Die deutschen Rechtsbücher des Mittelalters und ihre Handschriften

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Textdaten
Autor: Carl Gustav Homeyer
Titel: Die deutschen Rechtsbücher des Mittelalters und ihre Handschriften
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Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1856
Verlag: Ferdinand Dümmlers Verlagsbuchhandlung
Drucker: A. W. Schade
Erscheinungsort: Berlin
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[I]
DIE
DEUTSCHEN RECHTSBÜCHER
DES MITTELALTERS
UND
IHRE HANDSCHRIFTEN
VON
G. Homeyer
BERLIN.
FERD. DÜMMLERS VERLAGSBUCHHANDLUNG.
1856.

[II]

[III]
Vorrede.

Im Jahre 1836 liess ich ein „Verzeichniss deutscher Rechtsbücher des Mittelalters und ihrer Handschriften“ drucken, zur Verbreitung nicht durch den Buchhandel sondern durch eigne Mittheilung bestimmt. Den Zweck bezeichnete das Vorwort dahin.

„Seit längerer Zeit hege ich den Wunsch, eine Vorarbeit zu den Ausgaben der Deutschen Rechtsbücher insgemein zu Stande zu bringen: die möglichst vollständige Beschreibung der Handschriften dieser Quellen, mit einer Darstellung der äussern Beschaffenheit der einzelnen Rechtsbücher selbst, namentlich ihrer Beziehungen zu einander, und der mannigfaltigen Bildungen, welche jedes gewonnen hat. Diese Arbeit, denke ich, wird nicht nur denen, welche Rechtsmonumente dieser Art ans Licht stellen wollen, die Ausführung vielfach erleichtern, sondern es möchte selbst, bei den Rechtsbüchern ausgedehnterer Geltung, erst nach so erlangter Einsicht in Natur und Umfang des vorhandenen vielgestalteten Stoffes, ein sicherer Plan zur genügenden kritischen Bearbeitungen gefasst werden können. Für solches Werk liegen mir nicht unbedeutende Materialien, zu einem beträchtlichen Theil aus Nietzsche's Nachlass vor; doch darf ich nicht zweifeln, dass sie noch in hohem Maasse einer Berichtigung und Vervollständigung fähig seien. Diese zu gewinnen, gebe ich hiermit ein summarisches Register der mir jetzt bekannten Handschriften Deutscher Rechtsbücher, und sende es nach allen Seiten aus, mit Wunsch und Bitte, dass Besitzer von Handschriften, Vorsteher von Bibliotheken und Archiven, oder diejenigen, denen sonst Kunde von derartigen 8chätzen geworden, sich veranlasst [IV] anlasst finden mögen, durch öffentliche oder Privatmittheilungen, ergänzender oder berichtigender Art, das im Eingang gedachte Vorhaben zu fördern.

Es wird aber mein Begehren nur seltenen Falles an solche sich gerichtet finden, welche den ältern Deutschen Rechtsquellen eine genauere Aufmerksamkeit geschenkt haben. Mithin bedurften Art und Umfang der erbetenen Mittheilungen noch einer nähern Entwickelung, und darauf bezieht sich die dem Handschriften-Register vorangeschickte erste Abtheilung dieses Werkleins. Sie ist so ziemlich zu einer äußerlichen Characteristik der jetzt bekannten Rechtsbücher gediehen, und möchte durch manche Notizen auch den eigentlichen Germanisten sich brauchbar erweisen“.

In den zwanzig seitdem verflossenen Jahren ist jene Förderung in reichem Maasse erfolgt. Vielfache Ergänzungen und Berichtigungen gewährten die im Druck erschienenen allgemeineren Uebersichten der Handschriften öffentlicher Bibliotheken, wie H. Hoffmanns Verz. der altdeutschen Hdss. der K. K. Hofbibliothek zu Wien, Falkensteins Beschreibung der K. Bibliothek zu Dresden, Naumann catal. libr. ms. qui in bibl. sen. civ. Lipsiensis asservantur, Adrian catal. cod. manusor. bibl. acad. Gissensis, so wie das nur auf die Rechtsbücher bezügliche Verzeichniss Schmellers für die Hof-, und Staatsbibliothek zu München; ferner die Beschreibungen, welche den Ausgaben einzelner Rechtsbücher, wie des Schwabenspiegels von Lassberg, der sächsischen Distinctionen von Ortloff, des kl. Kaiserrechts von Endemann, des sächsischen Lehnrechts und des Richtsteigs Lehnrechts von mir beigefügt worden sind. Nicht minder bedeutend aber war die Bereicherung durch einzelne gedruckte Notizen, namentlich in Pertz Archiv für D. Geschichtskunde, durch eigne Einsicht vieler Hdss., welche von der hiesigen K. Bibliothek erworben, oder derselben von Bibliötheksvorständen und Privatbesitzern zu meiner Benutzung übersandt wurden, oder in eigenen Besitz gelangten, endlich durch zahlreiche briefliche Mittheilungen [V] von Gönnern und Freunden, denen ich hiemit den herzlichsten Dank wiederhole.

So hat denn unter andern die Zahl der nur bekannten Handschriften sich um 291 erhöht.

Es fragte sich nun, ob der neu gewonnene Stoff nebst demjenigen, der schon im J. 1836 in meinen Händen war, ganz und gar in ausführlicher Beschreibung der Handschriften ans Licht gestellt werden solle. Doch zeigte sich die Vollendung eines solchen Vorhabens für mich je länger desto unabsehbarer. Nicht nur wegen der breiten und oft verworrnen Fülle des Gesammelten, sondern auch weil eine Reihe von Ungewissheiten über Vorhandensein und Beschaffenheit einzelner Handschriften noch ungelöst blieb, weil selbst mit jenem Zuwachse eine Vollständigkeit kaum annähernd erreicht sein wird. So beschränke ich mich auch jetzt darauf, den gegenwärtigen Stand der Kunde von den Rechtsbüchern und ihrer Handschriften in Kürze darzulegen, und dadurch zum Berichtigen und Mehren dieser Kunde einen neuen und allgemeineren Antrieb zu geben.

Indem diesmal das Werk dem gewöhnlichen literarischen Verkehr überlassen worden, ist zur Unterscheidung von der früheren Gestalt der Titel um ein weniges geändert, ohne dass damit grössere Ansprüche bezeichnet sein sollen.

Ueber die Ausführung bemerke ich noch.

Von den früher aufgenommenen Rechtsdenkmälern ist das Baiersche Landrecht oder K. Ludwigs Rechtsbuch fortgelassen, weil Auers Forschungen ergeben, dass wir diese Quelle doch nur in der Gestalt eines Landesgesetzes besitzen. Es fällt das schwäbische Rechtsgangbuch s. S. 176, und das „Patriarchenrecht“, weil es sich, s. S. 38, als ein Stück des Buches der Könige erwiesen. Dagegen ist die Zahl der Rechtsbücher durch den Aufsatz von der Beweisung, die Sippzahlregeln, die Weise des Lehnrechts, die Blume des Magdeburger Rechts, die Vemrechtsbücher, die informatio ex speculo Saxonum, das Eisenacher und Mährische Rechtsbuch und den lateinischen Schwabenspiegel vermehrt worden. Auch haben die Angaben über die Gestalten [VI] der schon früher aufgeführten Quellen manche Erweiterung, z. B. bei dem lateinischen Sachsenspiegel, den Richtsteigen, dem Schwäbischen Land- und Lehnrecht, der Blume des Sachsenspiegels, den alphabetischen Arbeiten erfahren.

Die Beschreibung der Handschriften zeigt sich in Bezug auf Genauigkeit und Umständlichkeit sehr ungleich. Das ist nicht lediglich ein Mangel an Folgerichtigkeit; meistens erklärt das mindere Maass sich aus der Dürftigkeit der vorliegenden Nachrichten, das höhere daraus, dass nicht auf anderweitige gedruckte Mittheilungen verwiesen werden konnte. — Bei der Angabe der Sprache habe ich die früheren Bezeichnungen, obersächsisch, niedersächsisch geändert. Obersächsisch ist doch zu eng, um die Mundarten Thüringens, Meissens, Schlesiens, der Ober-Lausitz, Hessens, des Mittelrheins zu umfassen. Dafür steht nun, dem oberdeutsch sich anschliessend, mitteldeutsch; der Gleichmäßigkeit halber musste denn auch das niedersächsisch dem niederdeutsch weichen.

Jener Zahl der neuen Handschriften ungeachtet sind die nun verzeichneten doch nur (mit Hinzurechnung der eingeschobenen Nummern) von 532 auf 746 gewachsen. Das erklärt sich einmal aus der Weglassung derjenigen Handschriften, welche nur Ludwigs Rechtsbuch enthalten, dann aus dem nicht seltenen Zusammengehen früher gesonderter Codices, endlich aus dem gänzlichen Wegfall mancher Nummern, die auf irrigen oder doch zu unbestimmten Angaben beruhten, s. den nähern Nachweis bei den Zusätzen. Von den beibehaltenen Handschriften habe ich die alten Nummern in Klammern den neuen beigefügt, und ausserdem, wenn sie unter einen andern Besitzer oder Aufenthaltsort gestellt worden, an dem alten Platze eine Verweisung eingerückt.

Mögen die Freunde des deutschen Rechts, was ich den Umständen nach zu geben vermochte, mit Nachsicht aufnehmen.

Berlin, den 17. Januar 1856.

[VII]
Inhalt.
Erste Abtheilung. Verzeichniss der Rechtsbücher 1
I. Sächsische Rechtsbücher.
A. Sächsisch Land- und Lehnrecht.
1. Deutscher Sachsenspiegel
2
a) Ueberhaupt
3
b) Sächsisch Landrecht
4
c) Glosse zum Landrecht
4
α) Deutsche
5
β) Lateinische
7
γ) Glossenprolog
7
d) Systematisches Landrecht
8
e) Breslauer (Schlesisches) Landrecht
8
f) Stück vom Mustheil
9
g) Regeln von der Sippzahl
9
h) Sächsisch Lehnrecht
9
i) Stück von der Beweisung
10
k) Glosse zum Lehnrecht
10
2. Lateinischer Sachsenspiegel
a) Landrecht
11
b) Lehnrecht
11
α) die Uebersetzung
14
β) der Autor de beneficiis
15
3. Görlitzer Rechtsbuch
15
4. Holländischer Sachsenspiegel
15
5. Böhmischer Sachsenspiegel?.
16
B. Rechtsgangbücher.
1. Richtsteig,
a) Landrechts.
16
b) Lehnrechts
18
2. Gerichtsformeln
19
3. Cautela, 4. Premis
19
5. Weise des Lehnrechts
20
6. Blume des Sachsenspiegels
20
7. Blume des Magdeburger Rechts
23
8. Vemgerichtsbücher
24
9. Informatio ex speculo Saxonum
25

[VIII]

C. Stadtrechtsbücher.
1. Magdeburger Recht
26
a) M. Schöffenrecht
27
b) Weichbild
27
α) Deutsches
28
β) Lateinisches
30
γ) Polnisches und δ) Böhmisches
31
c) Systematisches Schöffenrecht
31
2. Schöffenurtheile, insbes. Magdeburger Fragen
32
3. Buch der Distinctionen (vermehrter Sachsenspiegel)
33
4. Eisenacher Rechtsbuch
35
5. Purgolds Rechtsbuch
35
6. Die IX Bücher der Distinctionen
36
7. Wurms Stadtrechtsbuch
37
II. Aussersächsische Rechtsbücher.
A. Schwabenspiegel.
1. Deutscher Text
a) Ueberhaupt
38
b) Schwäbisch Landrecht
39
I. Texte mit alter Ordnung
A. ohne vier Bücher
41
B. in vier Büchern
46
II. Mit neuer Ordnung
47
c) Lehnrecht
50
2. Französischer
52
3. Lateinischer
52
4. Böhmischer Text
53
B. Schwäbisch Rechtsgangbuch? (vgl. S. 176)
54
C. (Kleines) Kaiserrecht
54
D. Ruprechts Rechtsbuch
55
III. Gemischte Arbeiten.
A. und B. Verbindungen der beiden Spiegel
56
C. Alphabetische Werke
57
D. Regelsammlungen
61
E. Vocabulare
62

Zweite Abtheilung. Alphabetisches Verzeichniss der Handschriften

63
Zahlen-Uebersicht der in ihnen enthaltenen Rechtsquellen
169
Zusätze und Verbesserungen
175
[1]
Erste Abtheilung.
Verzeichniss der Rechtsbücher.

Unter Rechtsbüchern sind hier gemeint: Darstellungen deutscher Rechtssätze aus dem 13., 14., 15. Jahrhundert; entsprungen aus schriftstellerischer, nicht gesetzgeberischer oder autonomischer Thätigkeit; in ihrer Wirksamkeit nicht in ein bestimmtes Landes- oder Ortsgebiet beschlossen, sondern verbreitet in einem oft weiten Kreise, der durch die Billigung der Zeitgenossen vorzüglich der Gerichtsherren und Ürtheilsfinder sich bildet. Doch liegt dieser Ursprung, diese Wirksamkeit nicht immer deutlich vor; ohnehin begünstigt die ungebundenere Gestaltung des Rechts im Mittelalter Uebergänge der Rechtsbücher zu Territorialrechten, Ortsstatuten, Schöffenurtheiien, wie auch wechselseitige Benutzungen; daher denn bei dem folgenden Versuche, das Gebiet der Rechtsbücher festzustellen, einige Willkühr in der Begränzung, im Durchschneiden des nahe verbundenen nicht zu vermeiden war.

Zeigt nun eine Handschrift ein oder das andere Werk, das in diesen Kreis aufgenommen ist, oder doch nach dem Urtheil des Mittheilenden aufzunehmen wäre, so würde die Mittheilung theils auf die Handschrift überhaupt, theils auf die darin enthaltenen Rechtsbücher zu richten sein.

Hinsichtlich der

Handschrift

überhaupt ist wünschenswerth:

1. Angabe des zeitigen Besitzers oder Aufbewahrungsortes und möglichst der früheren Schicksale.

2. Aeussere Beschreibung. Bei Hdss. mit festen Bibliotheksnummern reicht die Bemerkung dieser Signatur, des Stoffes, (Mem- bran, Papier, gemischt), des Formats, der Blätterzahl, der einfachen [2] oder doppelten Seitenspalten hin; im andern Falle wäre das Wiedererkennen durch Angabe des Einbandes, der Zahl der Lagen, Zeilen, des Wasserzeichens oder sonst characteristischer Merkmale zu sichern.

3. Bezeichnung der Schrift, besonders in Bezug auf Alter, Abkürzungen, Correcturen, Randzusätze; etwa Mittheilung einer Probe.

4. Allgemeine Angabe des Inhalts, auch des nicht auf die Rechtsbücher bezüglichen, nach der Folge der Stücke, mit den Ueberschriften, Columnentiteln, der Weise ihrer Verbindung und der Blätterzahl.

5. Mittheilung der Schlusszeilen des Schreibers (Epiphoneme) am Ende des Ganzen oder einzelner Stücke, besonders wenn sie die Person des Schreibers oder Beförderers, Ort und Zeit der Abfassung betreffen.

Hinsichtlich der im Codex enthaltenen

Rechtsbücher

wird allgemein eine die Mundart bezeichnende Sprachprobe gewünscht. Die Kennzeichen und Wünsche für die einzelnen Arbeiten sind in der folgenden Aufzählung, theils durch die Beschreibung, theils durch die angehängten Fragen gegeben. Zur leichtern Übersicht unterscheide ich:

I. Sächsische, II. Aussersächsiche, III. Gemischte Rechtsbücher.

I. Sächsische Rechtsbücher

Hier lassen sich trennen:

A. Sachsenspiegel oder Sächsisch Land- und Lehnrecht, und was unmittelbar daran hängt.

B. Arbeiten zur Darstellung des Rechtsganges, — Rechtsgangbücher.

C. Arbeiten zu städtischem Bedürfniss, — Stadtrechtsbücher.

A. Sächsisch Land- und Lehnrecht
1. Deutscher Sachsenspiegel

meist in Mundarten von Nieder- und Mittel- selten (Nr. 594, 668, 697) von Oberdeutschland.

[3]
a) Ueberhaupt.

Titel: Sachsenspiegel, spegel der (van) sassen, speculum Saxonicum (Saxonum), sächsisch Land (und Lehn) recht, selten Land (und Lehn) recht schlechtweg, vgl. Nr. 47. Der Text, nach den Vorreden, beginnt: Zwei Schwerter liess Gott auf Erden, zu beschirmen die Christenheit.

Gewöhnliche Vorreden sind 1) die gereimte, (vorspiel oder vurspiegel in Nr. 213, perludium in 495, arenga ad spec. sax. in 83) in der neuern Gestalt beginnend: „Ich zimmere, so man sagt bei dem Wege“, in der ältern erst mit: „Gott hat die Sachsen wohlbedacht“ (V. 97 der neuern); in beiden schliessend: „Grafen Hoyers Bitte“. Bei welchen Versen wird abgesetzt? Hat sie noch als Vorwort: „Da Eike von Repkow durch Graf Hövers Willen“ etc.? 2) Der prologus: „Des heiligen Geistes Minne, die stärke meine Sinne“. Ist er noch weiter durchgereimt (sehr selten Nr. 413, 702)? 3) Der sogen. textus prologi: „Gott der da ist ein Beginn“. Lautet das Ende von den Königen Constantin und Carl richtig: an den sassen land noch sines rechten tiüt (zieht)? Sind 2) und 3) als Artikel des Textes mitgezählt?

Seltner kommen vor 4) das Stück: „Nun vernehmet von der Herren Geburt“, das auch zuweilen den Epilog bildet. 5) Das Stück: „Fünf Pfalzen“ aus dem Text III. 62, zuweilen mit den Gedächtnissregeln Herschilt, si tvene etc. aus Richtsteig Lehnr. 13 § 4. a. E., die in Nr. 168, 697 besonders stehen. 6) Der ge- reimte lateinisch-deutsche Prolog: O helion et unitas heli, s. unten bei der Glosse. 7) Nur einmal in Nr. 308: O Paefs geistlicher vader. — Sind diese Vorreden rubricirt?

Ueber einen gereimten Epilog: „Gott gebe seiner Seelen Rath“ vgl. unten Weichbildrecht C. 1b.

Steht ein Register der Capitel (Artikel) dem Ganzen oder einzelnen Büchern voran oder nach; gehen die Rubriken mit auf die Paragraphen; geben sie die Anfangsworte, oder den Inhalt, oder einen Auszug aus Text und Glosse? Probe einiger Rubriken. — Sind im Texte die Capitel gezählt, rubricirt; stimmen die Zahlen und Rubriken mit denen des Registers?

Finden sich Verweisungen am Rande oder im Texte auf andere Stellen des Werkes oder auf andere Rechtsbücher, z. B. auf das Kaiserrecht Nr. 421, 601?

Ist der Text dann und wann, etwa im Eingange der Hauptabtheilungen, mit Bildern verziert, Nr. 250, 251, 383, 405, 422, [4] 698; begleiten sie gar fortwährend den Text wie in Nr. 168, 312, 658, 697; vgl. Homeyer, Ssp. II. 1. S. 80.

Ist nur das Landrecht, oder Land- und Lehnrecht vorhanden; sind gar beide mit dem Weichbildrecht, wie in Nr. 91, als drei Bücher Magdeburgischen Rechts, oder mit andern Rechtsbüchern, vgl. Nr. 210, zusammengefaßt?

b. Insbesondere Sächsisch Landrecht.

Neuere Ausgaben von Homeyer 1827, 1835, Weiske 1840, 1853, Sachsse 1848, Göschen 1853.

Ist wie in Nr. 24, 314, 377, 378, 576, 697, 698 ein Sachregister vorangeschickt, welches für gewisse Hauptmaterien, zuerst für Erbfolge, Gerade, Zeugen u. s. w. die darauf bezüglichen Artikel der einzelnen Bücher nennt? In Nr. 698 sind die Rubriken besonders zahlreich und unter vier Abtheilungen gebracht.

Die ursprüngliche Gestalt theilt den Text nur in Capitel (Artikel) von wechselnder Zahl und kennt gewisse Stücke noch nicht, (Classe 1); diese Stücke werden einerseits (in Schlesien?) hinzugethan (Classe 2); während andrerseits (in der Mark) eine Glossirung und eine Eintheilung in 3 Bücher vorgenommen wird (Classe 3). Die vollständige Aufnahme der zugesetzten Artikel erfolgt mit der Umstellung einiger Artikel und einer Erhöhung ihrer Zahl auf je 71, 72, 91 in den drei Büchern (Classe 4); eine schon im 14. Jahrh. z. B. in der Berliner Hdschr. v. 1369 vorkommende Anordnung, welche im 15. Jahrh. als die älteste und authentische betrachtet wird[1]. Diese vierte Classe lässt zuweilen die Glosse wieder fallen.

Bei den Classen ohne Bücher fragt sich: wie viele Artikel oder auch nur Absätze? Anfang zwei beliebiger Artt. aus der ersten und zweiten Hälfte mit ihrer Nummer.

Bei der Cl. 3 mit Büchern beginnt gewöhnlich B. II. Art. 1 mit: „Wo Herren sich mit Eiden“; B.III. Art. 1 mit: „Um keinerhande Ungericht“; seltnerweise die Bremer Hdschr. 79 das [5] 2te Buch mit II. 13, das 3te mit II. 66; die Nr. 494 hat gar 6 Bücher, welche bis I, 32, 62, II. 25, 65, III. 41, 91 der Vulgata gehen. Wie viele Artt. in jedem Buche? Wie viele Paragraphen beispielsweise im Art. 2: „Jeder Christ ist sendpflichtig“.

Sind im Texte vorhanden: der Schluss von B. I. A. 3 § 3: „Die Sippe endet — da er unser Landrecht oder Lehnrecht mit ärgere“; ferner B. III. Art 82—91, oder überhaupt schliesst der Text anders als mit dem Art.: „Herberget auch ein Mann — — noch kein Recht auf das Land setzen, es willkühre denn das Land“? Folgt hinterher noch: Des lammes losinge — und ein hane? Sind gewisse Artt., namentlich I. 8 § 2—1.15 als unglossirte ans Ende des Ganzen oder einzelner Bücher gestellt? Stehen B. I. A. 32: „Niemand ist pflichtig“ und A. 33: „Welcher Knecht ein ehelich Weib nimmt“ an dieser Stelle, oder hinter A. 39: „Wer Nachts Korn stiehlt“.

Findet sich ein Epilog: Wi sind des lanir echtes tom ende gekomen etc., wie in Nr. 53, 295, 375, 456, 496, 741?

Als Probe der Sprache und der Recension wäre die Mittheilung von B. I. Art 1, 26, 71; zur genauem Beurtheilung der Lesarten eine Vergleichung folgender Stellen der Ausgabe von 1835 wünschenswert!.: I. Art 2 Note r,bb; I. 4 N. m; I. 15 N. f; I. 27 N. c; I. 38 N. q; I. 42 N. d; I. 68 N. k; I. 71 N. b, c; II. 19 N. d; II. 27 N. o—r; II. 38 N; d; II. 48 N. c, kk; II. 54 N. u; II. 62 N. p; H. 65 N. m; II. 72 N. u, y; III. 9 N. e, g, h; III. 53 N. b; III. 57 N. d; III. 58 N. b, c; III. 82 N. d; III. 88 N. s.

c. Glosse zum Landrecht

α). Deutsche. Sie kommt 1) für sich ohne den Text, 2) in derselben Hdschr., aber doch von ihm getrennt, z. B. in 494, 3) und gewöhnlich mit diesem verbunden vor; sie folgt ihm dann meist artikelweise, selten begleitet sie ihn am Rande.

Glossa vulgata nenne ich hier diejenige, welche in den ältern Ausgaben bis 1499 (mit Ausnahme der Cöllner von 1480) enthalten ist, also in denjenigen, welche sich als von Theodorich von Bocksdorf „corrigirt“ bezeichnen, eine Correctur, welche wahrscheinlich sich mit auf die Glosse erstreckte. Immer gehört der weit überwiegende Bestandtheil dieser Vulgata dem Johann von Buch aus der Mark an.

Von ihr ist völlig verschieden die in der Hdschr. 83 und dem Augsburger Druck von 1516 neben der Buchschen Glosse befindliche, gemischt lateinische und niedersächsische, welche [6] gleichfalls auf die Mark Brandenburg hinweist. und z. B. zu burmester in III. 64 § 11 lautet: dat is deme sculten, unde vornem dit to slichten burdinge etc., vgl. Homeyer Ssp. I. S. XVI.

Die übrigen handschriftlichen Recensionen der Glosse theilen mit der Vulgata den Buchschen Kern, scheiden sich aber meist von ihr mit folgenden Kennzeichen.

1) Die Wurmsche Bearbeitung der Glosse in den Hdss. 239, 379 stellt die doctrinell vom Glossator aufgeworfnen und gelösten Fragen als Urtheilsfragen an ein Gericht: „nun bitte ich eines rechten Urtheils zu erfahren“ dar, giebt die aus den fremden Rechten citirten Stellen in extenso, schiebt Bemerkungen über die Magdeburger Praxis ein, z. B. eine lange zu I. 59 a. E. und schliesst das erste Buch mit: finitus est primus liber speculi saxonum cum sententiis diffinitivis etc. Vgl. Homeyer Ssp. I. S. xx.

2) Die Tzerstedtische, in der Lüneburger Hdschr. 422 von 1442 hat de gebreke der glosen over etlike artikele de hir to lande vor desser tyd noch nicht gewesen hadden to hope geschicket unde vorsammelt, und glossirt namentlich die sonst unglossirte Vorrede v. d. Herren Geburt, s. Spangenberg 109—113, Bruns a. a. O. 128.

3) Die Glosse in der dem Erzbischof Günther von Magdeburg gehörigen, von Tammo v. Bocksdorf mit Concordanzen versehenen Hdschr. 434, vgl. Spangenberg 127. Sie hat manche eigenthümliche Sätze, welche zum Theil, wie die Widerlegung Johann Kienkoks zu I. 3 § 3, in die Additiones bockstorff der alten Drucke des Ssp. von 1474 bis 1501 aufgenommen worden sind.

4) Die Gl. des Petrus de Polena (Posena?) in Nr. 84 soll sich durch zahlreiche aber nicht beträchtliche Zusätze aus den fremden Rechten nach Gaupp Schles. Landr. S. 300 auszeichnen.

5) Die in den Hdss. häufigste, auch in dem Cöllner und in dem Augsburger Druck v. 1516 vorkommende Form. Sie lässt eine bald mindere bald grössere Zahl der Artt., namentlich III. 88—91 unglossirt, ist auch sonst kürzer als die Recension der Bocksdorfschen Ausgaben, indem sie z. B. zu III. 4 § 2 statt der 15 Ausnahmen von der Gewährepflicht nur dreie nennt, und zu II. 24 des Satzes Fürgeladen ermangelt.

6) Nur einige Hdss. stimmen in diesem Mehr mit jenen Drucken überein, wie Nr. 30, wo es a. R. zugeschrieben ist, Nr. 577, 579; 301, 698, 703. Ja die drei letzten gehen in diesen Zusätzen noch über die Bocksdorfische Recension hinaus, wenn sie z. B. zu [7] I. 54 dat is woker sunder in vif saken gleich den spätern Drucken (seit 1526) in der That zehn Ausnahmefälle nennen, oder abwei- chend, von allen Drucken zu I. 36 a. E. einen Zusatz von den Mantelkindern machen, oder eine eigenthümliche weitläufige Glosse zn III. 88 — 91 liefern.

Ueber die sonstigen kleinen Abweichungen innerhalb der Re- censionen 5 und 6 vgl. im Allgemeinen Spangenberg S. 36 — 37. Insbesondere: findet sich eine Glosse zum prologus und textus prologi, zu I. Art. 8 — 13, 26, 36, III 28, 47--51, 82 §2 — 87, 88 — 91, und wie beginnt die zu III. 88; erklärt die Gl. zu III. 51 das swert mit su-wert; hat sie zu I. 14 a. E, das Gleichniss mit einem Storch- oder Kranichnetz; erwähnt sie zu III. 76 § 3 des Nicolaus (Claus) von Buch als Vaters des Glossators; wird im Eingange zum 3ten Buche die GL, wie in Nr. 213, dem Heinrich von Boich beigelegt; bezeichnet sie zu III. 82 § 1 den Ssp. als Privilegium Carls, welches er zu Sachsenburg am 10 Hornung 810 gegeben?

Als Probe etwa der Anfang der Gl. zu I 19, oder der Schluss der Gl. zu dem letzten Art. des ersten Buches von dem Zeugniss des Richters über die Verfestung.

β) Lateinische. Die Breslauer Hdschr. 83 giebt ausser der gewöhnlichen deutschen und der oben erwähnten gemischten Glosse noch zu dem lateinischen Texte eine Glosse in gleicher Sprache, welche auch in die Ausgaben seit 1516 geflossen. Auszugsweise steht sie mit Anführung deutscher Textesworte in Nr. 30. Verschieden davon ist die lateinische Uebersetzung der deutschen Glosse, welche in den polnischen Ausgaben des latein. Ssp. z. B, der von Zamosc 1602 neben der ebengedachten vorkommt.

γ) Glossenprolog. In den vier Glossenhdss. 8, 25, 154, 395 steht ein gereimter Prolog lateinisch und deutsch, in einer fünften Nr. 122 nur lateinisch, der vollständig in 7 oder 8 Absätzen 278 Verse zählt Er beginnt 0 helion et unitas (D. 0 drinumich enicheit) schliesst hic det ut sine vitio opus perficiatur (de do, dat ik meles vri den apparat vulende), und giebt eine Rechenschaft des Glossators über sein Werk. Vgl. Homeyer, der Prolog zur Glosse des s. Landrechts, in den Abhdl. der Berliner Ac. d. Wiss. 1854. — Probe aus den V. 12, 18, 46, 53, 74, 86, 149, 168, 196, vorzugsweise V. 118, 143, 144, 180.

[8]
d. Systematisches Landrecht.

Es sucht die Artikel des Landrechts nach gewissen Hauptrubriken zu ordnen. Zunächst ist die Eintheilung in 3 Bücher beibehalten, worüber ein Prolog sagt: dat erste boc is van erve, dat andere van vrede broke, dat dridde van gericht. Die Bücher zerfallen in Abschnitte, deren Inhalt in den Rubriken der einzelnen Bücher angegeben wird, z. B.: dat erste bok van der sibbe, van erve, van herewede, van gerade, van liftucht, van musdele - - van tegeden. Zu jedem Abschnitte gehört eine Reihe von Artikeln, bei denen die Stelle, die sie in der gewöhnlichen Recension einnehmen, bemerkt ist.

