Benutzer:Reiner Stoppok/Caesariustest
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| [I 24]
Eo tempore quo Rex Philippus primo vestavit Dioecesim Coloniensem, contigit me cum domino Gevardo Abbate de Monte sanctae Walburgis ire Coloniam. Et cum me in via cum multa instantia hortaretur ad conversionem, nec proficeret, retulit mihi visionem illam gloriosam Claraevallis, in qua legitur, quod quodam tempore messis, cum conventus in valle meteret, beata Dei genetrix virgo Maria et sancta Anna mater eius ac sancta Maria Magdalena de monte venientes, quodam viro [1] sancto, qui stabat ex adverso, aspiciente, in vallem eandem in magna claritate descenderunt, monachorum sudores terserunt, flabello [2] manicarum suarum ventum admoverunt, et reliqua quae ibidem posita sunt. Sermone huius visionis in tantum motus fui, ut Abbati promitterem, me non venturum nisi ad eius domum gratia conversionis, si tamen Deus mihi inspiraret voluntatem. Astrictus tunc fueram voto peregrinationis ad sanctam Mariam Rupis Amatoris[3] , quae maxime me retinuit. Qua post menses tres expleta, nullo amicorum meorum sciente, sola Dei misericordia me praeveniente et promovente, ad Vallem sancti Petri |
[83]
In der Zeit, als König Philipp das erste mal unser Erzstift[4] verwüstete, ging ich mit dem Heisterbacher Abt Gevard [5] von Walberberg[6] nach Köln. Auf dem Wege ermahnte er mich dringend zur Konversion, jedoch ohne Erfolg, und erzählte mir endlich jene herrliche Erscheinung in Clairvaux, wie einst zur Erntezeit, als die Brüder im Tale Garben schnitten, die heilige Gottesgebärerin, ihre heilige Mutter Anna und die h. Magdalena vom Gebirge kamen und voll leuchtender Klarheit ins Thal stiegen, den Mönchen den Schweiss trockneten und Kühlung zufächelten, und was sonst noch geschrieben steht. Diese Erscheinung rührte mich so tief, daß ich dem Abte versprach: wenn Gott mir überhaupt den Willen geben würde, in kein anderes Kloster einzutreten, als in das seinige. Ich war damals noch gebunden, weil ich eine Wallfahrt zur heiligen Maria von Rocamadour[7] gelobt hatte. Als ich dieselbe nach Verlauf [84] von drei Monaten vollendet hatte, begab ich mich, ohne daß einer meiner Freunde davon wußte [Ergänzung (Übersetzung: Reiner Stoppok):] allein von der Barmherzigkeit Gottes geführt und getrieben, zum Thale des heiligen Petrus [8] |
| [I 25] veni, et quod sermone concepi [9], novicius factus, opere ostendi. Simile pene contigit fratri Gerlaco de Dinge, monacho nostro[10]. NOVICIUS: Non erit inutile his qui adhuc in saeculo sunt, exempli gratia talia audire.
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und verwirklichte den Entschluß, den ich während des Gesprächs gefaßt hatte: ich wurde Novize. Fast das gleiche widerfuhr Gerlach von Dingden, einem unsrer Mönche. Novize: Diese Geschichte wird den nicht zum geistlichen Stand gehörenden sicherlich ein nützliches Exempel sein. |
- ↑ 5) viro om BC.
- ↑ 6) DP flabellis.
- ↑ 7) CP Salvatoris, B antodoris. Rupes Amatoris, Rocamadour in regione Cadurcorum, fuit ordinis S. Benedicti coenobium, Nostrae Dominae dedicatum. Conf. infra VII, 24. Vit. S. Engelb. I, 9. p. 304.
- ↑ WS: Im Jahr 1198.
- ↑ WS: Abt von 1195-1208.
- ↑ WS: Das Zisterzienserinnenkloster dort wurde 1197 gegründet.
- ↑ WS: Ein für seine Schwarze Madonna berühmter Wallfahrtsort im Département Lot in Frankreich, der eine Station am Pilgerweg nach Santiago de Compostela war.
- ↑ WS: Nach Heisterbach.
- ↑ 1) DP conceperam; mox C effectus.
- ↑ 2) verba Similie — nostro om C.
[Bearbeiten] Weitere Anmerkungen zu Kapitel 17
- Das Ende der Übersetzung von Alexander Kaufmann (1891:83 f.), nach dem sich diese Geschichte im Oktober 1198 ereignete, wurde ergänzt.
