Des Meisters L. Lacher Unterweisung
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Des Meisters L. Lacher Unterweisung
Auf Sancdt Margareta Nach Christi geburdt fünffzechen hundert und 16 Jar hab Ich Larenz Lacher, der Pfalz Baumeister vnd Pixenmeister das nach Volgendt Werkh angefangen, Meinen Son Moritzen zu vnderweissungen vnd Lerungen sein Handtwerkh desto beß vnd khünstlicher zu Volpringen vnd dabey mein Zugedenkhen gegen Gott vnd der Welt, Vnd ob seine Brueder steinmetzen würden, vnd das Lehren wurden, so soll Moritz diese Khunst dreilich mit Inen teillen vnd Inen nicht verhalten, den ich will khurzlich vnd aigentlichen Antzeigen vnd bericht geben, Etlicher gepey (Gebäude) vnd Steinwerkh mit figuren, vnd geschrifften, das es eigentlicher vnd khünstlicher zu verstehn ist, viel gueter khunst Einem steinmetzen Vnd Werkhman Nuz zuwissen, darumben so wil ich Erstlich Anfangen vnd weissen, wie du khantz Maßgerechtigkeit von Anfang biß zu endt auß dem viel Andern gepey Iren grundt vnd Maß habendt, auch ich will von Andern Peyen, mancher Handtmuster Anzaigt. Item auch von Außzogner Steinwerkh wie man das mit dem Allerkhünstlichsten Mauerstein soll von grossen vnd klein Werkhen; Item du wirst auch hiefinden, wie du solst Zu der wehr bauen, das ich mehr, den 30 Jar bey Andern gebeien getrieben hab, Fürsten Graffen vnd Herrn, wie du hernach hören wirst, du wirst auch hie bericht, wie du gueten Zistern machen solst in Schlössern vnd Stedten. Lieber Son, hie wil ich Anfangen aller Erst Vnd dich vnderweissen wie du ein Khor anlegen solst, In mehr, den in Einermaß, vnd auß dieser Khunst endtspringen viel Andern bey. Darumben so Nemedt aigentlichen Achtung auf mein Lehr, so mögendt Ihr Eurem Bauherrn vnd euch Versorgen, vnd nit veracht werden, alß die Vnwissenden, den ein Ehrlich Werkh lobet seinen Meister, so Es stedt, vnd darumb so du wissen wildt, wie du alle Predter (Chablonen) gewinnen solst dich der mauern ein höhe weidt, eß sei der Baw khlein oder groß, der stein hardt oder weich wie du dich in den halten muest, vnd ob du den Pfeiller abprechen muest mit maßwerkh ist alles Nodt zuwissen der dickhe vnd breide halben, vnd auch der gesimbß Abprechung halben. Wiltu Einen Khor machen Im daglon Verding, khlein oder groß so hab nun merkhungen waß du an Dem vnd da der Bau stehn sol für stein stedt, ob die hardt oder weich sint, ob die sich tragen mög, vnd ob der gesimbß oder Anderst leyden möge, ist es den ein Zeher fester stein, alß an vil orden, Darnach mustu den Segmendt halten mit den Predtern, vnd [134] der mauern, vnd audre, wie du hören wirst, Item eiu khor der 20 Schuech weidt ist Jm Liecht, vud ist der stein guet, so mach die mauern zwen Werkhschuech dickh, ist aber der Khor von Eydlen gehauen steinwerkh, so brich im ab 3 Zoll, ist den fauller stein so gib im 3 Zoll zue zu der dickh der Mauern vnd mit den Pfeillern.[1] Item eiu Khor 30 schuech weidt, 3 Schuech dickh, die mauern aber mit den Pfeillern, die mag 3 Schuech dickh 2 ob dem schreggesimbß vnd alß dickh der Pfeiller ist zweimal alß Lang soll er sein, ist aber der stein vest und guet, so brich den Pfeiller an der lenge ab auf dem schreggesimbß, als viel der schreggesimbß fürgehet, es wer dan das du den Pfeiller wollest abprechen mit Maßwerkh oder andern, so laß nur sein lenge vnd dickhe % [2] Item ein khor der 20 schuech weybt ist im Liecht, her sol anderthalben mal so hoch sein alß weitt er ist, daß ist seine rechte höhe, Doch nit alle Khor, dan zu Zeiten die Bauherrn, der Kirchengelegenheit, bauen wie sie wollen, aber ein Werkhliche höhe soll zweimal so hoch sein alß weit er ist, Vnd der Khor sey Eng oder weit, so soll der kapgesimbß (Kaffsims) alß hoch liegen, alß weit die Pfeiller von ein ander stehn, von schreggesimbß biß aufs Kapgesimbß, gefiert. Item der schreggesimbß soll also hoch ligen, alß dith der Pfeiller ist, Vnd wo das Erdtrich uneben ist, so gehet der schreggesimbß auf vnd nider, Item ein schlechter (gewöhnlicher) Khor, der bedarf nicht mehr den 4 gesimbß, schreggesimbß vud kapgesimbß, Tragesimbß vnd taggesimbß, vnd Pfeillertagung % (Pfeilerabdachung). Item so ist es aber ein Khor, der hoch vnd sein rechte höch hat, dem gibt man mehr gesimbß vnd Khleitung, doch hab guet Acht darauf ich (?) der außerst gesimbß, den man nendt Traggesimbß vnd darauf man den Pfeiller abpricht, Der felbig gesimbß vnd das Cadell (Capitäl) vnder dem Anfang sollen eine Tickhung haben, doch auf dem kaptell zwischen denselbigen gesimbß solstu lassen im Khor Inwendig herumb gehn wie du den alhie In Buech findst verzaichnet in den fierungen % [3] Item du sold gros achtung geben, das du vor wissest, die höch des gebogens zu der Reiung (Spannweiten) darnach so khanstu den Anfang In der Reiung darnach setzen vnd die Kirchenfenster mit Irer Höch auch darnach richten, dan der - - Schlußstein bey dem Fenster ist, darnach muestu (mußt du) das fenster mit der höhe auch darnach richten vnd [135] schau, das der Taggesimbß (Dachsims) eines schuechs höher ligt, als das senster hoch ist % Item die Pfeillertachung soll ir verschwindung vorausgehen gefiert als alß lang der pfeiller ist, wie du in der Figur fintest % Item die weite des fensters solstu teillen zwischen den Pfeillern in dem khor In fünff trillen vnd nimb drey teili zum liecht im fenster, mit sambt den Pfosten, die übrige zwey teill zu dem gewengen des fensters, vnd ist der khor groß, so werden die felter deß Fensters alß der gröster Du ein Alten vnd ein Jungen Pfosten darein theillen khanst, ist es den ein kleihner Khor, so teill einen oder zwen Pfosten in das fenster, wildu aber ein geweng (Gewände) predt gewinnen, vnd ein Pfosten bredt, ein Altes vnd ein Junges, auch ein schreggesimbß bredt, vnd ein kapgesimbß mit einem Dienst undder dem Anfang taggestmbs vnd ein khreuzbogen bredt % Item so nimb die maure diekhe von hem Khor, er fey klein oder gros, so reiß zwo fierung durch einander [4], darinen fintestu alle Bredter wie du dan alhie in diesem Buech gerissen findest, in einer grösser fierung das du das alß desto leichter verstehn khanst, so hab ich dirs in das Buech gerissen, neben der schrifft, darnach so teill die mauer Dickhung des khorß in drey teill, derselbige teill eines nimb vnd teil dasselbig teil wider in siben teil, daß ist der rechte ait Pfosten zu allen gebeien; Wiltu aber einen Jungen Pfosten machen, den man Offs braucht, so thue zwey teil von den siben teil so bleiben dir fünff teill, dieselbige fünff teil bedeuten den Jungen Pfosten auf das du das der leichter verstehn magst, so hat der alt Pfost siben teill vnd der Jung Pfost fünff teil, und wirt der Jung Psost auß dem alten Pfosten genummen, wan du die fierung in dreyteil geteillet hast, so reiß ein Andere fierung durch die grosse fierung über Orth durcheinander zweimall so hastu Breide vnd lenge % [5] Item in das Pfosten brebt vnd in das geweng Predt mach für gesimbß darein waß dich guet tüngt stein, vnd wie sich erleiden mach an dem stein, darnach du stein hast ob der waich oder hardt ist darnach er sich tregt, darumb gib ich dier khein Ordnung oder maß; khom ihm auf daß fleißigst nach, was dich guet tüngt, aber waß der Dienst anbelangt, den muestu reisen in die fierung an das geweng bredt, wan du daß geweng bredt gerissen hast in die fierung