Geht die rhythmische Vorrede mit dem Beginn „Gott hat die Sachsen“ voran; ist am Schlusse das Stück „von der Herren Ge- burt“ angehängt; mit welchen Artt. des gewöhnlichen Ssp. beginnen und schliessen die einzelnen Bücher? Vgl. Wilda, Rhein. Museum VII. S. 281, 293.

Die Hdschr. 83, 314 und der Druck v. 1516 im Anfange, geben nach dieser Eintheilung die Rubriken der einzelnen Abschnitte und dann die Artikel an, welche in jedem der drei gewöhnlichen Bücher zu jedem Abschnitte gehören.

Eine andere systematische Bearbeitung des s. Landrechts in 7 Abtheilungen mit einigen Zuthaten aus Brandenburger Gewohnheiten, welche im Berliner Stadtbuche das dritte gesette bildet, war wohl lediglich für Berlin bestimmt, s. Fidicin, hist. dipl. Beiträge zur Gesch. v. Berlin Thl. I. 1837.

e. Breslauer Landrecht

d. i. eine schlesische Recension des sächs. Landrechts, hie und da geändert und mit 13 (14) Capiteln a. E. vermehrt, um als Recht für Land und Stadt Breslau zu gelten, beschrieben von Gaupp unter dem Namen Schlesisches Landrecht in dem gleichnamigen Werke 1828.

Beginn: Nota königk Johannes rex Bohemie hot Anno Domini 1346 off Valenti czu Proge eyn Privilegium gegeben (Gaupp 51); Register; das Landrecht in 364 Capiteln, das letzte: Wirt uff eynen man gelt irvordirt — — so sal man im me phandis helffin.

Steht noch voran eine Notiz über die Redactoren: Herr Frantzeke von Borssnitz etc.; ist noch ein Cap. (365) angefügt: der jude sal gekart sin kegin deme ofgange der sonnen etc.? Ist im Text eine merkliche Abweichung von der bei Gaupp gegebenen Collation mit dem Ssp., namentlich, kommt im Cap. 256 vor: in [9] deme fürstentum, und fehlt im Cap. 273 der letzte § des entspre- chenden Saehsensp. III. 25: Svat so hüten — antwerden?

f. Stück vom Mustheil.

Eine Aufzeichnung des zu Erbe, Heergewäte, Morgengabe, Gerade, Leibgedinge, besonders des zu Mustheil gehörigen, kommt, als weitere Ausführang des Sächs. Landr. I. 22 § 4; 24, vor: in Nr. 369 dem syst. Ssp. angehängt (Wilda S. 288), häufig am Ende des Richtsteiges, ausserdem im Goslarschen Stadtrecht, s. Bruns Beiträge S. 171, und im Livländischen Ritterrecht Cap. 28--32. Vgl. Berliner Jahrb. f. wiss. Kr. Oct. 1828 Sp. 552. Sie beginnt: Allerleie gut dar en man mede besterfl, schliesst: an sineme rechte laten genogen.

In welcher Verbindung kommt das Stück vor; werden beim Heergewäte die einzelnen Bestandteile nach Ssp. I. 22 § 4 aufgezählt; sind noch andre Stücke nach jenem Schluss angehängt, z. B. Ssp. I. 26 oder III. 9 § 2 a. E.? Beliebige Probe.

g. Regeln der Sippzahl,

d. i. eine Erläuterung des Verwandschaftsbaumes nach dem Ssp. in den Hdss. Nr. 332, 384, 385. In Nr. 332 lautet tue Ueberschrift Diss synt dye regeln der syppeczal nach vorczeln u. czelgen des boymes erbe czu nemen, und der Eingang Vor allen dyngen sul man wyssen das sulche lere u. regeln dye hyr nach folgen gesamt synt nach sechsischem rechte, nicht alleyne nach lantrecht sundern auch nach wichbilde rechte etc. Nach den Rubriken von der ledigen czelle u. von den dryen lyneen folgen sieben Regeln, dann nach der Rubr. von den gelyden 5 Regeln, endlich unter Mergket euch nu was hyr nach folget zehn Absätze zur Widerlegung irriger Meinungen über die Erbfolgeordnung; der letzte beginnt Das disse obengeschriben Spruche unredelichin sint etc. Die Beläge zu den Regeln sind lediglich aus dem sächs. Landrechte genommen.

h. Sächsisches Lehnrecht.

Titel: Lehnrecht, Lehnbuch, Lehnrechtsbuch, usus feudorum Saxonum. Beginn des Textes: Wer Lehnrecht wissen (kunnen) wolle, der folge dieses Buches Lehre.

Steht das Lehnrecht für sich, oder ist es noch mit dem Landrecht verbunden, etwa als viertes Buch, oder gar, wie in der Quedlinburger Nr. 575 und in Nr. 374 in einer Artikelfolge? [10] Zeilenumbruch für die Labeled Section Transclusion

Die neueste Ausgabe v. Homeyer (Ssp. II. 1) 1842 S. 57 bis 68 unterscheidet fünf Gestalten des Textes. I. ermangelt einer Reihe von Paragraphen, namentlich ausser 2 § 3 auch 13 § 1 Svar, 13 §2, 26 §§9,10; schliesst mit Art 78 Al lenrecht hebbe ik - - ir unrecht dar van scinbare wert, stellt im Art. 4 § 2 Trier vor Mainz, hat keine Remissionen und zerfällt in mehr denn hundert Abschnitte, die zuweilen in Bücher vertheilt sind. II. hat wenigstens 85 Artikel, stellt ans Ende die Artt. Svenne en here degedinget und Svie an den overen herein (79, 80 der Vulgata), und hat Art. 43 § 2 a. E. kein dar mede vor nicht. III. Die Vulgata zählt 80 (selten 81) Artt.; 2 § 3 ist stets vorhanden. IV. hat stets 81 Artt. und eine Glosse nebst der Vorrede „Der Menschen Gedanken“, stellt, mit Weglassung des Art. 78 „All Lehnrecht“, als Art. 78 — 81 die Artt. 77 vom Bauermeisterlehn, 76 § 8 Zieht ein Mann, 79, 80 hin. A. 2 § 2 a. E. liest „weisen“ statt „nützen“. V. zählt 108 Artt, welche aber erst mit A. 12 der Vulgata beginnen.

Es fragt sich hienach um die Eintheilung, vgl. die Synopsis im Ssp. II. 1 S. 327 ff., um die Zahl der Artikel und etwaigen Bücher, um den Anfang der vier letzten Artikel, und um das Vorkommen jener Vorrede, der genannten Paragraphen und Lesarten und der Remissionen. Insbesondere noch: findet sich der Artikel, welchen Senkenberg C. jur. feud. als Art 87 aus dem Schlusse der Vorrede „von der Herren Geburt“ hinzugefugt hat: so welch bischof, wirklich a. E. des Lehnrechts vor? Schreibt ein Schlusswort es dem K. Friedrich von Stauffen zu?

Textesprobe aus dem Anfang, oder Art. 4 § 1 Ses weken sal die man.

i. Stück von der Beweisung.

Die Breslauer Nr. 83 enthält einen Aufsatz Von bewysinge umme len u. liftucht aus dem Ssp. und nebenbei aus dem liber feudorum über den Beweis in Lehnssachen und über die Leibzucht, beginnend War ein herre sineme manne, schliessend wat dy frouwe so sulven kan irwerven c. 7 X. III. 26. Gedruckt bei Homeyer Ssp. H. 1 S. 363 ff.

k. Glosse zum Lehnrecht

Die deutsche Glosse zeigt drei Gestalten. Vgl. Ssp. II. 1 S.73. Die ursprüngliche und kürzeste findet sich in sieben Hdss. Nr. 125, 159, 170, 346, 397, 473, 646 und in dem Druck von 1516. Sie [11] beginnt zu Art. 1 mit Merke was lewrecht is. — Die zweite, in den Hdss. der vierten Textrecension (mit Ausnahme von Nr. 407) und in den übrigen alten Drucken, erweitert die Glosse, verleibt z. B. jenen Anfangssatz einer Vorrede „der Menschen Gedanken“ ein, und giebt statt dessen zu Art. 1 eine Abhandlung: Ein herschilt ist ein underscheit der riterschaft etc., schliesst ferner zu Art. 2 nicht schon mit_,,ob der Herr stürbe etc.“ sondern erst mit „Wenn aber der Patron etc“. — Die dritte Wurmsche in der Hdschr. 407 bereichert wieder die zweite Form, so dass sie z. B. die Vorrede mit Quoniam ut ait Seneca fragilis est memoria hominum beginnt, und zu Art. 1 jenem Anfange der zweiten hinzufügt dar by man irkennen mag ein underscheit des gemachtin adels; vgl. Ssp. II. 1 S. 344 ff.

Eine hievon ganz verschiedene meist lateinische Glosse, welche nur einzelne niederdeutsche Bemerkungen einflicht, zu Art. 7 aber ganz deutsch ist, giebt wiederum die Hdschr. 83 und aus ihr der Druck von 1516.

Der lateinische Commentar in der Zobel-Romanischen Ausgabe von 1589 rührt von Zobel her, und findet sich handschriftlich nicht.

2. Lateinischer Sachsenspiegel.

Er ist entweder mit dem deutschen Texte verbunden, so dass er ihm artikelweise folgt oder vorangeht; oder er steht für sich; wie ist er in diesem Falle betitelt und eingetheilt?

a. Landrecht.

Es sind mindestens drei Uebersetzungen zu scheiden.

a) Versio vulgata, in der Mehrzahl der Hdss., in der für Polen von Nicolaus Jasker besorgten Ausgabe des Ssp. Cracau 1535, Zamosc 1602, in den deutschen ältern Drucken und in den Ausgaben von Ludovici und Gärtner. Sie schliesst sich der Eintheilung nach vor den andern dem deutschen Texte an, beginnt nach der Vorrede Deus qui est principium, den Art 1 mit: Duorum gladiorum potestatem, spiritualem scil. et saecularem. Die einzelnen Texte z. B. der Görlitzer 250 zeigen bedeutende Varianten, für einzelne Artt. sogar selbständige Arbeiten, vgl. Gärtners Ausgabe. So lautet der Schluss nach den alten Drucken und u. a. nach den Hdss. 250, 397: nec terrae mandatum nec hospitia neque precaria ponere debet, nisi haec ab incolis arbitrantur, in dem Druck v. 1614 und in den Hdss. 33, 34 aber: nec licet iudici aliquod praeceptum [12] - - aut incolis imputiere absque provinciaUum communi consensu. Kommt auch die Vorrede: Spiritus sancti gratia det sensibus iuvamina als Uebersetzung von: des heiligen Geistes Minne, vor? Fehlt die Uebersetzung von I. Artt. 7 — 14, 26, 36, III. 51, 82 - 91?

ß) V. Vratislaviensis, in den Hdss. 85, 131, 133 vgl. Gaupp Magd. R. 188, und Homeyer Ssp. I. S. XXXI Nr. 21, II. 1 S. 85, 86. Sie giebt die freieste Form, ist rubricirt: iura Magdeburgensis civitatis, beginnt mit einem Prolog: Deus iudex iustus - - apicibus enodare, der u. a. besagt, dass das ius theutunicum übersetzt sei ad mandatum Thome Wratislaviensis episcopi, und geht dann gleich unter der Rubrik: hic incipitur de linea consanguineitatis zu den Worten I. Art 3 § 3 des deutschen Textes (in dem hovede is besceiden) über, welche nach kurzer Einleitung lauten: in principio genealoye pater et maier legitime copulati locum obtinent capitis; (in der V. vulgata: in membro capitis masculus et foemina, qui quaeve legitime contraxerunt, constituuntur; in der V. Sandomir.: in capite designatur maritus et uxor qui legitime coniuncti sunt). Der Schluss wie in dem Druck von 1614.

Jene Hdss. schliessen im Cap. 96 noch das Lübsche Recht an, welches im C. 110 mit heredes ipsius omnem suam hereditartem integraliter possidebunt endigt. Die Artt. I. 7 — 14, III. 82 — 91 sind vorhanden.

γ) V. Sandomiriensis in dem Cod. Sagan. 91, Cod. Dzial. 149. Gnesen. 249, gefertigt spätestens 1359 vom Notar Conrad zu Sandomir; 278 Capp. in Nr. 149; 304 Capp. in Nr. 249. Diese beiden Hdss. geben auch einen Theil der rhythm; Vorr. Secus viam edifico per hoc a multis arguor bis zu dem Gedanken der V. 160 — 175 gaza - - nisi publica fiat, labitur et multas vires crescit eundo. Daran schliesst sich der textus prologi: Dens qui est initium - - sicut Sachzonia in suo iure tenet — custodire precepit, dann die Angabe des Uebersetzers mit Bitte um Nachsicht: Hic inter lectores humiles .... Cunradus .... cum peticione viri famosi Nycolai dicti de paczonow in sandomiria civis .... non augmentando nec minuendo, sed de verbo ad verbum in latinum redegit ac correxit. Die Uebersetzung ist in der That die wörtlichste. Der Text beginnt Duos gladios misit Deus (Dominus) in terram ad fidem protegendam katholicam, schliesst (III. 91 §3) nisi sit arbitrium terrigenarum et consensus. Die Hdschr. 91 entbehrt der Vorreden, mischt einzelne Worte, z. B. am Schlusse wilkore nach arbitrium, selbst längere Stucke des niederdeutschen Textes ein, [13] weicht auch im Tenor zuweilen von Nr. 149, 249 ab. Sie hat z. B. in 1.1 nicht den Zusatz jener Hdss. aus der Glosse nach katholicam: evangelio testante dicente ipso salvatore - - ecce duo gladii. I. 2 beginnt in Nr. 149, 249 Quivis christianus teneiur ter in anno synodo interesse, cum ad annos pubertatis pervenu in dyocesi in qua manet, in Nr. 91 Q. c. t. synodum quaerere t. i. a. cum ad a. discretionis p. in episcopatu in quo residet.

δ) Der lateinische Text in der u. d. T. Commune Privilegium etc. Cracau 1506 von Lasco herausgegebenen Sammlung Polnischer Rechte (Homeyer Ssp. H. 1 S. 42 Nr. 5) Bl. 197v. Er beruht vornemlich auf γ, daneben lag auch β vor und zuweilen tritt noch eignes hinzu. Die Einleitung s. t. prologus in secundum librum iuris Magdeb. seu Saxoniae provincialis lässt in der Schlussbitte des Uebersetzers dessen Namen fort und schliesst planis verbis et non obscuris in latinum redactum est atque correctum. Der Text beginnt wie γ mit dem Zusätze von Nr. 149, 249, schliesst wie β und hängt gleich ihr das Lübsche Recht an.

Die Zamosker Ausgabe des lateinischen Sachsensp. von 1602 und nach ihr die Zobelsche von 1614 geben zuweilen neben der vulgata noch einen Text als t. antiquum oder ex vetustioribus codd. z. B. I. 8, II. 62, III. 91, der dann mit δ stimmt

Sonach können regelmäßig dreie, bei einer Abweichung aber innerhalb der vulgata oder γ, oder bei einer Eigenheit von δ noch mehrere lateinische Texte neben einander gestellt werden, z. B.

1) I. 3 §. 3 a. E. wende de paves ne mach neu recht setten, dar he unse lantrecht oder lenrecht mede ergere.

α) qui tamen nullam decretalem in nostri iuris feudalis et civilis potest condere praeiudicium. β) hoc iuri Saxonum et feodoli in nullo poterit derogare. γ) Nr. 91 tamen nulla iura constituere potest, per quae iura provincialia seu feudalia valeat impedire. Nr. 149 ipse tamen nullas licite facere debet constitutiones, per quas iura provincialia s. f. approbata et a sanetis patribus sanctificata possit violare. δ) aus β und γ 149 combinirend hic tamen iuri Saxonum provinciali et f. in n. p. derogare. Dominus siquidem Papa nullas - - iura Saxonum p. et feudalia a s. p. sancita et approbata violari possint. ε) Noch anders Klenkok wider den Sachsensp.: Papa non potest aliquod ius condere vel statuere, per quod valeat ius h. e. statutum terre vel feodi Saxonum deteriorare.

2) I. 4 Uppe altvile u. uppe dverge - - de solen se halden in erer plage. [14] Zeilenumbruch für die Labeled Section Transclusion

α) Super nanos et homunciones - - et ipsis necessaria ministrent. β) In feodo et etiam hereditate filius fatuus gnavus — imbecilles huiusmodi foveant et conservent. γ) Nach Cod. Gnes., ''Dzial.: Neptunii[2] vel homuncii - - in sua cura tenere debent. Nach Cod. Sagan.: Nepternii et homuncii - - consanguinei ipsos debent procurare. δ) aus β und den beiden Texten γ combinirend: In feudo et etiam in hereditate filius fatuus vanus (l. nanus) - - illos vero in sua cura teuere debent et ipsos procurare.

3) I. 37 § 1 kempen u. ir kindere — die sint alle rechtlos. α) zeigt verschiedene Formen, z. B. die Drucke Certantes seu pugiles et eorum proles - - notantur infamia et iuri sunt alieni. Nr. 250. Pugiles eorum filiique - -omnes hi iuri derogantur. Nr. 47. Pugiles eorumque pueri - - iurilegi iudicantur. β) Pugiles et eorum filii - - a iure communi pelluntur. γ) und δ) fugiles et eorum pueri - - hi omnes sunt suo iure privati.

4) in. 29 § 1 Nen scepenbare man ne darf sin hantgemal bewisen, (vgl. Homeyer über die Heimath S. 9, 10).

α) die alten Drucke und u. a. Nr. 703 Nullus bannitorum bannum sui scabinatus indiget designare. Druck v. 1614 u. Nr. 33 Liber seu idoneus Scabinis b. s. s. ostendere non indigebit. β) und d) Liber ydoneus (δ et idoneus seu dignus) scabinis non compellitur uxorem suam ostendere γ) Nemo dignus sede scabinali indiget suum (suam?) ostendere contubernalem (149 contubernium).

Sprachprobe aus einer der obigen Stellen, oder aus I. Art. ult., II. 43, III. 27,

Aus dem lateinischen ist wieder eine Uebertragung ins Pol- nische erfolgt und u. a. gedruckt Cracau, 1559, 1565, 1573.

b. Lehnrecht

a) Es ist eine Uebersetzung bekannt, in den Hdss. 85, 131, 149, in dem commune privil. und bei Goldast, Ludovici, Senkenberg, s. Homeyer Ssp. IL 1 S. 85 ff. Sie beginnt nach einem [15] Prolog: Quoniam in prima parte huius libelli provinciale ius competenter transtuli in latinum, oportet me in hac parte secundum ins feodale etc. mit Volens igitur iuris feodalis agnoscere veritatem und schliesst gewöhnlich vasallus non tenetur nisi semel tantum suum feudum erga dominum testibus obtinere (80 §4). Die Zahl der in §§ getheilten Capitel ist 38, 41 oder 43. Nr. 149 hat viele ungezählte Abschnitte und fügt a. E. nach Art. 78 unter istud cap. sequens pertinet ad lxxxv nur noch den Art. 79 (Ludovici 43) hinzu. Alle Hdss. haben als Nachwort unter haec sunt recompensaciones animalium oder (149) de recompensa rerum noch den Art. des s. Landr. III. 51, schliessend in curia ipsius domestici.

β) Vetus Auctor (Libellus) de beneficiis nennt man eine in jetzt bekannten Hdss. (vgl. Nr. 188, 196, 329) nicht mehr vorhandene, zuletzt von Homeyer, Ssp. II. 2 S. 75 vgl. S. 3 ff., 62 ff. herausgegebene, gereimte lateinische wohl ursprünglichere Form des sächs. Lehnrechts, in 3 Abth. zu 133, 70(69), 23 §§, kenntlich durch den Anfang Si quis veHt instrui in iure beneficiali. Schluss entweder Omnis concessio - - propterea detestemur haec omnia, oder Dominus quoque - - erga dominum qui illud concessit. Die blosse Anzeige einer wieder oder neu aufgefundenen Handschrift genügt.

3. Görlitzer Rechtsbuch.

Darunter ist eine bis jetzt nur in der Hdschr. 252 gefundene Arbeit verstanden, welche in Capp. 1 — 30 den Auctor vetus de beneficiis ins obersächsische übersetzt, in Capp. 31 bis 32 § 4 auf das Weichbildrecht, und in Capp. 32 §5—C. 42 (43 ist übersprungen), 44—47 auf das sächs. Landrecht sich gründet, s. Homeyer Ssp. II. 2 S. 23 — 61. Sie ist überschrieben: Diz ist ein buch von dem lenrehte, beginnt Swer cluch an Unrechte welle wesin und schliesst unde daz si iz denne alliz undir sich geliche teilin. Schon die blosse Anzeige von neu aufgefundenen Hdss. ist willkommen, auch ohne Vergleichung mit einem der bisherigen drei Abdrücke in Zepernick Miscellaneen zum Lehnrecht I. S. 1 ff., von G. Köhler, Görlitz 1838 u. 1841, 4, und in Homeyer Ssp. H.2 S. 85 --226.

4. Sogen. Holländischer Sachsenspiegel.

Er ist gedruckt als Spiegel der Sassen Gouda 1472 und später öfters; nach der Ausg. von 1479 durch Grupen, Frankf. und Leipzig [16] 1763, 4. unter jenem Titel mit Randbemerkungen über die Quellen wieder herausgegeben, und enthält im Wesentlichen einen Auszug aus dem Sächs. Landr., dessen Gl, dem Sächs. Lehnrecht, mit Zusätzen aus dem mosaischen Recht.

Vorrede: Hier beghint een seer profitelic boec etc.; Register; der Textus prologi des Ssp. Got die daer is een beghin mit seiner Glosse; der Art. 1: Twee swerden lied god. Bei Grupen 107 Artt., indem nach Art. 102 noch wieder 97 bis 101 gezählt werden. Der letzte rubricirt: Hoe en Wiif gheen heervaert en reust (aus Lehnrecht 34, 40, 23). Am Schluss der Artt. 2, 6, 52, 65, 101a stehen Verweisungen auf den „stenencloet“; es ist sceuencloet zu lesen, darunter aber hier nicht mit Grupen der Richtsteig, sondern der Ssp. oder dessen Glosse, auf welche eher die Citate passen, zu verstehen.

Am Schluss des Ganzen: Hier eyndet dat boec der keyserrechten gheheten die spieghel van sassen, wel ghecorrigeret uten latine.

Kommt diese Arbeit in Hdss. und dann darin dieser Schluss und jene Berufung auf die Glosse, überhaupt eine Abweichung von dem Angegebenen vor? wie lauten die Rubriken der 10 ersten und 10 letzten Artikel?

5.

Nach einer Notiz im Rheinischen Museum f. Jurispr. III. 48, 1829 wären Uebersetzungen des Sachsenspiegels ins Böhmische nicht selten. Die Mittheilungen jedoch der Herren Hanka und Schaffarik zu Prag über böhmische Formen deutscher Rechtsbücher ergeben nur Uebertragungen des schwäbischen Land- und Lehnrechts, des Rechtsbuches nach Distinctionen und des Weich- bildrechtes.

B. Rechtsgangbücher.
1. Richtsteig.

Titel: des Richtes Stich, Rechtsteiger, processus iudiciarius (iudicii), in den Drucken von 1481, 1482 Ordnung oder Handlung des rechten.

a. Richtsteig Landrechts

auch schevencloit, schedencloit, schepencloit (Nr. 126) genannt. Neuere Ausgaben von Senkenberg C. Iur. Germ. I., von Unger 1847. Die Hdss. zeigen fünf Classen. [17] Zeilenumbruch für die Labeled Section Transclusion

Zu A gehören die Drucke von 1516 (nachgedruckt in Ludovici's Anh. zum Lehnsprocess 1718. 1750) und 1517. Der in den Hdss. stets niederdeutsche Text beginnt Sint (wente) en gerichte wert van dren personen. Von den 49 oder 50 Capp. handeln 1 — 4 von den Personen im Gericht, 5 von den Klagen überhaupt, 6 — 27 von den bürgerlichen, 28 — 35 von den peinlichen, 36 — 47 von den vermischten Klagen, 48 vom Urtheilmahnen, 49 vom Urtheilschelten unter Königsbann, 50 vom U. in der Mark, schliessend er he des afgedreven werde met rechte. So vintme he ne moge. Ausserdem fragt sich: Steht zwischen Cap. (21) Bistu (Sittestu) uppe pachtgude und Cap. (22) Clage up eygen di kumpt noch eins Also N hir bescheiden is, oder steht es schon nach Cap. (20) Spricket dyn broder, oder fehlt es, wie gewöhnlich, ganz? — Ist ein Prolog da; beginnt er wie meist Desse settinge u. de vire de hir na volgen, oder Sesse s. genomet de richtstich, oder De sosten settinge na K. Karls rechte an deme ende des sassenspegels; schreibt er die Abfassung nur Friedrich von Staufen zu, und schliesst mit dem rechten beschermen mogen vor ereme schaden, oder gedenkt er auch der Bitten der Herren Conrad und Siegfried v. Buch mit dem Schlusse da wolde ic tein jar deste ere umme sterven? — Sind Allegate da? — Ist ein Epilog vorhanden, und zwar Dit hebbe wi leve veddere (seltner), oder Got de dar is de rechticheit (häufiger)? — Ist das Stück vom Mustheil s. oben S. 9 angehängt? —- Sind die Capp. 37, 38 Sprikstu des wort und Kumstu aver verbunden? — Sind aus Capp. 1—28, 29—35, 36 — 50 drei Bücher gebildet?

Der Classe B gehören die alten Drucke (ausgen. von 1516 und 1517), und der Ungersche an. Sie scheidet sich vornemlich durch eine breitere zuweilen missdeutende Darstellung; der Anfang lautet Wente denne ein gerichte werden schal, und meist noch weiter das wirt (schal werden). Der Prolog findet sich nur in Nr. 432. Die Mundart ist meist mitteldeutsch. Allegate sind regelmässig da. Ausserdem: sind Cap. 32 u. 33 So spreke de unschuldige man und Is dine clage vornachtet verbunden? — Ist der erste Epilog da (gewöhnlich), oder der zweite (selten)? — Sind die kleinen Arbeiten Cautela und Premis, s. unten S. 19 vorangeschickt?

Aus der Classe C hat Senkenberg seinen „ersten Theil“ des Richtsteigs genommen. Sie verkehrt die Ordnung dergestalt, dass Capp. 29—33 (34) ans Ende gesetzt und dabei anders abgetheilt werden; sie behandelt auch die drei letzten Capp. in eigenthümlicher [18] Weise, indem sie vom Cap. 50 nur zwei Stücke aufnimmt, deren eins in Cap. 49 eingeschoben, das andre worde oh ens ordels gevraget als besondres Cap. (Senkenb. 43) gegeben wird. Prolog, Epilog, Allegate und die Erwähnung Ronstedts a. E. des Cap. 3 fehlen. Die Sprache ist regelmässig niederdeutsch. Fehlen die Capp. 28, 34, 36 gänzlich? Ist Cap. 26 Erkricht en din gut bei Er ander kunst getheilt?

Die Classe D fügt dem Richtsteige noch als zweiten Theil eine bei Senkenberg gedruckte Arbeit aus der Glosse Landrechts in 25 Capp. hinzu. Das erste unter der Rubrik Wye eins mans weyb und hind nach tod ein man beschuldigen sol beginnt Item ein mayster spricht. Das letzte rubricirt Als du fragst was yeglichs man wergelt etc., schliesst und von kaysere in jren Privilegien also gegeben ist. Der eigentliche Richtsteig ist hier überschrieben: Buch von dem Richter, von dem Kläger und von dem Antworter, beginnt meist Seit dem male ein gericht, fasst die Capp. 3 und 4, so wie 36, 37, 38 zusammen, hat weder Allegate noch Prolog und Epilog und hängt dem gewöhnlichen Schlüsse noch an Schilt auch einer ein urteil — — als ich dich hievor gelert habe.

Die Classe E endlich macht drei Abtheilungen, versieht die erste mit dem Prolog Deus iudex iustus et fortis und mit einer Note Ir sult merkin di sachin dises buches, welche des Burkard v. Mangelfeld erwähnt, schickt der zweiten eine Umarbeitung des Prologs voran, und erweitert vielfach den Text, namentlich in der ersten Abtheilung. Sie hat Allegate und beide Epiloge.

Allgemeine Fragen: Wie lautet der Titel; stehen die Allegate im Text oder am Rande; sind die Capitel rubricirt; ist ein Register da, etwa mit einer besondern Vorrede, und stimmen dessen Rubriken mit jenen? Erwähnt das Cap. 3 So spreke de vorsprake a. E. des Rudolphs von Ronstede und in welcher Weise? Findet sich a. E. des Cap. (21) Bistu uppe pacht (pand) gude der Satz Wo men--gerichte besceiden oder schliesst es schon mit sime jegenere buten? Steht im Anfange des Cap. (46) Hir antwerde sus to statt na deme dat hir sassisch recht is etwa gesaczt oder hessens oder frenkisch oder megedeburgisch? Als Sprachprobe das erste Cap. oder doch ein Theil desselben.

b. Richtsteig Lehnrechts,

zuletzt herausgegeben von Homeyer Ssp. II. 1 S. 371 ff., beginnt nach einem Vorworte Wente nergen en man billiker sine truwe [19] im ersten Cap. mit So wetet alle eddele lüde, and schliesst sei weken, dar he dal binnen ut lern mochte.

Die drei a. a. O. S. 387 characterisirten Formen des Rechtsbuches scheiden sich schon dadurch, dass die erste 31 Capp. zählt und in der zweiten Periode des Vorworts dat nu truwe u. gunst sunder stunden (st. alleczeit) liest, die zweite 41 oder ungezählte Capp. hat und die letzte Periode des Vorworts mit Nun sehen wir st. Nu sich oder Nu wetet beginnt, die dritte endlich in eine geringe Zahl von Absätzen zerfällt und a. E. des Vorwortes das her rechtdage legen st. dat is etc. liest

Wie lautet die Ueberschrift; sind die Capitel gezählt und rubricirt; sind Allegate, ist ein Register da?

Mittheilung des Vorworts oder des Cap. 2 To deme anderen male merket, einiger Rubriken mit Angabe der Capitelzahl, und einiger Allegate mit Angabe der Zahl des allegirten Capitel des Lehnrechts.