- Weitere Übersetzungen: Müller-Holm (1910:14); Weiglin (1925:11); Schneider & Schneider (1972:18)
| « DISTINCTIO PRIMA:CAPITULUM XII. | Caesarius von Heisterbach Dialog über die Wunder |
Buch I:Kapitel 12 » |
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| [I 18]
Alius quidam adolescens bene natus et divitum filius ad nos perentibus ignorantibus venit, et ut reciperetur facile |
[82]
Ein anderer junger Mann von guter Familie und der Sohn reicher Eltern kam ohne Wissen derselben zu uns und erlangte bald, |
| [I 19] obtinuit; nolo enim nomina tam huius quam supradicti exprimere, sperans adhuc eos [2] reversuros, ne forte ex hoc patiantur [3] confusionem. Factus itaque novicius, vix tribus vel quinque diebus elapsis, venerunt amici eius dolentes, et ut reverteretur ad saeculum, plurimis [4] verbis exhortantes. Noverant eum quandam summam pecuniae perdidisse, nescio quo ludo, et magis ex dolore quam devotione conversum. Et cum non proficerent, suaserunt ut debita persolveret [5], et statim rediret. Sicque non vi, sed dolo ab amicis extractus, non est reversus. Et cum sollemne votum fecisset inter manus domini Abbatis, et propter hoc coram Clero ab eo [6] tractus fuisset in causam, per literas legati et aliis [7] modis, quibus potuit, se defendit, asserens se conversum ex quadam levitate et turbatione animi. Quod si verum non esset [8], exemplum domini Henrici Abbatis nostri[9] imitatus fuisset. NOVICIUS: Hoc quid sit, audire delectat.
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daß er aufgenommen wurde. Ich will aber seinen Namen ebensowenig wie den des vorhin besprochenen nennen, um ihnen nicht Verlegenheiten zu bereiten, da ich die Hoffnung noch nicht aufgegeben habe, sie könnten einmal wiederkommen. Kaum aber waren nach der Ankunft des oben bezeichneten drei oder vier Tage vergangen, so erschienen die Freunde des neuen Novizen, führten heftige Klage und redeten ihm lange zu, er möge in die Welt zurückkehren. Sie wußten nämlich, daß er in irgend einem Spiele eine große Summe Geldes verloren und mehr aus Ärger darüber, als aus Frömmigkeit jenen Schritt getan hatte. Da ihr Zureden nicht fruchtete, forderten sie ihn endlich auf, er möge erst seine Schulden bezahlen und dann sich wieder bei uns einstellen. So wurde er uns nicht durch Gewalt, sondern durch List entzogen, ließ sich jedoch nicht wieder sehen. Da er in die Hände des Abtes bereits ein feierliches Gelübde abgelegt hatte und deshalb bei der geistlichen Behörde belangt worden war, verteidigte er sich durch Briefe eines Legaten und auf alle sonst mögliche Weise, indem er zu beweisen suchte, daß er teils aus Leichtsinn, teils in einer gewissen geistigen Verwirrung sich zu jenem Schritt habe verleiten lassen. [Ergänzung (Übersetzung Reiner Stoppok):] Wenn dies nicht der Fall gewesen wäre, wäre er dem Beispiel unseres Abtes Heinrich gefolgt. Novize: Es würde mich freuen zu erfahren, welches es war. |
- ↑ *) Homil. I. p. 90.
- ↑ 1) C eos adhuc.
- ↑ 2) C patiantur ex hoc.
- ↑ 3) P plurimum; mox D exhortantes verbis.
- ↑ 4) DP debita sua solveret; mox C iam pro statim.
- ↑ 5) ab eo om C.
- ↑ 6) DP aliisque.
- ↑ 7) C fuisset.
- ↑ 8) nostri om BC.