mit stein (seinem?) gesimbß, da will ich dir den in zwey weg reissen in die fierung den alten vnd den Jungen, [136] darnach magstu dich wissen zue richten mit dem kaptel, vnd Postament, vnd darnach der stein ist, vnd ob man den Bau schön oder schlecht (schlicht) machen will, Nach dem muestu dich richten wie du daß khor bredt gewinnen solst mit dem kapgesimbß vnd mit dem fenster inwendig. Jm khor, wie es herumb lausst dardurch die dinst gehen, so ist aber die vorige mauer Dickhung durcheinander mit dem vorigen schuech gemessen, so nimb die größ der ganzen fierung über Orth, alß weit die ganze sterung ist, vnd reiß mit einem Cirkhei einen blinden riß vmb die fierung, daß du (thue), zu beiden seiten, vnd reiß ein andere fierung dem blinden Cirkhelriß nach, so hastu die rechte mauer Dickhnng zu dem Lankhwerkh. Item es ist her alk Brauch [6] die zwen gesimbß als diekh uub lang die fierung über Orth ist, so ist die ander alß lang herauß vou dem mauerhobt (Mauerfltäche) alß lang daß alt halb Pfosten bredt ist, so weit sol der schreggesimbß für die mauer gehn, darnach nimb vorn an der Pladten ein kapgesimbß vnd reiß das zu einer fierung, darnach so leg darein für gesimß waß du wilst nach gelegenheit des Baues vud Bauherrn % Item mit dem dienst, den findestu Jung vnd Alt wie er durch den Innern gesimbß hindurch geht, so reiß du den Jungen und den alten Pfosten auf daß Oberleg (?) am Chorstuckh fein steißig ab; wan du weichen stein hast, so mach die Verbürstung nit zu scharff am khorstuckh; den dinst reiß in die fierung wie ich dir vorhin geschriben hab vnd verging den dinst auf dem Postamenth biß zu dem Captel vnder dem Anfang % Item wen du has Chreutz bogen bredt [7] gewinnen wilst, so teil die mauer dicke in sechs teill vnd nimb derselben teill eines, daß ist daß Creutzbogenbredt, vnd alß lang das Creutzbogeu bredt ist, haib so breith soll es sein, dises ist der großkreutzbogen den vnsre Altvetter haben gebraucht, dan sie haben genuegsam stein gehabt, aber zu jeziger Zeit braucht mau gar viel Redt darumb, Darumb so brauch du diese khleine khreuzbogen, es wer den sach, daß du gar ein weit gewölb hst, so brauch den großen Creuzbogen, so du anderst ein scheidebogen an die reiung machen wilst, so teil den grossen Chreutzbogen in sechs teill und nimb fünss teil zu dem kleinen Creuzbogen darein magstu für gesimbß darein machen, wie es dir gelegen ist, auf das du dies dester beß verstehn magst, wie du ein Pfosten bredt in drey weg gewinnen solst darauf hab ich dier diefelbigen groß verzaichnet [137] zaichnet in der fierung, daß erst durch die erfindung, Zwey in einer fierung, da hastu die rechte zwey bredter, das alt vnd das Jung, du solst also den Chreutzbogen gewinen, die beide sol alweg ein grossen vnd ein khieinen, In fünff teill geteillet werden, es sey daß Pfosten bredt oder das Chreutzbogenbredt, vnd zum Pfostenbredt nimb ein halb teill oder lenge am Pfosten vnd reiß die halben woll mit darzue, noch findstu ein Wenig mit einer Ueberlenge der fierung auch khiein vnd groß mit der alerbösten (allerbestens) maß, vnd kom disem schreiben fein vleissig nach, wie ich dirs darfür geschriben hab, aber es ist nit darumb geschriben, daß du ihm ihr allen volgen solst, dan wast dich besser tüngt, daß es besser sein khan, so bessers nach deinem gueten gedunken; es ist einem Jeden nütz, wan er etwaß khan vnd weiß zuebrauchen % Item Du findts auch ein meinung alhie: reis drey firung durcheinander, so findestu du lenge vnd breide, vnd ist der rechte grundt, darauf schier alle Breder khomen, die man brauchen thuet, diese anzaigung hab ich dir darumb gemacht mehr den auf ein Weg, den ob dvn Diener wögst bekumen, da du ihnen ein Ding mehr den auf ein weg möchtest weisen vnd ihnen den rechten grundt zeigen vnd wen du zue den grosen Werkhen vnd gebeien komen möchts, oder daß man dich brauchen thuet, daß du auch etwaß khanst, dan es ist fein vnd guet, daß einer ein khunst khan vnd sich darinen brauchen lest. Nun magstu in die Predter für gesimbß legen oder machen, waß dich selber guet tungt, vnd der stein ertragen mag, daß es geschiech Offt, daß einer Im Anfang seines Baues zu vil gesimbß in die beue macht vnd khumpt im darnach schaden darauß, im vnd dem Bau, darumb bedenkh Im Anfang die Noth, waß du auf dem Werkh haben muest, vnd mach dein rechnung darauf, du verdingst den Bau oder magst im in Daglon, den es stehet wol, das einem seinen Bauherrn den Bersten (?) erzehlen khan % Item wiltu einen gueten Cor anlegen von gueten ausgezogenen steinwerkh, so brauch du dise meinung vnd laß den Pfeiller sein rechte lenge wie ich dier forn geschriben hab, doch so magstu Im abprechen das schreggesimbß so nur der Pfeiller seine sterkhe behelt biß zum Anfang oder zum kaptel, darauf hab Achtung mit der abkleidung der Pfeiller, ob dem Anfang oder kapgesimbß ist, den magstu wol nemen, waß dich woll bedunkhe, das wol stehet, darumb hab ich etlich Pfeiller verzaichnet, darumb magstu brauchen der Jeziger art daß wol stehet; ein teill gehe An, auf dem fchreggesimbß mit der schlechten Abkleidung, so gehn etliche an, erst auf den kapgefimbß, so hastu ein Pfeiller an einen kor haben (hat er?) solche Pfeiller, vnd andere maß auf ziehen, so sihtß du waß wol stehet, ein Jecklich maß vnd art% Item diese pfeiller magstu nit allein zu khorn brauchen, sondern zu andern auch zu schlechte Khorstuckhen vnd Kabellen vnd wo man Pfeiller bedarf vnd brauchen möcht, die schlecht sint, aber zu khöstlichen werkhen so braucht man zierlicher Pfeiller, dan diese sint % Item wer ein knopf auf ein Jecklichs werkb machen wil, der teil den knopf in drey teil vnd so groß der teii eines ist, alß dickh sol das Voderteil vnd (von) dem Knopf sein, vnd alß lang das halbteill ist, zweimal alß lang sol die Bloma (Blume) sein, die Bloma vnd der knopf sollen ein beeide haben % Item wer ein gibel machen will aus ein jecklichs werkh, der mach in also hoch der Bau ist, oder mach in ein Triangel % Item so du an einem gesimbfen oder gesimbs die breder wissen wilst wie weit sie herauf gehn solten, so verging allemal die fierung, sie sey groß oder khiein, also sol das gesimbß herauß gehn an dem Orthen vnd auch so leg darein waß du wilst, du wirst hernach weiter hören, von diesser Vergingung, wan ich an denselben steinwerkh wehr (werde) khumen du findst hie noch ein Meinung verzaichnet, wie du solst ein frei Pfeiller machen khor oder haubtwerkh, solche Verstreiung mach man dreifach oder zweifach vnd nicht wenigen oder mehr, mit der abkleitung, eß soll der frey Pfeiller am andern in der sterckung deß Pfeillers am abseiten vnd hinauf gehn vndern anfang im hochweckh, wie dan die anziehung in den gebeyen stehet % Item wilstu ein auszug oder ein Sacramentheusel macheu, so reis die große des Ersten Tabernakels vnd alß dickh du ihm wilt außziehen alß manige firung vergingen vnd mach diser firung, so bestel daß steinwerkh, vnd ob du so hohe stuckh nicht haben magst, so stell die Blumen darauf, denn du selten einem ganzen Tabernackei findest, doch so behaldt du dise maß mit der abkleidung, dan dises ist die rechte arth, Darum du muest die stein bestellen, eß sei der auszug gefiert oder ecket, so thue ihm also, vnd dem Chorstuckh zwischen dem Tabernackei brich ab so lang [139] vnd hoch die frey figallen (Fiale) ist, das ist anderthalb figalen, vnd die gesimbß an der streib (Strebe) wie es dan die größ gibt auf jeckiichem Tabernackel in seiner maß % Item so du wildt ein Kbor an das Hochwerkh anleg wo er stehn sol, der abmerckung, der sonen ausgang, so nimb ein Khumbast, setz den auf ein winckelmaß, vnd laß den mangnad (Magnet) auf die mitdaglinie (Mittaglinie) stehn, vnd nimb den die Zwerglinien, die gegen den aufgang stehn vnd schlag die Pfel nach einer schnurr, vnd auß demselben reiß ein fierung vnd aus darselbigen firung gewin ein Achtecket-Khor mit den Pfeillern, wie dan die pfeiller stehn sollen, die zeug alß auß den mitlbunten (Mittelpuncten) deß Khors, daran bindt ein schnurr vnd richt alle Pfeiiler darnach daß sie nicht falsch stehn vnd wans du den khor angelegt hast mit feiner mauer dickhe, so gib im auf einer Jeckiichen seiten ein halben schuech zue zu der mauer dickhe vnd wanßtu mit dem bau herauß khombts über die Erdten, so zieh den bau wider auf ein Neus ab, das er seine rechte mauer Dickhe wider bekhombt mit den Pfeiilern auf den rechten grundt. Darumb so besser die Verzaichung, darumb hab ich dier mein meinung hie gewissen, das du dich besser weist zuerichten % Item hie wil ich dier anzaichung und bericht gehen wie du sost dein maß vnd Eigenschafft haben, wie du Turnstuckh, klein und groß machen solst, in den setz ich dier kein Verzaichnus (Zeichnung), aber in der schrifft will ich dier bericht geben, wies da es auf daß khünstlich vnd fleissigst machen solst, darumb hab Achtung darauf vnd khom ihm fein steifsig nach auf das du mögest bestehn gegen deinem Bauherrn vnd dir ein Lob zuerbauen, darneben hastu grundt vnd fleissige anzeichung, darauf du aller maß nemen magst, dan einen bericht will ich dier hie geben % Item hie wil ich dier bericht gehert wie du etliche Turn machen solst, mit fambt dem Krinten (Gründen?) vnd aufziegen, auf das du sie aufs best verwaren khanst, es sey der grundt guet oder böß, ist der grundt böß, so wii ich dier anzeichung geben, wie du Pfel solst schlagen, darmit das du ein guten grundt bekumpts auf das das gepey steh zu ewigen Zeiten % Item wan ein Durn zweyhuttdert fchuech hoch wirdt, so gieh im zu der mauer Dickhe Zechen schuech, wirdt dan ein Durn dreyhundert schuech hoch so nimb zu der mauer Dickh funsszechen schuech mit sambt den Pfeillern, darnach theil die mauer dickhe in drei theill vnd nimb derselben teill drei (?) zum Pfeilern, wildtu vil kleitung an den Pfrilrrn machen, so mach den Pfeillern drithalben teill lang, so bleibet die übrige Mauer Dickhe zu dem Durn, darauf du den Turn hinauf füren khanst, wirdt es aber ein schlechter Durn, so mach den Pfeiler anderhalb mal so lang alß dikh er ist, wan aber der Turn gar hoch wirdt, so muestu den Pfeiler zweimal [140] verpostamenten, das Postament an dem schreggesimbß sol also hoch vnd dickh sein als der Pfeiller dickh ist, Innen vnd Außen% Item der Erstkapgestmhs oder die erste Ableitung sol also hoch ligen oder angehn, alß breidt der Turn überhaubt ist, auf das ein fierung wierdt. Vnd alfo mach es auf vnd auf an dem Turn, wiltu aber einen gang, oder mit einem fenster höcher und niederer bleiben das machts du wol thuen, darin geb ich dier khein maß, nach disem maß weistu dich zu richten vnd zu halten. Der Turn sey hoch oder nider, khlein oder groß, khom ihm fein fleissig nach, so ist es recht % Item wan der Tuen in die Höhe kompt da du in absetzen wilst mit einem gang, da das Tach angehn sol, so hab achtung darauf, daß du dem gang seine rechte weite gibt vnd dem khlein stuckh seine rechte Dickhe behelt, doch mit der maß, ob der Turn vil oder wenig abkleitung (Verjüngung) hat, darnach weistu dich zu halten, mit dem gang, darum setz ich dier kein maß, es wer der Turn künstlich oder schlecht darnach weistu dich darein zu halten, ist es aber ein schlechter baw oder Turn, der gar kein abkleidung hat vnd gerat wiert aufgefürt, so hab achtung darauf, daß du die Pfeiller an Ardten (Orten, Ecken?) mit hinauf lest gehn biß das daß Dach an solt gehn, darnach weistu dich im grundt zu richten % Item wan du dan einem grundt wilt lassen graben zu einem Durn, so nimb die mauer dickhe für dich in dem grundt vnd nimbt die selbige halbe mauer dickhe sonderlich für dich vnd gibs der andern mauer Dickhe zue, auf allen feiten, damit der Turn vndem im grundt ein fueß bekumbt, solche Dickung darfs du uit gar heraußfüren, sondern nur biß da die Erdten ein End hat, darnach wan du über die Erdten kumbts, so setz den Turn ab, vnd gib im seine rechte mauer Dickhe wieder, wie ich Dier vorn geschrieben hab, du möchtest etwan Staffeln außen am Turm machen, so kumbt dier die vorige mauer dickhe zu nutz, dau du must sonst wider auf ein Neues graben biß du wider gueten grundt wider bekhumbts, darum kombt die vorige mauer Dickhe dem Turn und den Staffeln zu nutz % Item wilt du Pfel schlagen, [8] so halt du dich diese meinnng mit den Holz, nimb Eichenholz oder ülbaumerholz (Ulmenholz) oder Erlenholz, doch soll die Pfel da sie hingeschlagen sollen werden, gar nahe an einander geschlagen werden. Auch sol der Pfal, wo für es sich schickh vnd sein khan, so dickh alß ein Pfal ist, zechen mal als lang sol er sein vnd wan die Pfell alle nach ein ander geschlagen sein, so fill die felter alle woll mit kollen (Kohlen) auß, die zerstossen sint, auf das die feichtigkeit den Pfeiller [141] nicht schaden kann. Auf solichem Fundament stehn die gepey fest zu ewigen Zeiten, kom in fein fleifsig nach so ists gut % Item wan hu einen bösen grundt hast, so grab so weit als du kanst für wasser vnd wans du auf das wasser kumbts so schlag du einen Pfal zue einer Prob als dief du kanst, darnach schlag die ander alle, darnach wie du den ersten geschlagen hast, aber zuvor es (als) du anfangs an den Pfeiller (Pfählen) zue schlagen so nimb einen langen Spieß, oder ein lange stangen vnd mache vnden ein widerhecklein dran, vnd greiff in das wasser bis aus den grundt, vnd wan du mit hinunder griffen hast, aus den grundt, so zeig in wider herauß, so sihests (siehst) du waß das für ein grundt ist, ob der böß oder guet ist, darnach schlag die Pfell alle nach einander, vnd wan du sie alle nach einander geschlagen hast, so wirdt sich das wasser verschwinden, vnd über sich gehn, daß laß dich nit Ihren (irren) % Item wan du den Grundt ganz vnd gar überschlagen hast mit Pfeillern, so mach einen gueten Rost, von guetem Holz als nemlich Eichenholz, auch Buechenholz vnd Erleyholz, ist alles guet, vnd wan du den Rost gemacht hast, vnd hast in gelegt, wie er gehert, so schlag die felter zu mit steinen, alß etliche thuen, vnd schau, daß du frischen kalg hast zu diesem grundt, vnd wan du dir felter wohl verschlagen hast, so gieß es zu mit sauberer warmen Speißen, darnach so bau fein fleissig drauf, doch so mach den Rost von guetem grossen holz, biß sich der bau setz (setzt) vnd leicht wierdl, die weil du noch in dem grundl bist, so befleissig dich auf das aller best, da du einen gueten frischen Zeug hast, es thuet dier alles noth % Item so es sich begeh, das du au einem ungleichere Prth als au einem Berg, do es sonst nicht eben ist vnd kintest mit dem Ban nit eben komen so mach grosse breite Slaffel, der halben mauer dickhe breidt vnd mach sie an dem Bau da es nil eben ist, dan der nilerlast setz sich