2. Gerichtsformeln.

a) Die Hdschr. 65 enthält nach dem Richtsteige Landrechts Formeln, beginnend Her richtet ik bidde eines mannes di min wort spreke. Ik bidde eins N. Der letzte Abschnitt unter Van wilkore schliesst mit Her richter - - oder wat dar an geschi dat dar jo recht an geschie.

b) Formeln v. J. 1448 in Nr. 61. Anfang Schulde tosprake und klage der gerechticheit.

c) Aus Processregeln einer nicht näher bezeichneten Hdscbr. der Leipziger Rathsbibl. des 15. Jahrh. führt Dreyer Nebenstunden S. 65 den Satz an wo du kanst ein Sprichwort anhengen so thu es, denn nach sprichwörtern pflegen die bauren gerne zu sprechen.

3. Cautela und 4. Premis.

Beides Arbeiten geringeren Umfanges, gedruckt vor dem Richtsteige in den Ausgaben des Ssp. s. l. et a., Basel 1474, Cölln 1480, (danach in Bruns Beitr. 138 ff.) Augsburg 1481, 1482, 1484, (danach in Ungers Richtsteig S. lff.) 1501. Die erste beginnt: Cautela des spegels van sassen bin ik genant, und bin gekomen in die lant, schliesst gewöhnlich: so wirvet he loff und ere jegen got und der werlde und ewich lon van gode. — Folgt am Schlusse noch: dat mote allen cristen — hillige geist und hienach noch etwa: Nu bittet alle gemeine — an synem tode czu leczten?

Zeilenumbruch für die Labeled Section Transclusion [20] Probe des gereimten Anfangs bis: Unse here (got) spreket.

Der Cautela ist meist ein Stück angehängt, anfangend: Premis so bin ik genant, ik teil nu syn bekant, schliessend, dat he nicht en worde geslagen noch berovet. — Steht statt Premis deutlich Prenus wie in dem Druck v. 1474, oder gar Orienus wie in dem Druck v. 1480?

Probe des gereimten Anfanges, welcher den Vf. Herman v. Oesfelde nennt, bis Unse here.

Sind diese Arbeiten in nähere Verbindung mit dem Richtsteige gesetzt, so dass sie etwa zwischen Register und Text desselben stehen?

5. Die Weise des Lehnrechts.

Die Hdss. 87, 620, 734 enthalten an der Hand eines angenommenen Rechtsfalles eine Arbeit über den Lehnsprocess u. d. T. Dysz ist dy rechte weyse dy eyn iczlicher lehenhirre holden sal, der da czu lehenrechte eynen beclagen wil als hyr nach geschreben stet; nach Nr. 620 in Zepernick Abhdl. IV. 5 ff, nach Nr. 87 in Homeyer Ssp. II. 1 S. 543 ff. gedruckt. Ebd. S. 398, 399 sind die Abweichungen beider angegeben. Der Schluss lautet in Nr. 620 Doch mus der man dem herm dorumb wettin — dem herrn daz gut wolde entphirren, in Nr. 87 Denne zo dancke der vorspreche--dormete uff das lehenrecht.

6. Blume des Sachsenspiegels.

Diese sehr weitschichtige noch ungedruckte Arbeit des Nicolaus Wurm oder Vermis (s. Ssp. II. 1 S. 75, 76) zeigen die Hdss. in zwei Hauptgestalten.

I. Zu der ersten gehören die Nr. 28, 92, 253, 499, 509 und das Fragment Nr. 62. Unter ihnen wiederum giebt

A. die Görlitzer Nr. 253, welche der Verf., nach Lausitz. Mag. XV. 171, selber für Görlitz besorgte, den im Ganzen vollständigsten und ursprünglichsten Text in folgender Ordnung.

Ausführliches Register unter Hye hebt sich an das registrum ubir dy flores dor man vint di wyze czu practicziren vor werltlichin gerichte, und mit einer Vorrede Man vint in gar viel rechtsbuchern, welche u. a. die Eintheilung des Ganzen in die vier libri: actionum, practicarum generalium, pr. specialium und der regulae juris aus Kaiser-geistlichem Recht und Sachsenspiegel angiebt (vgl. Gaupp Schles. Landr. 312). Nach dem Register: Hy hebit sich [21] an dy blume ubir den sachsenspygel, den wir auch lantrecht heyssen und ubir weycbildis recht, da* wir auch Maydeburgisch recht heyssen u. statrecht.

Das erste Bnch zerfällt in 27 Distinctionen, die Distt. wieder in Artikel oder auch in Actionen. Die Dist. 1 giebt, mit den römischen Kaisern beginnend, eine Rechtsgeschichte und schliesst mit einer Angabe des Plans: czu dem irsten noch clage, dornoch wy man antworten sal u. eyne yezliche suche practyciren, u. wil ich setzen manchir hande regulen tzusammene gelezen aws manchirhande rechte getzyret noch der weyze des alphabeti von deme A antzuheben bis uff das Et. Die Dist. 2 erklärt im Art. 1 das Ansehn der Magdeburger Schöffen, und geht Art. 2 zur Hegung des Gerichts über. Bis Dist. 8 wird von der Gerichtsverfassung und von der Haupteintheilung der Klagen gehandelt; mit Dist. 9 beginnen die Formeln für die einzelnen Klagen., Die letzte Actio (D. 27 A. 8): ap ein man sin kint erbelos etc. Das Buch schliesst: Wyssen sullen alle dy dese klagen sehen - - ob ich icht misseschrebin habe. Deo gracias.

Das zweite Buch mit der Ueberschrift Hie hebit sich an die gemeyne practica, die man gemeynlichen helt in allen suchen nach deme gemeynen lauffe in bürgerlichen sachen hat 12 Practiken, die in Capitel oder §§ zerfallen. Der Cod. Goerl. bricht, weil 1 oder 2 Bl. fehlen in Pr. 12 Cap. 18 ab, während nach den übrigen Hdss. noch ein Cap. 19 bis wy man dy gewere thun sal resp. supra und eine Schlussrede Ir sullit eigentlichin merken — u. gebe en dese blume tzu einem bekunde der heiligin dreivaldekeit tzu lobe folgt.

Das dritte Buch der Practicae speciales hat ein lat preludium (welches gleichfalls noch im Cod. Goerl. fehlt) beginnend: Nisi illa superna gracia worin u. a.: ad desiderium vel optatum ser. principis d. Ruperti ducis Slezie, d. legnicensis per Nicolaum Vermis nuncupatum de nova Ryppyn havelberg. dioec. collectum, non pro modo sed pro forma practicandi sub dei nomine, (vgl. Gaupp a. a. O. 315). Dann ein deutsches Vorwort Nu wir vornomen habin von desir kegenwortigen blumen varbe - - redeliche antwort volge (Gaupp 298). Es folgen 162 Practiken, die häufig mehrere §§ zählen. Vor Pr. 23, 31, 49, 69, 80, 113, 130 stehen lateinische Exordien mit schwülstigen Wiederholungen über Anlass, Zweck und Gang der Arbeit, welche regelmässig des Herzogs Ruprecht, zuweilen auch des Autors gedenken, u. a. vor 69 so: ideoque ego Nicolaus Vermis agnomine havelb. dioec. scolaris [22] legum scole bononiensis magistri mei dni Johannis de lignano dno legum ac doctore decretorum examinatus. Die letzte Practik Von ortils stroffunge endigt Wy man ein ortil straffen sal u. was nutz doran ist das vind man in den Regulen V. Schlussrede: Bis habe ich Nicolaus worm von nawen Ryppyn awfs dem gestiffte zu havelberg dise kegenwortige flores - - Nach gotis gebort tawsend dreihundert u. in deme sebenundnewnzigisten iare an des h. urbans tage. Sit laus Deo, (vgl. Gaupp 313).

Das vierte oder Regelnbuch hat die Vorrede Ad decus et decorem sacri imperii - - credo per universum (Gaupp 306)., dann die Ueberschrift Hy heben sich an regulen - - czu einer bewerunge, und ein Gedicht in 28 Versen Wer do wil ein richter sein - - Dy mus der tufil vorslinden. Die Regeln selber, auf welche in den vorigen Büchern fortwährend hingewiesen worden, sind alphabetisch geordnet, so dass nach Z noch E folgt, unter welchem Zeichen die Regeln meist mit Et (Es) beginnen. A zählt 78 Regeln, die erste Alle dy wedir den cristen glauben lebin, (Gaupp 307), B 98, Z 211, E 315, denen ein Anhang noch 34 hinzufügt.

B. Am nächsten schliesst sich die Namslauer Hdschr. Nr. 499 an. Doch steht hier 1) das grosse Register am Schlusse, und ausserdem mitten in der Pr. spec. 3 ein Theil eines andern Registers, welches in den Actionen abbricht. 2) Im ersten Buche ist ausser der Einth. in Distt. noch eine andre von D. 2 Art. 2 an, die nur nach Artt. zählt, und die Klagformeln (von D. 9 an) werden noch besonders von 1 bis 185 gezählt. 3) Im dritten Buche stehen nur die fünf ersten jener Exordien, für das 6te und 7te ist Platz gelassen; ausserdem noch für mehrere vor 147, 150, 154, die aber auch im Cod. Goerl. sich nicht finden. 4) Das Buch der Regeln, obwohl in der Vorrede zum Register erwähnt, fehlt gänzlich.

C. Die Berliner Hdschr. Nr. 28, die Breslauer Nr. 92 und die Neisser Nr. 509 stimmen in folgenden Eigenheiten: 1) das Register steht zwischen den Practiken und den Regeln; 2) der lat. Eingang zu den Regeln Ad decus, abgekürzt nur bis libertate gehend, findet sich schon gleich nach der Rubrik im Anfange des Ganzen. 3) Im ersten Buche ist die Eintheilung nach Distinctionen gar nicht festgehalten. Die Zählung nach Artikeln geht bis 254, die von Art. 70 anfangende der Actionen wie im Cod. Namsl. bis 185. 4) Im dritten Buche der Pr. speciales bricht der Text schon in der dritten Pr. de exceptionibus plötzlich mit wy her en [23] ym czu rechte irlangen sulle. Der Richter ut s. Der Scheppfe. Sententia ab. 5) In dem Regelnbuche fehlen die Eingangsverse. Die Nr. 28 hat unter A 86, B 94, Z 227, E 317 und im Anhange 35 Regeln.

II. Die Berliner Hdschr. 38 und die Breslauer 88 zeigen im Ganzen eine kürzende Umarbeitung. Haupteigenheiten sind: 1) Die pr. generales fehlen gänzlich, weshalb das voranstehende Register auch nur zweier Bücher, von den Klagen und von den Practiken gedenkt. 2) Im Buche von den Klagen schliesst die Angabe des Plans (oben I A Dist 1 a. E.) kürzer: czu setzen tzur irsten clage, dornoch antworte, dornoch practica, dornoch regulen deo gras; auch sind die Verse (I A Buch 4) hier eingeflochten mit dem Schlusse sol der teufel binden. Das folgende des Buches ist in einen Prolog (dist. 2 art. 1) und in vier Abschnitte mit Capp. getheilt, deren 4ter die Klagformeln oder Actiones begreift, aber ihrer nur 173 zählt. A. E. Hy habin dy clagin ein ende — nu und tzu allen stunden (Gaupp 298). 3) Die hierauf folgenden Pr. speciales haben 150 Capp. Das erste rubricirt Von antwort uff der irsten clage wy man einen seine sache angewinnet. Das letzte Ab der herre nicht weide irloubin. Schluss mit dem rechtin angewonnen hette. R. I. Was seine peine sey der in sotan sachin ubirwonden worde. R. I. Deo gracias. 4) Das Regelnbuch ist da mit den Eingängen Hy habin und Ad decus — universum. A hat 78, B 98, Z womit geschlossen wird 48 Regeln.

7. Die Blume des Magdeburger Rechts.

Nur in Nr. 251 gefunden, gleichfalls ungedruckt und auch wohl dem Nicolaus Wurm zuzuschreiben. Ueberschrift Diz buchelin ist dy blume von Magdeburg genant. Ein Vorwort Sint wir von gotis halben — blybit czu ewigin vortumnisse erklärt die Allegorie der Blume. Der Text in drei Partikeln zu 167, 100, 399 Capp., (von welchen Capp. 291—399 Regeln enthalten), und einer vierten mit ungezählten aber rubricirten Absätzen; der letzte von den dy iren vater oder mutir totin. Schluss ist von der ewygin rosin one dorn der Juncfrawen mariam. Amen. Got gebe seinir silen rat Der diz buch getichtit hot. Das Werk, vielleicht ein erster Entwurf zu Nr. 6, enthält theils Klage- und Antwortformeln, besonders in der ersten Abtheilung, theils Rechtssätze, meist aus dem Sachsenspiegel, Richtsteige und Weichbild, selten aus den fremden Rechten geschöpft. Die drei ersten Partikeln [24] befolgen eine Art alphabetischer Ordnung; in der ersten beginnen die Capp. 161 —164 mit Xenodochium, Yconomus, Ychmarte, Ypotheca.

8. Vemgerichtsbücher.

Dahin zähle ich

a) Die bei Mascov notitia juris etc. Brunsvico - Luneburg. Gott. 1738 Anhang p. 47 — 116 aus der Osnabrücker Hdschr. 526 als Vemgerichtsordnung und bei Tross Urkunden f. d. Gesch. des Femgerichts Hamm 1826 S. 28—53 ohne Angabe der Hds. als Rechtsbuch von der Feme gedruckte Arbeit, welche ausserdem noch in Wigands Hdschr. Nr. 691 vorkommt. Bei Trolls lautet der Eingang Ewige Got verlüchte myne Synne; bei Mascov geht noch eine Verwarnung Dyt bock en sal neymant hauen noch lesen, he en sy des h. R. Richss eyn echt recht fryg scheppen - - und 0 Ewych is so lanck de Geloue west krank voran. Der Schluss in beiden So vrage offt he ok ordele scheiden moge. So vindet men ok he en moge des nicht doin. Das Buch handelt über die Eigenschaften der Freigrafen, dann in der Form von Fragen eines Freigrafen und Antworten (Urtheilen) der Freischöffen über das Verfahren vor dem offenen Gericht und in der heimlichen Acht, worauf wieder Rechtssätze folgen, welche zum Theil den Ssp. auf die Vemgerichte anwenden, mit Berufung auf denselben nach der gewöhnlichen Bücher- und Artikeleintheilung. Am Schlusse ziemlich genau das Cap. 49 des Richtsteigs Landrechts vom Urtheilschelten unter Königsbann.

b) Eine Art Auszug aus a liefert die aus einer Arnsberger Hdschr. Nr. 10 bei Wigand, Femgerichte S. 551 — 558 gedruckte Arbeit, s. v. Wächter, Beitr. z. D. Gesch. 1845 S. 120, 121. Sie steht noch in der Soester Hdschr. Nr. 625 und der Osnabrücker Nr. 527. Verse Eyn weidiger vader in diner maiestait - - As dat hir na beschreven stait gehn in Nr. 625 voran, folgen in Nr. 527. Nr. 10 zählt 34 Artt.; Nr. 527, 625 haben nur 32, indem sie A. 8 u. 9, 13 u. 14, 15 u. 16 zusammenziehen. Art. 1 beginnt Der frygreue sal up den vrien stoill sitten gain. Der letzte handelt von den Gebühren des Gerichts.

c) Die Hdschr. 10 giebt einen andern Auszug aus a in 12 Artt. (Wigand 558ff.), der selten mit b (vgl. b, 26 mit c, 7) zusammentrifft, meist ihn ergänzt, v. Wächter 121. Beginn Des konings strale sal wesen also wyt (vgl. Ssp. II. 59 § 3). Schluss vorder den wen eme des van noeden geboert.

Zeilenumbruch für die Labeled Section Transclusion [25] d) Aus b giebt wieder einige Stücke in 19 Artt. (Wigand 1—14, 20—24, 30—34) das Rechtsbuch bei Senkenberg C. Jur. Germ. I. 2 p. 88—92 nach dem Nördlinger Codex Nr. 512, s. v. Wächter a. a. O. 122.

Ueber spätere die Vemgerichte betreffende Arbeiten, welche nicht mehr den Namen der Rechtsbücher verdienen, und über die mit höherer Autorität erlassenen Ordnungen vergl. insbesondere v. Wächter 124 ff.

9.

Unter dem Titel Informacio quaedam collecta ex privilegio seu speculo Saxonum, continens quosdam articulos, qui multocies tractantur contra deum et iustitiam coram iudicibus secularibus provinciarum Saxonum geben die Osnabr. u. Soester Hdss. 527, 625 ein längeres noch ungedrucktes Werk[3] aus der 2ten Hälfte des 15. Jahrh. Es steht zwar mit andern Freigerichtsnormen zusammen, und ist deshalb mit der Warnung Dyt bock en sal nement lezen etc. versehen, aber handelt doch von den Vemgerichten nur insofern sie in die allgemeine Gerichtsverfassung eingreifen. Der erste Absatz spricht mit dem Eingange Na godes gebort do men schreff seuenhundert vnn ses enn seuentich jar do wart de grote konynck karll etc. von Carls Leben und Thaten überhaupt; der zweite von seinem Gesetz, dem Sachsenspiegel. Dasselbe handle von sieben weltlichen Richtern des Landes Westphalen und Sachsen, welche hier von dem niedrigsten bis zum höchsten durchgenommen werden sollen. Das geschieht in der Reihenfolge: Bauerrichter, gekorner Gograf, belehnter Gograf, Lehnrichter, Freigraf oder heimliches Gericht, Stadtrichter, König als Richter. In jeder dieser Hauptrubriken finden sich mehrere Absätze. Die längste Rubrik von den Freigerichten spricht von den Grafengerichten überhaupt, insbesondre von der Verfestung oder Vervemung, ohne doch genauer in die Eigentümlichkeiten der Vemgerichte einzugehen. Die eigentliche Richtung ist die auch in dem Rubrum ausgesprochene, einer Reihe von Missbräuchen und bösen Gewohnheiten der Richter durch Zurückweisung auf Carls Gebote im Sachsenspiegel, der nebst der Glosse fortwährend citirt wird, zu wehren. So schliesst auch der Vf. daromb hevet hie goede to leeve u. to eren dusse informacien colligeirt, off se an jenigen, rechtferdigen [26] fügen man queme, die macht hedde, dat hie an godt u. an dat rechte dachte u. wyste sich an ausser informacien vurg. to richten - - u. hulpe sulke vnredelike dynck als hyr vur geroirt syn wederstaen. Vnd darmede ausser rede eyn ende. Got vnns syn hulde sende hyr up ausser erden so dat wy von eme nummer gescheiden werden. Amen.

Die Soester Hdschr. 625 bricht jedoch, schon nach 23 Bl. ungefähr in der Mitte des Werkes in der Rubrik von den Grafengerichten mit den Worten mit in syn recht seten Responsio ab, um gleich das oben unter 8 b erwähnte Vemrechtsbuch folgen zu lassen. Sie ermangelt auch eines Zusatzes, welcher in der Nr. 527 auf eingelegten Pergamentblättern steht.


Die deutschen Uebertragungen der auf den römisch-canonischen Process gegründeten ordines iudiciorum und des Processes Belials gegen Christum bleiben hier ausser Acht Vgl. über dieselben Rudorff, Grundriss über den Civilprocsfs 1837 Vorr. S. v und S. 6, 7; Ztschr. f. gesch. Rechtsw. XI. 102—108.

C. Stadtrechtsbücher.

Bei ihnen bildet das Magdeburger Recht einen gewöhnlichen Bestandtheil; doch tritt er am unmittelbarsten bei den unter 1. zusammengestellten Rechtsbüchern hervor.

1. Magdeburgisches Recht.

Was mit diesem Namen zu belegen ist, hat nicht immer den Character eines Rechtsbuches. Vielmehr haben wir auszusondern: 1) die der Stadt Magdeburg ertheilten Privilegien; 2) die Aufzeichnungen des M. Rechts, welche die M. Schöffen bestimmten Städten und diese wiederum bestimmten anderen Orten mitgetheilt haben, wie das M.-Goldberger, das Halle-Neumarkter, das M.-Breslauer Recht und dessen weitere Mittheilungen an Brieg, Glogau u. s. w., das M.-Görlitzer Recht; sämmtlich gedruckt in Gaupp Magd. R. und Tschoppe und Stenzel Urkundensammlung, in ihren Bestandteilen verglichen von Mühler, Rechtshdss. des Stadtarchivs zu Naumburg, S. 4 —10, 24—29; 3) die Bearbeitungen und Vermehrungen, welche diese Mittheilungen zum Gebrauche für einzelne bestimmte Städte gewonnen haben, wie das Schweidnitzer Recht, Gaupp Schles. Landr. S. 224 ff., das Löwenberger [27] Recht, Homeyer Ssp. I S.xxix, xxx, das Naumburger Recht Mühler RH. 11—16, 30, 31.

Dagegen tritt eine schriftstellerische Behandlung, mit dem Zweck einer allgemeinem nicht für einen einzelnen Ort bestimmten Belehrung, also der Character eines Rechtsbuches deutlich ein, wenn nun jene Localstadtrechte 1) durch eine dogmatische Arbeit über das sächsische Stadtrecht überhaupt verstärkt — Weichbild — 2) durch Schöffenurtbeile vermehrt und systematisch geordnet werden — systematisches Schöffenrecht. Ferner finden sich 3) auch Formen des M. Rechts, die zwar nicht in einer dieser beiden Weisen entschieden als Rechtsbücher ausgeprägt sind, aber doch andrerseits jene Localbeziehungen nicht an sich tragen, also Formen, von denen anzunehmen steht, dass sie als brauchbar für Städte Sächsischen Rechts überhaupt geltend, ohne besondre Beglaubigung eines Schöffenstuhls in Umlauf kamen[4]. Auch diese Formen unbestimmteren Charakters ziehe ich unter dem Namen M. Schöffenrecht hieher, und stelle sie voran.

a) Magdeburger Schöffenrecht, vgl. Gaupp Magdeb. R. S. 125, 146, Wilda Rh. M. VII. S. 324 ff., Mühler 3, 4. Die bekannteren Formen in den Hdss. 90, 121, 210, 308, 609 haben denselben oder ähnlichen Eingang, wie das Magdeburg-Breslauer Recht: Da man Magdeburg zuerst besetzte. Auch der Inhalt schliesst sich ihm im Ganzen an, doch ist hier, wie in der Eintheilung und Ordnung, manche Abweichung. Nr. 90 hat 55 Capp., das letzte von ungerichte; Nr. 121 hat 59, deren beide letzten von clage umme ungerichte handeln; Nr. 210 zählt 46, das letzte von vormundesschaft rechte; Nr. 308 (vgl. Mühler 21) hat 92, Nr. 609 hat 104 Capp. und beide schliessen wie das M.-Breslauer Recht v. 1295 mit: „so mag man sie ausser der Stadt zu Recht nicht bringen in ein ander Gericht.“

In Ermangelung einer Vergleichung mit denen von Gaupp Schles. Landr. 232, 236, 219 für Nr. 90, 210, 609, von Ludovici Vorr. zum Weichbild, und besonders von Wilda S. 355 für Nr. 308, und von Mühler 30, 31 für Nr. 501 gegebenen Rubriken, wären [28] etwa Ueberschriften and Eingänge der 5 ersten und 5 letzten Capp. mitzutheilen.

Ist eine Chronik vorangestellt und womit schliesst sie, vgl. Pfeiffer Repgowsche Chronik 1854 S. 18, 23; wie lautet der obige Eingang von der Besetzung Magdeburgs genauer; geht ihm noch, wie in Nr. 121, der Satz: Kunig Karl satzte erst das recht zu Sassen etc. voran?

b) Weichbild,
α) Deutscher Text, vgl. Mühler 9, 10.

Die oben erwähnte doctrinelle Arbeit, äusserlich characterisirt durch den Eingang der einzelnen Artikel: Nun höret und vernehmet, oder einen ähnlichen (vgl. Gaupp Magd. R. 126ff.), ist in Hdss. nicht immer so vollständig und so geordnet wie in dem gedruckten Weichbild, wo sie Art 1—27 bildet, und möchte aus mehreren Stücken erwachsen sein[5]. Sie kommt 1) geschieden von dem M. Schöffenrecht, aber doch in derselben Hdschr. mit ihm zusammenstehend vor in Nr. 121 (unter dem Namen Weichbild), in Nr. 308 (ohne Namen, Wilda a.a.O. 321), defect in Nr.210 (wahrscheinlich als Weichbild); gemeiniglich aber ist sie 2) mit einer Form dieses Schöffenrechts zu einem Buche verbunden und heisst mit diesem: Weichbild, Weichbildrecht, Stadtrecht, Fronrecht, Magdeburger Recht, bei den Neuern auch Sächsisch Weichbild. Hier wiederum bildet sie gewöhnlich den Eingang, seltener den Schlufs.

A. Gewöhnlichere Form. Die doctrinelle Arbeit steht voran; Art. 1 „Nun möget ihr hören und vernehmen, so will ich euch sagen von des Rechtes Anfang“ führt das Recht auf Gottes-, Markt- und Landrecht zurück. Die Drucke (man zählt 22 ältere von 1482 bis 1599 und einen Nachdruck von Ludovici 1721) haben 136 (137) Artikel., Davon aber weichen die Hdss. dieser Form, z.B. Nr. 24, 32, 34, 47, 86, 143, 162, 250, 303, 314, 525, 608 etc. in Zahl Stellung auch Inhalt der Artt. noch vielfach ab, insbesondere vom Cap. 28 an. In Nr. 24, 162, 525, 608 fehlen namentlich die Ludovicischen Capp. 28, 29, 31—34, 39—41, 48, 51, 56, 58, 68, 74, 84, 85, 90, 98, 111, 115,116, 120, 123, 124, 126, 134, während andre eingeschaltet sind. Vgl. die Tabelle bei Mühler 32, 33 und für den Text in Nr. 24 den Abdruck von A. v. Daniels [29] 1853. Die besonders abnorme Form in Nr. 314 zählt 355 Artt., indem sie dem Ssp. ausser den Vorreden noch 198 bei Ludovici nicht vorkommende Artt. entnimmt, vgl. die Ausgabe des Frh. W. v. Thüngen 1837, Vorr. 22 ff.

Die zu 1a erwähnte Chronik findet sich auch hier. Zuweilen geht ihr noch ein Preisgedicht auf Eike v. Repkow voran „Gott gebe seiner Seelen Rath — — beide zu Gnaden u. zu Frommen“, Ludovici Vorr. 32, Pfeiffer a. a.0. 17. Es passt eher als Epilog zum Ssp., denn als Prolog zum Weichbilde, Gaupp Magdeb. R. 205, findet sich auch (Nr. 134) unter den Vorreden zum S. Landrecht, zwischen Richtsteig und Cautela (Nr. 434), im Texte des Weichbildes zwischen Art. 1 und seiner Glosse. Am letzten Orte steht zuweilen die angebliche Stiftungsurkunde K. Otto’s für Magdeburg.

Findet sich a. E. der Judeneid und noch als „Beschluss auf das Weichbild“ eine kürzere Bestätigung des M. Rechts durch K. Otto?

Beginnt Cap. 1 statt des oben gegebenen Einganges sogleich, wie in Nr. 232. 489 mit: Das Recht ist dreierhande, Gottesrecht etc.; spricht es, wie in Nr. 121, noch von dem Lehnrecht als viertem Recht?

Zahl der Capitel; hinsichtlich Inhalt und Anordnung, in Ermangelung eines Vergleichs mit den Drucken oder den Rubriken in Senkenberg Vis. p. 160 aus Nr. 589, Angabe mehrerer Rubriken oder Eingänge aus verschiedenen Theilen. — Bilden die beiden oberwähnten Bestandteile, wie in der Danziger Nr. 143, zwei besondre Abtheilungen mit den Anfangen Nu vornemet und Als man Magdeburg allererst?

Diese Form A hat eine doppelte Glosse erhalten. Die gewöhnlichere, in den Hdss. ausser Nr. 47 und in den alten Drucken, beginnt zu Art. 1 mit „Recht ist ein steter Wille und ewig“, zu Art. 16 mit „Als ihr nun zuvor gehört habt — ob zu M. ein Ur- theil gestraft würde“. Innerhalb derselben finden sich einzelne Abweichungen. Zu Art 10 heisst es, statt Gerke aber von Kerkaw der volwortet den Richtsteig, in der Görlitzer Nr. 250 Gerke v. K. unde Johan von Buch machtin den richtsteig (s. Ssp. II. 1 S. 384). — Durchaus verschieden ist die Glosse in Nr. 47; der defecte Text beginnt erst mit Art. 10; zu A. 16 fängt die Glosse an „Hier entscheidet Hr. Eike unsers Gerichtes Weise zwischen Landrecht“ etc. [30] B. Seltnere Form u. a. in den Hdss. 83, 85, 91, 131, 134, vgl. Ganpp Magd. R. 197, 199. Sie stellt die doctrinelle Arbeit zuletzt, und beginnt ähnlich wie das M. Schöffenrecht mit der Stiftung Magdeburgs und seines Rechts, in Nr. 83 De grote koning otto buwede dy stad to magdeborch, sin sone de rode honing gaf ein wikbelde recht etc.

Zahl und Anordnung der Artikel, namentlich der zur doctrinellen Arbeit gehörigen? Findet sich eine Abtheilung in 5 Bücher, wie in Nr. 83, vgl. Mühler 19, 35, wo das 4te die Artt. 6 — 9 bei Ludovici, das 5te die Artt. 10 — 22, 24, 25, 27 begreift — Mittheilung etwa des ersten Artikels.

β) Lateinische Texte.

Der erste, gedruckt Zamosc 1602 fol., als Iuris municipalis Maydeburgensis liber vulgo Weichbild nuncupatus — nuper latinitati datus, daraus in Goldast Collect. Consuet. et Leg. Imper. p. 168, und hieraus bei Ludovici 1721, schliesst sich der ersten deutschen Form an; beginnt Ius ipsum aut divinum est out civile aut provinciale, giebt im 139sten Capitel das iuramentum iudaeorum, schliessend sine mitra iudaico, nach diesem die conclusio privilegii schliessend auctoritate — papae Benedicti, und noch ein Cap. 140, welches declarat modos quo pacto res unius esse desinit. Die begleitende lateinische Glosse ist eine Uebersetzung der gewöhnlichen deutschen. — Kommt dieser Text handschriftlich vor?