[Bearbeiten] Weitere Anmerkungen zu Buch I, Kapitel 12
- Deutsche Übersetzung: Alexander Kaufmann (1891:82); Ergänzungen und weitere Anmerkungen: Reiner Stoppok
- Weitere Übersetzungen: Schneider & Schneider (1974:24)
- Übersicht zu den Handschriften und Drucken sowie ihren Kürzeln (nach Strange)
[Bearbeiten] Ende
| « DISTINCTIO PRIMA:CAPITULUM XI. | Caesarius von Heisterbach Dialog über die Wunder |
Buch I:Kapitel 11 » |
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| [I 24]
Venit ad nos adolescens quidam canonicus in Colonia [1], magis, ut postea rei exitus probavit, ex quadam levitate mentis[2], quam devotione conversionis. Qui suum nobis aperiens propositum, iuvenibus nostris maxime, non parvum fecit gaudium. Dominus Gevardus Abbas noster intelligens solam in causa esse levitatem[3], eo quod deluisset[4] vestimentasua, sola quippe tunica indutus[5] venit, cum tamen satis rogaretur suscipere iuvenem, non consensit. Qui mox eadem via, qua venit[6], rediit, nec aliquando postea alicuius conversionis mentionem fecit. |
[81]
Es kam zu uns ein junger Stiftsherr aus Köln; aber, wie die Folge gezeigt hat, mehr aus Leichtsinn, als aus innerem Drang. Als er uns sein Vorhaben mitteilte, erregte er besonders unter unseren jungen Leuten große Heiterkeit. Er hatte seine Kleider verspielt und als er zu uns kam nichts weiter als einen Rock an.* Unser Abt Herr Gevard merkte bald, es liege dem Gesuch des jungen Mannes nur Leichtsinn zu Grunde und so versagte er ihm, obwohl sich viele für ihn verwandten, die Aufnahme. So ging jener auf demselben Wege, auf dem er gekommen war, und hat später niemals mehr davon gesprochen, ein Ordensmann werden zu wollen. |
- ↑ 7) C quidam adolescens in Colonia canonicus.
- ↑ 8) C levitate quadam animi.
- ↑ 9) BC solam levitatem fuisse in causa.
- ↑ 10) hoc est, pusu perdidisset; conf. IV, 44.
- ↑ 11) C vestitus tunica.
- ↑ 12) DP venerat.
[Bearbeiten] Weitere Anmerkungen zu Buch I, Kapitel 11
- Anm. 3 (Kaufmann): Auf ihn ließe sich das Sprichwort anwenden: Desparatio facit monachum. Vgl. unseres Autors „quod quidam convertantur propter paupertatem,“ Dial. I, 28.
[Bearbeiten] Probleme
Hab von FrobenChristoph gehört das du Probleme hast. Bitte kurz schildern. Damit ich helfen kann. HöllenQualen müssen nicht sein. Die meisten meiner eigenen Scans sind Doppelseitig, an sich kein Problem
Gruß --Jörgens.Mi Talk 18:01, 22. Jan. 2007 (CET)
- Danke für Dein Angebot. Mein Schwung droht etwas nachzulassen, wenn ich mir die ganzen Regeln für das Einstellen der Bilder durchlese. (Ich habe den Computer erst spät entdeckt...) So ab Mittwoch wollte ich meine Canon PowerShot A 85 mit ihren 4.0 Mega Pixels (Einstellungen: Automatik, Nahaufnahme, ohne Blitz) aus ca. 25 bis 30 cm Abstand auf meine doppelseitige Kopiensammlung der Übersetzungen des Dialogus miraculorum halten. Angenommen, ich würde Dir die Bilder von [w:Ernst Müller-Holm] per E-Mail zukommen lassen, könntest Du mir die reinstellen und mir damit ein "Exempel" geben, wie ich das bei den anderen Werken auch tun kann? Ich kann mir auch nicht recht vorstellen, wie das gehen soll, dass man zwei Spalten Text hat (lat./dt.) und dann noch ein zusätzliches Feld für das jeweilige Bild braucht. Ein paar der bevorstehenden Layout-Probleme hatte ich unten ("Mängeliste") schon angesprochen. Irgendwie scheinst Du dem Autor ja auch verbunden zu sein?! --Reiner Stoppok 01:28, 23. Jan. 2007 (CET) PS: Ich hatte vor, die "Paginierung" (bzw. die Einrichtung der doppelspaltigen Seiten) nach der Ausgabe von Strange auszurichten. Kaufmann hat bekanntlich eine eigene Reihenfolge der Geschichten, nach Orten/Gegenden sortiert. --Reiner Stoppok 01:42, 23. Jan. 2007 (CET)
