Die Schedelsche Weltchronik (deutsch):122

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Schedelsche Weltchronik d 122.jpg
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CXXI verso:[Bearbeiten]

Das sechst alter

Die acht verfolgung der kirchen beschahe auß gehaiße des kaisers Valeriani. der nach seinem angenomen kayserthumb von Nerone der achtend verfolger. allenthalben verschaffet die christen zepeynigen vnnd die abgoettter nit anbetten woelten zetoedten. vnd wiewol er anfengklich die hailigen gottes also eret das sein haws ein kirchen gottes geachtet wardt so wardt er doch darnach durch einen schwartzkuenster oder ketzer zu verachtung des christenlichen glawbens also verkeret das er dise verfolgung vbet. dess grausamkeit vnd tobung auß gottes vrteyl der werlt nit wenig schedlich gewest ist. dann vnlang darnach stuonden die teuetschen auff vnnd zohen mit feindlichen gemueet bis gein Rauenna vnnd verwueesteten vnd verheerten alle ding.

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Ciprianus der hoherfarn lerer der kirchen vnd bischoff zu Carthago wardt auß befelhe Valeriam des kaisers nach langen ellend von Galerio maximo den ratgebern eynen gar harten mann am. xxiiij. tag des monats septembris mit enthawbtung gemartert. vnd man sagt dz mit ime in derselben statt gelidden haben Crescencius Victor Rosula vnd Generalis. Zu erst was Ciprianus ein haidnisch man fuertreffenlicher sinnreichigkeit mit viel guoten kuensten wolgezieret. vnnd anfenngclich leret er die kunst der zierrede. darnach kome er auß rate des briesters Cecilij zum cristenlichen glawben vnd gabe alle sein gueter den armen vnd wardt erst ein briester vnd darnach ein bischoff zu Carthago gemachet. Sein hohberuembts leben vnd marter hat Poncius ein briester desselben Cipriani vnnd ein mitgefert seins ellends in eim buoch beschriben. Das hawbt dis martres Cipriani wirdt in der kaiserlichen reichstatt Nuermberg in sant Laurentzen kirchen mit großer ere enthalten. Er hat vil buecher. vnd sunderlich von einigkit der kirchen geschriben. vnd wz mit der roemischen kirchen der maynung das die widerkerende ketzer nit widerumb getauft sunder allain mit auflegung der hand zu gnaden genomen werden solten.

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Laurencius ein hispanier Sixti des babsts ertzdiacon vnd zugewuenschter sun ward zu Rom in gegenwuertigkeit Decij oder Galieni nach vil vbung der tugent. vnd noch mer geschlecht der peinigung. als des kerckers. darinn er einen plinden erleuechtet. vnd yppolitum tawffet. mit straichen. pleyzaynen vnd scorpionen. die schetz der kirchen anzzeaignn. geslagen vnd zu letst in der nacht von Valeriano vnd Deci den goettern zeopffern angemuo. vnd sprach. Mein nacht hat nichtz finsters oder tunckels. suender alle ding scheinen im liecht. Er wardt nach hartem schlag des munds am. x. tag des monats augusti auff eim eyßnin rost ob glueenden kolen grvwsamlich geprennet. vnd hat got dancksagende die marter starckmueetigclich verbracht. yppolitus mitsambt Justino haben den geprenden leichnam begraben. Ettlich sagen diser Laurencius sey eins hertzogen von Hispania sun gewesen. den der teuefel also iungen auß der wiegen in einen waldt vertruog den het der heilig sixtus als in Hispanien prediget vnder einen lorperpawm auß gottlicher schickung gefunden. vnd ine nach demselben pawm Laurencium genennt vnd mit großem fleiss zeneren vnd zelernen befolhen. den het er darnach mitsambt Vincenio gein rom gefuert vnd einen ertzdiacon auß ime gemacht.

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Sabellius wz ein ketzer von dem die Sabellianischen ketzer irnn namen haben. die hielten vnd sprachen dz allain ein einige person des vaters vnd des suns vnd des hailigen gaists wer. Dise ketzerey wz vol lasterung in got dem vater vnd in Christum. dem lawgneten sie einen sun des hoehsten vaters sein. dauon entstuonden vil zwitrachtigkeit vnd ergernus in den kirchen des idergangs vnd aufgangs. aber er sit auch zu letst dem goettlichen gericht nit entwichen. sunder schnoedigclich vnd schentlich gestorben.