Der andre Text, handschr. in Nr. 91,149, 249 (vgLoben S. 12) als ins municipale, gedruckt in Lascos comm. Privilegium Bl. 176 ff. als erstes Buch des ius Maydeburgernse, vom Notar Conrad in Sandomir gefertigt, entspricht der zweiten deutschen Form. Nach einem Prolog Primo dicit de summa trinitate et fide. Et hoc opus locatum est supra firmum fundamentum, beginnt C. 1 (in Nr. 91 unter de ortu iuris municipalis): Caesar Otto Rufus fundavit templum in Magdeburg et dedit civibus municipale ius. Das Cap. vom Judeneide (109 in Nr. 149; 113 im comm. privil.) schliesst hier deitatis potentia nunc omnes dicite amen. Ihm folgen noch (und zwar im Register der Nr. 149 gesondert als statuta imperii terris Saxoniae, im Texte aber ohne weiteres sich anschliessend) die Cap. 6ff. Ludovici, beginnend Nunc placeat audire et intelligere quomodo presens scriptum, schliessend in Nr. 149, 249 schon mit et quot fuerint emende tot et pene (Lud. 13 §1), in Nr. 91 und im comm. priv. mit et ipse suum ius debet dare ante pallatiam (Lud. 15 § 3). Ein Nachwort in Nr. 149, 249: Iste liber finitus [31] et de teutunico translatus in latinnm per Conradum scriptorem Notarium quondam Sandomiriensem ac civem dicte civitatis, ad petitionem viri famosi domini Nicolai dicti de paczonow civis suprad. civitatis, qui fuit causa movens. Dann eine Bitte um Nachsicht — nec michi propter hoc inproperari.

Die Wünsche gehen auf Angabe der Zahl der Artt., der Abweichungen von obigem und auf Mittheilung einer beliebigen Probe.

γ) Polnischer Text

Er findet sich nebst der Glosse in den Drucken von 1581 Lemberg, 1610 Posen u. d. T. Ius municipale to iest Prawo mieyske Maydeburskie nach einer von Paul Sczerbicz aus der lateinischen und deutschen und zwar der ersten Form gemachten Uebersetzung in 140 Artikeln.

Gehört das „Magdeburger Schöffenrecht“ in der Petersburger Hdschr. 532 hieher?

δ) Böhmischer Text

kommt handschriftlich in Nr. 567 vor nach der ersten Form mit einem Eingange, dem Deus est iudex iustus fortis entsprechend, in 144 Capp. so dass 143 den Judeneid, 144 die Confirmation durch Otto enthält.

c) Systematisches Schöffenrecht. Dem Magdeburg-Breslauer Recht finden sich zuweilen, z. B. in den Nrn. 85, 89, 164 M. Schöffensprüche angehängt. Die genauere Verbindung beider giebt den Stoff, den dieses Rechtsbuch systematisch in 5 (4? in Nr. 529) Bücher ordnet. Beschrieben in Gaupp Schles. Landr. 240, 255, vgl. Nietzsche Allg. Lit Z. 1829 Jan. Sp. 46ff. und Gaupp in Richters JB. 1839 Sp. 794ff.

Titel: Magdeburgisch Recht; den Anfang bildet das erste Stück der Bestätigung des Breslauer Rechts von Herzog Heinrich IV. v. J. 1283: In nomine dei eterni — ipsasque per ordinem fecimus hic subscribi. Rubriken v. Buch I. Do man Meydeburg besaczte oder auch de consulibus, II. de scabinis et iudicibus, III. de vulneribus homicidiis et iniuriis, IV. de resignationibus etc., V. Iura Communia. Ein Rechtsfall über den Wasserlauf beschliesst.

Wie viele Capitel in jedem Buche, und sind alle numerirt? zerfallen das 2te u. 3te Buch in je 2 Abtheilungen mit neuer Capitelfolge? stimmen die Bücherrubriken mit obigen?

Als Probe das letzte Cap., oder doch dessen Anfang und Ende.

Verwandt ist die Arbeit der Posener Hdschr. 538 von 3 Büchern, [32] denen Sätze aus den s. Distinctionen Buch IV. (bei Böhme V.) vorangeschickt sind; namentlich scheint das 2te und 3te Buch dem 3ten des system. Schöffenrechts zu entsprechen. Vgl. mit der bei der Hdschr. citirten Quelle Gaupp Schles. Landr. S. 244.

Das obige Rechtsbuch ist mit nicht bedeutender, vornemlich in Zusätzen zum 5ten Buch aus dem Schwabenspiegel bestehender Aenderung als Culmer Recht bekannt, herausg. v. C. E. Leman Berlin, 1838, in welcher Form es kein Object dieses Verzeichnisses bildet

2. Schöffenurthefle.

Die Urtheile und Rechtsbelehrungen der Magdeburger und andrer Schöffen sind vielfach für sich gesammelt worden, um bei künftigen Fällen zur Aushülfe, mithin um als Rechtsquelle zu dienen. Solche Sammlungen sind hieher zu ziehen, wenn sie nicht bloss zum Behuf des die Belehrung empfangenden Gerichts, etwa in der Folge wie sie eingingen, zusammengeschrieben oder im Original zusammengeheftet wurden, sondern zu allgemeinerem Gebrauche in Umlauf kamen. Dahin sind zu rechnen

a) gewiss die systematisch eingerichteten, und zwar

α) vornemlich die sog. Magdeburger Fragen, d. i. Anfragen an die M. Schöffen mit deren Antworten, in 3 Theilen, welche in Capitel dann in Distinctionen zerfallen., vgl. Hanow Vorr. zum Guimischen Recht §27 und OrÜoff Dist Vorr. XLIX; auch gedruckt in vielen ältern Ausgaben des Ssp., zuerst in der Augsburger v. 1517.

Ueberschrift: Hier heben sich an diesem Buche etzliche Fragen der werthen Herren Schöffen von Magdeburg etc.

Die Hdss. weichen in Anordnung und Inhalt vielfach von der gedruckten Form ab. Sind die Unterabtheilungen als Capp. und Dist besonders bezeichnet und gezählt? Lautet I. 1 dist. 3: Meldit eyn geswomer rathmann - - so sal her das vorbussen bey der gemeinen stadhore busse - - d. s. XXXVI schill. von rechtis wegen?

Die Vergleichung mit dem gedruckten Text wäre besonders auf das Ende, von Theil III. Cap. 9, Dist 3 „von Gelübde in Gefangniss gethan“ ab, zu richten, das auch im Drucke nicht mehr in Distt. getheilt ist und dort mit Verwandtschaftsberechnungen schliesst. In der Nr. 737 enthält es Notizen über Urtheilsgebühren, welche in Nr. 182 zwei gezählte Distt eines Cap. 10 bilden, denen [33] noch 3 ungezählte folgen, die letzte mit dem Anfang umbe blut u. umbe blo.

Nr. 140 hat eine lateinische Uebersetzung der gedruckten Form.

β) Die Urtheile in den alten Ausgaben des Lehnrechts und Weichbilds, z.B. von 1547, 1557, mit den Hauptrubriken: von Lehngut und Leibgeding, von Kaufen und Verkaufen, von Gaben, von Gerade etc.; zuletzt: gemeine tägliche Urtheil. Kommen diese handschriftlich vor?

b) Sammlungen ohne System, z. B. die gleichfalls in 3 Theile, aber nach Zeit und Städten geordneten Urtheile in der Nr. 366, bei denen dann jenes Merkmal eines Rechtsbuches nicht immer feststehn wird.

Die Mittheilung dürfte sich richten: auf die zuweilen bemerkten Ausgangs- und Bestimmungsorte nebst Zeit der Urtheile; auf ihre Zahl, auf Proben von einigen besonders der ersten und letzten, und auf das Resultat der Vergleichung mit einer der folgenden Sammlungen: a) in Böhme’s dipl. Beitr. VI. S. 90 (vgl. Gaupp Magd. R. 170), b) Leipziger Urtheile in den ältern Ausg. des Ssp. seit 1535, c) Excerpte in Gaupp Schles. Landr. S. 259, d) von Grottschalk Analecta cod. Dresd. 1824 unter Weichbildrecht beschrieben, e) in Mühler Rechtsh. S. 74ff. mitgetheilt, f) von Th. Neumann 1852 aus dem Görlitzer .Archiv herausgegeben.

3. Buch der Distinctionen (Ausscheidungen).

a) Regelmässige deutsche Gestalt. Darunter ist das von Böhme dipl. Beiträge als Schles. Landrecht, von Ortloff 1836 als Rechtsbuch nach Distinctionen herausgegebene, sonst auch vermehrter Sachsenspiegel benannte, Rechtsbuch verstanden, das in 5, 6, 7, (in Nr. 183, 711 in 8) Bücher, dann in Capitel und (gewöhnlich) in Distinctionen getheilt ist. Vgl. die Beschreibung in Gaupp Schles. Landr. 17—46 und bei Ortl. Vorr. XVI ff.

Titel: Buch der Ausscheidungen, distinctionum, Beweisungen; conclusiones legum, liber legum sec. distinctiones; distinctiones civiles, legum; Magdeburgisch Recht; häufig ohne Titel mit dem Vorworte beginnend: Dies Buch ist ein Buch des Rechtes in Weichbild sächsischer Art etc. Es folgt ein Prolog: Sanct Gregorius der beschreibet etc.; dann beginnt Buch I Cap. 1 wie das Sächs. Landr.: Gott hat zwei Schwert gelassen; das letzte Cap. schliesst entweder gleich dem Sächs. Landr., oder handelt von der getreuen Hand.

Zeilenumbruch für die Labeled Section Transclusion [34] Kommt eine Ueberschrift vor: Hir hevet an ein buk van wikbeldes unde lantrechtes ordnunge, oho di van meideborch sik bruken unde ander vele siede tu eren rechten; wie lauten die nächsten Worte nach obigen Anfängen des Prologs und des Cap. 1; lautet der Satz in Böhme's B. I. Cap. 3 Pr.. Ortl. I. 5 d. 1 und mogin alle lehen recht volkomelich vorsten etwa: u. m. am l. r. v. besten, oder u. m. l. r. volkomen, oder u. m. an deme lantrechte v. sten?

Zahl der Bücher und der Capitel in jedem? Nicht nur in dieser Zahl, sondern auch in Ordnung und Inhalt weichen die Hdss. und die beiden Drucke unter sich ab. Zur leichtern Vergleichung folgt hier die summarische Angabe des Verhältnisses dreier verschiedener Formen in den Hdss. Nr. 67, 31, 300 (und Ortloffs Druck) von 5, 6, 7 Büchern zu Böhmes Abdruck. In allen dreien wird das erste Buch aus Böhme L Cap. 1—43, das zweite aus B. I, 44, 45, II, 1 — 7, das dritte aus B. H, 8—20, III, 1 gebildet; dann besteht in

[Tabelle]

Wie lautet, im Mangel einer Vergleichung mit den Drucken, der Anfang des ersten und letzten Cap. in jedem Buche? Ist ein Register vorhanden?

b) Eine eigentümliche Bearbeitung giebt die Elbinger Hds. Nr. 181. Ein Vorwort beginnt mit dem Eingange des Schwabensp. „Herr Gott himmlischer Vater“, geht dann in das Vorwort der sächs. [35] 35

Distinctionen über, und schliefst mit B. I, C. 3 (OrtlofF). Von den nun folgenden 66 Capp. ist das erste wie B. I, C. 4 über- schrieben: es ist Noth zu wissen, wie man die Sippe erkennen mag. Das Ende von C. 58, der Anf. von 59, und C. 62 fehlen. Das letzte Cap. beginnt mit den Friedetagen in der Woche und schliefst mit dem Verbote des Wuchers darumme so sal man ver- myden desse vergencliche u. trugliche ding, u. sal suchen de ding die tmkunftig sint. Amen.

c) In den Nrn. 141, 142, 169, 432 folgt nach der letzten Dist B. V noch die Schlufsrede des sächs. Lehnrechts. Dann ein B. VI unter Hie beginnet sich ein buch des leenrechtis Magdebor- gisch recht inholdende. Der Art. 1 desselben beginnt mit Lehnr. Art 1 und schliefst in Dist 16 mit einem Satze über die geist- lichen Ritterorden. Dieser Versuch, den Plan der sächs. Dist. auch für das Lehnrecht durchzuführen, endigt in Art. 82 mit Lehnr. A. 78. Vgl. Homeyer Ssp. H. 1 S. 101—103.

d) Eine böhmische Uebersetzung beginnt, obigem Vorworte entsprechend (in Nr. 212) Tito knihi gsu knihi prawnie y wikpildie Sazicxkeho. S. das ganze Vorwort aus Nr. 560 bei Gaupp Schles. Landr. 200, und vgl. den Vortrag des Weltpriesters Bezdeka in der böhmischen Ges. der Wissenschaften zu frag am 10. Fe- bruar 1851.

Die Nr. 565 soll eine Rückübersetzung der Distinctionen aus dem Böhmischen ins Deutsche enthalten.

4. Das Eisenacher Rechtsbach

beruhet vornemlich auf den sächsischen Distinctionen mit fernerer Benutzung des Sachsenspiegels nebst Glosse und des Schwaben- spiegels. Es ist auf 7 Bücher berechnet, von denen sich jedoch in N. 117 nur dreie zu 93, 104, 118 Capp. finden, beginnt Sun- dirlichin sullet ir merken u. wissen eyn icliche gebort in erin rechtin, schliefst Du gewerte si der keyser daz di tochter solden lehinschaftig sin, uff daz von en menlich frucht worde geborin. Ueber die Verbindung mit dem Eisenacher Stadtrecht, s. OrtloiF Dist. S. Lir, wo es auch S. 627 — 756 gedruckt ist

5. Purgolds Rechtsbach,

vom Eisenacher Stadtschreiber Johann Purgold um das J. 1500 aus den fremden Rechten, dem Sachsenspiegel und Weichbilde, dem Eisenacher Rechtsbuche und dem besondern Eisenacher Stadtrecht zusammengetragen. Es besteht zunächst aus 10 Bü-

3*

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ehern, jedes mit einem gereimten Prologe versehen. Das erste „saget von der Ehe, Sippschaft, Geburt" etc. und beginnt Julius der romische Ratsman schreibt also. Im J. 1512 sind Buch XI „von Wunden, Scheltworten" etc. und XII „von der Sippe und wann sich die Sippe beginnt" hinzugekommen. Beschreibung im Catal. bibl U/fenbachianae P. 4 Vol. XCIV Sp. 106—112, bei Sachse grofsh. Sachs. Privatr. §44, Ortloff Dist Livff.

Wie lauten die Rubriken der Bucher; werden am Schlafs ihrer einzelnen Capitel oder sonst die Quellen angegeben; wird B. XI und XII als Gothaisches Stadtrecht bezeichnet, und sind sie ohne gereimten Prolog; wird a. E. des Cap. 54 B. X ein De- fect bemerkt; findet sich und wo ein Reim in 5 Absätzen, deren Anfänge Joe hau nes Pur goldt bilden?

Beliebige Sprachprobe.

nach Nr.360"1 von dem Thorner Stadtschreiber Walther Echardi ver- fafst, vom Notar Albert Pol mann als IX Bucher des Magdeburgi- schen oder Sächsischen Rechten, Magdeb. 1547 edirt und später auch ausgegeben mit dem eigentlich einem andern Werke angehörigen

Titel: Handbuch darinnen zu finden, was sich--bei Geriebt

zuträgt, s. Homeyer Jahrb. f. wiss. Krit. Oct. 1828 Sp. 555 und Kraut Grundrifs über D. Priv. R. § 22. Ueber die Trennung dieses Rechtsbuches von seiner Grundlage, oben Nr. 3, 8. Nietzsche Allgem. Iit. Z. 1829 Jan. Sp. 46 ff., und Ortloff Dist. xLvniff, 774 ff., so wie über den Inhalt der einzelnen Bucher Hanow in der Vorrede zu dem ius Culmense, Danzig 1767 §§ 45, 46.

Die Bücher zerfallen in Artikel, diese in Distinctionen. In der Hdschr. 334 handelt, nach dem Register des ersten Buches, der Art 1 von den 6 Welten, beginnend: Die alden rechtbucher und etzliche lerer und sunderlichen der weisse meister Origenes etc.; bei Pölmann geht ihm noch die Erklärung des Verwandtschafls- baums voran.

Titel; Zahl der Bücher und Artikel; Anfang; kommt im B. I Art 1 Dist 7 die Stelle vor: sint der zeit, das Christus ge- boren ward, schreibet man 1433 (in Nr. 141 1408, in Nr. 360* 1402) jar, als dis buch geschrieben und gemächt ward? — Probe aus einer beliebigen Distinction.

Eine meist kurzende 'doch zuweilen mehrende Bearbeitung in der Danziger Nr. 142 beschreibt Hanow a. a. O. § 48, 49. Sie zählt insbesondre 20 Capp. im Bach I statt 23, setzt dein Buch VHI

6. Die IX Bücher der Distinctionen, [37] 37

in einem Cap. 7 noch Fragen von Culm nach Magdeburg in 15 Dist. hinzu, handelt im B. IX C. 9 vom Leibgeding statt vom Heergewäte, Cap. 10 von der Ehescheidung statt von der Gerade, im letzten Cap. von der Verwirkung des Lehns.

7. Wurms Stadtrechtsbuch.

Es ist beschrieben in Böhme, Dipl. Beitr. m. S. 63ff. und beginnt: „Rex pacificus pia miseracione disposuit sibi subditos fore pudicos, pacificos et modestos etc. Der fredesame konig ge- salzt hat" etc. Im Verfolg des Vorworts wird der Herzog Ru- precht von Liegnitz als Beförderer des Werks genannt Dann ein Register der 66 Artikel und ihrer Paragraphen, an dessen Schlufs (in Hdschr. 27) der Dienstag nach St Georgen im J. 1399 als Beginn des Buches, und Nicolaus Worm von „newen Reppin des grafen von lindaua als Verfasser angegeben ist. Der erste Artikel handelt von dem „heiligen cristen ghüben", der letzte, dem Re- gister zufolge, „von peyn eynes itlichen ungerichtes.u Der Text beider bis jetzt bekannter Codices Nr. 27, 409 bricht aber gleich- mäßig im Art 30 § 4 mit „Nota. Des wist ouch sundirlichen" ab. In dem Register ist der letzte § (C. 66 §11) überschrieben von den die leip ere u. gut verlisen.

Finden sich Abweichungen von dem Obstehenden; wie lautet im Art. 17 §4 die Stelle: zo nympt ir swester tochter bis seit halben und spilhalben, zo nympt etc.?

(Verschieden und freindrechtlichen Inhalts ist der Res pa- cificus cunctorum etc. beginnende Processus iudiciarius cum for- mis a. D. 1453 in der Hdschr. Nr. 70 der Chorherren zu Vorau in Steyermark, s. Archiv X. 627).

8. M&msches Stadtrechtsbuch, kurz erwähnt in Röfsler, Rechtsdenkmäler aus Böhmen 11.433 unter „Gerichtshegung". Von don beiden hdss. Texten in Nr. 68, 568 zählt die erste 40, die zweite 34 Capp., welche in den ersten 30 Nummern stimmen.. Cap. 1 beginnt unter Wie man gericht hegen sol: Eyn ordentlich gerichte in einer stat schol haben einen richter, schephen, einen geswomen Schreiber. Cap. 2 handelt vom Gericht von der halben Mark, Cap. 3 vom Recht um Wein, Bier etc. Späterhin ist auch vom materiellen Recht die Rede. Eine Beziehung zu einer bestimmten Stadt erhellt nicht, obwohl in der Hdschr. 68 unpassenderweise die Vorrede und der Art. 1 des Brünner Stadtrechts von 1243 (Röfsler IL 341) vorangeschickt

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sind und deshalb die Ueberschrift lautet Hie heben an die Brunner Recht.

Wie viele Capitel; wie hinten die Rubriken des Zlsten und des letzten, und der Schlufs des Ganzen?

IL Aussersächsische Rechtsbücher.

A. Sogenannter Schwabenspiegel.

1. Deutscher Text. a) Ueberhaupt.

Namen: Land- und Lehnrecht (-buch), König (Kaiser) Karls Recht, Kaiser Friedrichs Recht, Kaiser Land- und Lehnrecht, Kai- serrecht, leges imperiales, kaiserliche Rechte, in den älteren Aus- gaben Spiegel kaiserlichen und gemeinen Land (Lehn) rechts. Ueber die neuere Bezeichnung Schwabenspiegel vgl. Homeyer, Stellung des Ssp. 1853 S. 2. Die Mundart ist meist ober- oder mittel- deutsch, seltner niederdeutsch, vgl. unten die Zahlenübersicht

In etwa 36 Hdss. stehen vor dem Rechtsbuche als „Buch der Könige" Erzählungen über die Helden, Könige und Richter Israels; vergl. über ihren Ursprung Wackernagel Gesch. der D. Lit 353 N. 193 —196 und Mafsmann Kaiserchronik III. 55 ff. Gemeiniglich beschränken sie sich auf die Begebenheiten des alten Bundes, der alten 6, und beginnen mit Abraham und den übrigen Patriarchen, daher in den Titeln oder Beschreibungen von Nr. 206, 513, 649 die Bezeichnung als Patriarchenrecht; sie schliefsen dann mit Judith oder Nebucadnezar oder schon mit Joseph, zerfallen auch wohl noch (Nr. 199, 391) in zwei Abtheilungen, deren erste bis Antiochus geht, die zweite von den Maccabäern handelt In einigen Hdss. 391, 465 folgt noch eine Chronik der romischen Kaiser von Julius Cäsar bis Conrad III, mit dem Ursprung des Weltreichs zu Babylonien beginnend; in Nr. 199 geht sie den Ge- schichten der alten E voran; Nr. 712 hat sie allein.

In Nr. 317 schliefst das Königsbuch mit einer „Herrenlehre" d. i. der Geschichte von der Zählung Israels durch David, welcher sich dann noch Rechtssätze in 11 §§ anschliefsen. In Nr. 206, 364, 649 bilden diese 11 §§ ein eignes zweites Stück nach der Könige Buch. Nr. 328, 475, 643, 644 haben die Herrenlehre mit den 11 §§ ohne Königebuch s. unten S. 44.

Das Rechtsbuch selber hat regelmäfsig den Eingang: Herr [39] 39

Gott himmlischer Vater, durch deine milde Güte schufst Du den Menschen mit dreifaltiger Würdigkeit etc.; ein zweiter Absatz be- ginnt: Seit uns Gott zu so hoher Würde geschaffen hat; ein dritter: Gott schuf zum ersten Himmel und Erde etc., giebt im Verfolg den Anfang des Ssp. so wieder: Seit nun Gott des Frie- dens Fürst heifst, so liefe er zwei Schwert hier auf Erden--;

die lieh unser Herr St Petern beide etc. — In Nr. 330 steht vor diesen Eingängen noch eine Nachbildung des älteren Theils der praef. rh. des Ssp. Got hat dautsche land wol bedacht, worin statt spigel der saxen V. 178: spigel aller dänischen lewt.

b) Insbesondere Schwäbisch Landrecht Ausgaben dieses Jahrh. von Freih. v. Freyberg als leg es imperiales in der Samml. hist Sehr. IV. S. 505ff, von Freih. v. Lafsberg und Reyscher mit einem Handschriftenverzeichnifs 1840, von Wackernagel 1841, von Gengier 1851.

Diese neuern haben gleich* den altern Herausgebern sich der freilich weitschichtigen Aufgabe nicht-unterzogen, die Gestalten des Textes auf Familien mit bestimmten Kennzeichen zurückzu- führen, In welche die einzelnen Hdss. eingeordnet werden könnten. Dagegen haben Finsler in den Eranien 2 S. 11 ff., Unger in den Gött gel. Anz. 1841 St 1 und Merkel resp. Alam. 1849 p. 90ff. solche Sonderung wenn auch nur in gewissem Grade versucht, und hat v. Lafsberg bei der Beschreibung einzelner Hdss. auf ihre Verwandtschaft mit andern hingewiesen. Einer genügenden genetischen Entwickelung der vorkommenden Formen stellt sich zeitlich noch die unzureichende Bekanntschaft mit der Mehrzahl der verzeichneten 223 Hdss. entgegen. Eine stetige Schwierig- keit aber wird darin liegen, dafs die Schreiber bei weitem häu- figer und ungebundener als die des Sachsenspiegels mit Vereinigen und Scheiden, Versetzen der Capp.., insbesondere auch mit Mehren, Kürzen und Weglassen des Vorgefundenen verfahren sind. Wacker- nagel hat aus etwa 15 Texten 112 Capp. gesammelt, welche sei- nem Grundtexte fehlen; auch v. d. Lahr, der den schon sehr be- reicherten Text der alten Drucke giebt, hat anderweitig noch über 50 Capp. gefunden. Bei solchem Entgegenlaufen der beiden Rich- tungen auf Erweiterung und Zusammenziehen des Stoffes ist die einzelne Gestalt nicht immer leicht und bestimmt der einen oder andern Bahn zuzuweisen, (Finsler 28—34); sie bewegen sich fer- ner keinesweges nur in einer sondern in mehrfachen Linien, gehen auch nicht nur neben einander her, sondern treffen auch wohl in der einzelnen Form zusammen. Die Züricher Hdschr.

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731 z.B. hat 36 Capp. mehr als die Eraftsche 229, diese dage- gen wieder 27 dort fehlende. In der Lüneburger Hdschr. 423 fehlen 28 Kraftsche Capp., finden sich aber deren 11 andere. Ohne Aussicht also, in dieser zumal nur summarischen Darstel- lung zu einer vollständigen sichern und natürlichen Classification zu gelangen, habe ich doch nach dem Zweck der Arbeit eine Gruppirung mit Gewinnung wenigstens äufserlicher Kennzeichen unternehmen müssen. Als Vergleichungsform dient dabei die in dem Lafsbergischen Drucke gegebene; er liefert einen handschrift- lichen, allerdings zu einem Viertel anderswoher ergänzten Text von hohem beglaubigten Alter, begleitet ihn mit Zusätzen andrer Texte, die den einzelnen Capp. mit besondern römischen Zahlen z. B. 377 I u. s. w. angehängt sind, und fügt eine willkommene Synoptik der wichtigeren oder gangbareren unter ihnen hinzu.

Den ersten Scheidungsgrund giebt die Folge der Materien. Die ältere Hauptclasse ordnet sich wesentlich nach dem Sach- senspiegel , schaltet jedoch das Stück des Ssp. III. 52 bis zum Ende zwischen II. 12 und II. 13 ein. Daraus ergeben sich drei naturliche Abschnitte des Schwab. Landrechts, welche auch ge- schichtlich einander folgen mögen. Der erste Lafsb. 1—159 schliefst den Ssp. bis II. 12 und dann von III. 52 bis zum Ende ein. Der zweite L. 160 — 313 (r. den Ketzern) holt Stücke aus Ssp. H. 13—-III. 46 nach, und auf diese Abtheilung weist auch eine Bemer- kung am Schlüsse des Cap. 331 Lafsb. hin disiu recht sazte der habest Leo und der kunig Karle sin bruder ze einer conciHe %e rome, u. der andern*rehte eil diu her nach den ketzern stant> nutz an daz lehenbuch. Den ersten und zweiten so wie diesen und den dritten Abschnitt trennen einige dem Ssp. fremde Stücke. Dieser letzte Abschn. L. 314 bis zum Ende begreift vom Ssp. nur die wenigen bisher übergangenen Artt. 11.34 — 37, 111.73, HI. 47 (51?) in zerstreuter Weise*). .Die spätere Hauptclasse

  • ) Ganz unbedingt hat der Ordnung seines Vorbildes der in der Heidel-

berger Hdschr. 314 dem Bachs. Landrecht artikelweise 'hinzugeschriebene Text folgen müssen. Die Capp. des schwäb. Landrechts sind hier wie die des säch- sischen in 8 Bücher zu 166, 115, 136 Capp. geordnet, vgl. Sachfse, Sach- sensp. 15 — 25. Die dem Ssp. fremden Stücke sind gelegentlich unterge- bracht; von den 5 letzten noch gezählten Capp. des schwäb. L. entspricht 182 dem Ssp. III. 81 § 1, 183 Ssp. III. 81 § 2, 134 Ssp. IU. 82 § 2, 135 Ssp. III. 84, 136 Lafsb.' C. 160. Der Inhalt schliefst sich am meisten der Lüneburger Nr. 423 an, s. Lafsberg S. xliv; auch das nicht nuinerirte Schlufs- capitel i)o hertoge albrecht dot was do quam henric sin sone to deme leyne- berge etc. weist auf Lüneburg hin. [41] 41

dagegen wirft diese Ordnung des Vorbildes nach systematischen Rücksichten völlig um.

I.

Innerhalb der ersten Hauptclasse scheidet sich sofort eine jüngere Gruppe sehr bestimmt durch das fiufsere Merkmal einer festen Einteilung in vier Bücher ab, während die übrigen Glieder entweder — und meisten»— gar keine Büchereintheilung kennen, oder doch eine andere als jene, und zwar in einer wech- selnden weniger entschiedenen Weise. Also

A. Texte mit alter Ordnung, ohne vier Bücher.

Unter ihnen sei diejenige Form, zu welcher die Lafsbergische Hdschr. Nr. 325 mit 377 Capp. gehört, als die normale ange- sehen. Sie ist dann beträchtlich einerseits vermehrt, andrerseits verkürzt worden. Aber, obwohl Nr. 325 mit dem J. 1287 nahe an die erste Abfassung des Rechtsbuches herantritt, hat sie wie es scheint selber noch Vorgänger in der Stufe der Entwicke- lung. Demnach scheide ich in vier Abtheilungen: unentwickelte, normale oder volle, verkürzte, vermehrte Formen.