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- [1]--Reiner Stoppok 03:14, 25. Jan. 2007 (CET)
Ich bin weniger dem Autoren verbunden, sondern versuche hauptsächlich unsern Nutzern technische Probleme aus dem Weg zu räumen (meine Hobby hier sind andere peinliche Lücken, die Naturwissenschaften). Und nachdem mir dein Hilferuf von froben weitergeleitet wurde, wollte ich eigentlich helfen :). Du kannst mir an joergens.mic.at.googlemail.com jederzeit ein paar Bilder zukommen lassen (das .at. bitte richtig ersetzen). Wenn man hinter die Regeln schaut ist es doch ganz einfach. Wenn Fragen dazu sind einfach stellen. Die Hilfe ist auch nich Hilfsbedürftig :) . --Jörgens.Mi Talk 08:46, 23. Jan. 2007 (CET)
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- Ja prima, aber wie bekommt man eine große Gedichtesammlung hin zu den Naturwissenschaften umgebogen? (Bei Leuten wie Lukrez et al. hat sich ja auch die Wissenschaft noch gereimt ...) --Reiner Stoppok 03:12, 26. Jan. 2007 (CET)
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Hallöchen und herzlich willkommen. Ich habe deine Frage mal an die richtige Stelle verschoben Wikisource:Skriptorium#Caesarius_von_Heisterbach:_Dialogus_Miraculorum und dir dort auch geantwortet. Gruß --Finanzer 01:54, 20. Dez. 2006 (CET)
- Für beide Varianten würde ich folgende Grundform vorschlagen, in jedem Capitulum eine Projektseitenvorlage
Projekt-Artikel:
- Dialog über die Wunder
- Dialog über die Wunder:Buch_1
- Dialog über die Wunder:Buch_1:CAPITULUM I.
- Dialog über die Wunder:Buch_1:CAPITULUM II.
- Dialog über die Wunder:Buch_1:CAPITULUM III.
- Dialog über die Wunder:Buch_1:CAPITULUM IV.
- ...
- Dialog über die Wunder:Buch_2
- Dialog über die Wunder:Buch_1:CAPITULUM I.
- ...
- ...
- ...
- ...
- Dialog über die Wunder:Buch_n
- ...
- ...
- Dialog über die Wunder:Buch_1
Ein Beispiel dafür ist die Zimmerische Chronik
- Buch entspricht dem Band
- Capitulum entspricht der Seite
Jedes Capitulum ist somit ein Artikel der alle Seiten des Kapitels aufnimmt. Deine Formatierung eines Kapitels ist so schon in Ordnung. Ein Abschnitt ist ein Artikel.
In der zweisprachigen Version würde ich das ganze in eine Tabelle packen
{|{{prettytable}}
|valign="top"|
{{Seite|111}}lateinischer text
|valign="top"|
deutscher text
|-
|valign="top"|
{{Seite|112}}lateinischer text
|valign="top"|
deutscher text
|}
| [111] De eo quod daemones sint, quod multi sint, quod mali sint et hominibus infesti.
RECTE post tentationem tractandum videtur esse2) de tentatoribus. Daemones anthonomasice3) dicuntur tentatores, quia maxime4) tentatio mentem impellens ad peccandum, vel ipsis fit5) auctoribus, vel incentoribus. Si diabolus primum hominem tentavit in paradiso, si Christum tentare praesumsit in deserto, quem hominum6) tentare non audebit in hoc mundo? Duo siquidem angeli cuilibet homini sunt deputati,
|
deutscher text |
| [112] lateinischer text | deutscher text |
Das als Grundidee. Feinheiten könnnen wir später diskutieren. Dafür wären dann 2 Ding hilfreich eine beliebige Seite mit deutscher Übersetzung. Ein Scan.
Grüße --Jörgens.Mi Talk 22:28, 30. Dez. 2006 (CET)
- Bevor ich mir weiter einen abbreche, hier ein erster Layout-Versuch. Nach den Seiten der Seiten 299 und 300 aus Band I der Ausgabe von Joseph Strange.
Vgl.
