Der Bundtschu
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Der Bundtschu
Diß biechlein sagt von dem bösen
fürnemen der Bundtschuher, wye es sich
angefengt geendet vnd aus kumen ist
C Pamphilus Gengenbach R S f [2]
Ain vorrede yn Bundtschu. [3]
Das sie sollt tragen unser sünd [4]
Vnd an aym feyertag holtz auff laß Die ist das große "D" einzubauen? Wie geht die Trennung "kum-"(1. Zeile) weiter? Heißt dieses |C wie auch in den letzteren beiden Zeilen Absatz? Der vrsprung des bundtschuhs wie sich d’selb angefengt vnd auß kuma man zalt nach der geburt vnsers hern Jesu Cristi (men ist. M.ccccc.xiii.iar / Hat sich begeben dz in aim dorff genant Leenjn dem Pryeßgaow gelegen / Ist gewesen ayn brot beck knecht mit nam Hyeronim ? / bürtig auß der Etsch / vnd aynander mit namen / Jost frytz d’ hauptsacher vnd anfenger des handels / Dye zwen seind offt vnd dick zusammen gangen mit etlichen per-sonen meer / geredt von dem Bundschu wie sye den zu wegen brechten vnd in auff das aller glimftigist für legten da mit er ain für gang het Vnd ist das ir für geben gewesen / wan sie zu eym seint kumen d’ sie dar zu füglich geduckt seind sie mit disen für worten an in kuumen / so serr vnn er ayn haling halten wolt vnd in behilfflich wolt seyn wolten sie im ayn ding sagen / dz da götlich erlich im vnd den seynen vnd den gantzen land nützlich wer Dar zu etlicher gesprochen so das gätlich vnd erlich wer wolt er in dar zu behylfflich sein / Also haben sie in enden handel entblößt / Vnd ist diß ir maynung gewesen / das sie fürter hin kaynen herrn wolten mer haben vnd gehorsam seyn dan allain dem kaiser vnd dem bapst. zu dem andern das holtz vnd wasser auch als gewild so frey sein / Zu dem driten dz sie alle zynß Wieso kursiv? [5] vnd gtili so ir haupt haben eingenommen abthun vnd fürten hyn nut me verzinße Zu dem fierden welle sie machen dz ain yeder pryester nur ain pfründ sol haben Zu dem fünfften wellen sue den zinß vnd gült 8 klöster so sie zu überflüß haben zu iren handen nemendea mit sie vnd ire kindt dester baß auß kumen mögen Zu dem sechsten wellen die das niemand den andern solch reche erfordern dan vor seinem richter da er gesessen ist. Zu dem sybenden das alle ladbryeff / manbbrieff / banbrieff / fürter hin nit mer sollen angenommen werden Zu dem achten dz / das Rotweilisch gericht kain krafft mer sol haben Zu dem neunden all die mit inen dran sein wellen sye bey den iren lassen Zu dem zehenden welcher sich wyder ir fürnemen setzt wellen sye zu todt schlagen / die articel vnd etlich mer bye auff das kürzest gefatzt haben sye ain andser auff der hartmatten für gehalten / auch da fänrich vnd die hauptleüt gemacht / vnd ist ob gemelt Jost fritz d hauptsacher hauptman worden vnd jacob hauser fänrich / wie wol we sich des widert angesehen seiner armut vnd es auch nye gebraucht het / auff das im jost fritz antwort / man ir fürnemen ain für gang het wurd er wol beklaid werden. Als er sich nun des ergabe leten sye an ain stür vnder inen zu dem fenlin / ratschlaget auch weiter vin dem wortzaichen so ainer zu dem andern kem / vnd eas das dz wortzaichen Guter gesel was ist dein wesen / der arman mag mime genesen. Doch ward nistt entlich von diesem wortzaichen beschlossen / In dysen dingen gieng jost fritz und das alte vögtlein von lehen gen Freiburg cnd kamen zu aim moler vnd gaben im das fenlein an zemachen / also das sn dem fenlein solt sein ain crucifix vnser fraw vnd sant Johan / vnd sas zaicht des Bäpst / vnd kaisers vnd ain pawer vnd ain pawerin mit ainem bundschu mit guldnen riemen Als anun 8 moler hore von den bundschu erschrack er vnd dorcht es gieng nit recht zu wolt nüt mit in beschlyssen / sunder byß her wider kumen / vnnd bracht das weiter / was aber Jost fritzen bedaucht er macht sych dvon byß gen helbrun da kam