BLKÖ:Habsburg, Mathilde von Württemberg

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 7 (1861), ab Seite: 89. (Quelle)
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260. Mathilde (Mechtildes) von Württemberg (geb. (wann?), gest. 1482), Tochter Ludwig’s IV. des Sanften von Churpfalz mit Margaretha von Savoyen, verwitweten Königin von Sicilien. Mathilde wurde im Jahre 1434 dem Grafen Ludwig II. zu Württemberg vermält; Witwe seit 1480, heirathete sie in zweiter Ehe 1452 Albrecht VI. von Oesterreich [Bd. VI. Nr. 12]. Mathilde gebar in ihrer ersten Ehe fünf Kinder, u. z. Mathilde (gest. 1495), vermält 1451 an Ludwig IV., Landgrafen von Hessen; Ludwig III. (geb. 7. April 1439, gest. 2. November 1457); Eberhard der Rauschebart, als Graf VI., als Herzog I. (geb. 11. December 1445, gest. 24. Februar 1496), der erste Herzog von Württemberg; Andreas, jung gestorben, und Elisabeth (geb. 1447, gest. 1487), vermält in erster Ehe 28. October 1470 mit Johann, Grafen zu Nassau, Witwe 1472, in zweiter Ehe 1472 mit Heinrich, Grafen zu Stolberg. Ihre zweite Ehe mit Albrecht VI. von Oesterreich blieb kinderlos. Sie brachte ihrem Gemale ein bedeutendes Heirathsgut in Geld mit, was ihm, da er durch seine beständigen Fehden aller Mittel entblößt war, sehr zu Statten kam. Auch war es Mathilde, welche ihren Gemal zur Stiftung der Hochschule zu Freiburg im Breisgau (1461), des einzigen löblichen Werkes Albrecht’s VI., wie auch ihren Sohn Eberhard VI. zu jener in Tübingen beredet hatte. [90] Mathilde erhielt von ihrem Gemale die Herrschaft Hohburg zur Morgengabe, nach ihrem Tode sollte sie aber an Oesterreich zurückfallen. Mathilde überlebte ihren Gatten nahezu 19 Jahre, sie brachte ihren Witwenstand mehrentheils zu Rothenburg an der Tauber zu, starb aber in Heidelberg, von wo sie ihr Sohn Eberhard nach Tübingen bringen und im Chor der St. Georgskirche neben ihrem ersten Gemale, seinem Vater, beisetzen ließ.

Fugger (J. J.), Spiegel der Ehren des Erzhauses Oesterreich (Nürnberg 1668, kl. Fol.) S. 590 und 730. – Hübner (Joh.), Geneal. Tabellen (Leipzig 1719, kl. Qu. Fol.) Tab. 126, 138, 200 und 201.