(Dort erst auf "Dist. V", dann auf cap. "[20]" klicken!) http://www.uni-trier.de/uni/fb3/geschichte/cluse/cs/1-299.html
Mängelliste: Die Überschriften sind nicht auf gleicher Höhe. Die Anmerkungen (zur Textkritik) gibt es nur auf Lateinisch. (Bei anderen Geschichten wären eigene Anmerkungen auch noch unterzubringen.). U.v.a.m. Danke! --Reiner Stoppok 00:57, 31. Dez. 2006 (CET)
[Bearbeiten] Mängelliste
Ich habe noch ein paar Feinkorrekturen vorgenommen. Die Anmerkungen zum deutschsprachigen Teil unten sind nur Layout-Proben (eigentlich müssen sie auch unter die rechte Spalte). Ich würde gern die Anmerkungen zum lateinischen Text von Strange unberührt lassen (höchstens gelegentlich auf Fehler oder Unstimmigkeiten hinweisen), d.h. keine Anmerkungen zum Textverständnis dort einflechten wollen. - Das heißt, die lat. Anmerkungen des Originals sollen unübersetzt bleiben und in einer Extraspalte sollen dann die Erklärungen für den deutschen Leser erfolgen. Nur: wie kriege ich das hin? Außerdem bräuchte ich noch einen regelmäßig beschreibbares Textfeld, wo ich die Autoren bisheriger Übersetzungen reinsetzen will. Also: "Schulze & Müller (2006:290 f.)" oder sowas. Schließlich sollen ja hier freie Übersetzungen eingebaut werden. - Wie soll man vorgehen, wenn man deren verschiedene Schreibweisen u.a. vereinheitlichen will? Wie, wenn sie lückenhaft sind (das Zwiegespräch am Ende fehlt bei den allermeisten)? Wie, wenn man diese als Grundlage für eine eigene freie Bearbeitung verwendet? U.v.a.m. --Reiner Stoppok 16:27, 31. Dez. 2006 (CET)
PS: Ich bräuchte noch ein Extrafeld für Hinweise auf weitere vorhandene Übersetzungen. Außerdem bräuchte ich noch eine weitere Schriftart, z.B. in Anmerkung 5 ist das "sancti Stephani" auseinandergezogen, der Text des Herausgebers eng gedruckt. --Reiner Stoppok 17:53, 31. Dez. 2006 (CET)
- PSPS: Wikisource ist schön, macht aber viel Arbeit! (frei nach Karl Valentin) - In den riesigen freien Raum rechts unter dem deutschen Text würde ich gern die Anmerkungen (hier z.B. übungshalber die beiden Hinweise der WsRed) hineingesetzt bekommen. Die Anmerkungen zu den dt. Übersetzungen könnte man dann mit klein A, klein B usw. machen, damit da bloß nichts durcheinandergerät zwischen der linken und rechten Spalte. Manches müßte man doppelt aufführen, z.B. "Rom." (im Original) = Röm. (was in der Übersetzung eigentlich auch nach unten in die Anmerkung gehören würde.) --Reiner Stoppok 18:53, 31. Dez. 2006 (CET)
- Die textkritischen Anmerkungen der Ausgabe von Strange dürfen im Layout m.E. nicht mit WS-Anmerkungen kontaminiert werden!!! Die Kommentierung sollte den deutschsprachigen Wikipedia-Normalerbraucher erfreuen und erst dann einsetzen, wenn man den Eindruck hat, daß er in die falsche Richtung denken könnte, oder wenn er drüben bei Wikipedia eventuell auf völligen Unsinn stößt. (Bei vielen historischen Orts- und Personennamen gab es ja im Laufe der Zeit viele Schreibarten. Vgl. Wikipedia "Schloss Myllendonk". - Außerdem interessiert mich so was die "evangelische Perspektive" an dem Dokument ...) --Reiner Stoppok 22:19, 31. Dez. 2006 (CET)
[Bearbeiten] Dialogus miraculorum I.14
[Bearbeiten] Dialogus miraculorum I.13
| « DISTINCTIO PRIMA:CAPITULUM XIII. | Caesarius von Heisterbach Dialog über die Wunder |
Buch I:Kapitel 13 » |
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| [I 19]