er zu ainem moler sagt im auch des gleich von dem paner / antwort im 8 moler / ich hab alwegen gehörtes sol ain bundschu auffstan / zu den Jost fritz nict also ich hab das verhaisen in krieges leüffen / vnd wil es bringen vnser frawe gen ach / bin ains schumachers sun / darumb ich wil ain bundschuh darin haben / also ward der moler überred vnd macht ym das fenlein In diesen dingen begab sich zu Biengen im dem preyßgöw drey dreschen in ainer schert für welche ain bidermä kam fragende nach dem pauren des hauses dam antwort ainer vnd zaigt im wo er fünd Der ander drascher ward zornig sprach / wie derfest du im zagen / waist nit pb er in gutem oder bösem fragt dea im der biederman antwortt er fragte ynn kainem bösen / also gieng erhyn weg / diesen zwen dräscher wörtleten so lang mit ain ander vnd biß dz der so den pauren gezaigt hat den andrn zu tod schug macht sich von dannen [6] vnd kam gan / Eylmeltingen in 8 marggraffschaft kort da in das wirtshaus in claget da dme wirt sein anlygen fragend ob er sicher da wer den 8 wirt antwort / so wer niemandt kem der an ruffte vmb recht wer er sicher / zu den / der dräscher sprach / so ver ich siche vnd glayt hett von meim gnedigen heren wolt ich im ain ding sagen das seinen gnaden vnd den gantz land schafft nütz vnd gut wer / des antwert im der wiertt / das wolter im zü sagen frey sycher gelayt zu im vnd wyder an seien gehorsame / Also fieng er an und sagt von dem Buntschu wie dan vor gehört ist / vnd wie er auch ainer wer vnd wo mans nit fürsech so wirt auff byenger kylch wi ain groß volck zusamen kem auff solliche / Der wirt sprach dörfftest du mir der wort gestan vor meinem gnedigen herren als du sye mir du für gehalten hast / es ist nit ain klaine sache / bedenck dich gar wol was du redest isch wil dich vnersert haben Als es nun morgens begundt tagen gieng der wirt zu dem dröschen über das bet vnd sprach / gutter gesel / bist du auch noch in gedenck der worte so dis nächten geredet hast / vnnd darfft nur der gestendig sein vor meinem gnedigen herren / dem margraffen / antwort der drösch ia / wa ich nächten red red ich auch heut / vnd wils auch also reden vor meinem gnedigen herren / Also hieng der wirtt vnd der drösch mitainander gen Rötelen auff das Schloß / da dan zu dem selben mol margraff Philips von Baden selb persönlich war vnnd sagt im der dräsch / die sach von wort zu wort wy ers dem wirt hat gesagt das ich darbei bleiben / Als nun Jost frytz als ein hauptsacher des bumschuchs vnd haupmann zu dickeren mol auff der hartmatten mitt seinem gesellen gewesen doch allweg ir mainung wan ir würden .cccc.wolten sy die sach angreifen doch wolten sye K. M. nemlich ir furnemen für halten vnnd so er sie darbei hanthaben /wolten sye in für iren oberherren haben wer aber dasselb nit / wolten sye ain gemain aidgnoschafft anruffen / in den würden die von Freiburg gerwarnet die grosse gut heten / DA das selb Jost frytz vermercket / bernfft er seine gesellen wieder auff die hartmatten / hilt inen für erforcht die sache wer auß kümmen / dan die von Freiburg hetzen die grosse hüt / darumb sye wolten yetzund stil stan vnd nit weiter handeln in iren fürnemen / Dochnam er sye da in aid ain heling zehalten / Als nun abe der die von freiburf vnd margraff Philips von Baden etlich gefencklich angenomen / Wych Jost frytz / Jacob hauser / der fänrich vnd seiner gesellen noch ainer vnnd kamen gen Lyechtal vnnder der Hernn von BAseö gebyt / da sye dan gefencklich würden angenomen / doch entran der recht haubtsacher Jost frytz / der da das Fänlein bey in hat ( vnd würden die zwen gen Basel gefürtvnn da gericht den got gnedig vnd barmhertzig wol sein / got wel auch all gütt frum biderleiit behüten vnnd beschirmen vor semlichen bösen fürnemen vnd inen geben erkantnuß der gehorsamkeit |