serer (mehr) den der oberlast, vnd laß dich keinem darum wissen, den wo man den Bau nil mil Staffeln hilft so machts du ihn den grundt mit dem Bau Verstehn werden, dan in dem Funtamenth der Erten, daß es nit gleich unden ist, so setze sie gar ungleich (?) % Item wan du einem neuen bau au einem alten bau wilst machen vnd wilstu den neuen bau Iu den alten bau verstoßen so schau du in den grundt, daß sich der Neubau gegen den alten hengt, den der Neubau, der setz sich, aber der all nit % Item man du einem neuen bau anlegen wilt, so schau du, das der bau in den grundt zugleich vergrindet werden, auf daß sich der schwerlast mit dem leichten zugleich setzt, den wo sich der last nicht zugleich setzt, [142] so bringts einem an mangel an den fenstern, den ich bin es selber ihnen (innen) worden % Item ich wil dir ein bericht geben von etlichen aufgezogenen Steinwerkh, etliche nenes (nennen es) maßwerkh, so nenes etlich Zipernwerkh, heist alles steinwerkh, wast sein rechte maß hat vnd außteillung, es sey in den grundt oder in den aebeien, wie man das nenen mach, so es aus den rechten grundt gehet, aber das man nent außgezogen steinwerkh oder Zipernwerkh, das hat mehr maß auß dem grundt vnd wie es sich herauf zeigt alß nemblich wimberg vnd figallen, von disem steinwerkh will ich anfangen vnd dier ein bericht geben, darumb merkh auf erstlich ein figallen, darnach ein wimberg, darnach ein kraut vnd alß für vnd für % Item reiß ein firung so gros als du die figallen haben wilst, dieselbige firung reiß zweimal, darnach reiß ein mittel riß auß derselben firung über sich vnd so groß als dieselbige firung ist, also hoch vnd groß, mach daß Postament an der figallen vnd so groß die fierung ist, so nimb dasselbig theil vnd teil auf den mittel Riß über sich sechsteill, also hoch mueß der Leib an der figallen sein, Darnach so teill von dem Leib an dem mittel riß wider über sich siben teil, also lang mueß der riß (Riese) auf der figallen sein, vnd wanstu den leib verdingt hast nach dem Postament, so mach zwen Riß über sich, biß da der leib ein Endt hat, darnach so verging den rissen auch, darnach also hab ich dier ein anzeichung geben, wie du ein figallen im anfang machen solst, aber hinten nach wil ich dir ein bössern (besseren) bericht geben von Anfang biß zu Endt, da wil ich dier alle riß vnd bunten (Buncte) verzeichen, wierstu ein figallen von grundt auf solst aufs steisstgt machen, wil diers auch sorn im Buech fein fleissig reisten wie es gehert vnd wie du es machen solst auf das du es alles mit einem Cirkhel finden vnd nemen kanst, auf das du es alß der besser verstehn magst, so will ich an einem andern Orth darvon schreiben. Darumb merkh mich auf, vnd was ich dier da hab fürgeschriben von dem figallen, das hab ich darumb gethan, auf daß ich dier an einem andern Orth darvon schreiben werdt, daß du das dester leichter verstehn mögest % Ient wan du ein figallen machen wilst, die an hen truckhenen stehn sollen, Vnd hastu gueten stein, so nimb eine frische teillung, dan es sint mehr den einerley teillung, etliche gehoren an daß wetter, alß nemblich auf Pfeiller, daß so langwerig sein soll. Demselben figallen gibt man Acht teill zum Leib und Zwey teill zum Rissen (Riesen) aber wan die figallen nit Jm werter stehn, vnd stehet Jm Trucken, so muestu die figallen teilen Jn sechszehen teill, so nimb Acht teill zum Leib, so bleiben dier noch acht teillen zum Rissen; diese teillung heist die frische teillung vnd will einen saubern stein haben, doch aus holz ist sie auch guet %
Item hie wil ich dich underweisen vnd lernen, wie du solst ein wimberg machen, die machts du brauchen auf mancherley Arth zu grossen vnd zu kleinen, wie es sich Jn dem steinwerkh Zuebrauchen gebürt % Item so fang an vnd nimh der figallen gröss, mie gross du sieh machen wilt an dem Wimberg der halben teii Acht, nimb zum Wimberg daß ist sein rechte weitung, zum Andern nimbt man auch zechen (zehn) teill, zum Wimberg, zum dritten, nimbt man auch zwelffteil, doch allzeit, das du die teillung an der figallen nimbts, wie ich dier dan vorzeichen will, wan ich dier die Wimberg reisten werdt, das du dich danach gar leichtlich richten khanst in dem grundt und außzug, daraus hab steistig Achtung darauf % Item du magst das gebogens an dem Wimberg, also den Wimberg vnd die figallen sollen eine höhe haben; theill die ganze figallen in drey teill an der höhe derselben dreyteil eines nimb, vnd mach den stingel auf dem wimberg so hoch mit sambts der blumen vnd dem knopf vnd wans du den stingel auf der wimberg hast, so khanstu das gebogens auch darnach reissen; etliche Wimberg haben nur einen halben Circkel, auch etliche weder gesprengt, darumb gib ich dir khein Ordnung , du magst sie machen nach gelegenheit deß baueß, etliche brauchen aus die Wimberg kar ein saubere Blumen, auch brauchen etliche ein große vnd ein khleine Blume, brauchen alß namblich auf groß Wimberg an Vorkirche. Diese meinung mit den zweyen blumen, die (haben) vnsere AltVätter gebraucht haben, diese meinung wil ich dier mit einen khurtzen begriff anzeigen auf zweyerley weg, die den steinmetzen verborgen ist Vnd wil dier die alte vnd Junge blumen Jn der firung anzeigen vnd auch der knopf, das du alle Dickhung selbs mit einem Cirkel Jn dem grundt machts nemen vnd suech Jm sein fleissig nach, Darumb solstu diese Khunst nicht für Jederman legen, auch nicht für einen Jeden Steinmetzen, der der khunst nicht erfahren ist, den dise khunst gehört nuer für khunstler, die es verstehn vnd wissen, wozue sie es brauchen sollen, den dises nicht ein khunst ist, die für einen Jeden [144] dauern taugt, dazu helff vns Gott der Allmächtig, vnd verleihe vuß sein göttliche genadt darzue. Amen % Item hiewell du guettermas verstanden hast, wie dn ein figallen machen solst, auch ein Wimberg auf mancherlei Art, so ist dier noth zu wissen, das du dieselbige In dem grundt zuelegen vnd außzueziehen, am Tabernackel vnd anderst, wohin man sie brauchen will, vnd wie die abkleitung auf ein Jecklichen Tabernakhel und aufzug vergingt sollen werden, von Vnden an, biß zum Obern Spitz, es sei wenig oder Vil von außgezogenen, so du nur ein Auszug ansangen wildt zuemachen, so thue Jm also % Item nimh hie dickhe und breithe des Steins, daraus du den Tabernakhel machen wilst vnd theil dieselbe tickung des steins in sechszechen teill; auß demselbigen teill eines, mach ein fierung, so groß dieselbe firung ist, also gros soll der Leib zu der figallen sein die an der Tabernakel gehört; so groß der Teill eines ist, so theill du an der figallen über sich, auf, aus Acht teil, daß ist der Leib zu der figallen; ist aber der Stein diekh oder groß, so gib der figallen zwey teill zue, so wird die figallen alß der grösser vnd nimb die Dickhe eines Jedes stein vnd reiß ein firung vnd vergings herauß mit einer andern firung, dieselbe firung soll die bankh sein, vnd wo sich dieselbige fierung endt, da gehet der ander Tabernackel an, wie du den hin gerissen finsts, wo ich dir die sirung anlegen, Ineinander gerissen hab; den merkh darauf, so du ein Tabernackel machen wilt vnd ein grundt anlegen, so reiß du die firuug fein fleissig nach einander so giebt es dier die Abkleitung gar guet nach einander, aiso sol es auch geschehen mit streiben vnd andern figallen, dein Werkh sei