BA Urk. Nr. 48
Wir alunt der Ritt(er)e [...]ch ge brude(re) důn kůnt allen
den de dise briiue ge hoyrent [...] [k]aysth vnsen herren .. Traven Wideki(nt)
de greuen W(er)nere von Wid[...]n Erben allez daz reit daz wir han von ghe
rittes wen vn(d) waz vnsreittes v[o...]en meitte von ken vnseme ganerben inden
dorfen puderbach[1] nid(er)laisphe[2] visselenbach[3] he[s]elenbach[4] vn(d) ditesroide also verre allso ir marke ge
langet an hulze vn(d) an velde vnse Lude mit vns egen daz da geleigen ist gen wir nimanne
dar imme han wir inphangen vinzeien inart pheinnige tri haller vor enen pheinmut dar imme
han wir iz erpliche vn(d) ewe[..]ghe vorzigen. dises koyfes ist gezůg Tieve hanrich von salimss
Eckehart von helfenberch [.]iderich von ine heyn(er)e Eberhart von heig(er)r
herman en deichen von arenvelden vn(d) ditmar en pharn(er)e von Elsasshen. unt andes guder
lide gnůch. Daz dise reide steide si so ha(n) wir gebeiden graven henrichen von gelmisse her Ecke
harten von helfenberch her friteriche(n) von ine heine h(er)n alungen vnsen vait(en) daz si ir ingesighele
an dise brive hant gehangen zů imme ingesigele alu(n)ges dez mugen. Dirre brifh ist gemait
vn(d) gegeiben dusent iar naich [..] goistes geburt vn(d) tru hundet iar vn(d) siber iar ame
sundaige nach dem pingesdaige.
[Bearbeiten] Anmerkungen (Wikisource)
[Bearbeiten] Kommentar von Werner Wied
„Eine sorgfältige Interpretation dieser Urkunde beweist, daß die Breidenbacher Ritter keineswegs die fünf Dörfer an Wittgenstein verkaufen, sondern ihre grundherrlichen Rechte, [...] die allerdings erheblich gewesen sein mögen. Daß auch die Grafen dort grundherrliche Rechte hatten, ist selbstverständlich, war es doch keineswegs ungewöhnlich, daß die Bauern eines Dorfes verschiedene Grundherren hatten.“
– Werner Wied: Eckhard Linke und Werner Schmidt (Hrsg.): Heimatbuch Banfetal, Bad-Laasphe-Banfe 1987, S. 71