Yppolitus einer des roemischen ratherrlichen geschlechts ist in dem iar vnd monat als er sant Laurencien begraben het ergriffen vnd darumb dz er ein crist wz lang hefftigclich gepeynigt. vnd do er den abgoettern nit opffern wolt mit kolben geslagen worden so lang bis die peiniger mueeden warden. Valerianus der vogt hieß auß befelhe Decij des kaisers vor yppolito in seinen angesiht mit fueßen an die helss vngezawmbter thier pinden vnd also durch distel vnnd doerner grawsamlich ziehen bis er starb amm. xiij. tag Augusti.

Concordia wz der vorgenanten yppoliti nererin. zu der sprach der verweser. Nembt war ewrs lebens dz ir mit ewrm herrnn nit vergeet. da antwurtet sie. wir begern mer mit vnßerm herren zesterben denn vnzuechtigclich zeliben vnd er ließ sie mit pleyzaynen so lang slahen bis sie irnn gaist auff senndet.

Romanus der ritter hat amm nachfolgenden tag an demselben end auch gelidden. Diser hat sich in verichung sant Laurencien auß gesiht eins engels bekerende laßen tauffen. darumb gepote der richter ine mit kolben zeslahen vnd nach seiner bestendigkeit zeenthawbten am newnden Augusti. Dess leichnam wardt darnach gein Lucam in die stat Ethrurie gefueert vnd erlich begraben.

CXXII recto:[Bearbeiten]

Blat CXXII
der werlt
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QVirinus ein roemischer ambtman ist in diser verfolgung nach abschneidung seiner zungen vnd nach abhawung seiner hennd vnd fueß zu rom von cristenlichs glawbens wegen mit dem schwert gerichtet worden am. xxx. tag des monats marcij

Theodora die iunckfraw Hermetis des martres schwester wardt diser zeit von Aureliano gemartert.

Valentinus ein roemischer briester wardt nach erzaigung vil treffenlicher lere vnd geschihten von Claudio dem kaiser gefangen vnd von den goettern der haiden gefragt. vnd sprach dz Jupiter Mercurius vnd die andern goetter arme duerftige menschen gewesen wern. darnach erleuechtet er die tochter Ascerij. die bracht er mit. xlix. personen irs gesinds zu dem christenlichen glawben. Zu letst ward er auß befelhe es kaisers hart mit kolben geslagen vnd darnach enthawbtet amm. xiiij. tag des monats februarij. Cirilla die tochter des kaisers decij ein guote cristin ward deßmals auch zu Rom mit dem Schwert gerichtet am. xxviij. tag octobris als die historien schreiben.

Die newndt verfolgung der kirchen beschahe auß bewegnus des kaisers Aureliani. aber als er auß eingebung boeßer rate sein brieff vnd schrifften an die verweser der Roemischen land vnd gegent het außgesendet die cristen zeuerfolgen do wardt er auß goetlichem vrteil vnd himel getroffen vnd starb schentlich.

Ienff die hoberuembten statt der Sophoyer hat der kaiser Aurelianus vnder den Galliern in disem iar zepawen geschaft vnd nach seinen namen Aurelianam genent. dann wiewol Gallia die prouintz von grawsamkeit vnd tobheit wegen der kaiser Valeriani vnd Galieni lenger dann. xx. iar sich von gehorsam der Roemer entzohen het so ward sie doch auß kraft des kaisers Aureliani herwiderbracht. Dise statt ist der Schweitzer gegenten nahennd gelegen. vnd dabey der Leuiannisch oder Lusitanisch see. auß dem der fluss Rohdanus fleueßet. vber den ein fastloebliche hueltzinne prugk ist. Dise statt ist von groeße schoene vnd der buerger menig wegen nwnmaln ein gewerb statt oder kaufhaws des gantzen Sophoyschen lands. dahin dan von manigfeltiger meße wegen vnzalliche reichthuemer gebracht werden. Dise stat lang vnder dem hertzog zu Sophoy gewest vnd noch vnder ime. In diser statt sind vil hohberuembter mann gewesen. als Maximinus ein beichtiger. Auianus ein bischoff daselbst bede an heiligkeit vnd lere fuer name man. vnd Letus der briester in der hailigen schrifft edelich erfarn. vnd viel andere. Dise statt ist in iren geleger also geschickt das sie von vndenan einen berg auff raichet. vnd hat fast fruchtpere weinwachs. Daselbst ist auch seinem erstgepornen sun vbergeben. gaistliche sittlichkeit vnd weyse zebetten gelernet. vnnd ist in das concilium zu Basel zwischen zwayen seinen suenen schoenen iunglingen. der einer ein hertzog zu Sophoy. vnd der ander ein grafe zu Jenff was eingeritten vnd daselbst ein bischoff der Roemischen kirchen gekroenet worden als hernach volgt.

Jenff
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