klein oder groß, so halt du dich dieser meinung dan in disem findts du die rechte maß, durch den ganzen außzug von vnden an biß Oben auß % Item wiltu an ein jeklichen werkh von ersten tabernackel allen figallen Ire rechte maß und größ geben, von einem Außzug biß zum Andern biß ganz hinaus, so nimb die erste figallen mit dem leib vnd Postament, wie du es dan gerissen hast an den ersten Tabernackel; dieselbige größ, die braucht man, zu den frei Pfeillern also wirdt der erste Tabernackel, darnach der Andre Tabernackel, darzue nimb die erste firung der figallen, von dem Postament biß aus den Leib der figallen, so bleibt aus einer Jeden seiten von der firung daß ein teil zum Postament, auß dem mach dan die ander figallen zu dem andern Tabernackel vnd laß sie streiben biß zum dritten Tabernackhel, alß thue Ihm auf vnd auf vnd verging einem Jeden Tabernackel sonderlich In den ganzen außzug es sey mit abkleitung oder andern steinwerkh, den man dan viel braucht, darein magstu machen in ein Jecklichs, was du wilt, grumb oder gradt, wie es den dein gelegenheit [145] gibt vnd wie ich dier hernach in der Figur anzeigen will, als du Fleiss brauchen wirst, so wirstu gueten Berstandt darinnen lernen % Item wan du einem grundt von dier selber wilt fissiren oder anlegen, so halt dich dieser meinung mit dein firungen, das werkh sey khlein oder groß, du magst auch mit dem figallen dein firung nemen von dem Obern leib, dast ist zum Andern Tabernackel, mit den busen (Bosen), mit der figallen vnd alß thue für vnd für, von allen Tabernackheln, biß zum eisersten grundt, dieses muestu verstehn, wie du den ganzen außzug auß dem grundt nemen solst wie du den angezeichets findts in der figur, alß Offt ein außzug ein Endt hat, als Offt muestu die firung vergingen, daß du (thu) für vnd für % Item ich will hie ein anzaigung weisen, darin du versten (verstehen), khanst, wie du alle außzüg verkhören solst vnd fach an der ersten firung mit Irer abkleitung vnd kaptellen, wie du sihest In diser fierung; Wan du wilt scheft oder feiller, groß oder khlein Verbostamenten, einfach oder zweifach so reiß ein fierung vmb die wollen oder steillen vnd also weith das Orth an der firung fürgehet, so reiß noch ein gefiert gesimbß herumb wan du ihn noch einmal wilt VerPostamenten, darein leg für gesimbß, was du wilt, das woll stehet, darnach du ein werkh für dier hast, Vnd wanst du die Pfeiller Verpostament hast, so solstu du dich mit dem gesimbß also halten, so weit das Postament fürgehet für den schafft, also dickh sol das gesimbß auch sein, es wer den daß du gar ein kleines gesimbß wolst machen, so machs nach dem Augenmaß % Item du finds hie auch verzeichnet wie du ein gesimbsbrebt zu einem Windtberg machen solst, das wil ich dier hernach in einer figur anzeigen; den zu Zeiten braucht man gar einen grossen Ast(?) oder wöllen (?) darauß die Postament gründen, auch mit dem gesimbß als nemblich zu Vorkirchen vnd zu schönen gräbern, wie du alhier verzeichnet sindts % Item hie mill ich dier anzeigen wies du ein Jecklichs kaptell machen solst, es sey klein oder groß; vnd so groß alß du das kaptell machen wilt also groß reiß ein fierung, dieselbe firung theill in fünff teill vnd nimb ein teil zu dem obern gesimbß vnd nimb zwey teill zu dem lab (Laub), die Vebrige Zwey teill die nimb vnden (unten) zum stingel ist es den ein groß Captel, so gib Im an der Dickhe etwas zue, dan zur Zeiten so macht man gar ein schlecht Captell unter die bilter an die Tabernackel, aber dieselbige Kaptell soll man zierlich machen % Item wiltu den ein kaptell zu einem figallen machen, so reis auch ein firung, teill die fierung wider in fünffteill vnd nimb ein teil zu dem gesimbß vnd das ander theill zum Lab, so bleiben dir drey teill zum stingel, vnd hab fleissig achtung darauf, daß den (du dem) fleissig nach kompts, [146] ben eines nit ist wie das Ander, etliche geheren zu Tabernackheln, auch geheren etliche zu figallen, darumb hab ich dirs fein Ordenlich auseinandergeschriben, das du es dester baß versten mögst % Item wer ein hochwerckh[9] die rechte mauerdieche geben will, der neme des khors Dickhung für sich, vnd reiss ein fierung darauß vnd mitten in die strung, da stell ein Cirkhel mit einem Orth darein vnd thue den Circkhel auf, da die fierung zum aller lengsten ist über zwerg und reiß einen runden riß herumb vnd auß denseibigen runden Circkheiriß, da reiß wider ein sonderliche fierung, daß ist die rechte mauerDickhung zu dem hochwerckh, in aber soll das schreggesimbß so hoch liegen, alß die mauer dickh ist, vnd von dem schreggesimbß auf sol der kapgesimbß ligen, der mauer Dickhe drey, vnd alß weit das hochwerkh ist, also hoch sollen die Anfang stehn, darauf leg den das gesimbß vnd nimb und mach auß der mauer Dickhe ein fierung vnd thue ein Beber Orth vnd nach ein richtung solstu setzen, hinder das haubt, daraus die anfang stehn, Alß vil der Pfeiller lang ist, soltu dein richtung außgehn lassen, daß der Pfeiller in ein gefier kombt, Vnd soll aufgefiert werden ein mauer Dickhe hoch an dem Tachgesimbß, daraus die ander Ristung stehn würdt mit dem scharffen Orth uben an dem Tachgesimbß komen, Wiltu dan ein Ristung machen darauf, so mag den Rissen nach der gerechtigkeit % Item so du wilk den Rissen (Riesen) sein rechte höch gehen so mach den Rissen so dickh, als er ist, viermal so hoch soll er sein, so hastu die rechte höche, das Rissen vnd die blumen vnd den knopf, den muestu auß der firung nemen vnd gewinen an den Rissen % Item wer gewinen will den Jungen masstah auf dem alten masstab, der nemb drey Zoll an dem alten masstab vnb theill die drey Zoll in Neun theill vnd daß der neunteil so lang ist als daß ander, daß ist an dem alten schuech Zwey und sibenzig Junger, vnd Deill den Jungen schuech Einen In Zweyteil, daß sint hundert vnd vier und sibenzig schuech an dem alten schuech, dissen Jungen massstab sollstu brauchen, wans du ein fissirung (Vistrung) zu einem Weekh wilst stellen, so trifft dir darnach der alt Massstab dem grossen werkh auch zue %
Item den alten Pfosten, den teill nach her leng und nach der breidte in dreyteill vnd wans du ihn in dreyteill geteillet hast, so soll der Jung Pfost alweg dreyteil khürtzer sein, dan der Alt über Zwerg auch das drittteill khürzer vnd teill auch an dem alten Pfosten die lenge In siben teill, alß lang der teil eineß ist, also groß mueß die wöllen (?) sein, vnd stellen sollen teill in dreyteill vnd nimb derselben dreyteill eineß, nimb Zwey zu dem andern wöllen, dem Jungen Pfosten auch in siben teill nach der lenge, so ist eines wie das ander an dem Pfosten, daß der eineß alß Vertruckh ist worden, vnd nimb zu dem andern mal vnd theill den Jungen Pfosten über Zwerg vnd nach der leng, und teill die drey teill In siben theill, darnach so teill die siben teill ein Jedes In Zwei teill, so werden vierzehn teill darauß, vnd nimb der vierzehn teil eines wider auf Neues zu den alten Pfostenbredt, so wirdt das Pfostenbredt alß der grösser, wen du den alten und den Jungen Pfosten bey ainander hast, so hastu die rechte teillung, damit Pfleg uns der Aimechtige ewige Gott % Item ein anhers: drey schuech ein mauer dicke und drey Schnech hoch, darauf setz die Anfeng in dem hochwerkh und von dem Anfang drey schuech hoch, darauf setz den Tachgesimbß vnd darauf