1. Unentwickelte Formen.

Der Character einer einfachen ursprünglicheren Gestalt im Gegensatz einer spätem nur zusammengezogenen, tritt in den ver- schiedenen Stufen, die hier noch wiederum sich trennen lassen, mehr oder weniger wahrscheinlich hervor.

a) Die Giefsner Nr. 232, 236 B., die Homeyersche Nr. 330 und die Quedlinb. 576 schliefsen schon mit der Lehre von den Ketzern, Lafsb. C. 313, also mit jener zweiten natürlichen Ab- theilung des Schwabensp., ohne sich doch äufserlich als unvoll- ständig zu zeigen. Namentlich folgt in Nr. 232, 330 noch das Lehnrecht; Nr. 232 hat von den vorhergehenden 9 Capp. bei Lafsb. die C. 304-307, 309, 310, 312; Nr. 330 hat alle nenne; Nr. 576 freilich nur 301, 302, 312.

b) Die Wolfenb. Nr. 714, welche wenigstens in den ersten 113 Capp. den gewöhnlichen Inhalt zu haben scheint, entspricht in ihren letzten 14 Abschnitten den Capp. L. 138, 201% 201r, 201h, 2011, 304c, 305, 353, 308, 148c, 201' (?), 377 ü.

c) Die Gestalt im Freisinger Rechtsbuch, nach den Münchener Hdss. 472, 462 in 238 und 211 Capp. von v. Maurer 1839 heraus-

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gegeben, hat nicht die Capp. L. 43, 48, 77, 149—160, 198, 272, 281, 299-301 und von dem dritten Hauptiheil nur C. 314, 317, 322-324, 326, 328—331, 333-343, 346 (von Fundgut), ünger a. a. O., der bierin die älteste Gestalt des Rechtsbuches sieht, weist darauf hin, dafs sie ziemlich genau da schliefst, wo im Schwa- bensp. die Benutzung des Ssp. (L. 344) aufhört, und dafs die Redeweise meist eine kürzere ist. Etwas sicherer ist

d) als frühere Gestalt diejenige Gruppe zu bezeichnen, deren ältestes Glied der Cod. Ambras, oder Caesar. Nr. 672 darstellt, und welcher noch die Cafsler Nr. 114, die Einsiedler Nr. 178, die Giefsener Nr. 233 und 237, die Stuttgarter Nr. 641, 645 und die Oldenburger Nr. 661 zuzuzählen. Sie schliefst mit L. 370 vom unrechten Gewicht (Nr. 233 mit L. 368 I. von Zau- berei). Im Einzelnen ist noch Mannigfaltigkeit. Nr. 672 entbehrt vor C. 370 noch der ganzen Capp. L. 48, 155b, 167, 200, 204, 205, 211, 212, 214, 215, 219, 221, 247, 257, 332, 348, 353. Nr. 178 hat davon Capp. 200,211,212,214,221, 247,257. Andrer- seits finden sich im Ambras, mehr als in Lafsb. die in der Lafsb. Ausgabe mit 314 I, II, IV, 327 I, 349 Ib, 363 I, 368 I bezeich- neten Capp. Vgl. überhaupt Merkel p. 91 über das nähere Verhält- nifs beider Hdss. Auch hier zeigt sich, dafs die ursprünglichere Gestalt nicht lediglich als Vorstufe der späteren anzusehen, oder dafs doch bei der letztern zugleich ein Mehren und ein Kürzen eingetreten ist

Sie läfst dem Schlüsse des Cod. Ambras, noch eine Reihe von Capp. folgen, welche der Cod. Lafsb., die Haupthandschrift dieser Gruppe, so ordnet: C. 371—374 Bauen auf fremdem Boden und aus fremdem Stoffe, 375 von dem gemeinsamen Eignen, 376 vom unehrbietigen Freigelassnen, 377 von der Echtigung Unehelicher. Hiehin gehört aufser Lafsb. noch eine beträchtliche Zahl andrer Hdss. u. a. die Basler Nr. 18 (Cod. Faesch), 19, 20, 21, die Berliner 41, die Brünner 107, die Casseler 116, die Dresdener 158, 167, die Eichhornsche 176, die Erlanger 184, die Nr. 200, die St Galler 208, die Giefsener 234, 235, 236 A, 239, 244, die Göttinger 262, 264, 265, 267, die Heidelberger 318, 319 (?), die Telbangersche 327, die Homeyersche 335, die Hugsche 344, die Lüneburger 423, die Münchner 453, 456, 457, 460, 461, 463, 469, 471, 474, 476, 477, 478, 479, 480, die Nürnberger 517, die Pesther 530, die

2. Regelmäfsige Form. [43] 43

Rheinauer 582, die Stuttgarter 642, 647, die Tübinger 654, die Wernigeroder 666, die Wolfenbütüer 712, 714, 717, 718, die Zeis- berger 724, die Zittauer 729, die Zürcher 732. Doch zeigt im Auslassen, Zusetzen, Versetzen einzelner Capitel und ihrer Zählung fast jede dieser Hdss. Eigenheiten. Ich hebe folgende hervor:

a) Als Uebergangsstufe von 1 zu 2 den Text der Berger- schen Ausgabe 1726 aus der Wurmbrandschen Hdschr. Nr. 722. Er entbehrt der Capp. L. 85, 172, 197b, 251, 253% 264, 285, 316, 358 (das im Ambras, vorhanden), versetzt viele Capp. vgl. Lafsberg S. xxxi, hat namentlich L. 377 schon als C. 194, und schliefst somit wie auch Nr. 474, 477 schon mit dem Freige- lassenen.

Andrerseits fügen 6) die Brünner Nr. 107, die Giefsener Nr, 235, die Münchner 457, 471, die Pesther Nr. 530 a. E. ein Cap. der ein gemain anspricht, L. 377 V, hinzu. (Nr. 107 lafst die Capp. L. 115 —144, 148 aus, und holt a. E. von ihnen die C. 118, 121—129, 137—144, 148 nach).

e) Die Nr. 8, 19, 20, 21, 41, 158, 176, 184, 200, 208, 262, 264, 265, 267, 344, 423, 453, 456, 517, 582, 642, 666, 718, 729, 732 setzen eine lange Abhandlung über die verbotenen Ehen Do

der almächtig got Adam u. Evam beschuff--er mag sich von ir

nicht gescheiden, L. 377 II hinzu, welche auch als Cap. penult., und zuweilen unter der Rubrik von den sieben sacramenten (Nr. 666) vorkommt

d) Die Nr. 18, 167, 184, 239, 712, 724 endigen mit dem Cap. von hurkinden über Gaben an Uneheliche, L. 3771; in 184, 712 finden sich auch noch L. 3131, 3741, 375 V, VI, und in 18, 167 gar L. 3191, 3641, 3671, II, 3701, II, 3741, 3751, II, IV, V.

Hieran schliefsen sich dann

3. Die vermehrten Formen mit bedeutender Erweiterung des Stoffes.

a) Die Göttinger Nr. 266, die Gothaische Nr. 281, die Eb- nersche Nr. 326, die Uffenbacher Nr. 655, die Wolfenb. 713 (?) und die Züricher Nr. 731 haben namentlich im dritten Haupttheil vielfach übereinstimmend 28 in der Lafsb. Hdschr. fehlende Capp. L. 3131,11, 3141, II, III, IV, 3171, 3251, 3271, 3491, 3501, 353 I, 3631, II, 364 I, 3671, II, 368 I, 370 I, II, 374 I, 375 I,

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II, HI, IV, V, VI, 3771.*) In eigentümlicher Weise bringt Nr. 731 die Capp. L. 368-375 schon in den Anfang des dritten Haupttheils als Cap. 291—307; Nr. 326 stellt die Capp. L. 350 I — 3531, 377IH,IV in das Lehnrecht als C.47 —51, 178, 179 die beiden letzten mit der Aufschrift von lantreht.

b) Die von Scherz in Schilters Thes. antiqu. zum Grunde gelegte Kraftsche Hdschr. Nr. 229 entbehrt der zu a) genannten Mehrungen, hat aber wiederum in ihren Capp. 188, 226 — 229, 243, 378—399 eine Reihe meist ihr eigentümlicher, gewöhnlich aus dem Ssp. oder dem Augsburger Stadtrecht entnommener Sätze, bei Wackernagel C. 370, 392 — 417. Aufserdem versetzt sie 11 Capp. des ersten Haupttheils nach ihrem C. 366 (= L. 377) als C. 367—377. Das vorletzte C. 398 spricht vom Hirtenrecht nach Ssp. II. 54 — 58, C. 399 vom Beweise der Lehnsgewer mit dem Schlüsse Ez ist auch recht da* er sin iehen besitz jar t#. tag in stiller gewer.

c) Die im übrigen defecte Freiburger Hdschr. 198 hat doch 19 sonst nur in den Drucken vorkommende meist aus dem Ssp. nachgetragene Capp., Wackern. 346—364, darunter die Lehre vom Kampfrechte (Sachs. Landr. I. 63—65), Wack. 350—352.

d) Einige Hdss. geben auch ohne Königebuch, und zwar Nr. 328 im Eingange, Nr. 475, 643, 644 am Schlüsse des Rechts- buches, die „Herrenlehre", s. oben S. 38, nebst 11 nachfolgenden Rechtssätzen, der erste vom weltlichen Patronatrecht so ain kerre ain kirche hinleiht, der letzte vom Streit zweier Dörfer handelnd; unter ihnen die Lehre vom Erkennen falscher Urkunden, und die

•) Im Einzelnen ist das Vorkommen dieser Capitel in den Hdss. 266 (G), 281 (0), 326 (E), 655 (ü), 731 (Z) folgendes:

3131 in GOZ L. 8641 in GOEÜZ

313 II - GOEZ 3671 - GOEZ

3141 - GOEÜZ 367 n - GEZ

314 II - GOEUZ ' 8701 E

314 III - GEÜZ 370 II - GOEÜZ

314IV - GOEÜZ • 374I - GOEÜZ

3171 - OE 3751 - GOEZ

3251 \

375 II \


GOZ

875 Uli 376IV i 375 V 375 VI 8771

GOEÜZ

350 1 353 1 363 I 363 II

GOEUZ OEÜ

GOEÜZ GOEUZ

i-

GEÜZ [45] 45

Kampfregeln nach Ssp. 1.63. Einzelne dieser Sätze finden sich auch in andern Hdss., vgl. Lafsberg p. lxxx und die C. 79 H, IV, 375 V, 377IV, V daselbst.

nenne ich solche beträchtlich hinter Lafsb. zurückbleibende Texte, bei denen doch nicht, wie bei den Formen unter 1, irgend ein Moment auf eine frühere Entwickelungsstufe hindeutet.

Aus dem dritten Hauptstücke fehlen in Nr. 12 die Capp. L. 364, 365, 369; in der Berliner Nr. 57 L. 340, 353, 364, 365, 369; in den Berliner Nr. 39, 59 (C. Weigel) und in der Münchener Nr. 454 (die auch in dem Zusatz von Rudolfs Landfrieden zu- sammentreffen) die Capp. L. 323. 348, 349, 353, 356, 361, 364, 365, 369, 375, 376; also übereinstimmend wenigstens die Capp. 364, 365, 369 von Zöllen, Bienen und falschen Schreibern, welche doch der Cod. Ambras, hat.

Der Herisauer Hdschr. 328 fehlen nach den regelmäfsig vor- handenen ersten 16 Capp. beiläufig 112 Capp.

Folgende Eigenheiten in Bezug auf die Eintheilung sind keiner einzelnen Gruppe der Classe A besonders zuzuschreiben.

1) Zahlreiche, auch ältere Hdss. u. a. die Nr. 19, 20, 21, 22, 24, 33, 41, 184, 200, 208, 238, 264, 325 (Cod. Lafsb.), 582, 633, 637, 642, 690, 695 machen, zum Theü mit neuer Capitelzählung (Nr. 238, 582), oder neuem Register (Nr. 41), nach L. 219 „von Mühlen und Zöllen" einen Hauptabschnitt. Dabei wird bemerkt, dafs hier das Landrecht zu Ende sei und das Lehnrecht beginne, (Lafsb. S. 102 N. 164), obwohl dann später bei dem eigentlichen Lehnrecht (s. unten) noch einmal ähnliche Ausdrücke vorkommen. Der Schreiber wurde sichtlich dadurch geirrt, dafs das nächste Capitel, gleich Ssp. H. 58 § 3, von dem unmündigen Lehnserben spricht und häufig, auch im Cod. Ambras., die Rubrik Lehnrecht fuhrt. Eine natürliche Abtheilung ist darin nicht zu sehen.

2) Die Wolfenb. Hdschr. 714 macht nach Lafsb. 331 vom Kirchendiebstahl, mit der a. E. befindlichen Bemerkung, s. oben S. 40, einen neuen Abschnitt im Register und Text.

3) Der Giefsener Codex 233 theilt das Landrecht in 2 Bü- cher bis L. 44 und 368 I (von Zauberern).

4) Die Einsiedler Hdschr. 178, welche sonst fast ganz mit Ambras, stimmt, Lafsb. S. xxxvi, hat 3 Bücher zu 88, 100, 125 Artikel.

4. Verkürzte Formen [46] 46

5) In andrer Weise giebt die Übersehe Hdschr. 97 drei Bü- cher zn 117, 128, 149 Artt, welche bis L. 117, 235, 377 gehen, also in der Zählung der ersten 117 Capp. und im Schlüsse mit L. stimmen. Das erste Buch bildet einen natürlichen Abschnitt, indem es mit Ssp. II. 12 schliefst, worauf dann das zweite mit Ssp. in. 52 von der Königswahl beginnt, s. oben S. 40.

6) Die Eichhornsche Hdschr. 176, zu A 2 gehörig, theilt das Landrecht nach rein aufserlichem Grunde in 8 Bucher, von denen

I 36, II, IV je 49, IU, V, VII, VIII je 50, VI 51 Capp. zählen.

Noch eine andere Eintheilung ist so constant geworden, dafs die dahin gehörigen Hdss. als eigne Classe

B. Texte mit alter Ordnung in vier Büchern

aufgestellt werden können. Dahin zählen .zunächst die Berliner Hdschr. 36, die Breslauer 87, die Görlitzer 255 und die Ho- meyersche 332. Sie nennen sich Kaiserrecht; die Eintheilung wird durch besondre Uebergänge hy endit sich das erste buch des k. unde folgit nu das andere etc., und durch neue Capitelzählung hervorgehoben. Sodann liegt diese Form unter gleichem Namen einigen alphabetischen Arbeiten über Sachsen- und Schwaben- spiegel (8. unten HI C. 11) namentlich dem „Schlüssel des Land- rechts", (HI C. 1) zum Grunde, dessen Eingang bemerkt und dat keyserrecht is gedelet in vier buken, und welcher auch in dieser Weise das schwäbische Landrecht citirt, vgl. Grupen obss. 496. Aufserhalb dieser Vierbücherform finde ich die Bezeichnung des Schwabensp. als „Kaiserrecht" schlechthin nur noch in den nie- ders. Hdss. Nr. 8, 262, 423, 456, 591, 666 und in den Allegaten der Hdss. des Ssp. Nr. 421, 698. *)

Die Zahl der Capp. beträgt in Buch I gleichförmig 81, in

II 126, in III 81, 82 oder 84, in IV 73 bis 75, zusammen 361 bis 364, dergestalt dafs I mit L. 85, II mit L. 200, ni mit L. 286, IV mit L. 3771 von den hurkinden schliefst **). Diese Eintheilung steht mit jenen natürlichen Abschnitten in keiner Verbindung, sondern bezweckt wohl nur eine bequemere Uebersicht des In-

  • ) Einer andren nicht auf das Landrecht sich beschränkenden Viertheilung

erwähnt Schilter comm. ad jus feud. Alem. § 1; sie sondert das Landrecht, das Lehnrecht, das edel u. das recht hohe lehnrechtbuch und das Bach der Könige.

    • ) Die bei Spangenberg S. 92 aus einem nicht näher bezeichneten Texte

angeführten Bücheranfänge stimmen bei III und IV nicht ganz mit dem obigen überein. [47] 47

halts. Die Folge der Capitel ist die der Classe A. Hinsichtlich der Vollständigkeit schliefst diese Form sich der Gruppe 2d an. So stellen sich z.B. die letzten 12 Capp. in Nr. 332(H), uber- einstimmend mit Nr. 167 dieser Gruppe folgendermaßen zu Lafs- berg (L).

H. L. H. L.

IV. 64 . . 365 IV. 69» . . . . 3751, II, IV, V

64» . . . . 366 70 . . . . 3191

65 . . . . 367, 367 II 7t . . . . 377

66 . . . . 3681 72 . . . . 376

67 . . . . 369 73 . . . . 3771

68 . . . . 370 i,n


Nur aufserlich nähert sich dieser Classe B. mit dem ersten ihrer Glieder die Hauptclasse

ü. Texte mit neuer, systematischer Ordnung,

Sie treffen in dem allgemeinen Streben, die alte Folge der Capitel nach der Zusammengehörigkeit des Stoffes zu ändern, mit dem systematischen Sachsenspiegel und in sich zusammen. In der Durchfuhrung scheiden sie sich wie folgt.

1) Die Heidelberger Hdschr. 316 zählt, indem sie mehrere Capitel in eins zusammenfallt, deren nur 127, theüt diese in vier Bücher zu 47, 27, 21, 32 Capp., aber ganz abweichend von B, systematisch, so dafs I. von Fürsten, Gerichtswesen, Leib- eigenen, H. von Sippe, Erbe, Gewer u. s. w., HL von Morgen- gabe, Leibgeding u. s. w., IV. von Bufse, Wette u. s. w- handelt, und das Ganze mit L. 201 Von gottes wort schliefst.

2) Die St Galler Hdschr. 207 ordnet die Materien in neun Abschnitte: 1) Freie und Eigene, 2) Sippe und Erbe, 3) Ehe- recht, 4) Eigenthum und Gewer, 5) Pflegschaften 6) Pfändung, 7) Kaiser und Fürsten, 8) Gerichtsverfahren, 9) Strafe, Bufse, Schadensersatz, mit L. 335 von den Spürhunden schliefsend.

3) Die Ingolstadter Hdschr. 348 und nach ihr der Schan- natsche Druck befolgt ohne bestimmte Sonderung in Abschnitte etwa diese Ordnung: C. 1—48 von den Ständen, vom Könige (mit L. 118 anfangend) bis zu den Eignen; 49—71 Eherecht,

69 [48] 72—86 von Eltern und Emden, 87— 106 Erbrecht. 107—115 Vormundschaft, 116 — 129 Klagen, 130—161 Gerichtsverfahren, 162—228 Straf- und Polizeirecht, 229—236 von Münzen, Zöllen, Geleit, Mauern, Markten, Burgen, 237—253 Sachenrecht, 254—259 von Schreibern, Ingesiegel, Juden, 260—275 von wilden und zah- men Thieren, mit den zahmen Vögeln L. 242 schliefsend.

4) Die Nr. 322 mit 14, die Nr. 199, 465 mit 16; die alten Drucke, namentlich .f. /. e. a. gr. Folio, Sorg 1480, Strasburg 1505 mit 8 Abschnitten; die Ausgaben von Meichsner in 5 Ab- schnitten, von Goldast in 13 (mehr willkürlichen) Abschn., von Senkenberg-Lahr ohne Abschnitte, stimmen in folgender Ordnung überein.

Ab- Hdss. 199,465. Hdschr. 322. A. Dr. Meichsn. Lahr.

sehn. Buch ' 142$$


Capitel

1. König und Fürsten 2. Freie und Eigene


1-48 49—74

3. Richter und Gericht II. 75 SS |


75—150

4. Acht, Diebstahl, Rauh III. 56 SS 1 Abschn. ) L Abschn. I. 151-205

5. Diebstahl, Frevel IV. 25 SS i 206-229

6. Heimsuche, Vatermord V. 5 SS 1


230—235

7. Königes trafse, Bauen


236-245

etc. VI. 10$$


8. Fremdes Gut, Spiel


246—255

9. Sippe, Erbschaft VH. 45 $$ IL II. 256-300

10. Morgengabe, Leibge-



ding VIII. 9 s$ III.

301-309

11. Gutsveräufserung,Vor-



mund etc. IX. 35 SS iv.

310-344

12. Wucher, Ketzer etc. X. 10 SS


345—355

13. Wild, Thiere XI. 19 ss V.

356-374

14. Eherecht xn. i6 ss VI. III. 375-387

15. Siegel, Münze, Fund XIII. 8 ss VII. IV. 388—394

16. Vogtding — heilige XIV. 23 SS



Mauern vm. V. 395-416

So findet sich hier im Anfange nach Ssp. I. 1, der zum Prooemium des Schwabensp. gehört, nur noch ein Stück aus I. 2 (Besuch des geistlichen Gerichts); der Verfolg von Ssp. 1.2 steht erst gegen das Ende, Lahr 395; der Inhalt von I. 3 weit aus einander in Lahr 8 und 256. Den Schlufs bildet regelmässig L. 169. Ueberhaupt verhalten sich die letzten 6 Capp. dieser verbreitetsten unter den systematischen Formen zu Lafsberg wie folgt: [49] 49

A. Dr. Lahr. Lafsb.

407 412 357 Verkauf des Kindes.

408 413 274 Von Totleibe.

409 414 275 Von den nächsten Erben.

410 415 41 Von Rechtlosen.

264.410/Sn. 416 168b, 169 Von heiligen Mauern.

411 346 170 Vom Schwören.

In Bezug auf die Vollständigkeit geben die Drucke nicht die oben I. A 4 unter a, 6, d angegebenen Vermehrungen, wohl aber die der Freiburger Hdschr. sub c, und aufser dem die 13 Capp. Lahr 2, 23, 51, 67, 68, 254, 287, 309, 316, 318, 321, 343, 344, bei Wäckern. Nr. 365 — 369, 371-378.

5) Einige Hdss. geben nur systematisch geordnete Register.

a) In denen der Nr. 478, 654 wird der Stoff des ganzen Schwabensp. auf fünf distinctiones zurückgeführt, von denen die viere das Landrecht betreffenden, von der Viertheilung in 1. ab- weichend, 1) das Recht der Stände, 2) das Gerichtswesen, 3) das Sträfrecht, 4) das Privatrecht behandeln.

b) Die Wolfenb. Hdschr. 717 schickt dem die gewöhnliche Ordnung befolgenden Text des Landrechts zwei Tabellen voraus. Die erste giebt zwölf Theile mit allgemeinen Rubriken und be- sondern Unterrubriken an; die zweite ordnet unter diese Rubriken die einzelnen Capp. in der czal der capitel als sy in dem buch geschriben staund. Der ungefähre Inhalt der 12 Theüe ist: 1) Pabst und Kaiser, 2) die Richter, 3) die Vorsprecher, 4) Gerichts- verfassung, 5) Eigenthum, 6) Geldschulden, 7) Vergehungen, 8) Acht und Bann, .9) Schiefsen etc., 10) Sippzahl, 11) Erb- recht, 12) von den Thieren. Also auch wieder eine eigenthüm- liche Anordnung.

Bei der Classificirung eines Textes ist demnach zuvörderst auf eine Eintheilung in Bücher oder Abschnitte, und zwar mit Unterscheidung der Fälle I. A a. E., I. B, II. 1—4 zu sehen. Hieraus so wie aus einer Vergleichung eines Paars der ersten oder letzten Capp. wird sich schon ergeben, ob der Text zu ü. oder IB. oder IA. gehöre. In dem letzten häufigsten Falle führt der Inhalt des Schlufscapitels oder die Vergleichung mit der Synopsis

  • bei Lafsberg (oder auch bei Kraut de codd. Lüneburg. Gott. 1830

p. 11, bei Senkenberg C. Iur. Germ. H. p m sq., bei Sachfse Sach- sensp. 318ff.) für die etwa letzten 10 Capp. schon zu einer Un- terbringung unter eine der Gruppen 1 bis 4, während zu einer

4

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genaueren Characterisirung das weitere Zurückgehen wenigstens auf den ganzen dritten Theil L. 313 ff. erforderlich sein wird. Sind jene Uebersichten nicht zu benutzen, so mögen von den 5 ersten und 5 letzten, so wie von dem je 20sten der dazwischen liegenden Capp. die Rubriken oder Anfänge mitgetheilt werden.

Aufserdem fragt sich noch im Allgemeinen.

Sind Register und Rubriken da; sind die ersteren systema- tischer Art (s. oben II. 5)? Wie viele Capitel (Artikel)?

Wird im Cap. L. 130 (Schilter 113, Lahr 31, Wack. 110) die vierte weltliche Kur, wie meist, dem Herzog zu Baiern, oder dem Könige von Böhmen (Nr. 465, 647) oder dem Schenken des Reiches überhaupt (731) gegeben? vgl.Lafsb. Vorr. xx, Merkeide rep. Alam. 100g. — Ist in L. 174 (Schilt. 166, Lahr 116, Wack. 149) als Beispiel der Verrätherei, wie in Nr. 461, 463, 478 an- geführt alz die pfoffen (minnere bruder) K. Friderichen taten? — Kommt in L. 128 von des Kaisers Bann (Schilt 111, Lahr 29, Wack. 108) eine Beziehung auf Innocene IV. und Friedrich IL vor? — Findet sich zu L. 308 (Wack. 418) ein Art. über die Einsetzung eines Herzogs von Kärnthen, wie in Nr. 207, 230? vgl. Lafsb. S. 133.

Beliebige Sprachprobe mit Anzeige der Stelle.

c) Schwäbisch Lehnrecht, meist mit dem Landrecht verbunden und dann selten ihm vorangehend (Nr. 176, 239, 453), gewöhnlich ihm folgend, zuweilen mit durchlaufender Artikel- zählung z. B. in Nr. 264, 516. Beginn: „wer Lehnrecht kunnen (d.i. wissen) wolle" gleich dem sächs. Lehnrecht, doch scheidet das schwäbische sich von diesem sofort, indem es die einzelnen Heerschilde aufzählt Neuere Ausgaben von Freyberg und Lafs- berg, s. Landrecht

Wie lautet die Uerjerschrift, insbesondere wenn schon ein Theil des Landrechts s. oben S. 45 irrig als Lehenbuch bezeichnet worden? In Lafsb. (325) und in Nr. 582, 636 lautet sie hie hebet sich an da* edele u. daz rechte manlehenbuch (lehen recht buch), während vorher in 325, 582 daz buch von lehenrechte schlechthin, in 636 das edel buch vom lehenrecht beginnt, vergl. oben S. 45 Note *. Die Hdschr. Nr. 176 zählt 3 Bücher zu 50, 48, 56 Capp., deren zweites mit L. 48 Swer ein kint, das dritte mit L. 97 beginnt

Zahl der Artikel und etwanigen Bücher.

Herrscht 1) die dem Sächs. Lehnrecht gemäfee, in den meisten Ausgaben und Hdss. vorkommende Ordnung, won.ach [51] 51

dem Artikel 7 „Die weil der Mann nicht schwört" der Artikel „Wenn der König Heerschild gebietet" folgt; oder 2) die un- gewöhnlichere der Senkenbergischen Ausgaben, C. Iur. Germ. II, C. Iur. feud.y welche nach jenem Artikel hat: „Wie der Mann den Herrn vorstehn soll" (Lafsb. 32) und welche überhaupt die regelmäfsige wird, wenn man ihre Capp. 8—72 nach Cap. 98 stellt, also nach Cap. 7 gleich Cap. 73 folgen läfst; oder 3) die nur auf einer Lagenverschiebung des Cod. Ambras, beruhende Ordnung des 2ten Textes in Senkenb. C. Iur. Germ. T. II. Sect 2, p.72, welche durch Versetzung der Capp. 24—71 nach C. 107 regelmäfsig wird? Vgl. Pinsler in den Eranien 2. S. 14 ff., und Lafsberg Vorr. xxxvi.

Hinsichtlich der sehr wechselnden Capitelabtheilung wäre die Synopsis bei Lafsberg S- 248 oder bei Homeyer Ssp. H. 1 S. 319 zu vergleichen, sonst Anfang (Rubrik) der ersten 10 und letzten 5 Capp. anzugeben.

Das Schlufscapitel L. 159 beginnt meist, dem sfichs. Lehnr. 78 entsprechend, „Hie hat das Lehnrechtsbuch ein Ende" hängt aber noch an, dafs das Buch nur gewitzten Leuten gut sei und schliefst mit einer bald längern bald kürzern Gebetsformel, vgl. Senkenberg a. E. und Lafsb. S. 223 Nr. 113. Die Nr. 474, 477, 517 fugen diesem Schlüsse noch sieben articuU generale*, 1) was vor Gericht geschieht, 7) kein Richter kann niemand etc. hinzu.

Die fünf jenem Epilog vorangehenden Capp. handeln bei L.: 154 vom Bürgermeisterlehn sächs. L. 77; 155 Aufforderung zum Reichsdienst s. L. 79; 156 wer an den obern Herrn sinnt s. L. 80; 157 vom Siechthnm; 158 Empfang eines neuen Lehns. In Nr. 516 fehlen diese 5 Capp.; häufiger 155—158, so dafs mit dem Bürgermeisterlehn geschlossen wird, oder doch 156 — 158. Andrerseits fugen Nr. 322, 328 noch 2 Capp., vom Baulehn und Lehn der Frauen L. 158 I, II, vor dem Epilog hinzu. Der in Nr., 315 dem sächs. Lehnrecht beigefugte Text in 166 Capp. hat das „Burgermeisterlehn" schon als C. 109.

Auch hier giebt es beträchtlich verkürzte Gestalten. Der in Senkenb. C.iur.feud. als Baiersches Lehnrecht edirten Form fehlen manche Sätze, z. B. im Cap. L. 8b: und hat ein Mann des Reichs Gut — nicht langer bezwingen, und L. 9b der Satz: wer sein Rofs — alles Rechts wider sein. Die Nr. 12, 39, 57 schlie- fsen wie im Landrecht eine Menge Artikel ans (z. B. Nr. 39 die

44 Capp. 13, 25, 57-64r 68, 73, 80, 86-96, 101, 112, 113, 117, 119—122, 129—133, 137, 140, 152, 155-158) oder geben

Digitized by [52] sie verkürzt, (z.B. Nr. 39, 57 die C. 151,154, 159). Die Giessner Hdschr. 233 schliesst schon mit dem Cap. vom Zinsgelde L. 114a. Die Herisauer 328 hat nur 64 Capp., hängt dagegen 5 Capp. vom Frieden der Kaufleute u. s. w. an.

Lesarten: Wie lautet in L. 8b (Schilt 8, Lahr 73) der Satz über den vierten Laienfürsten; in L. 68a (Sch. 72, Lahr 44) die Stelle Lehens gewer - mit urteil, vgl. Homeyer Ssp. II. 1 S. 95; und in L. 153a (Sch. 149, Lahr 153) der erste Satz, s. ebd. S. 96.

Probe aus dem Ende des Schlusscapitels.

2. Französischer Text

aus der Berner Hdschr. 66, herausg. von Matile Neufch. 1843. 4. als miroir de Souabe. Ueberschrift Ci commanee li livres dos droit de la cort lo rois dalamangnie. Das Landrecht in den zwei oben S. 45 bemerkten Abtheilungen, jede mit einem besondern Register. Abth. I. ausser der preface in 213 Capp.; am Schluss et prant fin li livres dou droit paisain. Abth. H.: ci comance li prumier livre dou droit des fiez in 147 Capp., deren erstes nicht von minderjährigen Lehnsleuten (L. 220, so auch bei Schilter fehlt), sondern von der Königsstrafse (L. 221) handelt, das letzte = L. 377 comant bastar seront leaul. Im vorletzten Cap. die lange Abhandlung über die Eheverbote, s. oben S. 43 c. Das Lehnrecht, unter Cy comance li seconz livres des fyez, hat nach der Vorrede 144 Capp., das letzte vom Bürgermeisterlehn und dann den Epilog.

Beim Auffinden einer neuen Hdschr. wäre die genauere Vergleichung, wo nicht mit Matile doch mit Lassberg Vorr. S. XXXII zu wünschen.