MONACHUS: In ecclesia Bonnensi idem Henricus[2] canonicus fuit, plures habens redditus. Inspirante Domino[3], fallax saeculum occulte[4] deseruit, et desiderio ordinis Cisterciensis accensus ad domum nostram conversionis gratia venit. Cum adhuc esset in hospitio, duo milites fratres eius, fuga, eius intelligentes, et sicut homines saeculares, carnalia spiritualibus et temporalia aeternis praeponentes, unde gaudere debuerant[5], turbati sunt. Et concito cursu[6] venientes, praemiserunt puerum, qui ei quasi ex parte matris loqueretur, ut tali occasione a conventu abstraheretur. Quem cum in[7] locum insidiarum idem puer duxisset, accurantes milites, vi equo[8] iniectum, nolentem et reluctantem, cum dolore totius conventus, reduxerunt: nondum enim habitum induerat. Per |
In der Bonner Kirche war ein Domherr Heinrich, der reiche Einkünfte hatte. Durch die Eingebung des Herrn verliess er das trügerische Weltleben, und von Sehnsucht nach dem Cisterzienserorden ergriffen, kam er zu unserm Kloster und begehrte einzutreten. Als er noch in dem Gastraum des Klosters weilte, erfuhren seine zwei Brüder, die Ritter waren, von seiner Flucht, und nach der Weise der Weltlichen zogen sie das Fleischliche dem Geistigen, die Zeitlichkeit dem Ewigen vor und grämten sich über das, was sie hätte erfreuen sollen. Sie ritten eilends herbei und schickten einen Knaben voraus, der mit ihm, als käme er von seiner Mutter, sprechen sollte, auf daß er so dem Kloster entzogen werde. Der Knabe lockt ihn in einen Hinterhalt, die Ritter eilten herzu, hoben ihn auf ein Pferd, und wie er sich auch sträubte, führten sie ihn zum Kummer des ganzen Klosters hinweg; denn er trug noch nicht das Mönchsgewand. Als er einige Zeit |
| [I 20] aliquod tempus cum eis commoratus, cum iam securi essent de eo, iterum fugit, indutoque habitu spem totius reversionis eius exclusit[9]. Non iste fecit sicut duo superiores, quia non levitatis vitium, sed virtus constantiae in conversione[10] fuit. Hoc exemplum et alia quaedam 3), quae hic aedificationis causa scripturus sum, in Homeliis Moralibus de Infantia Salvatoris posuisse me memini. NOVICIUS: Puto grave esse peccatum, novicium redire ad saeculum. MONACHUS: Quanta sit culpa, facile perpenditur ex poena.
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bei ihnen verweilt hatte und sie nicht mehr um ihn sorgten, floh er aufs neue, und indem er das Gewand anlegte, machte er auf immer alle Hoffnung auf Rückkehr zuschanden. [Ergänzung Übersetzung Reiner Stoppok:] Sein Verhalten war das genaue Gegenteil von dem der beiden anderen, weil sein Eintritt ins Kloster nicht durch das Laster der Leichtfertigkeit, sondern durch die Tugend der Standhaftigkeit veranlasst wurde. Über dieses Beispiel und einige andere, die ich hier zur Erbauung schildere, erinnere ich mich, bereits in den „Moralischen Homilien über die Kindheit des Erlösers“ (Homeliis Moralibus de Infantia Salvatoris) geschrieben zu haben. Novize: Sicher ist es eine schwere Sünde für einen Novizen, in die Welt zurückzukehren. Mönch: Wie ernst das Verschulden ist, ist leicht aus der Bestrafung zu ersehen, die ihm folgt. |
- ↑ *) Homil. I. p. 90.
- ↑ 9) idem Henricus om BC.
- ↑ 10) BDP Deo.
- ↑ 11) occulte om C.
- ↑ 12) D debuerunt.
- ↑ 13) DP gradu.
- ↑ 14) C ad.
- ↑ 15) pro vi equo habent CD in equo, B in equum; conf. IV, 92. XII, 20.
- ↑ 1) C eius excludit, P eis exclusit, D exclusit eis.
- ↑ 2) C causa.
[Bearbeiten] Weitere Anmerkungen zu Kapitel 13
- Abt Hermann war der Gründungsabt der Zisterzienserabtei Heisterbach, er war Kanonikus von St. Cassius in Bonn gewesen, vor seinem Eintritt in den Zisterzienserorden war er Dekan zu St. Aposteln in Köln, vor Heisterbach war er Abt von Himmerod, später dann Abt von Marienstatt im Westwald.