gehört die halbe rissung vnd die Rissung auß den mittel theill die Rissung auch nach mittelmessig steinwerkh, vnd alß dickh die Rissung ist gefiert, sechsmal so hoch sol er sein, vnd aus dieselbige höche, daraus gehert die blumen auch gefiert halb als ich dier fuergeschriben hab. Item nimb die weitung von dem hochwerkh vnd so hoch, alß das hochwerkh weit ist, daraus setz die anfeng in den abfeiten vnd so weit das hochwerkh ist, anderthalb mal so hoch, darauf setz die klenstuckh, acht schuech setzt vnd zwey schuech hoch, darauf setz die Anfeng zu den Ledigen schaffstein, vnd daß die krachstein auch in berselbigen hoch ligen, als die Anseng stehn, zu dem gestreib, darauf da^ hochwerkh gelegt alß die Anfeng stehn zu dem gestreib, darauf daß hochwerkh rasten soll. Der tragstein, der trägt die höch vnd weite, damit Pfleg vns der Aimechtige ewige Gott % Item wer uns her mauer dieckhe machen wil, du mach ein gefierte firung. vnd theill dieselbe firung über Orth nach der Zwerg in drwe teill vnd so groß alß derselbe teil eines ist, so groß soll das khreuzbogenbredt [148] sein, nach der leng vnd also lang er ist, halb als breidt soll er sein, vnb nimb die teillung auß der leng also sol ein Jecklicher Creutzbogen sein, vnb theill daß Creutzbogenbredt nach der länge Jn sechsteill und sechsten teill in zwey teill so vil sol der schaidtbogen grösser sein, dan der Creutzbogen bredt an der breide, vnd An der lenge, vnd nimb das Creutzbogen brebt leng nach ein schuech vnd soll den einem zuegeben vnd den Andern abprechen vnd sol darauß machen ein gerechten schuech vnd soll den schuech teillen Jn sechs teillen vnd soll ein schuech zuvorsetzen, vnd soll darnach zwelf Zoll darauß theillen auß einem kleinen schuech, daß ein rechter massstab darauß wirdt; nach den Zollen soll man machen das haubt in das bredt, vnd das die haubt, die den bau tragen sollen, vnb die haubt sollen fein abgesetzt einer Zwergen Handt breibt % Item wer ein wereklich werkh der ein khor oder ein kapellen fissiren oder Reissen will recht, als wan ers grösser machen wolt, wie es stehn soll, der soll nemen einen alten schuech an einem massstab vnb sol denselben schuech teillen in vier und zweinzigteill, vnd ein Jeckliches teil bedeut einen Jungen schuech, darnach soll er dise fissirung stellen zu einem Jecklichen Werkh % Item wilt du aber das werck gros machen so muestu es mit dem grossen schuech messen, wiltu aber bas werkh klein machen ober reisen, so muestu den kleinen schuech nemen, darnach muestu das Werkh theillen, die mauer dickhe vnd die weite, thue es so ist es recht % Item wer ein gesimbs ober ein Pfeiller an ein Turn machen will, der sol nemen Zwen schuech breidt, vnd soll das teillen Jn sechsteill, so geheren zweyteill zu dem undern gesimbß, vnd die andern Vebrigen teil geheren zu dem obern gesimbß % 'Item wer ein werckh wil machen von dem ein gefirt ober einschafft oder es gehert zu einem khor oder zu einem fenster, als breidt das gefirt ist, zweimal als hoch sol das gebognß sein biß vnber dem gesimbß, so ist es recht gemacht vnd gewunen % Item wer ein dickh werkh anlegen will, der soll has werckh teillen Jn Zechen teill, vnb als groß derselb teil eines ist, also dickh soll die mauer sein und alß dickh die mauer ist, also lang sollen die schreg Pfeillern von einander stehen von der mauer und alß weit die Pfeiller von einander stehn, also hoch soll der kapgestmbß ligen darauf die fenster Angehen % Item wer ein khor machen wil, der soll in ihm (ihn im) grundt fünff schuech dickh anlegen, vnd wen er über die Erden kombt mit dem grundt, so setz er in ab vmb ein schuech, vnd wen er kombt an die fensterbankh, dan man den kapgestmbß ligt, so setz er in vmb Anderthalben schuech ab, will er in Anderst seine höch gebend % [149] Item wer ein Pseiller machen will der soll den boben mit Leben (Lehm) schlagen Zwen schuech dickh, mag er in aber nit haben so dickh, so schlag er in anderthalben schuech dickh vnd nit weniger vnd es soll gueter blauer leben sein, vnd man sol den leben legen, daß nicht stein, strob oder stab darein kombt, es bringt dir sonst schaden, vnd der leben sol wol gearbet sein, als man ein wasser kith schlecht, vnd wanß du in wol gearbet vnd geschlagen hast, so thue den Leben auf ein Hauffen vnd laß in liegen zwey oder trey tag, daß das wasser herauß sinkh, und wan man iu legen wil auf dem grundt so soll man ihm wol fest auf einander stossen auf das khein loch darein bleibt aiß wan es ganze Erdten wer, vnd wan man den Leben auf dem grundt geschlagen hast, so muestu einem boden von gehauen steinwerkh darauf legen auf den Leben, der sol vier schuech breidt fein, vnd denselben boden sol man aufmauern eines schuech dickh, den soll man umb vnd umb aus derselben mauer, die fuegen mit eissern klammern verwaren, auf das es die mauer fein fleissig zamen helt, vnd die mauern soll man legen in dem grundt, vnd sol den grundt wol bewaren, daß nichts unsauber darein kombt, so soll mau vmb die mauern mit wackhen, also daß es sey zwischen den zweyen Mauern, vnd wan daß also gemacht ist, so soll man Wackhen darauf legen, daß thuet man darumb, das man Inwendig möge darzue schauen, sollen löcher durch den stein gehen, in den gewelbern, vnd zwischen den zweyen mauern, die soll man mit sant außfillen, vnd ausen die Wandt mauern, an ein ander wandt, hinder der mittel mauern soll man Löcken stossen von grundt auß biß aus daß gehauen steinwerkh, und damit sol die komen, man soll sie verdeckhen, daß nichts Vnsauber darein kombt, wen man aber die Deckh legen wil, so soll man Zwey löcher, darin lassen, biß aus den sandt, so ist es recht % Item wiltn einen gewundenen Schnechken (Wendeltreppe) machen so nimb die gröss vnb weitung vnd mach einem Runden Cirkhriß so groß du den Schnekhen haben wilst, vnd theill an den Runden Cirkelriß so viel du trit haben wilst auf daß einmal herumb khumbst, danach so reiß dieselbige bunten (Punkte) alle nach einem Richtscheidt aus den mitl bunten In dem schneckhen, darnach so reiß in dem Schneckhen das loch groß alß du es haben wilst, vnd daß es auch erleyden mag vnd ertragen; darnach so reiß noch ein Runter Cirkelriß herumb vmb das loch, so groß als du den knopf an dem schneckhen haben wilst, darnach so reiß für gesimbß in dem knopf, was du für eines haben wilst, wil du aber Schefft in den kopf machen, so muestu sie auch in das gesimbß reifen, so uil du darin haben wilst, darnach so solstu ein Fürbredt machen, darein der schneckhen Drith außgefiert wirdt, dasselbig bredt muestu unden so breidt machen, alß der schneckhen vnden breid ist, aber oben in dem kopf, da solstu dasselbig bredt umb einen [150] trith vorn breider machen alß daß gesimbß bredt ist, das thuet man da rumb, dieweil sich der schneckhen winden mues so mueß daß fürbredt vmb ein drit (Tritt) breider sein Im Kopf ais das gefimbßbredt, wan du aber das gesimbßbredt machen wilst, so muestu daß gesimbß fein fleissig darauf reissen, wie du es im grundt reissen thuest vnd wo ein schefftlein stehn mueß, dasselbige muestu auch auf das gesimbßbredt reissen, den wo du nicht daß schäfftlein auf daß gesimbßbredt reist, so verschlegtu es an dem schneckhen drit, und wan du den schneckhentrit hast aufgefiert in das fürbreth wie es gehört, vnd wan du daß gesimbß in bem schnekhentrith abreissen