3. Lateinischer Text,

im Mittelalter nicht gleich den lateinischen Versionen des Ssp. verbreitet, erst im J. 1841 in den Münchener Hdss. 487, 488, 489 aufgefunden, und von Schmeller, Münchener gel. Anz. 1841 Nr. 130ff. beschrieben. Er besteht aus dem liber iudiciorum prowncialium und dem liber feudorum, und ist nach dem Vorwort von dem Benedictiner zu Anhausen Oswald im J. 1356 aus einem deutschen Exemplar der Gräfin Agnes v. Helfenstein ubersetzt worden. Das darin auch befindliche Buch der Könige, von den Patriarchen bis auf Judas Maccabäus, übergieng, dem Schlussworte nach, der Uebersetzer absichtlich; auch vom Land- und Lehnrecht nahm er nur die meliora, necessaria magisque utilia heraus. Demgemäss [53] zählt das Landrecht nur 137 Rubriken. Dabei fehlen doch nicht eigentümliche Zusätze, wie es scheint des Uebersetzers, z. B. zu L. 3 von der Sippzahl: notant duae mandibulae patrem et matrem, duo labia avum et avium i. e. ankere und anfraw — — duo tympora — abatavum abataviam i. e. guggen, guggän etc. Vor dem Cap. L. 368 wird ein eigentümlicher Art. 91 der Uffenbachschen und Gothaischen Hdss. Nr. 655 und 281 über die Legitimation eines Pfaffensohns Wack. 391, weiter ausgeführt mit dem Schlusse: dicens haec verba in vulgari, Dir sin alliu diu reht die hab ritter oder chnecht, ee und tail für ditz unhail, stand auf u gang in frid. Et de his accipiat literas testimonii et valebit. Auch finden sich die Uffenbachschen und Gothaischen Capp. über heimliche und offne Sünden, Wack. 388, 389, so dass überhaupt wohl das deutsche Vorbild jenen Texten nahe kam. Das Landrecht schliesst mit dem parricidium L. 375 VI. Das Lehnrecht ist in 37 Rubriken noch kürzer behandelt.

4. Böhmische Schwabenspiegel.

Nach gefalligen Mittheilungen der HH. Schaffarik und Hanka in Prag sind zwei Uebersetzungen zu scheiden.

I. Die ältere, welche schon im Anf. des 15ten Jahrh. begegnet, stammt wohl noch aus dem 14ten, ist in zahlreichen Hdss. vorhanden (s. unten die Zahlen-Uebersicht), giebt aber das Rechtsbuch in drei Theilen, welche nur selten in einer Hdschr. zusammen, dagegen häufig mit andern böhmischen Rechtsdenkmälern vermengt stehen.

A. Unter der Aufschrift Práwa ciesarská gidy křiwáše Rytierztwo i miesta po wšem křestianstwu, d. i. Kaiserrechte, welche Ritterschaft und Städte in der gesammten Christenheit gebrauchen, kommt die erste Hälfte des Landrechts mit den Vorreden bis L. 159 vor, zuweilen mit dem Schlusse Skonávaji se práva Césarská. B. Der zweite Theil des Landrechts ohne Auf- schrift beginnt mit L. 160 vom Wucher und schliesst mit L. 377.

Merkwürdigerweise geht also die erste Abtheilung bis zum Schluss des Ssp. in seiner alten Gestalt, III. 81 § 2 und III. 82 § 1 (L. 158), dem nur noch die Lehre von den Urkunden L. 159 hinzugefugt worden; eine Uebereinstiminung mit den geschichtlichen Abschnitten des Schwabensp. (oben S. 40), welche in keinem der bekannten deutschen Texte sich zeigt. Im übrigen schliesst sich der Text in Vollständigkeit und Folge der Artikel der Gruppe [54] I. A 2 an, insbesondere stimmt er in der Abtheilnng am meisten mit Cod. Telbang. Nr. 327 uberein, so dass am Schluss der ersten Abtheilung sich L, der Böhmische Text und Telb. so zu einander stellen.

L. B. T.
156 161 163
162 164
157 163 165
158 164 166
159 165 167

Die Abhandlung L. 377 II. ist vorhanden nnd zwar als C. penult.

Wird im Cap. 1 von den zwei Schwertern das Pferd des Pabstes als plawem (falb) oder pladsem (scheu) koni bezeichnet?

C. Das zu dieser Uebersetzung gehörige Lehnrecht geht nur bis L. 24a urteil vinden u. verwerfen mit rechte, zuweilen mit dem Sehluss skondvaji se prava manska. Nach Voigt, über den Geist der böhmischen Gesetze 142, liess Carl IV. das Lehnrecht ins böhmische übersetzen.

II. Die jüngere Uebersetzung aus dem Ende des 15. Jahrb. stammt nach der Sprache aus Mähren, ist freier und klarer, umfasst Landrecht und Lehnrecht, letzteres in 151 Artt. bis L. 154 vom Bürgermeisterlehn - - dacz er des herschiltes darbet, und findet sich auch gedruckt; das Landrecht Prava Zemska zu Leutomischl bei Alexander 1538, 68 Bl. Folio, das Lehnrecht Prava manska zu Olmütz bei Olivarsky (wo der Druck fortgesetzt wurde) 1538, 40 Bl. Fol.

B. Schwäbisches Rechtsgangbuch?

Die Hdschr. 655 enthält nach v. d. Lahr ein grösstentheils aus dem Schwabenspiegel entnommenes Buch, welches von Person und Amt des Richters, der Schöffen, Boten, Vorsprechen, von Ladungen, Fristen, Zeugen u. s. f. handelt. Gehört auch der Processus iudiciarius in Nr. 573 hieher? Beide Hdss. sind verschollen.

C. Kaiserrecht

In Senkenberg Corp. Iur. Germ. T. I und besser von Endemann Cassel 1846 edirt; das 3te Buch als „Fränkisches nnd Reichslehnrecht“ in Senkenb. Corp. Iur. feudalis.

Ueberschriften: Lex, liber imperatoris; Dit is dat keyserrecht (Rikes recht), dat konnink Karell makede etc.; Dit is dat luttcke [55] keyserrecht; Diss ist der Vorgang der kaiserrechte (als in koning Karle liess oder hiess machen); in Nr. 9, 243, 271 Hie hebit sich an der sachsenspiegel u. komet dar des keysers recht u. s. w. Prolog mit dem Satze beginnend, dass die Welt von Zeit zu Zeit böser und böser werde; das erste Cap.: Ein jeglicher Mensch soll wissen, dass Gott ist gerecht etc.; am Ende fast eines jeden Cap. eine Verweisung auf das geschriebene Recht des Reichs. Das letzte Capitel von gestohlnen und getödteten Hunden mit dem Schlüsse: Das Recht setzte der heilige K. Karl, Herr über alle andern Herren, und alle andere Rechte, die hievon in diesem Buche beschrieben sind.

Das Werk zerfällt zuweilen nur in fortlaufende Capitel (Artikel), sei es mit oder ohne Bemerkung einer Bücherabtheilung; meist ist es förmlich in vier Bücher mit besondrer Zählung der Capp. gesondert. Bei Endemann nach der Fuldaer Handschrift Nr. 204 hat I. 41, II. 119, III. 33, IV. 28 Capitel.

Im Mangel einer Characterisirung nach den von Endemann LI ff. gegebenen Merkmalen, oder nach der Ordnung bei Senkenb. (vgl. daselbst praef. p. 98 die Ordnung der Nr. 719) oder der Synopsis bei Kraut de codd. Lun. 18, wären ausser der Zahl der Capp. des Ganzen oder der einzelnen Bücher, etwa 20 Rubriken oder Anfänge aus verschiedenen Theilen des Werkes, unter ihnen des ersten und letzten Cap. anzugeben.

Sprachprobe aus dem Prolog und den beiden ersten Capp.

D. Ruprechts Rechtsbuch

für die Stadt Freisingen, zu scheiden von dem Freisinger Stadtrecht von 1359.

Das Buch kommt in zwei Hauptformen vor. Die erste in den Hdss. Nr. 492 von 1328, Nr. 464 v. 1408, Nr. 472 v. 1436 (als zweites Buch nach einem schwäb. Landrecht mit Register), Nr. 468 v. 1441, Nr. 49 v, 1467, Nr. 731m; nach Nr. 492 herausgegeben von Westenrieder München 1802 und in den Beitr. zur vaterl. Hist. VII, jedoch mit Aenderung der Paragrapheneintheilnng und wülkührlicher Eintheilung des Werkes in Land- und Lehnrecht, s. die unten zu nennende Ausg. von v. Maurer VII, VIII.

Ueber die Unterschiede der Hdss. in Lesarten und Anordnung vgl. ebd. XVII ff. 235 ff. Die Ein- und Ausgänge scheiden sich so. Nr. 492 beginnt Hie hebt sich das puch an von dem rechten, und geht mit Ob ein mensch daz ander ze tot sleht zu [56] 56

dem Todschlag über. Nr. 468: Ain jeglich weltlich gerieht hebent heginen von hur — oder nach mynn (schwäb. Landr. L* 86). Nr. 472: Das ist das ander rechtpuech das do von ersten sagt von den todsiegen. Nr. 49 u. 464 fangen ohne Vorwort mit der Lehre vom Todschlage an.

Nr. 492. 464. 472. 49 schliefsen mit Versen (in 492 unter Nu hah ein ende) über den Autor: Manich recht ist eu nu nickt versteigen — dit* puch ist nu %e einem ende jtracht, de* durch gut ist erdacht, da man *aU von Christes gepurtt da» ist war drentstehen hundert jar darnach in an Zwai dreißigsten (d. i. 30 —2, also 1328) jar (472 vierfachen hundert u. d. in dem sechs u. dreyssi- gischnjar). Isen (49, 464, 472 Nu) pit um Ruprecht von freising, da* im vor got wol geling amen. Nr. 468 endigt ohne diesen Schlufs mit dem Cap. von gelogem vrehund und den Worten er hat dann gut an sagen dge jms gesagt haben, anno 2Cxli.

Die zweite Form in Nr. 462, gleichfalls mit Register als zweites Buch des schwäb. Landrechts, ist herausgegeben von 6. L. v. Maurer 1839 im Stadt- u. Landrechtsbuch Ruprechts v. Fr. S. 231 ff., mit Varianten aus den Hdss. der ersten Form. Sie läfst vieles mit Rücksicht auf das schon im ersten Buche enthaltene fort, Maurer Vorr. xlvff., beginnt unter Hie hebt sich an das annder Rechtpuech ohne Vorwort im Cap. 1 Von todsiegen mit Ob ein mensch den andern *ue tod schlecht. Das letzte Cap. 113 hat den obigen gereimten Prolog mit dem Schlufs drey *ehenn hundert jar vnd darnach im xxiiu. jar. Nu pitt u. s. w. wie oben.

Sprachprobe aus dem ersten Capitel.

A. Die Nr. 425 reiht dem Schwäb. Landrecht das Sächs. Lehnrecht mit ununterbrochener Capitelzählung an, so dafs jedoch zwischen beiden noch zwei Capitel (323 u. 324) stehen, beginnend: Falt eyn gevel bi euer menen strate, und Wert en man dot ge- slagen, die aus einem Stadtrecht genommen zu sein scheinen. Gedruckt bei Spangenberg, teutsche Rechte des MA. S. 217 ff., Wackern. C. 379, 380.

Kommt eine solche Verbindung sonst vor, und zeigt wie hier das Schwäb. Landrecht eine andere Mundart als das Sächs. .Lehnrecht?

HL Arbeiten gemischter Art« [57] 57

B. Die Hdschr. Nr. 186 enthält eine im HOten Abschnitte abbrechende, bei Abschn. 62 mit Dat ander capitel des bokes be- zeichnete Arbeit. Abschn. 1 Von der Werlde beginne giebt einiges ans der Vorr. des Schwabensp., aus dem Anfange der Weichbild- chronik und Capp. 6 u. 7 des Weichbildes. Von den folgenden Abschnitten sind mir nur die Rubriken bekannt Sie lassen sich meist gleichmäfsig auf Ssp. und Schwbsp. beziehen; einige jedoch nur auf den Schwbsp. wie 13 von den ratgevem Lafsb. 87b, 36 von den tvelf scepenen L. 172, andre auf das Weichbild wie 29 van dem gerichte to wihbelde. Die Ordnung trennt sich von der beider Spiegel und hat eine systematische Richtung, so dafs mit dem Königsrecht begonnen wird; doch weicht sie von dem System. Ssp. und auch von der zweiten Classe des Schwbsp. ab. So ist

Abschn. 2. Ssp. I. 1 Schwbsp. Lahr Prooem. § 20 ff.


3. n m. 52 § l v r> C. 18.

7) 4. v HI. 57§2 v r> „ 30.

Ii 5. v IH. 54 § 3 7) y» „ 22 §8ff.

v 6. v HI. 26 §1 » V „ 81.

n 7. v IH. 59 § 1 n n „ 34 § 1.

V 8. n m. 64 § 1 n

, 41.

C. Alphabetische Arbeiten

über die Rechtsbücher, deren laut der Magdeburger Schöffen- chronik schon um die Mitte des 14. Jahrh. Hermann v. Oesfeld eine fertigte*), kommen in der Form einer blofsen Aufzahlung der betreffenden Artikel unter alphabetisch geordneten Rubriken als Register zu den einzelnen Rechtsbüchern vor. Dann finden sie sich aber auch selbständig und ausgeführter u. d. N. Abece- darien (Nr. 77, 81, 84, 443, 572, 665), Repertorien (Nr. 371, 388, 435, 510, 548), Remissorien (Nr. 7, 78, 213, 293, 427, 601, 615, 705) u. s. w. Sie scheiden sich wiederum nach der Voll- ständigkeit der Rubriken und je nachdem sie nur ein oder mehrere Rechtsbücher umfassen. Bestimmter treten folgende Formen hervor.

1) Der Schlüssel, slossil, niederd. slötelLandrechts. Ein Vorwort, s. Grupen obss. 495 u. Kraut de codd. Luneb. 19, Wente

in dessen hohe--wente dat heyserrecht ii. den süssen-

speygel mit der glosen gete ih tosamende in ene nisten--

  • ) Berliner Hdaehr. BL 90 H. v. ouesuelt de hir ein borger was ... «.

dat lantrecht geregistreret.

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alte mit einte tlotele upsluten de kitten det landrechtet «. nenten darut, weg eme behof is erklärt den Namen damit, dafs die Ar- beit die verschiedenen Zwecke einer Snmmala, Concordanz und Tabelle erfülle, nnd schliefst (Nr. 424) mit Reimen Hir beghinnet sih dat lantrecht--Gy eddelen Heren u. knechte. Das Kaiser- recht ist wie oben S. 46 bemerkt, das schwäb. Landr. in 4 Buchern. In Nr. 602 lautet der erste Art Abbrechen, der letzte Wunden*, in Nr. 576 der erste Abbat. Dat dy bischop u. dy ebde u. dy eb- disckin gkeforstet sin.

Proben einzelner Artt bei Grupen l. c. 496 ff., und bei Span- genberg 73.

2) Der Cod. Hai. 360 schreibt ein Register über das sächs. Landr. mit den Rubriken Acker bis Vredebreker dem Nicolaus Amelungh von Bergen zu.

3) Das Abecedarium über den Sachsenspiegel mit Glosse in Nr. 123, 228, 511, 586, ist nach dem lateinischen Prolog im J. 1400 zu Greifswald propter faciliorem modum inveniendi materias verfafst. Nach einigen Reimen Hir begynnet dat abesede des spegel der sassen etc. Der erste Art. Acker. We p log he enes anderen acker. Vgl. Spangenb. 74, Dreyer Beitr. 123.

Heifst es unter Veste: wente we tome grypeswolde vervestet is, de is tome Sunde nicht vervestet?

4) a) Ohne Ueberschrift oder Vorrede beginnt in den Nrn. 119, 124, 452 ein Repertorium mit Aberachte. We in des rikes aehte is de let nen erve mit Verweisung auf die Glosse Landrechts nnd römisches Recht ScMuferubrik Wunden. Span- genberg 74, 134, Kopp Hess. Gerichte I. 63.

b) Eben so beginnt das von Gengier, Erlangen 1854 be- schriebene Promtuarium in der Nr. 185, welches jedoch über- schrieben ist: Difse noch g es ehrebene artikele . .. sint geezogin us* der glosen u. texte des sachsenspigils, u. dormete sint inge- brocht concordancie wichbilde u. Unrechts, u. ouch etliche alle- gaten usz den buchern decretalium, institutarum u. feudorum etc., und mit der Rubrik Wocher und dem Item: Hoffenunge macht eynen zeu eyme wuchere schliefst

5) Registrum Sachsenspigeis sec. ordinem alphabeti in den Nrn. 275, 306 sub 4, und Nr. 434 mit der Vorrede Czu fromen u. bequemikeit allen den die in dem privilegio der sachzen gerne lesen ... sint disse bewissunge adir registraturen von andern re- gisteren zeu sammene gelesen. Beginn Abt. Der abt hat den an- [59] 59

dem schilt Schlufs Unecht. Hern ton unelicher gebort xii lenr. Spangenb. 74.

6) Remissorium des Verf. der Concordanzen zum Sachsensp. Tammos v. Bocksdorf (s. oben S. 6) in der Nr. 306 sub 3. Nach dem Eingange verfertigt zcu dinst dem ... herren ... Gunther erczbischoffe zcu Meideburg der mich Thamen von Buchendorf... lerer geistlichis rechtis dorump gebetin hat. Alse neme ich neu hulffe vil aldir Seezungen u. mache dor ufs eyne sunderliche lere noch dem Abc u. spicke dye Spruche mit manchirhande concor- dancien, alse ich dye vormalz almeistig in dy drey buchir lant- recht sachsinspigils gesaezt u. bracht habe etc. Erste Rubrik Abba hebreisch bedeutit grekisch u. zeu latine patir etc. Letzte Unecht. Wer eynen unechtin totit etc.

Günther v. Schwarzburg war Erzbischof von 1403 bis 1445. Nach Brotuf Chron. Merseburg. IL. c. 47 hat im J. 1426 D. Tamrno von Boxdorf ein Thumherr zu Merseburg das Remissorium oder den Indicem u. die Concordantias über das Sachsenrecht gemacht. Spangenberg 76. Obiger Notiz nach fiele das Remissorium später als die Concordanzen.

7) Das iiahmhafteste der Remissorien ist das dem Theode- rich v. Bocksdorff zugeschriebene über Sächs. Land- und Lehn- recht und Weichbild in den Nrn. 104, 160, 306 sub.% 389, 390, 399, 437, 580, 734. Eine ausführliche Einleitung, wovon ein Stuck bei Gaupp Schles. Landr. 308 ff., beginnend Nu man dann gemeinliken in allen teerltliken gerichten hir to lande des land- rechtes «. ok des wichbeldes rechtes gebruket, klagt u. a. darüber, dafs man jetzt ghar seiden ein bok vindet dat sine capitel u. ar- tikel recht geschreven hebbe nach lüde des textes ym latine ge- schreven u. ok etliker olden boker dar noch de artikel recht stan beschreven, giebt deshalb nicht nur die Zahl der Artt. im sächs. Landrecht (I. 71, II. 72, IH. 91), Weichbild (135), s. Lehnrecht (81), sondern auch die Anfange eines jeden Artikels an, und geht dann zur pars executiva des registri über, welches mit ..46/. De abt sal vor len entphan dann de bisorge beginnt. (In Nr. 580 geht dem noch der Anfang der vorigen Arbeit Abba. vorher). Schlufs in Nr. 306 Wo man myd gewunden zeymmer heymsokunge bewisen mach. Ein von den Schreibern der verschiedenen Hdss. herrüh- render Epilog giebt den Theod. v. B. in verschiedener Weise als Autor an, s. Nr. 306, wo auch eine Notiz des 16. Jahrh. den Theoderich als unter dem Erzbischof Friedrich von Beichlingen

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(1445—1464) blühend, von dem unter Günther thätig gewesenen Tammo scheidet. Nr. 580 im J. 1452 geschrieben bezeichnet den Vf. als tf. /. doctorem, ordinarium juris canonici in Lipzia, custodem eccl: coUegiatae majoris Glogoviae, canonicum capp. Magdeburgen- sium et Naumburgensium. Nr. 104 (s. Gaupp a. a. O.) v. 1468 erzählt genau, an welchen Tagen d. J. 1449 Theoderich die Ar- beit zu Leipzig angefangen, im Kloster zu Grimma fortgesetzt und zu Altenzelle beendigt habe. Vgl. auch Dreyer Beitr. S. 122. Die Hdschr. 160 v. J. 1475 setzt die Abfassung ins J. 1453.

8) Das Remissorium in der Nordkircher Nr. 511 und der Wiener 669 beginnt ohne Ueberschrift und Vorrede mit Almosen. Czweigerleie sint dy almosen, schliefst mit dem Satze, dafs bei Frauen Ehre und Recht »entzwei tragentf können (vgl. Sachs. Landr. 1.5 §2).

9) Repertorium eines Breslauer Schöffen in der Rehdiger- schen Nr. 103 über S. Land- und Lehnrecht Weichbild sämmt- lich mit der Glosse, Breslauer Landrecht, Magdeb.-Bres.auer Recht, Stadtprivilegien und 1600 Urtheilsprüche, seit dem J. 1484 ge- sammelt. Prolog Also Gott spricht yn dem evangeüo selig seyn dy do hungern — noch yn dreyen zukünftigen jaren hoffe czu enden. Beginnt mit Abt, schliefst mit Wüste erbe. Vgl. Gaupp Schles. Landr. 211, u. 307 Nr. XV.

10) Eine sehr weitschichtige Arbeit dieser Art in den Nrn. 145, 231, 440(?), 470, 622, 671 beginnt mit einem Register do eindt man innen über alle suchen u. materia mancherley nach auswei- sung der zal u. nach dem Abc. Es giebt unter mehr denn hun- dert alphabetisch geordneten Hauptrubriken je eine Anzahl von Items an. Es folgen die Vorreden aus Schwaben- und Sachsen- spiegel (dabei die rhythmische so: ich tummer so man saget). Dann das Werk selber nach jener Anordnung, aus dem Ssp., Schwabensp., den sächs. Distinctionen und den fremden Rechten (unmittelbar oder durch die Glosse) schöpfend. Gewöhnlicher Schlufs Es sey man oder frau dye mit zauberey umbgen u. lup- perey machen — den sol man das haubt abhauwen {absiahen).

Im Einzelnen finden sich manche Abweichungen. Die Hdss. 145, 231 zählen im Register die Items bis zu 2200. Ihre ersten Hauptnibriken sind Acht, Acker, Ansprache, Appelliren, die letzten Zinsen, Zölle, Zehenten, das letzte Item: von den sechs Welten. In Nr. 470 sind die ersten Rubriken: Acker, Anfall, Anfertigung. In Nr. 231 sind eine Menge Items zu den verschiedenen Rubriken

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als Znsätze nachgetragen, aber im Register schon gehörigen Ortes eingeschaltet. Nr. 231, 470 geben zwischen den Vorreden und den Text noch die Stücke Nu suü ir edele tugendliche Herren und: Zu Babilonien erhob sich das Reich. Eine nähere Beschrei- bung von 470 bei Lafsb. lxii Nr. 101, von 622 in Siebenkees Magazin II. 130.

Nahe verwandt ist die Arbeit im Gonstanzer Codex 130; doch beginnt hier die Ueberschrift Hie nach so stet geschriben das register dis buches das da genant ist der Sachsenspiegel, vgl. Lafsb. L Nr. 74.

Dagegen steht weiter ab

11) das Werk in der Heidelberger Hdschr. 320, beschrieben von Mone, Anzeiger 1838 Sp. 29, Lafsberg xlvi Nr. 64, welche jedoch den alphabetischen Character nicht bemerkt zu haben schei- nen. Ein Register geht nicht voran. Die Hauptrubriken sind umgeworfen, dergestalt dafs E beginnt, D schliefst, wobei noch etwas im Anfange fehlt. Das erste Thema Ane des richters Urlaub gyt ein man sinen erben wol hat wohl zu einer fehlenden Ru- brik Erbe gehört Dann folgen Eggen, Eggen lute, Eyde, E, Ehafft not, Fürspreche u. s. w. bis Zoberey, darauf Appelliren,

Ban--Dodslag. Das letzte Thema Ob sich ein man von

dem libe bricht mit u. sint dise recht nit under ein ander se ab. Citiert werden das sächs. Lahdrecht mit Glosse, Lehnrecht, Kai- serrecht nach 4 Büchern, Distinctionen.

Das in den Ausgaben des Sächs. Lehnrechts und Weichbildes seit 1482 vorkommende Remissorium (s. Homeyer Ssp. H. 1 S. 41 ff.) schliefst sich dem unter 7 genannten Bocksdorfischen an (Abt. Der Abt sol vor lehn empfahen etc.). Das von Zobel seiner ersten Ausgabe des Ssp. 1535 vorgesetzte kürzere Reper- torium, mit Aberen beginnend, ist dagegen eigenthümlich; vgl. auch Spangenberg 75, 76.

Bei Mittheilungen wäre auf die etwanige Ueberschrift, den Inhalt des Prologs und Epilogs, den ersten und letzten Artikel, und die in den Artt angeführten Quellen zu sehen.

Eine bestimmte Form von mehr denn 2000 Regeln alphabe- tischer Ordnung, einheimischen und fremden Ursprungs, kommt nicht nur als Theil der Blume des Ssp. s. oben S. 22, sondern

D. Rechtsregeln. [62] 62

auch für sich in den Hdss. 40, 102, 144, 225, 578, 651 mit dem Prooemium Ad decus et decorem — credo per Universum und mit derselben ersten Regel wie dort vor, s. Senkenberg visiones 75, Gaupp schles. Landr. 306. Die letzte lautet: Echter sollen nie- mandes Gezeug sein.

Die Dzialynkische Hdschr. Nr. 149 Bl. 239 ff. giebt als capi- tula iuris Teutunici compendiosa unter gewissen Rubriken De testi- bus bis de penis et emendis eine Reibe meist deutscher Rechts- satze in kurzer lateinischer Form, z. B. in causa civili proprior est homo evadere suo iuramento.

E.

Giebt es Vocabulare, wie sie in den Zobelschen Ausgaben des Weichbilds und Lehnrechts seit 1537 nach dem Register, und davon "verschieden in den Drucken des s. Landrechts seit 1539 sich finden, schon in Hdss. des Mittelalters?

Digitized by [63] Zweite Abtheilung. Verzeichnifs der Handschriften.

Vorerinnerungen. Das Register ist alphabetisch, nach den Aufenthaltsorten bei Handschriften in festen Bibliotheken, nach den Eigenthümern bei denen im gewöhnlichen Privatbe- sitz, geordnet. Da manche Hdss. in Folge eines Wechsels des Orts und Besitzes mehrfache Namen tragen, so sind auch frühere Benennungen, mit Verweisung auf die hier gebrauchten, in die Liste aufgenommen. Die hinzugefugten Data machen die ein- zelnen Hdss. in Kürze möglichst erkennbar. Für diese Data ist die neueste oder sicherste Quelle angegeben. Dabei bezeichnet: Archiv — das A. der Gesellsch. für ältere deutsche Geschicht- kunde.

Dreyer — dessen Verz. in den Beitr. zur Literatur. S. 142 ff. Endemann — dessen Verz. in der Ausgabe des kl. Kaiserrechts, Cassel 1846.

Gaupp — dessen Verz. im Anhange zum Schles. Landrecht, 1828.

Hirsching — dessen Versuch einer Beschr. sehenswürdiger Bi- bliotheken Deutschlands.

Homeyer Ssp. I, IL1, H.2. - Des Sachsenspiegels erster Theil 1835, zweiter Theil erster Band 1842, zweiter Theil zweiter Band 1844.

Lafsberg — dessen Verz. in der Vorrede zu der Ausg. des Schwabenspiegels 1840.

Nietzsche — dessen Verzeichnifs der Hdss. des Ssp. in der AUg. Ut Z. 1827 Dec. Sp. 697 ff.

N. N. —• Nietzsche's handschriftliche Notate.

Ortloff — die Vorr. zu seiner Ausgabe des Rechtsbuches nach Distinctionen, 1836.

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Spangenberg — dessen Beiträge zu den t. Rechten des .Mittel- alters 1822, 4.

Zepernick — dessen Nachr. von den Hdss. des Sächs. Lehnr. Halle 1794.

Ist keine Quelle angegeben, so beruht sie in Privatmitthei- lungen oder eigenen Wahrnehmungen. — Gl. steht für Glosse; Oberd., Mitteid., Niederd. für Oberdeutsch, Mitteldeutsch, Nieder- deutsch.

Ein Stern vor der laufenden Nummer bezeichnet, dafs der jetzige Aufenthalt oder gar die Existenz der Hdschr. unsicher ist, nnd hieher gehören theils die nach Z zusammengestellten, theils die in der alphabetischen Reihe unter dem Namen des ehemaligen Aufenthaltes oder Besitzers aufgeführten. Das Kreuz bedeutet, dafs über Beschaffenheit und Inhalt der Hdschr. nähere Nach- richt besonders wünschenswerth ist, während für die übrigen vor- läufig genügende Auskunft vorliegt.

Am Ende des Registers ist der Inhalt der Hdss. numerisch nach den einzelnen .Rechtsbüchern angegeben.

tl, 2. Admont, Benediktinerstift an der Ens. Zwei Schwa- benspiegel. Archiv X. 130.

  • t3. [1.] Cornelius von AI kern ade, weiland Oberzollinspektor

zu Rotterdam. Sachsenspiegel, Membr. 4. niederd., 3 Finger dick. v. Uffenbach Reisen durch Nieders. etc. Thl. 3. 1754. S. 272. Nietzsche 1.

  • t4, 5, 6, 7. Vormals Alt-Zelle, Cistercienserstift im Bisthum

Meifsen. Ihm schenkte im J. 1461 der Hospitalmeister zu Döbeln, Johannes Greiffenhain, den Sachsenspiegel, das Weichbild, das Lehnrecht sämmtlich glossirt, und das Remissorium; alle auf Papier, die beiden erstem mit weifsem Leder, die letzteren mit rothem Leder über- zogen. Ed. Beyer das C. Stift Alt-Zelle» Dresden 1852 S. 124, nach einer ürk. v. 16. Aug. 1461.

8. Amsterdam, öffentl. Bibl. 36, Membr. Folio., niederd. 15. Jahrh. (?). Sächs. Landrecht mit der Glosse und dem Prolog 0 helyon. Sächs. Lehnrecht; Richtsteig Landrechts; Schwäbisch Landrecht als keyserrechi in 348 Capp. mit Lafsb. 377 U. schliefsend. Homeyer Ssp. H. 1 S. 639, Archiv VIH. 580.

