ADB:Walther, Johann Christoph

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Artikel „Walther, Johann Christoph“ in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 41 (1896), ab Seite 117, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Walther,_Johann_Christoph&oldid=866431 (Version vom 24. Dezember 2009, 21:09 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
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Walther, Johann Gottfried
Band 41 (1896), ab Seite 117. (Quelle)
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Walther: Johann Christoph W., ein trefflicher Orgelspieler und Sohn des Johann Gottfried W. in Weimar (s. o.), geboren am 8. Juli 1715 zu Weimar, † am 25. August 1771 ebendort. Er studirte von 1732–36 die Rechte in Jena, vertrat den alternden Vater von 1747 bis 48 als Stadtorganist und wurde darauf zum Musikdirector und Organisten an der Cathedrale zu Ulm gewählt. Am 20. September 1770 kam er wieder nach Weimar, doch genoß er der Ruhe kaum noch ein Jahr. Gerber bezeichnet die 1766 in Nürnberg erschienenen Sonaten für Clavier als schwache Erzeugnisse, läßt ihm aber die Gerechtigkeit seiner technischen Fertigkeit im Orgel- und Clavierspielen widerfahren, nebst dem Lobe, daß er ein rechtschaffener und ehrlicher Jurist war. Von seinen Compositionen ist mir nur eine Sonate für Clavier in Es–dur bekannt, die sich in Ulrich Haffner’s Oeuvres mêlées, Theil 2 Nr. 6 befindet. Wenn die Sonate auch keine bedeutende Leistung ist, so kann man sie doch nicht als schlechter wie die seiner Zeitgenossen bezeichnen. Er lebte in einer Zeit, wo geniale Leistungen verachtet und die mittelmäßigen Geister verehrt wurden.

Mattheson, Ehrenpforte, S. 390. – Gerber, 1. u. 2. – Niederrheinische Musikztg. VI, 324.
Rob. Eitner.
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