht ist, so daß Verwechselungen und Irrthümer nicht ausgeschlossen sind. Der bedeutendste unter ihnen war jedenfalls Gerard Valck oder de Valck, ein Kupferstecher, der, im J. 1626 in Amsterdam geboren, Schüler von A. Blooteling war und 1680, nach anderen Angaben etwa 1720 in Amsterdam starb. Er zeichnete sich namentlich durch Anfertigen von Blättern in schwarzer Manier aus und war auch als Kunsthändler thätig. Neben ihm werden zwei Valcks mit dem Vornamen Pieter genannt, die möglicher Weise in dem Verhältniß von Vater und Sohn zu einander stehen. Der ältere Pieter V., ein Kupferstecher, dem drei Blätter zugeschrieben werden, stammte vermuthlich aus Leeuwarden und lebte um 1575 in Venedig. Im J. 1584 muß er wieder in Leeuwarden gewesen sein, falls es richtig ist, daß der in diesem Jahre daselbst geborene jüngere Pieter V., ein Maler, sein Sohn war. Dieser jüngere Pieter V. bildete sich unter dem Einfluß von Abraham Bloemaart aus, ging dann zu seiner Vervollkommnung nach Italien und lebte nach der Rückkehr in seine Heimath als Maler am Hofe des Prinzen von Leeuwarden. Sein Todesjahr ist unbekannt.

Vgl. die auf Houbraken und Descamps zurückgehenden Notizen bei Nagler, Neues allgem. Künstler-Lexikon XIX, 304–307. München 1849. Ferner die Angaben bei Immerzeel, De levens en werken der hollandsche en vlaamsche Kunstschilders III, 153, 154. Amsterdam 1843. Und die Ergänzungen dazu bei Christ. Kramm, De levens en werken VI, 1669, 1670. Amsterdam 1863. – Ch. Le Blanc, Manuel de l’amateur d’estampes IV, 85–87. Paris 1890. – M. Bryan, Dictionary of painters and endgravers II, 603–604. London 1889.
H. A. Lier.
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