- Übersetzung: Müller-Holm 1910:11; Ergänzungen und weitere Anmerkungen: Reiner Stoppok
- Übersetzungen Müller-Holm 1910:11; Kaufmann 1888: 135 f.
| « Buch 1:CAPITULUM XIII. | Dialog über die Wunder | Buch 1:CAPITULUM XIII. » |
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[Bearbeiten] So könnte so eine Seite aussehen
| « DISTINCTIO QUINTA:CAPITULUM XX. | Caesarius von Heisterbach Dialog über die Wunder |
Buch V:Kapitel 20 » |
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| [299]
Paucis annis elapsis, sub Episcopo Bertrammo, viro valde literato, orta est haeresis Valdosiana in civitate Metensi[2], hoc modo. Cum idem Antistes in festivitate quadam populo in ecclesia[3] praedicasset, duos homines ministros diaboli in turba stare conspiens, ait: Videor inter vos nuncios diaboli. Ecce illi sunt, digito eos ostendens[4], qui me praesente in Monte Pessulano[5] propter haereses damnati sunt et eiecti. Qui Episcopo durius responderunt, habentes in comitatu suo scholarem, qui more canino contra eum latrabat, iniuriis eum lascesciens[6]. Egressi vero de ecclesia, multitudinem populi WS: Mit WsRed kannst du Anmerkungen in Text oder in den Referenzen machen[7] |
Vor wenigen Jahren kam in der Stadt Metz[8] unter dem sehr gelehrten Bischof Bertram die Ketzerei der Waldenser auf folgende Weise auf. Bei einem gewissen Fest predigte der Bischof dem Volk in der Kirche, als er zwei Diener des Teufels in der Menge stehen sah und schrie: »Ich sehe die Boten des Teufels unter euch. Seht, dort sind sie«, und er zeigte mit dem Finger auf sie, »die in Montpellier[9] in meiner Gegenwart verdammt und wegen ihrer Ketzereien aus der Stadt geworfen wurden.« Sie entgegneten dem Bischof unbeugsam und sie hatten in ihrer Gegenwart einen Scholar, der ihn wie ein Hund anschnauzte und alle möglichen Beleidigungen gegen ihn ausstieß. Als sie aus der Kirche hinausgingen, versammelte sich eine Menschenmenge |
| [300] circa se congregantes, errores suos illis praedicaverunt. Quibus cum quidam ex clericis dicerent: Vos domini, nonne Apostulus dicit: Quomodo praedicabunt, nisi mittantur[10]? Volumus scire quis vos miserit huc praedicare; responderunt illi: Spiritus. Non enim poterat illis Episcopus vim inferre propter quosdam potentes civitatis, qui eos in odium Episkopi fovebant, eo quod quendam usurarium defunctum ipsorum cognatum de atrio ecclesiae eiecisset. Revera missi fuerant a spiritu erroris, per quorum ora haereses Valdosianae, ab uno eorum sic dictae, in eadem civitate sunt seminatae, et necdum prorsus exstinctae[11].
NOVICIUS: Heu quod tot hodie haereses sunt in ecclesia. MONACHUS: Hoc furor et malitia diaboli effecit. |
um sie und sie predigten ihnen ihre Irrlehre. Einige der anwesenden Kleriker sagten zu ihnen: »Ihr Herren, sagt nicht der Apostel: Wie soll aber jemand verkünden, wenn er nicht gesandt ist? (Röm 10,15). Wir würden gern wissen, wer euch hierher entsandte, um zu predigen«, und sie antworteten: »Der Heilige Geist«. Nun konnte der Bischof wegen gewisser mächtiger Bürger keine Gewalt gegen sie anwenden, Bürger, die sich ihrer aus Haß gegen den Bischof annahmen, denn dieser hatte einen bestimmten toten Wucherer, ihren Verwandten, aus der Kirche getrieben. In Wahrheit waren sie vom Geist des Irrtums entsandt worden, und durch ihr Predigen wurde die waldensische Ketzerei in der Stadt eingepflanzt und sie ist bis zum heutigen Tag nicht ganz ausgelöscht.
Novize: Ach, daß es so viele Ketzereien in der Kirche gibt! Mönch: Sie sind die Frucht des Furors und der Bosheit des Teufels. |
- ↑ *) Homil. I. p. 138.
- ↑ 4) Metz.
- ↑ 5) in Homilia addit, sancti Stephani.
- ↑ 6) B demonstrans.
- ↑ 7) Montpellier.
- ↑ 8) P lacesciens, C lacessiens, B lacescens.
- ↑ WS: Mit WsRed kannst du Anmerkungen in Text oder in den Referenzen machen
- ↑ WS: In Lothringen.
- ↑ WS: Im Languedoc.
- ↑ 1) Rom. 10, 15.
- ↑ 2) BC haeresis Valdosiana — dicta — est seminata — exstincta
[Bearbeiten] Weitere Anmerkungen zu Kapitel 20
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