wilst, so nimb das gesimbßbredt, vnd legs auf daß Ueberleger, an dem schneckhentrith am kopf, vnd legs fein fleissig, daß es hinden eben ist, an der fugen, vnd reiß darnach daß gesimbß fein fleissig ab, vnb wan du es abgerissen hast, so thue daß gesimßbredt hinwegt vnd legs auf daß Unterlager, vnd rückhs für sich, daß es der fördern fugen gleichkombt, vnb reiß das gesimbß auch ab, darnach so mach das gesimbß herauß, wie du es abgerissen hast, so wirstu sehen wie sich das gesimbß wirdt % Item du muest auch gestrackhe bügen (gestreckte Bogen) haben zu dem gesimbs an den schnekhen drich, dieselbige muestu also gewinen: wan du das gesimbß gerissen hast, in dem grundt, so reiß runde riß von den gesimbß, wo dan die stracke bügen hingehören, zu den wöllen vnb zu den holkellen, auch zu dem bredlin so vil du strack gebügen bedarffs, darnach so reiß ein Winkelmaß, vnd nimb drey Trichdickhe vnd trags über sich ans an bem Winkhelmaß, darnach wo ein strackhgebügen hingehört, so nimb an denselben Orth In den kopf an dem gesimbß drey tritbreidt vnb trag sie auch an dem Winkelmaß über Zwerg, darnach so reiß einen scheibtrechten riß über Zwerg, übers winkelmaß, daß ist die lenge zu der strackgebügen, darnach theil denselben riß in zweyteill vnb reiß mitten auf den riß ein winkelmaß hinden auß so lang als du khanst, darnach auf denselben langen riß, da muestu den bunden (Punkt) finden zu der starkhen bügen, darnach so muestu die Tiefung in dem grundt nemen, zu der strackhgebügen, wo du sie in den grundt gerissen hast, darnach so nimb dieselbe Tieffung, vnd zeugen sie auf den langen mitlriß (Mittelriß) wo du die Bügen (Bögen) erstreckh hast, darnach so nimb ein Cirkel vnb thue ihn so weit auf, alß du wilst, vnd setzt den Cirkel mit einem Orth auf den bunten, wo du die Rissung verzeichet hast, vnd reiß vnden vnd Oben einen runten Riß herumb, darnach so nimb dieselbe weitung bes Cirkhels, vnb setzt den Cirkhel mit einem Orth, vnden an daß Orth da die strackhgebügen ein Endt hat, vnb reiß wider ein Riß darumb, wie du vorhin gethan hast, so gibt es unden vnd Oben ein Creutzlein, darnach so nimb ein Richtscheidt vnb legs auf die zwey Creuzlein, vnb reiß wieber einen langen riß hinauß, so [151] lang du khaust, so wirstu sehen, wie die zwey laune Riß eiu Creutz geben vnd wo eß ein kreuz gibt, dasselbig ist der bunten zu der strackhgebügen, darnach du die strackgebugen reissen muest % Item wan du ein Reiung (Grat) machen wilst, so muestu das gebogens erstrecken nach der Reiung wie es sich gehört, von Anfang, biß zu allen schloßstein biß auf das mitl, da das gebogens halb ist, darnach so reiß die grösse der schloßstein, wie du sie machen wilt, das es recht ist In daß gebogens, darnach muestu da es er bedarf es sey zwischen den schloßstein oder anfang der Creutzbögen darzwischeu einreissen sie seint gewunden oder scheitrecht, darnach weistu dich zurichten mit dem fugen vud andern sachen Am Anfengen, schloßstein vnd Creutzbogen, darumb verzeichen ein Jede sugen sonderlich mit einem Dadzeichen, aus daß du nit Jhr (irre) werdest, Jn den fuegen, den es hat ein fuguug ein grösser Verzolluug als die ander, darumb wil ein Jede eiu sonderiichs Zeichen haben also muestu dich mit den widerlegen halten es sey am Ansengen oder an schloßstein, so muestu die Verzolluug alle an den gebogens nemen, darnach du die widerleger abziehen muest, waß aber die Creutzbogen antrifft, daß will ich dier hernach verer anzeigen % Item hie will ich dier ein bericht geben wie du dich mit den Creuzbegen halten solst in den Reiungen sie sein gewunden oder scheitrecht daß du eß leichtlich verstehn khanst. Zum aller Ersten, wan du das gebogens nach der Reiung aufgetragen hast, wie es gehört, so reiß den Anfang vnd die schloßstein alle fein Jn daß gebogens, wie groß sie sein sollen, darnach wo es einen kreutzbogen bedarfen wirdt, er sei gewunden oder scheitrecht, darnach muestu sehen in dem grundt, den nit ein Reiuug ist wie die ander mit den Creutzbogen, den wo es einem scheitrechten Creutzbogen bedarf, so darfs Du in nit anderst in daß gebogens reissen, den eß gibt dir die leng selben an dem gebogens zwischen den schloßstein vnd ansengen, vnd also lang der Creutzbogen zwischen den schloßsteinen ist, also lang muestu ihn auch machen vud nit khürzer, also hastu verstanden, wie du deu scheitrechten Creutzbogen machen solst, nun aber wanß du einen gewuntnen kreuzbogen machen wilst so schau wo er hinkombt, es sey zwischen schloßstein oder Anfang, so muestu darzwischeu darein reissen ein fürbredt, nach demselben fürbredt muestu den gewunden Creutzbogen machen vnd wan du daß fürbredt zwischen hinein gerissen hast, es sey zwischen den schloßstein oder Anfang, so muestu denselben fürbrebt an einer jetten seitten an der leng abprechen, vnd muest darnach wider ein sonderlichs fürbrebt (Chablone) reissen nach dem abpruch, darumb muestu den gewundnen Creutzbogen an der leng abprechen, dieweil die reiung mit kleinen teilen ausgetragen wirdt, wan aber die Reiung nicht mit kleinen teillung aufgetragen [152] wird, so bedarfs du keines abpruchs, also hastu mein meinung verstanden % Item wer ein Pfeiller recht absetzen wil, er setzt in zum ersten als bei der fensterbankh, zum Andern mal setzt er in ab gegen den haupt aus das Daß gesimbß (Kapgesims?) vnd das haubt eine höhe habe, zu dem Dritten mal setz er in ab, da das werkh ein Endt hat, also ist der Pfeiller recht %
Item mer ein khor machen mill, ber soll in seine rechte höch gehen auch soll er wissen mehr den einerley höch, daß sindt dreyerley höch, die erste höch ist als weit der khor ist im Liecht, anderthalb mal so hoch soll er sein biß an das haubt, die ander höch ist, so weit der Chor ist ihm liecht, zweimal so hoch soll er sein; die Dritte höch ist, so weit der khor ist Jm liecht, dreimal so hoch soll er sein biß aus das haubt, vnd alß weit der Chor ist, er sey khlein oder groß, der soll dreymal so lang sein, nach gelegenheit deß baues, vnb die Pfeiller, die aussen an dem khor stehn, die sollen zweymal so lang sein, als dickh er ist % Item wer ein werkh anlegen mil, der teil das werkj in Zechen teill vnd als dickh der teill eineß ist, alß dickh sol die mauer sein, vnd alß dickh die mauer ist, also lang sollen die StreyPfeiller für die mauer gehn, vnd dem soll man zuegeben ein khor Dickhe, vnd alß weit die StreyPfeiller von einander stehn, also hoch sollen die fenster angehen in den abseiten, nun werden die abseiten auß dem hochwerkh geteilt, nun nimb sechßzehn gemeine stückh und theill die Jn sechtzechen gerechter teill so hastu den gerechten schuech, vnd theill die Jn zwelss teill so hastu den Jungen schuech, ein Jecklichs werkh, so weit es ist, anderthalb mall als hoch sol es sein oder zweimall so hoch % Item halb als weit das hochwerkh ist, so weit sol ein abseiten sein Item des werkhs weitung ein Zechenteill, daß ist die mauerdickhe deß werkhs an dem kapgestmbß ist, so hoch als die abseiten weit ist den Pfosten zu den fronen (?) hat das Trittteil der mauer der Pfeiller, von der mauer sol anderthalb mall so lang sein, die Pfeiller sollen so weit von einander stehn, der mauer Dickh ung drey, die Creuzbogen und der kapgesimbß sollen deß Pfosten größ haben, vnd der scheitbogen, der sol haben die Tickhung des [153] t^ Bsosteu leng, vud