9. Ansbach Schlofsbibl.; 1505 vom Canonicus Unbehauer dem Onolzbacher Stift vermacht, Pap. Folio, fälschlich als

Digitized by [65] Sachsenspiegel bezeichnet Gesta Romanorum und historia Septem sap. 1387. Klein Kaiserrecht, j-f. Jahrh. Urkun- den und Kalender des 15. Jahrh. Endemann Nr. 8 S.xxvn. Nietzsche 42.

tlO. Arnsberg. Wigand Femgericht S. 551 eiw&hnt ohne nähere Angabe einer Arnsberger Hdschr. des 15. Jahrh. mit dem Femrechtsbuche.

+ 11. [2.] Peter Friedrich Arpe, Professor (Seestern-Pauly Neumünster. Kirchspielgebr. Vorr.), 1739 Meklenb. Justiz- rath in Hamburg. Sachs. Landrecht, niederd. 91 Mem- branbl., 310 Artt ohne rhythm. Vorr., Anfang: hie begynnet dat landrechte de me nomet der spegele der süssen. Schlufs: Expletum feliciter per Iordanum de Bekke der. Brem, dioec. anno dni millesimo ccxcvi. Dreyer Beitr. 146. Nietzsche 2.

  • 12. Vormals Asbach. In v. Freybergs Samml. histor. Schriften

IV. S. 501—718 ist aus einer nicht näher bezeichneten aber von Nr. 479 verschiedenen Asbacher Hdschr. u. d. N. das deutsche Kaiserrecht abgedruckt das schwäbischeLa nd- recht in 385, das Lehnrecht in 169 §§. Lafsberg Nr. 1, vgl. die Note zu seiner Nr. 112.

tl3. Aschaffenburg, Hofbibl. Nr. 8. Membr. 1341 (nicht 1371), 79Bl.FoL Schwäbisch Landrecht Jos. Merkel, die Miniaturen etc. Aschaffenb. 1836 S. 313. Lafsberg Nr. 2.

114. Aschaffenburg, Hofbibl. Nr.15, Pap. 1426, FoL niederd. Stotel des Landrechts. Merkel a. a. O,

tl5. [4.] Vormals Augsburg, Kloster zu St Ulrich und Afra. Pap., 15. Jahrh. Fol., zweispaltig, oberd. Schwäbisch Land- und Lehnrecht. Goldene Bulle anf.: da* sint die recht Kayser Karies de* Vierden *u Böhem. Expl. feria quarta ante Fabiani et Sebastiani martiris a. 1452. Braun de codd. in bibl. ad S. Udalr. etc. Vol. 5. Nr. 37, Lafsb. Nr. 3.

Eine andre vormals Augsburger Hdschr. s. unter

Nr. 478.

16. Augsburg, Stadtarchiv, Folio, Pap. 15. Jahrh. Schwäb. Land- und Lehnrecht mit dem Buch der Könige; die gemeinen artikel; die goldne Bulle, Gesetze Karls IV., Friedrichs II. v. 1235, K. Ludwigs v. 1323. Mittheilung von J. F. Böhmer 1836.

C. Äustriacus s. Nr. 235, 236.

v. Asseburg s. Nr. 26.

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17. Bamberg, K. Archiv, früher Archiv der Plassenburg, Membr. gr. Folio, mitteld., 14. Jahrh. Schwäb. Land- und Lehnrecht; goldne Bulle lateinisch und deutsch. Gengier im Anzeiger f. Kunde d. D. Vorzeit April, Mai, Juni 1854.

18. [123.] Basel, üniversitätsbibl. O. II. 18. früher Andreas Faesch. Membr. 14. Jahrh. kl. Folio, oberd., etwas defect Schwäb. Land- und Lehnrecht. Scherz Vorr. zu Schil- ters Ausg. S. v, Wackernagel Basler Hdss. 54, desselben Schwäb. Landrecht Hdschr. B., Haenel catal. libr. Ms. 568, Lafsberg Nr. 6.

19. [5.] Basel ebend. C. IV. 15. Pap., 15. Jahrb. Fol., oberd. Schwäb. Land- und Lehnrecht mit dem Buch der Kö- nige. Wackernagel Hdss. 35, dessen Schwäb. Landr. B a., Haenel l. c. 568. Lafsberg Nr. 4 (der dort angegebene Schreiber Schnitter gehört zu Nr. 21). Abschrift in Giefeen.

20. [6.] Basel ebend. C. IV. 38. Pap. 15. Jahrh. Folio, oberd. Der Könige Buch, Schwäb. Land- und Lehnrecht. Wackernagel Hdss. 35, Schwäb. Landr. Bb. Haenel L c. Lafsberg Nr. 5. Abschrift in Giefsen.

21. Basel ebend. E.IV. 1. Pap. 15. Jahrh. Folio, oberd. Reise des Hans von Mandafilla 1460. Schwäb. Land- und Lehnrecht. Wackernagel Hdss. 36, Schwäb. Landr. Bc Lafsberg Nr. 7.

Bausch s. Nr. 610. C. Bavaricus s. Nr. 233.

  • t22. [8.] Weiland Christoph Heinr. v. Berger. Schwaben-

spiegel als K. Friedrichs Landrecht. Catal. libr. Ch. H. a Berger 537.

Berleburg s. Nr. 213.

23. [14.] Berlin K. Bibl. Ms. germ. fol. 9, früher v. Bran- denstein, Pap. mitteld. 1468. Sächsisch Lehnrecht mit Glosse, Richtsteig Lehnrechts, Homeyer Ssp. II. 1 S. 5 Nr. 4, S. 372 Nr. 1.

24. [9.] Berlin ebend. Ms. germ. f. 10, Membr. niederd. 1369. Recht der Magdeburger Dienstmannen, Judeheid, Sachs« Land- u. Lehnrecht, Weichbild, Richtsteig Land- rechts unvollständig, Nietzsche Nr. 5, Homeyer Ssp. I. S. xxiii Nr. 13, H. 1 S. 4 Nr. 1. [67] 67

25. [12.] Berlin ebend. Ms. germ. f. 11. Pap. 1423, mitteld. Prolog 0 helmn; Sächs. Landrecht mit Glosse. Nietz- sche 8, Homeyer Ssp. I S. xvm Nr. 5.

26. [15.] Berlin ebend. Ms. germ. f. 12. früher v. d. Asse- burg., Pap. 1473, mitteld. Sächs. Landrecht mit Glosse, Richtsteig Landrechts. Nietzsche 10, Homeyer Ssp. I S. xix Nr. 6.

27. [22.] Berlin ebend. Ms. germ. f. 82, Pap. 15 Jahrh. mit- teld. Wurms Stadtrechtsbuch, stimmt völlig mit Eh- renfr. Böhme's, in seinen diplom. Beiträgen III. S. 63 ff. beschriebener Handschrift.

28. [19.] Berlin ebend. Ms. germ. f. 120, 1803 von G. E. Schmidt geschenkt. Pap. u. Membr. 1416, mitteld. Blume des Sachsenspiegels, Constitutionen E. Albrechts mit Glosse, Schreiber Jacob Lüssin. Erwähnt in Ch. Run- gii notitia histor. Sites, etc. P. I. Sect HI. p. 200.

2.9. [18.] Berlin ebend. Ms. germ. f. 283, Membr. 14. Jahrh. niederd. Dreifsig vollständige Rechtsbelehrungen und eine unvollendete der Magdeburger Schöffen nach Stendal von 1329 bis 1340. Durch den Notar Johannes seit 1334 gesammelt.

30. [13.] Berlin ebend. Ms. germ. f. 284, früher Ritteraca- demie zu Brandenburg, Pap. 2te Hälfte des 15. Jahrh. niederd. Glosse zum sächs. Landrecht; lateinische Gl. zu demselben, Stellen aus den sächsischen Distinctionen, sieben Magdeburger Rechtsbelehrungen. Nietzsche 9.

31. [16.] Berlin ebend. Ms. germ. f. 285, früher Ritteraca- demie zu Brandenburg, Pap., 15. Jahrh., niederd. Remis- sorium zum sächs. Landr., Richtsteig Landrechts mit Vorrede und Epilog, Verfahren gegen Friedebrecher, zwei Magdeburger Schöffensprüche, der erste an Tangermünde. Die sächsischen Distinctionen in 6 Büchern, Buch I. Capp. 60-87 doppelt A. E. fehlt ein Blatt.

32. [17.] Berlin ebend. Ms. germ. f. 389, früher Dom Havel- berg, Pap., 15. Jahrh., mitteld. Weichbild in 136 Artt. mit der Glosse.

33. [10.] Berlin ebend. Ms. germ. f. 390, ebendaher, Membr. 14. Jahrh. Sächs. Landrecht lateinisch und niederd. mit der Glosse am Rande; Sachs. Lehnrecht ohne Gl. defect; Gl. zu Landr. IH. 83—87. Nietzsche 6, Homeyer Ssp. I. S. xVii Nr. 2. IL 1 S. 5 Nr. 2.

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34. [11.] Berlin ebend. Ms. germ. f. 391, ebendaher, Membr. 1382 niederd. Weichbild mit der -Chronik, Richtsteig Landrechts, Auszüge aus der Glosse, Sächs. Landrecht mit dem Lehnrecht als 4tes Buch, Landrecht lateinisch. Nietzsche 7, Homeyer Ssp. L S. xvm Nr. 3. II. 1 S. 5 Nr. 3.

35. Berlin ebend. Ms. germ. 4. 453, ebendaher, Membr. 1382 niederd. Zweiter Theil der vorigen Nummer. Glosse zum sächs. Landrecht, alphab. lat Sachregister. Beim Neubinden ist das letzte Bl. verloren gegangen, auf welchem hinter dem Register stand: sab anno inc. dni mccclxxxij ipso die petri et pauli apostolorum.

36. [21.] Berlin ebend. Ms. germ. f. 392 ebendaher, Pap., 15. Jahrh. mitteld. Schwab. Landrecht u. d. T. Kaiser- recht in 4 B., durch Feuchtigkeit beschädigt Lafsberg Nr. 9.

37. [91.] Berlin ebend. Ms. germ. f. 512, früher Dortmund. Membr. grofsFolio, 14. Jahrh., niederd. Sächsisch Land- recht mit der Glosse in drei Buchern zu 64, 71, 68 Artt, bricht in der Gl. zu III. 81 § 2 ab mit Nu hat he hir sinen testen artieulum. Tbiersch, Vervemung Heinrich des Rei- chen, Essen 1835 S. 144.

38. ^Berlin ebend. Ms. germ. f. 535, früher Rosenstiel und

v. Eisner. Membr. mitteld. Blume des Sachsenspie- gels, I. Register, Vorreden, allgemeine Einleitung, IL Kla- gen, ..4. im Allgemeinen, B. Practicae, III. 1858 alpha- betisch geordnete Rechtsregeln. Im Beginn: Iste Uber est Petri Temchini de Borgene advocati hereditarii de Crappit*. Anno domini xiiij0 xix° comparatus per ipsum. Am Schlufs:

Finito libro---Anno dni MQ cccc0 xix° feria quinta

ante palmarum.

39. Berlin ebend. Ms. germ. f. 566, früher Kuppitsch in Wien, 106 Bl. Pap., 15 Jahrh. oberd. Schwab. Landrecht, dessen Anfang fehlt, in 367, Lehnrecht in 125 Artt; K. Rudolphs Landfriede; Handfesten und Rechte der Stadt Wien.

40. Berlin ebend. Ms. germ. f. 569, früher in Meran, 133 Bl. Pap., 16. Jahrh. mitteld. 1801 alphabetisch geordnete Re- geln mit dem Eingange Ad decus et deeorem; aufserdem hundert andre Regeln, deren erste Etwas sunderlichs: Ain ächter ist tod beginnt.

41. Berlin ebend. Ms. germ. f. 580, 144 Bl. Pap. 1436, oberd. Schwäbisch Land- und Lehnrecht BL 1 — 3 Rubri- [69] kenregister zn Landrecht Abth, 1, BL 70b — 72Ä zu Abth. 2, Bl. 108b— 110* zum Ixihnrecht

42. Berlin ebend. Ms. germ. f. 586. Pap., 14. Jahrh. mitteld. 296 Bl. Glosse zum Sachs. Landrecht Am Schlüsse Hy hendet sich dy glosa des dritten buches lantrechtes dy do volbracht ist n. er. g. dryczenhundirt iar in deme sechs vnd achtzigisten iare u. s. w. Auf dem letzten Membran- vorsetzblatte ein Stück der sächs. Distinctionen.

43. Berlin ebend. Ms. germ. f. 616, früher im Besitz der v. Langen, dann v. Lüning. Pap.. 1466, niederd. Sächs. Landrecht mit der Glosse in 3 B. zu 63, 70, 81 Artt Finitus ... per me Iohannem Hardenberch sab a. d. mitte- simo quadringentesimo sexagesimo sexto.

44. Berlin ebend. Ms. germ. f. 620. Membr. 13. Jahrh. Bruch- stück des schwäb. Landrechts mit dem Königebuch. Archiv X. 415 ff.

45. [219.] Berlin ebend. Ms. germ. f. 625, früher National- museum in Prag und Heinr. Holtmann, Pap., 149 Bl. Anf. d. 15. Jahrh. mitteld. Sächsische Distinctionen u. d. T. buch der beweyzunge in 5 Büchern.

46. [220.] Berlin ebend. Ms. germ. f. 626, früher Prof. Heinr. Hoffmann, Pap., 39 Bl. einspaltig, 15. Jahrh., mitteld. Richtsteig Landrechts mit Register in 49 Capp.

47. [426.] Berlin ebend. Ms. germ. f. 631, früher Oberberg- rath Steinbeck zu Brieg. Membr. 14. Jahrh., 245 Bl. gr. x Folio, mitteld., mit Bildern, von denen jedoch die gröfseren " ausgeschnitten sind. BL 1-37 Weichbild mit eigentüm- licher Glosse, im Anf. defect, beginnt mit vor den vir ben- ken in der GL zu Art 10; der letzte Art 112 von den Juden. BL 38—41 K. Albrechts Constitutionen mit Register über 17 Artt BL 41 — 245 Sächsisch Land- recht lat. u. deutsch in 3 B. zu 73, 73, 85 Artt (der letzte III. 51) mit der Glosse. Die Einleitung giebt dem Buche dreierlei Namen, der sachsin Privilegium, der sachsin Spiegel und tantrecht, und schreibt die Glosse dem Rechtslehrer Andreas zu. A. E. Benedicamus patrem et ßlium cum saneto spiritu. Laudemus et super exaltemus cum in secuta.

48. Berlin ebend. Ms. germ. f. 693. Pap., 15. Jahrb., 108 Bl. Folio, mitteld. Schwäbisch Land- und Lehnrecht. A. E. Acb got wie fro ich was Do dis buches ein ende was. —< — Amen ipsa die patri et pauli app. xliiil

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49. Berlin ebend. Ms. germ. f. 694, ans Wasserbarg. Pap., 15. Jahrh., 163 Bl. Folio, oberd. E. Ludwigs Rechtsbuch, dem sich BL 74 ohne Sonderang das Rechts buch Ru- prechts v. Freisingen anschließt mit der Rubrik Ob ein man denn andern %e tod siegt. ExpL Uber iudiciorum per Ia- cobum hueber t. t. succentorem Wasserburge. A. d. null, quadring. sexag. septimo etc. Das puech gekortt %u Iorgn Ettlinger d. *. Rantmaister zu Wasserburg.

50. [88.] Berlin ebend. Ms. germ. f. 727, früher Profi Dieck in Halle. Membr. 1407, mitteld. Sachs, Land- und Lehnrecht, Magdeburger Dienstmannenrecht Homeyer Ssp. ELI S. 12 Nr. 15.

51. Berlin ebend. Ms. germ. f. 728, früher Dieck, dann Aus- cult Leiiaring. Membr. 1407, mitteld. Richtsteig Land- rechts.

52. [88.] Berlin ebend. Ms. germ. f. 729; früher Dieck und Leifsring, Membr. 1407, mitteld. Weichbild.

Die Nrn. 50—52 von derselben Hand geschrieben waren früher in einen Holzband zusammengebunden.

53. Berlin ebend. Ms. germ. f. 730, früher Reg.R. Sprickmann zu Munster. Membr., Anf. d. 15. Jahrh., 287 BL Foho, niederd. Sächsisch Landrecht mit der Glosse in 3 B.; vor jedem das Register über Text, für B. I auch über die Glosse. B. I hat 65 glossirte 9 unglossirte Artt (1.7-14 und die Vorr. v. d. Herren Geburt), B. IL 67, B. HL 74 Artt, der letzte gleich Art HL 81 § 2, 82 § 1 der Vulgata. Epüog Gi sint des lantrechtes to ende homen — We rechte mynne de segge amen. Dann als Artt. des 3ten Buches de nine glosen en hebbet HI. 82 § 2—III. 91, des lammes lo- singe (in. 51) und noch einmal I. 7—14. — Sächsisch Lehnrecht ohne Glosse, in 87 gezählten, nicht rubricirten Capp. mit einem weiüäuftigen Register. Richtsteig Land- rechts u. d. N. schedeklot ofte richtesteiger in 50 Capp. mit alphab. Register und Epilog.

54. Berlin ebend. Ms. germ. f. 749. Pap., Folio, oberd. Schwäb. Land- und Lehnrecht auf 94 BL, Bairisch Landrecht mit neuer Foliirung auf 46 BL ExpL liber iuris completus per manus Heinricus dicti Attenhover a. d. mcccc septimo. Register zu beiden Rechtsbüchern.

55. [218.] Berlin ebend. Ms. germ. f. 750, früher Heinr. Hoffmann, Membr. 8, 14. Jahrh., niederd. Bruchstücke [71] 71

vom sächs. Landrecht, Stadtrecht, Dorfrecht, Kaiser- chronik. Hoffmann ßibi. p. 44— 46 Nr. xxm.

56. [304.] Berlin ebend. Ms. germ. f. 765, früher v. Möhler. Pap.. 15 Jahrh.. niederd. Sächsisch Landrecht mit der Glosse. Finitus per manus l. hildesen a. d. 1468 in vigilia assumtionis.

57. Berlin ebend. Ms. germ. 4. Nr. 4§1. Pap., 287 Bl. 8., oberd. Schwäbisch Landrecht in 385, Lehnrecht in 169 Artt.; Ottq<»rs Handfeste v. 1277 und Landfriede.

58. Berlin ebend. Ms. germ. 4. Nr. 740, früher v. Muhler. Pap., 15. Jahrh., 165 Bl. 8., mitteld. Sächs. Distinctio- nen defect

59. [448.] Berlin ebend. Ms. germ. 8. Nr. 252, vormals Josch und WeigeL Membr., 14. Jahrb., oberd. S. 1 — 314 schwäbisch Landrecht in 368, S. 314 — 395 Lehn- recht in 128 Capp. S. 395 — 413 Rudolfs Landfriede von 1287, mit vnd mit gunst vnd mit abbrechend. Vergl. den Krännerschen Auctionscatalog v. 16. April 1855, Leipzig S.lNr.l.

60. Berlin ebend. Ms. Boruss. f. 240, früher v. Duisburg, Pap., 15. Jahrh., mitteld. Culmisch Recht. Sächsisch Land- recht in 3 B. zu 64, 63, 88 Artt. Als Art 89 eine An- weisung über die Probe des heifeen Eisens; 21 Schöffen- sprüche. Magdeburger Schöffenrecht in 99 Artt. Magd. Schöffensprüche in 2 Büchern. Handfeste von Thorn und Culm v. J. 1233.

61. Berlin ebend. Ms. tat. f. 299, früher im Dom zu Havel- berg, Pap., 1448. Bl. 364—407 (nach alter Foliirung) sächs. Landrecht lateinisch nebst zwischengeschriebenen niederd. Erbrechtsregeln mit Belägen aus dem Ssp. BL 407 —418 zwei lateinische Register über das Landrecht Bl. 419 — 426 Rubriken des sächs. Lehnrechts nebst einigen Erbregeln. Archiv VIH. 832 Nr. 299, wo 1448 st 1478 zu lesen. — Ursprünglich waren hiemit in der vom Geh. Archivrath Riedel in Havelberg aufgefundenen Hdschr. zu- sammengebunden, und zwar vor dem obigen: BL 1 — 317 verschiedene civilistische und canonistische Materien latei- nisch mit einem Rex pacificus cunctorum beginnend. Bl. 318 -337 Erbrechtsregeln mitteld. worunter BL 329 r die Sipp- zahlregeln. BL 338 ff. lehnrechtliches lat BL 350-362 unter Materia teutunicalis niederd. Gerichtsfbrmeln mit

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lat Bemerkungen, oben S. 19. A. £. gescreeen to Upt%k n. ehr. g. 1448. Sodann nach dem obigen Bl. 508—516 materia conciHi Basileensis, BL 518 Inhaltsregister. Vgl. Serapeum 1840 S. 185.

62. [20.] Berlin ebend. Membranblatt., Bolio, mitteld. Bruch- stück der Blume des Sachsenspiegels.

62 Ä- Berlin ebend. Bin Membranblatt mit dem Rest eines zweiten, Folio, zweispaltig, Ende d. 14. Jahrh., niederd. Bruchstuck des sächs. Landrechts mit der Glosse, von IIL 78 §8 den schaden sal he gelden bis III. 81 §1 die honing mut, und eines Rubrikenregisters zum sächs. Lehnrecht von A. 26-37, 67-71.

63. Berlin Geh. Staatsarchiv, früher Provincialarchiv zu Mag- deburg. Pap., 15. Jahrh., Folio, niederd. Gerichtsbuch des Klosters dann Amtes Plötzke v. 1454 an, worin zwischen Einzeichnungen des 15. u. 16. Jahrh. auf 38 BL das Re- gister zum sächs. Landrecht mit 290, zum Lehnrecht mit 95 Rubriken; vom Texte nur 81 nicht rubricirte Artt des Landrechts (bis I. 55) von zwei verschiedenen Händen; von einer dritten Hand 95 nicht rubricirte Artt des Weich- bildes (19—27, 42—114 der Ausgaben), und Artt 31, 32 des Richtsteiges Landrechts.

64. Berlin ebend. Membr., 14. Jahrh., schmal Quart, niederd. Bruchstück der Glosse des sächs. Landrechts, zu IH. 44, 45, 52, 53. .

65. [23,353.] Berlin Joachimthalsches Gymnas., Oelrichssche Samml. Ms. in quarto 72; vormals Seidel u. von Plotho. Pap., 1412, niederd. Richtsteige des Land* u. Lehn- rechts; Gerichtsformeln. Homeyer Ssp. II. 1 S, 372 Nr. 2.

66. [24.] Bern Stadtbibliothek LitA. Nr. 37, Membr, $7Bl. in kl. Folio, 14. Jahrh. Das schwäb. Landrecht in 2 Buchern zu 213 u. 147, Lehnrecht in 144 Artikeln alt- französisch, schliefsend Amen Alleluia Peterman Cudrifin, Lafsberg Nr. 10. Herausgegeben von G. A. Matile, le miroir de Souabe, Neuchatel 1843.

C. Biberacensis s. Nr. 230.

67. [25.] A. Biener, Geh. Justizrath zu Dresden, Pap., 1546, Folio, mitteld. Bl. 1 — 85 Culmisch Recht, BL 85—167 Sächsische Distinctionen in fünf Büchern, geschrieben von P. Kühitz redner t*u Konsbergk. BL 168 ff. Magde- burger Urthel mit Erbrechtsregeln. [73] 73

6a A. Bienen Pap., 90 Bl. 4, 1538, mitteld. Iglauer Stadt- rechte und Schöffenrechte. Mährisches Stadtrechts- bnch in 34 Artt. unter Hie heben an die Brunner Recht. 69. A. Biener. Abschrift des 18ten Jahrh. ans der Hdschr. Nr. 568 auf 607 Folioseiten.

  • t70. [26.] Weiland Joh. Bodel, Deputirter v. Seeland bei den

Generalstaaten.Pap., 1409. Sachsenspiegel. Bibl I. Bo- . del, Hagae com. 1747 p. 292. Nietzsche 11. •71. [27, 446.] Weiland Prof. Bodmann zu Mainz, früher Bon dam zu Utrecht (Cod. Vestringianus Endemann), nicht mit Bodmanns Nachlafs an Archivar Habel zu Schierstein gelangt. Statuten v. Nymwegen. Klein Eaiserrecht. En- demann S. xliv Nr. 28.

  • 72. [450.] Weiland Bondam, früher Matth, v. Wicht in

Aurich. Pap., 16. Jahrb., 4., niederrhein. Klein Kaiser- recht, Groninger Chronik des Joh. v. Lemmego. v. Wicht Vorbericht zum ostfris. Landr. S. 87 ff. Endemann Nr. 26. Vielleicht Abschrift v. Nr. 294.

Andre Bondamsche Hdss. [29, 30] unter Nr.295,292. 73. [116.] Bonn, Bibl. der Leopold. Acad. der Naturf., früher zu Erfurt Pap., Folio, mitteld. Sächs. Distinctionen in 7 B., 1427. Urk. v. 1420 über die Exemtion der Juden vom Femgericht Drei Blätter aus einem (Mühlhauser?) Stadtrecht Klein Kaiserrecht «MO. Goldne Bulle. Ver- wand8chaftshaum. Zepernick Samml. H. 194, Böhme dipl. Beitr. L 34, Endemann xxxiv Nr. 13. — Abschrift in Giefsen, Adrian Nr. cnxciv.

  • t74. [31.] Oberhofprediger Boysen zu Quedlinburg erwarb

1758 aus der Auction des Otto Guerike einen Codex iuris Magdeburgici membr. Boysen Mon. ined. rer. Germ, praef. p. 2. Dessen histor. Mag. St 2 S. 187.

•t75, 76, 77, 78. [32—35.] Vormals in Braunschweig, BibL der Blasie-okirche. Vier niederd. Handschriften Vom laut- rechte; Richte Stig in dat lantrechte; Abecedarium speculi Saxonici; Registrum in dat lantr echte sive remissorium. Rethmeyer, der Stadt Bratuischweig Kirchenhistorie, Beil. zu Th. I. Cap. VI. Nr. 14 S. 79, 83. Sollen später an das Kammerdirectorium gekommen sein, sind aber jetzt nach Mittheilungen des Dr. Bethmann und des Dompredigers Thiele nicht mehr zu finden.

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e [74] 74

79. [36.] Bremen, Stadtbibliothek, ehemals Dombibhotbek, dann in den Händen des Dr. Wagenfeld. Membr. kl. Fol, niederd., 1342. Sachsenspiegel, dessen Stücke 1,2,3 das Landrecht, 4, 5 das Lehnrecht umfassen. Schlufs hir is ute der sassen speyghel. Conrad tob Würzburgs güldene Schmiede. Geschrieben von Hinricus hese van Rotstoch. Abschrift zu Celle aus Grupens Nachlafs. Nietzsche 15, Homeyer Ssp. I. S. xxxi Nr. 22, II. 1 S. 6 Nr. 5.

80. [37.] Bremen, Stadtbibl. Schrank 1 fol. 30. Membr., 193 Bl., 1417, niederd. Notizen über die Eintheilung der Hanse. Sächsisch Land recht mit der Glosse, in 3 Büchern zu 64, 70 und 70 Artt Im Epiphonem: post partum Christi .... anno mitteno cccc quatuor (d.i. 400) ordine deno iunctis quatemis annis domini quoque ternis. Scribi mandavit ... proconsul Wigger Fredericus. Scripsit Gotfridus ... de Sconenberge ... natus Westphalia. Mit kleinerer Schrift unter Subscripta denunciavit etc. Kienkok wider den Saehsensp. Nietzsche 16, Rump Verzeichnifs etc. Bremen 1834 S. 8.

81. Bremen ebend. SchrankI, Fol.40, Pap., nieders. Abecede des spigels der sassen, am Schlufs defect Rump a. a. O. S. 10.

82. [43.] Breslau, Centraibibliothek H. F. 5, früher bei den Augustinern in Sagan, Pap., 338 Bl, 1462, mitteld. Säch- sisch Landrecht mit der Glosse. Nietzsche 20, GauppIII.

83. [45.] Breslau ebend. II. F. 6, Pap., 293 BL, 15. Jahrh., niederd. Sächs. Landrecht lateinisch und deutsch mit der Glosse a. R. und der bewysunge umme len zwischen den Vorreden; Richtsteig Landrechts; sächsischLehn- recht mit lat Glosse a. R.; Richtsteig Lehnrechts; Register über die vorhergehenden Rechtsbücher; Weich- bild in 5 Büchern (vgl. Mühler Rechtshdschr. 19), Recht . der Magdeb. Dienstmannen, Gregors XI. Bulle. Grundlage für die Augsburger Ausgabe des Landrechts und der Richt- steige von 1516. Nietzsche 21, Gaupp IV, Homeyer Ssp. I. S. xv Nr. 1, II. 1 S. 7 Nr. 9, S. 372 Nr. 4,

84. [46.] Breslau ebend. II. F. 7. Pap., 190 BL, 15. Jahrh. Abecedarium. Glosse zum sächs. Landrecht, überschrie- ben Iste apparatus per d. Petrum de Polena (oder Posena) .... est compilatus, mit nachfolgendem Register. Verschie- denes aus römischem und canonischem Recht. Dazwischen

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Bl. 176 ein Aufsatz von gewedde, und BL 189 die Verlei- hung des Rechts von Seehausen an Osterburg. Gaupp X.

85. [40.] Breslau ebend. H. F. 8, vormals Kloster Heinrichan; 164 Bl. Membr. u. 30 BL Pap., 15. Jahrh. (nicht 1306). Sächsisch Landrecht mit angehängtem Lübschen Recht, und Lehnrecht sämmtlich lateinisch. Sächs. Land- recht in 124 Capp., Lehnrecht, Weichbild, Magde- burg-Breslauer Recht, Schöffensprüche, sämmtlich mit- teld. Nietzsche 19, Homeyer Ssp. I. S. xxxi Nr. 21, II. 1 S. 6 Nr. 6.

86. [41.] Breslau ebend. U. F. 9, früher Kloster Camenz, 140 BL Pap., 15. Jahrh., mitteld. Weichbild mit der Glosse in 135 Artt Gaupp VH,

87. [42.] Breslau ebend. HF. 17, ebendaher, 361 Bl. Pap., 15. Jahrb., mitteld." Sächs. Lehnrecht mit der Glosse, Schwäb. Landrecht in 4 Büchern, Richtsteig Lehn- rechts mit der „Weise des .Lehnrechtstt, Gaupp VI. Ho- meyer Ssp. n. 1 S. 7 Nr. 7, S. 372 Nr. 3, S. 398.

