aus Wikisource, der freien Quellensammlung
[560]
Schüs=se schmetternd fal=len Wir ec.
2. So denken wir an das wilde Meer und hören die Wogen
brausen, die Donner brausen drüber her, die Wirbelwinde sausen. Ha!
wie das Schifflein schwankt und dröhnt, wie Mast und Stangen splittern,
und wie der Notschuss dumpf ertönt, |: die Schiffer fluchen und zittern! :¦
Wir sind nicht mehr ec.
3. So denken wir an die wilde Schlacht, da fechten die deutschen
Männer; das Schwert erklirrt, die Lanze kracht, es schnauben die
mutgen Renner. Mit Trommelwirbel, Trompetenschall, so zieht das
Heer zum Sturme; hinstürzet zum Kanonenknall, die Mauer samt dem
Turme.
Wir sind nicht mehr ec.
4. So denken wir an den jüngsten Tag und hören Posaunen schallen;
die Gräber springen von Donnerschlag, die Sterne vom Himmel fallen.
Es braust die offne Höllenkluft mit wildem Flammenmeere, und oben
in der goldnen Luft, da jauchzen die seligen Chöre.
Wir sind nicht mehr ec.
5. Und nach dem Wald und der wilden Jagd, nach Sturm und
Wellenschlage, und nach der deutschen Männerschlacht und nach dem
jüngsten Tage, so denken wir an uns selber noch, an unser stürmisch
Singen, an unser Jubel und Lebehoch, an unsrer Becherklingen.
L. Uhlandt. 1812.
|
622. Glücklich der Zecher. (IV. 92.)
| Mäßig. |
Reichardt. |
1. Won=nig be=rau=schet ein Schwärmer zu sein, wan=ken und
schwan=ken auf knik=ken=dem Bein, Stol=pern und strau=cheln bis
nie=der man sinkt; glücklich al=lein ist der Zecher der trinkt!
[561]
2. Wasser auf Erden, ach! fließet so viel, nüchtert und wässert so
manches Gefühl. Wasser macht älter, der Wein nur verjüngt; glücklich
allein ist der Zecher, der trinkt!
3. Wurzeln und Rüben im Garten ziehn, Kohl und Spinat
auch ist eitel Bemühen. Reben nur pflanzet, die Traube nur winkt;
glücklich allein ist der Zecher, der trinkt!
4. Bacchus beschwöret den heiligen Bund, öffnet den Zapfen und
lüftet den Spund. Ewig den becher der Dürstende schwingt; glücklich
allein ist der Zecher, der trinkt!
5. Leert ihr die Gläase, so schenkt wieder ein, jeder, der trinkt,
muß benebelt auch sein; selig, wer andere im Wein bezwingt - glücklich
der Zecher, der sterbend noch trinkt!
Fr. Böhm
|
623. Wum. (IV. 188.)
| Lebhaft. |
Berner. |
1. Wum, wum, - - - -
1. Nur fröh=li=che Leu=te laßt, Freunde, mir
wum, - - - - -
heu=te, sei's groß o=der klein, zum Tho=re her=ein, zum
wum, - -
Tho=re her=einm zum Thore herein! Die lassen wir ein, die lassen wir
ein, die las=sen wir ein, die las=sen wir ein! Ja!
|