der Creutzbogen iu dem hochwerkh soll also groß seiu^ als der scheitbogen in der abseilen ist, und der scheidtbogen in dem hoch-^ werkh soll das dritteil grösser fein deu der Creutzbogen in dem hochwerkh, den derselbig scheitbogen der soll komen an daß gestreib miten Jn deu An-fang, daß der scheidtrecht, an daß gesimbß kombt, au die auseng, daß kap-gesimbß aus dem hochwerkh soll alß groß sein, alß der kreuzbogen ist im hochwerkh ^. ^tem wer ein ryoe recht anlegen will, der teil hie weitung in dren teill vnd derselben teill eines Jn sünss theill, vud alß groß derselben theill eines ist, also dickh mach die mauer zum khor vnd leg die mauer Dickhe für die weite des khors hinauß, darnach theill die mauer Dickhe in drey theill vud fo groß derselben teill eines ist, also lang muestu deu Bsosteu machen, vnd alß weit der khor ist zweymal so lang soll er Jhn macheu vud auch so weit der khor ist zweymal so hoch soll er Jhu machen vnd alß weit die Bseiller von einander stehn also hoch sol der kapgesimbß ligen von der Erdten, also hoch soll ein Jedes gesimbß von dem Andern ligen vnd also lang oder weich die Bseiller von einander stehn, derfelbe höch zwo folstu nemen zu der höcher der Bseiller Tachung ^. .^tem wer einen bogen will vergingen her teil ^n iu bren teilt, der Treger zwey soll er uemen zu den -^bern Bfosten vnd den Andern Bsosteu soll er aber teilten in drey theill, ber teill eines zu dem dritteu mall, teill aber einß in drey vnd nimb daß driteill zwey zu deu gesirten so ist er aus das Jüngst ^. ^tent hie wil ich dier bericht geben wie bu das urstmbf sslst teillen Jn den Bsostenbrech dee teill daß Bfosteubreth uach der leuge Ju sibeu teill vnd so groß als derselbig teill eiues ist also groß soll die wöllen au dem Bsosteu sein, vnd theill die wölleu Jn dreyteill und nimb derselben zweyteill zu ber wellen beß Bfosteus, die Ander welleu, theill iu dreyteill gleich aug die weleu^. ^tem wer einem khor machen wil sher ein under wertn ans ein Baramene recht als verstehn fol, der foll ein sünssteillen in Zechenteill vnd ein Jülichs stückh bedeut eiu fuess, vud das sint die grossen fuess, so uimb dan aber einen fuess vnd teill den in Zweyundzweinzig stuckht, vud ein Jecklichs stuckh bedeut ein fuess, vnd teilluug hassen deu mauer fchuech ist es aber breidt uud groß genueg, so mess es mit dem grossen fuess, ist es aber zu fchmalch vnd klein, so miss es mit dem kleinen fuess ^. ^tem wer wissen wil eines laugwerks lLangschiss,^ gerechtigkeit, der fol nemen die Leng des kors vnd derselben leng zwo sol das langwerkh lang sein vnd daß hochwerkh sey also weit der khor ist, vnd alß di^kh die mauer ist Jn dem hochwerkh, alß dickh sol die mauer sein in dem khor vnd ^^^^ [154] t^ ^^^^ baß bie mauer doch frey stehe in dem gestrten vnd daß in daß hochwerkh kein gesimbß geschnitten werdt vnd von dem khern vnd denen Freibogeu bredern werben auch auß ber mauer Dickh gewunen, alß vorgeschoben ist vnb die abseilen sollen alß weit sein, alß baß hochwerkh weit ist halb, vnb bie mauer Dickhe zu ber abseilen, bie soll er machen zwen schuech Dickh, wan er ben stein werkh nil trauet, er aber ben steinwerkh wollst nimb bie mauer Dickh Jn bem hochwerkh halb zu ber abseilen vnd die Bfeiller die da stehn vor der abseilen, den foil er nemen auß der mauer Dickh an dem hochwerkh, desselben gefierl soll er nemen Beber -^rth dieselbige leng zu den pfeiller sür der abfeiten vnb foll den Bfeiller alß dickh macheu alß dickh die mauer im hochwerkh isi, vnd in dem hochwerkh foll er fetzen das Oberst haubt alfo stehet in dem Khor, vnd das haubt Jn der Abfeiten mueß alfo stehn in einer weitung außer bem hochwerkh, daß da dienet Jn der abfeiten und zechen fchuechhoch, barauf wirbt der Tachgesimbß gelegt wirbt, ber An-fang ber da dienet von dem gestreib an baß -.^berhaubt vnb hinderwertz den Anfang darauf gelegt daß sich das gestreib nit schiebe, darnach als zu dem erstenmal alß sich der Tabernackel anhebt, von dem Bntersten haust der wirbt eingezogen, darnach vud er machen, er wierdt aus gelegt, darnach wirbt genommen ein mauer Dickh als weit sol der Tabernakhel sein gestert auß dem Werkh vnd auß derselben mauer Dickhe werden gewunen schass-breber, darnach man die postamenth macht, vnd das Postamenth soll hoch sein seiner strung zwo auß der mauer Dickhe, die aus die schasstbreder wer-den gelegt, vnd abgerissen, vnb bie schasst sollen hoch sein auf bas aller höchst breimal fo hoch als ber Tabernackel weit ist, vnd darauf muestu die Anfeng fetzen zu dem Wimberg vnb den figallen vnd zu dem gewelb, vnb die Wimbergen stnt barunter wie sie hoch ist mit Blumen vnd allen, dar-nach die Dreyteill werden geteilt Jn fechszechen teill vnd derfelben teill eines alfo groß folien die stgallen fein, vnd fo groß aiß die stgallen ist, achtmal so hoch folien der Seid zu den stgallen fein vnd widerumb achtmal fo hoch soll der rissen auf dem Seid der stgallen fein mit fambt bem knopf vnb bie blumen fey also gestri groß als bas Postament unten an der stgallen ist, vnd wan das gewelb zue kombt an bem Tabernackel so leg ein kapgestmbß, alß gleicher weiß den ein sterkh legten^. ^tem miltu ben unb ersten Tabernackel mol zieen, so lus ein klön durch ben Wimberg gehn aus den kapgefimbß, wil er nun den untersten Tabernackhel an den -^bern lassen streiben, fo mueß er Jn Ziechen Jus drittteil die Bnterweitung geteilt, Jn dreyteill, dan daß kapgefimbß ligl, da die fierckh ligen foll vnd an die vntersten Bostamenl, daß die werben ge-wunen auß Jhrer weitung vnb Jrer schasst, vnb als weit ber Tabernackhel ist breimai so hoch sollen die schasst sein, darauf die Anfeng khumen, bie [155] da gehören zu den Wimbergen, vnd zu den gewelb, vnb zue der figallen, darnach muestu alle Wimberg teillen auß Jrer Weitung wie es gehört, sie sein khlein oder groß % Item wer ein Tabernackhel machen wil, der sol es von dem schiben hanbtgesimbß teillen Iu Zweyteill vnd daß unter teill soll zwey finger breider sein den daß ober teill mag er hauen mit zwey Barliben (?) % Item wet wil machen ein Ciporien oder ein gestiell oder ein Tabernackel, oder ein Jeckliches werkh daß ein gewelber hat, der sol von der Statt an, da es sich anhebt biß an den obersten boden zweimal als weit es ist, alß hoch sol es sein, daß ist die höche von dem gewelb, ist es aber sach, das die Meister hoher müssen biß daß sich der sturz anhebt, biß an die untersten bögen zweimal ais hoch sollen die gibel sein % Item wer ein Turn oder ein gewelb machen will, der mess hast sich der sturz von dem grundt Anfang zugehn biß an den obersten bogen, also hoch sol das geweib sein, daß oder die höch, so mueß er doch die bögen an bogen zuehaben biß au den Obersten bogen, alß hoch zweimal als hoch sollen bie gewelber sein % Item wer ein gewelb ans ein Jecklichs werkh machen will, der mess wie weidt das Werkh außen ist, so das geweib drauff stehen soll, also hoch soll bas geweib seiu, ober wiltu es iu ein Ander höch haben, so machs In ein Triangel % Item wer ein recht gewelb machen will, der soll das wissen hast die Creutzbogen vnd der scheitbogen an dem Obernlager ein höche sollen haben vnd die scheitbogen sollen mit sein au der Lagerung wie die Schloßstein % Ende der schrifften % In Lacher’s Unterweisung
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