88. [47.] Breslau ebend. H.F. 18. 305 Bl. Pap., 1453. mitteld. Blume des Sachsenspiegels. Gaupp IX.

89. [38.] Breslau ebend. H. Q. 2, vormals Dr. Uber zu Brieg, 56 JH. Membr., 14. Jahrh., mitteld. Sachs. Landrecht mit dem Judeneide in 141 Artt, Magdeburg-Hallisches Recht von 1235, Art 2 des S. Lehnrechts. Nietzsche 18, Homeyer Ssp. I. S. xxx Nr. 20.

90. [39.] Breslau ebend. tt Q. 3, vormals Brieg, 97 Bl. Membr., 14. Jahrh., mitteld. Magdeburger Schöffenrecht, Sachs. Landrecht ohne Büchereintheilung. Gaupp. V.

91. [44.] Breslau ebend. n.Q.4, vormals bei den Augusti- nern zu Sagan, 539 BL Pap., 15. Jahrh., mitteld. Als tres hbri meydburgesehen rechts: Weichbild lat und deutsch, Sachs. Landrecht lateinisch mit eingemischten deutschen Sätzen in 374 Artt, Lehnrecht deutsch in 155 Artt, mitten darin Gregors Bulle wider den Ssp. Sachs. Distinctionen in 5 B., zwei alphabetische Register mit eingestreuten Schöffenurtheilen, Richtsteig Landrechts, Register, Sächs. Landrecht in 3 B., Bruchstücke des s. Lehn- und Landrechts. Gaupp VHI, Homeyer Ssp. II. 1

S. 7 Nr. 8.

92. [48.] Breslau, Stadtarchiv. Membr., Anf. d. 15. Jahrh.,

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Folio, mitteld. Ar bor. consang. Blume des Sachsenspiegels mit den Rechtsregeln und zwei Registern. Gaupp XIX. 93« [49.] Breslan ebend. Membran, 16. Jahrh., Folio, mitteld. 234 Magdeburger Schöffensprüche von 1429 bis 1547. Gaupp XX vgl. S. 256. Nach Franklin, Magdeb. Weis- thumer für Breslau 1856 S. 30 ff. befinden sich die Origi- nalurkunden beim K. Stadtgericht zu Breslau.

94. Breslau ebend. Membr. 14. oder 15. Jahrh., Folio, mitteld. Systematisches Schöffenrecht in 5 B. Gaupp in Richter Jahrb. f. D. Rechtsw. 1839 S. 794.

95. Breslau ebend. Membr. Breslaner Landrecht. Nach Klose's wohl irriger Angabe in der dokumentarten Gesch. v. Breslau Bd. 2 TL 2 1781 S. 337. Vgl. Gaupp Schles. Landr. S. 50.

Die Angabe in Böhme's dipl. Beitr. VI. 1 über mehrere Hdss. des Sachsensp. [50.] auf dem Stadtarchiv lautet zu unbestimmt

96. [51.] Breslau, Bernhardinerbiblioth., Pap., 1423. Folio, mitteld. Verse Ein orspring aller Weisheit. Bulle Gregors wider den Ssp. mit einem Schreiben des Bischofs Wenzels. Sachs. Distinctionen in 5 B., Richtsteig Landrechts, Sätze über die Acht etc. Schreiber Jacob de Cmlchaw. Register über d. Dist von Nicolaus geschrieben. GteuppXXII.

97. [52.] Breslau, Bibl. des Appellationsgerichts, vormals Uber. 152 BL Membr., 14. Jahrh., mitteld. Buch der Könige,, im Anfange defect; schwäb. Landrecht in 3 Büchern zu 117, 128, 149 Artt., Lehnrecht in 153 Artt Finis adest operis, mercedetn posco laboris. Mittheilung vom Hrn. Rath Juppe.

98. [53.] Breslau ebend., ebendaher. Pap., 15. Jahrh., mit- teld. Wenzels Kirchenrecht (Hand des 17. Jahrh.). Syste- matisches Schöffenrecht in 5 B. Breslauer Land- recht mit Register in 364 Capp. Sachs. Lehnrecht in 154 Capp. Rubrikenregister über das Schöffenrecht Klose neue lit Unterh. II. 1775 S. 531, Homeyer Ssp.H.l S.8

99. [54, 526.] Breslau ebend. Pap., 1459. mitteld. Slossil des landrechts. A. £.: Noch Crists gebort als man schreibit vier einhundert jar md newnmdfumffctig Am obinde des heiligen bischoffs Sancti Erasmi md mertirers Ist dis buch geendit. Gelobit sey got nt> vnd ewig. Klose a.a.O. u. $. 518.

Nr. 10. [77] 77

100. [55.] Breslau, Rehdigersche BibL, 69 Bl. Pap., Folio, 1422, mitteld. Breslau er Landrecht in 364 Capp. Passio domini papoe. Rechtssätze und Formeln. Gedicht Wer do sal eyn Hehler sin. Nietzsche 22, Gaupp XII.

101. [56.] Breslau ebend. Pap., Folio, 1539, mitteld. Bres- lauer Landrecht in 351 Capp. nebst 13 Znsatzcapiteln. Register zu einer Sammlung von 233 Magdeb. Urtheln. Nietzsche 23, Gaupp XIII.

102. [57.] Breslau ebend. Pap., Folio, 15. Jahrh., mitteld. Systemat Schöffenrecht in 5 B. Alphabetische Rechts- regeln Ad decus. Von späterer Hand Breslauer Privi- legien. Gaupp XIV.

103. [58.] Breslau ebend. 543 beschriebene u. 26 unbeschrie- bene BL Pap., Folio, mitteld. Remissorium über ver- schiedene Rechtsbücher, im J. 1484 begonnen. Gaupp XV. und S. 211.

104. [59.] Breslau ebend. 379 Bl. Pap., Folio, 1468, mitteld. Theodor v. Bocksdorfs Repertorium. Gaupp XVI.

tl05. Brieg, Gymnasialbibl. Pap., 1517. Sächsische Distin- ctionen. Mitth. v. Dr. Gey der.

Die Brieg er Hdss. des sächs. Landr. [60, 61.] s.

unter Nr. 47, 202. C. Bruehlianus s. unter Nr. 169.

  • tl06. [62.] Brunekenthalscher Nachla.Cs in Hermannstadt,

Membr. Sachsenrecht mit einem Gemälde. Archiv IV. 179. Nietzsche 24. 107. Brünn, Stadtarchiv. Membr., 249 BL Folio, Anf. d. 14. Jahrh., mitteld. Bl. 3—25 Register. BL 25—128 schwä* bisch Landrecht in 306 Capp. eigenthümlicher Ordnung. Bl. 130—165 Magdeb. Schoffenrecht in 244 Capp. BL 165 —186 von .Klagen u. Urtheilen mit 43 Magdeb. Ur- theilen, denen sich unter Nr. 44 — 63 die Chronik an- schliefst. Bl. 186 — 223 Iglauer u. Prager Stadtrecht. Bl. 223 — 248 Brunner Stadtrecht. Archiv X. 688, Röfsler Rechtsdenkmale II. S. cxxvinff. tl08. Brünn ebend.? Pap. 1) Leges Magdeburgenses cum capitibus et eorum distinetionibus. 2) Manipulus vel di* rectoHum iuHs civilis etc. pHmo de iudicio et die partibus praefixo. Röfsler a. a. O. S. xlviii. 109. [63.] Brüssel, Burgund. Bibl. Nr. 3809—3812. Pap., 1449, Folio, mitteld. Klein Kais er recht Schwäbisch Land-

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u. Lehnrecht. Deutsche vita patrum. Kampfregeln. Mone Anzeiger 1835 Sp. 303, Archiv VII. 803, Endemann S. xli Nr. 24. Catal des Mss. de la bibl Roy. des ducs de Bourg.

  • I. 77, n. 1 S. 356, 2 S. 207.

110. Brüssel ebend. Nr. 14689-91, früher deRenesse, 14. Jh. mit Miniaturen. Buch der Könige, schwäb. Landrecht als buch des keysers, schwäb. Lehnrecht. Lafsb. Nr. 18, Catal etc. I. 294, TL 1, 358. +111. Brüssel ebend. Nr. 18476, im Okt. 1840 in Leipzig er- kauft, Pap., Folio, mitteld. Schwabenspiegel; Schlufs Hie enden sich die Key serlichen rechte. Beschriben zu Heyne a. 1489 etc. Archiv VIII. 546.

»tll2. [64.] Vormals v.Büling, O. App.G.Rath zu Celle, Sächs. Landrecht mit der Glosse, im J. 1795 an K.G.v. Anton zu Görlitz gesendet. Nietzsche 25.

  • tll3. Vormals v.Bülow, Folio. Schöffenurtheile, im Oktbr.

1836 versteigert. Bibl Bulov. Th. 3 Nr. 659.

114. [66.] Cassel, Landesbibl. Ms. Iur. 45. Membr., Folio, 14. Jahrh., mitteld. Schwäb. Land- u. Lehnrecht mit Register. Hirsching H. 247, Lafsberg 15.

115. Cassel ebend. Membr., Folio, 14. Jahrh., niederd. Frag- ment des sächs. Landr. H. 29—31 mit Glosse.

116. Cassel ebend. Ms. Iur. 44. Pap., Folio, 15. Jahrh., nieder- rhein. Schwäb. Land- u. Lehn recht in 530 durchge- zählten Capp., wovon 378 auf das Landrecht kommen, mit kurzem alphab. Register. Archiv VI. 204, Lafsberg 16.

Das Archiv VI. 204 führt vier Hdss. des Schwabensp. auf; die Ms. iur. 27 n. 28 enthalten aber nur die ersten Entwürfe zur Ausg. des Schwabensp. in Sen- kenberg Corp. iuris.

117. Cassel ebend. Pap., Anf. d. 15. Jahrh., hoch Quart, gegen 150 BL, mitteld. Ritterspiegel, Gedicht auf 80 Bl. Eise- nacher Rechtsbuch in 3 B. Ortloff Dist. lii u. 625ff., Kopp Bilder etc. I. S. 3 ff.

118. Cassel ebend. Ms. theol fol.45, Pap., 15. Jh., kl. Folio, niederd. Sermones discipuli de tempore, Richtsteig Lehn- rechts, vom Verlust des Lelms, K. Rudolfs Landfriede. Homeyer Ssp. II. 1 S. 107, 373 Nr. 5.

119. [67.] Cassel, Stadtarchiv, Pap, 1414, Fol,, niederd. Re- missorium'über das sächs. Landr. und Glosse. Kopp, Verf. der Hessischen Gerichte I. S. 63. [79] 79

120. [68.] Celle, O. App. G. Bibl., froher Grupen. Membr, 4. oder grofs 8., Mitte d. 14. Jahrh., niederd. S&chs, Lehn- recht in 5 B., Landrecht in 119 Artt, im Anf. defect. Nietzsche 27, Homeyer Ssp. I. S. xxx II. 1 S. 9 Nr. 11.

121. [69.] Celle ebend., früher v. Münchhausen, Surland, Gru- pen. Membr. 14. Jahrh., 4. oder kl. Fol., mitteld. Weich- bild, Magdeb. Schöffenrecht in 59 Artt, Sächs. Landrecht in 151, Lehnrecht in 80 Artt. Culmische Handfeste v. 1251 in 26 Artt. Nietzsche 28, Homeyer Ssp. H. 1 S. 9 Nr. 12, Spangenberg S. 10, 22, 23, 52, 54, 131, 132.

122. [70.] Celle ebend., früher Grupen. Pap., Fol., 15. Jahrh. Das sächsische Landrecht lateinisch mit niederd. Einschaltungen uiyi dem Glossenprolog 0 heUon latein. Nietzsche 29, Spangenberg S. 10, 19, 40, 41, 49, 133, Homeyer Glossenprolog S. 5.

123. [71.] Celle ebend., früher Surland, Grupen. Membr., 15. Jahrh., grofs 4., niederd. Das Greifswalder Abeceda- rium v. 1400, Spangenberg S. 73, 74, 133.

124. [72.] Celle ebend., früher Grupen. Pap., 15. Jahrh. Fol., niederd. Abecedarium über den Sachsensp. auf 167 BL, Consuetudines feudorum. Bernhardus de planctu mundi etc. Spangenberg S. 74, 134.

125. [73.] Celle ebend., früher Strube, Grupen, C. Krammianus. Pap., 1419, Folio, mitteld. Richtsteig Lehnrechts, Sächs. Lehnrecht, mit der für sich folgenden Glosse. Homeyer Ssp. H. 1 S. 9 Nr. 13, S. 373 Nr. 6.

126. Cleve, Stadtarchiv, Pap., Folio, lste Hälfte d. 15. Jahrh., niederd. Rieht steig Landrechts Hier begini dat Spiegel van sassen off de scheepen cloet in 47 Capp. Clevische Stadtrechte. Mittheilung von Lacomblet.

127. Collmar, StadtbibL, Pap., 1422, oberd. Buch der Könige, Schwäb. Landrecht: Hie vahet an der Keyserrecht und landesrecht, schliefsend mit Cap. 322 Lafsb., geschrieben von Joh. Kym. Archiv VIH. 467.

128. [74,75.] Cölln, Stadtarchiv I\ Membr., kl. 4., 15. Jahrh.. niederrhein. Aeltere Cölner Verordnungen. Richtsteig Landrechts auf 24 BL als scheyve cloit. Kl. Kaiserrecht auf 34 Bl. Kölnische Statuten. Endemann S.xxxix. Nr. 21.

Cod. Coloniensis s. Nr. 246.

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•12.9. [76.] Vormals Joh. Heinr. Conrad, Würtemb. Rath zu Breslau. Pap., 1517. Systemat Schöffenrecht in 5B. Hartknoch Alt. u. N. Preufsen II. 578, u. Sei. diss. histor. Diss. 17 S. 355, vgl. Richters Jahrb. 1839 S. 795.

•130. Constanz, Stadtarchiv. Membr., 228 Bl. gr. Folio, oberd. Rechtsbuch in c. 880 Artt aus Sachsen-, Schwabenspiegel und den fremden Rechten gearbeitet, von Joh. Frauenlob geschrieben, nach Lafsberg Nr. 74 im J. 1449, nach Amann im Lectiouscatal. der Freiburger Univers. 1837 p. 17, 18 im J. 1417.

131. [77.] Cracau, Universitätsbibl. Membr. 309 Bl. kl. Folio, 1308 (?) Lat Uebersetzung des sächs. Landrechts (mit angehängtem Lübschen Recht) und Lehnrechts. Sachs. Land- und Lehnrecht mittelt^utsch, in 88 u. 156 Capp. Weichbild. Gaupp Magd. R. 185, Nietzsche 30, Ho- meyer Ssp. IL 1 S. 9 Nr. 14.

132. [78.] Cracau ebend. CC.III.32. Pap. u. Membr., 175Bl. Folio, 15. Jahrh., mitteld. BL 1—128 Sachs. Distinctio- nen in 7B., Bl. 133—147 Sciföffenurthel unter inci- piunt seilt, decrete per scab. supremi iuris Theutonici M. Castri Crac. von Gebauer gerade vnd purger. Der letzte Spruch von anefal vnd theilung. Prodromus zum Cracauer Lectionscatal. v. 18 ff.

133. [79.] ebend. CC. IH. 55. Pap., 222 BL Folio, 15. Jahrh. Bl. 1 — 90 Summa iuris canonici. BL 97 —115 Sächs. Landrecht lat, BL 116 —155 Schöffenurthel begin- nend Von rechtin Vormunde. Zwei theolog. Werkchen. Ebend. u. Gaupp Magd. R. 190 Nr. 28.

134. [80.] Cracau ebend. Membr. 14. Jahrh., Folio, mitteld. Privil. Casimirs v. 1356.. Register über Landrecht u. Weich- bild. Sachs. Landrecht BL 15—69 in 390 Capp., wovon aber 365—390 dem Ssp. fremd sind, Weichbild Bl. 70 —89 in 112 Artt Cracauer Lectionscatal. v. 18-f-f-, und Mittheilung von ./. C. Trojanski.

♦135. Cues bei Berncastel, am Spital des Cardinais Cusanus, Cod. chart. Nr. 13 CC. Msp. iur. civ. niederrhein. Schwa- benspiegefc Lafsberg Nr. 19. 136. [82.] Danzig, Stadtbibl. als »Iurispr. Fol. C. 56 Culmi» sches Recht zu Magdeburger Weichbilde etc.tt bezeichnet, 1427, mitteld. Sachs. Distinctionen in 5 B. Hanow in [81] 81

der Vorr. zum ius Culmense ex ultima revis. Danzig 1745, § 32 S. 19.

137. [394.] Danzig ebend. Iurispr. xvm C. 12, früher v. Bodeck, dann J. F. Schumann. Pap., Folio, 15. Jahrh., mitteld. Sy- stemat. Schöffenrecht in 5B. Hanow Preufs. Samml. H. 548 Anm. HI. 451 fF. Leman Culm. Recht vnff.

138. [386.] Danzig ebend. Iuri&pr. xvm C. 48, früher Valentin Schlieff, Membr., Folio, 15. Jahrh., mitteld. Culmer Hand- feste, Magdeburger Schöffenurtheile; von den 203 des Registers sind nur 140 und ein Stück von 141 erhalten. S chwäb. Landr. 267 Capp. Als liber sec. C. 1—35 schwäb.

. Landr. Lafsb. 118, 121—144; C. 36-301 M. Schöffenrecht; C. 302-350 Urtheile. Chronik, Iglauer Bergrecht in 78 Artt. Vgl. Nr. 107. Hanow Vorr. § 26.

139. Danzig ebend. Iurispr. xvm C. 47. Pap., 16. oder 17. Jh. Culmische Handfeste u. andre Culmische Rechte, Magde- burger Urtheile. Leman a.a.O. S. xvu.

140. Danzig ebend. Iurispr. fol.C. 8. Pap., 16. oder 17. Jahrh. U. d. Titel supplementum iuris Saxonici eine lat. Ueber- setzung der Magdeburger Fragen in der gedruckten Form u. 60 Leipziger Urtheile. Mittheilung aus Danzig.

141. Danzig ebend. Iurispr. fol.C. 143. Tap., Folio, mitteld. Neun Bücher sächsischer Distinctionen; voran die Erklärung des Verwandschaftsbaumes. Scriptus et completus est liber preseus .... per me Iacobum Kynappel de Dantzk .... duo Nicoiao Sebenstretzel Burgimagistro civ. Marien- burgk a. d. 1482. Mittheilung aus Danzig.

142. [83.] Danzig ebend. Pap., mitteld., 15. Jahrh. Neun Bü- cher sächs. Distinctionen; voran ein Rubrikenregister. Statt des letzten Art. der Pölmannschen Ausgabe IX. 23 steht vom lehnrechte und darmit man sein lehn verwircken mag. Im 2ten Cap. des B. 1 S. 3: sider der czeit das ... dis buch angehoben war dt tzu schreibin was 1445 jar etc. Hanow a. a. O. § 48,.49.

143. Danzig, Bibl. des Stadtarchivs W. I fol. Pap., Anf. des 16. Jahrh. Culmische Handfeste, Weichbild mit Chronik in 2 Abth,, beginnend Nu vornemet und Als man Magdeb. allererst, in 77 Capp. Sächs. Landrecht in 352Capp.

144. [84.] Darmstadt, grofsherz. Bibl., früher Hirschberger und in Hanau, Pap., 15. Jahrh., Folio, mitteld. Alphabe- tisch geordnete Rechtsregeln Ad decus. Magdeburger

6 [82] 82

Schöffenurtef, Arbor consang. etc. Senkenberg vis. p. 74 sq., Gerken Reisen IV. 286. Abschrift in Giefsen von den Regeln, Adrian cot. cmlxvii. 145. [85.] Darm Stadt ebend. 730, Pap., 1473, Folio, oberd. 2200 alphabetisch geordnete Rechtsregeln ans Ssp., Schwa- bensp. u. sächs. Distt. mit Register bis Bl. 239; goldne Bulle bis 248; Schreiben des Costnitzer Concils bis 251,- Gesetze Friedrichs I. u. U. bis 257, mit einer Glosse; zu- letzt von dem Verlust des Lelms mit der Erwähnung des Iacobus Cokmbi B1.268. Richtsteig des Landrechts in 2Bu- chern bis BL 295, schliefsend et sie est ßnis per me Eros- tnutn pinttberger ... a. d. 1473. Lehnrechtliche Compila- tionen bis BL 303. Senckenb. C. Iur. Germ. T. I. P. 1. Vorr. § 109 p. lxxviii u. S. 128, 248.

  • tl46. [86.] Vormals Degen, Holstein. Etatsrath, Membr. 72 Bl.

Folio, niederd. Sachs. Landrecht u. d. T. Sassen land- recht. Finitum per manus Petri Talcken eigilia S. Urbani mccclxil Auf dem letzten BL zwei Darstellungen von gerichtlichen Handlungen. Dreyer Beitr. 1783 S. 149,163ff. Nietzsche 31.

[87.] Das vormals zu Deggingen, jetzt in der Fürstl. Oettingen-Wallersteinschen Biblioth. zu Machingen befindliche altdeutsche Rechtsbuch ist E. Ludwigs Rechtsbuch.

147. Dessau, Herzogl. Gesammtarchiv, aus der Bibl. des Für- sten Georg von Dessau Nr. 68. Membr. -ff. Jahrh., 107 Bl. in Folio, zweispaltig, mitteld. BL 1 Rechtsregeln. Bl. 2 Ru- brikenregister zum sächs. Land- u. Lehnrecht B1.6 C.2 Nachweiser einzelner Materien im Landrecht Bl. 9 Magdeb. Dienstmannenrecht u. Vorreden, auch v. d. Herren Geburt Bl.ll C.2 S. Landrecht in 3 B. zu 71, 72, 91 nicht ru- bricirten Capp., mit Remissionen a. R. Ebenso Bl. 42 C. 2 das Lehnrecht in 80 Capp. BL 59 C. 4 der Richtsteig Landrechts in ungezählten aber rubricirten Capp. mit Re- missionen im Texte und dem Epilog Dis haben wir. BL 84 C. 4 Weichbild mit Register und Chronik in 146 Capp.; das letzte Von der iuden recht giebt die Judensatzung Hein- richs v. Meifsen lateinisch — sine adduccione testium exceptis. BL 107 C. 2 von andern Händen noch ein Verzeichnifs von „honig geldere* aus Golfsen, Schönwalde etc. (im Kreise Luckau) und einige wohl von einem Franciscaner herröh-

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rende Sätze, Lex franczi cum feste — Respice finem. In nomine domini amen,

148. Dessau ebend. Nr.46. Membr. f£. Jahrh., Folio, zwei- spaltig, niederd. Glosse des sächsischen Landrechts sofort mit Twe swert lyt got. Disse synt, dar af steit in dem heiligen ew° beginnend. In Buch I fehlen die Capitel- zahlen9—13, welche I.A. 7—14 entsprechen; B.III schliefst mit Cap. 89, gleich Art. 87 der Ausgaben.

149. Graf T. Dzialynski in Posen. Pap., 15. Jahrh., 370 Bl. 4., von verschiedenen Händen, im 16. Jahrh. als Uber Stanislai notarii bezeichnet. Bl. 130—137 die Register zu den drei nächsten Rechtsbüchern als Numerus iuris municipalis. De statutis imperii terris Saxonie. Registrum libri iuris pro- vincialis. Bl. 137v-166 das Weichbild lateinisch in 109 Capp. Bl. 166v—170 in 8 Capp. das doctrinelle Stuck des Weichbildes Nunc placeat audire — — tot erunt et pene (s. oben S. 30). Iste Uber completus est in Solecz in die Ce- cilie a. D. 1435 per S. de Oppatow. Bl. 175—238 als his provinciale das sächs. Landrecht lat in 278 Capp. mit der Vorrede Secus viam edifico, geschrieben 1466. Bl. 239v —246 als Capitula iuris Teutunici kurze Rechtsregeln:

Rem in palam deductam--de licentia iudicis. B1.298v-322

das sächs. Lehnrechtlat. Explicit — a. d. mcccc0 Ix nono. Bl. 331—342 Rechtssprüche lat, der erste de legitimo pupillari tutore von Magdeburg noch Cracau ergangen; von BL 338v an blofse Rechtssätze. Nach dem Archiv XI. 397—401 und eigner Einsicht.

  • tl50. [89.] Vormals Dortmund. Bruchstück einer Bilderhdschr.

des Sächsischen Landrechts. Ein Bild zu II. 15 in Spangenbergs Beitr. z. Kunde der D. R. Alt Taf. 2 aus den Papieren Dreyers, als flgura quam ex fragmentis eeteris cod. Tremoniensis nuper ad manus meas delatis delinean- dam curavi.

  • tl51. [90.] Vormals Dortmund, Stadtarchiv. Klein Kaiser-

recht. Schon nach Senkenberg C. Iur. Germ. 1.1 Vorr. § 33 dort nicht mehr zu finden.

Die Hdschr. des Dortmunder Archivs [91.] s. unter

152. [93.] Dresden, K. öffentl.Bibl. Membr. 14.Jahrh., mitteld. Bruchstück des sächs. Landrechts auf 2 BL gr. Folio. B. III. 31-51. Nietzsche 34.

Nr. 37.

6*

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153. [100.] Dresden ebend. M. 3. Pap., Anf. des 15. Jahrh., gr. Folio, mitteld. Weichbild glossirt in 135 Artt. ohne Jadeneid. Falkenstein Beschr. der K. öffentl. Biblioth. zu Dresden S. 375.

154. [109.] Dresden ebend. M. 3b, bis 1838 dem Stadtrath daselbst gehörig. Pap., 15. Jahrh., Fol., mitteld. Glossen- prolog 0 helion. Weichbild C. 1 — 6. Sächs. Land- recht glossüi;. Nietzsche 39, Homeyer Glossenprolog S. 6

155. [107.] Dresden ebend. M. 20* Pap., Folio, mitteld. Ur- theile verschiedener Schöffenstühle, Rechtssätze meist ans den sächs. Distinctionen. A. E. Ha vela contracta iudicis per me AB. Ao 1524. Falkenstein a. a. O. 377.

156. [106.] Dresden M. 20*, Pap., Ende 15. Jahrh., Folio, mitteld. Alphabetisch geordnete Auszüge aus Ürtheilen verschiedener Schöffenstühle, u. Gesetzen. Falkenstein 377.

157. [96.] Dresden ebend. M. 21, früher Sangerhausen, Pap., 1388, Fol., mitteld. Sächs. Distinctionen in 7 B. zu 47, 9, 17, 46, 32, 29, 1 Capp. Hy hat dys buch eyn ende — zo blybe wyr alle gotes kynt. A. D. milles.Hricent. octua- ges. octaeo etc. Zwanzig Sätze über Stadtrecht von neuerer Hand. Senkenb. eis. 77, 177, Falkenstein 375.

158. [111.] Dresden ebend. M. 21a, früher im geh. Archiv daselbst (Archiv VI. 228). Pap., 1388, Fol., mitteld. Sch wä- bisch Landrecht mit Register in 372 Capp., C. 368 gleich Lafsb. 377, C. 369-371 Judeneide, ohne Nummer unter Hic incipiunt statuta imperatoris die § 1—6 aus Rudolfs Landfr. v..1287, als C. 372 eon selbgerichte Stücke dessel- ben Landfr. bis § 35. Lehn recht mit Reg. in 145 Capp.; letztes gleich Lafsb. 159. Schreiber Joh. de Raneberg, Anf dem letzten Bl. eine Beschwörungsformel. Falkenstein 376 und Mittheilung von Biener.

159. [99.] Dresden ebend. M. 23. Pap., 15. Jahrh., Fol., mitteld. Weichbild mit Glosse, die ersten 11 Bl. fehlen; Sächs. Lehnrecht mit Gl., Richtsteig Lehnrechts, zwei Ur- kunden. Homeyer Ssp. II. 1 S. 13 Nr. 18, S. 373 Nr. 7. Falkenstein 375 ff.

160. [104.] Dresden ebend. M. 24. Pap., 1475, 175 Bl. Folio, mitteld. Theodorich v. Bocksdorfs Remissorium v. J. 1453. Zepernick Samml. II. 189, 190, Falkenstein 376. Herschel im Serapeum 1855 S. 222. \

Nr. 5. [85] 85

161. [97.] Dresden ebend. M.25, früher Böhmes C. Bregensis und v. Münchhausen, Membr., Anf. d. 15. Jahrh., Folio, mitteld. Urkunde von 1390; Sachs. Distinctionen in 6 B. (Grundtext zu Böhmes Ausg., s. dessen dipl. Beitr.

I. 34ff.) Hallisches Recht von 1235, Magdeb. Schöffen- urtel (Böhme VI. 90—157). PriviL deliberationum. Fal- kenstein 374.

162. [103.] Dresden ebend. M.26. Pap., Anf. d. 15. Jahrh., Folio, mitteld. Sächsisch Landrecht glossirt, (statt

II. 64 bis IH. 19 zwölf leere BL). Richtsteig Lehn- rechts, Cautela u. Premis. Weichbild in 154 Artt. glossirt Markgraf Heinrichs J udenordnung v. 12 65. Richt- steig Landrechts. Nietzsche 37, Homeyer Ssp. II. 1 S. 373 Nr. 8, Falkenstein 374.

163. [105.] Dresden ebend. M. 27. Pap., 15. Jahrh., Folio, mitteld. Sächsisch Landrecht glossirt in 3 B. zu 70, 69,83 Artt. Richtsteig Landr. als 4tes Buch. Nietzsche 38, Falkenstein 373.

164. [98.] Dresden ebend. M. 28, früher v. Münchhausen, Böhmes Cod. OppoL Pap., Anf. d. 15. Jahrb., Fol., mitteld. Sächsische Distinctionen in 5 B., im Anf. defect, a. d. m° iiiic0 xxii die mens. Octobr. Magdeburg-Breslauer Recht v. 1261 u. 1295 nebst Schöffenurtheilen. Sächsisch Landrecht in 351 Artt, deren letzter dem Ssp. fremd. ExpL specukim Saxonum per manus Segismundi de Kame- ng cz finitum in crastino scte Katherine virg. et martiris. A. d. milles. quadring. quinto. Urtheile von späterer Hand. Böhme dipl. Beitr. I. 32ff., Nietzsche 36, Homeyer Ssp. I. S. xxvi Nr. 14, Falkenstein 373.

165. [94.] Dresden ebend. M. 29. Pap., ff. Jahrh., kl. Folio, mitteld., mit manchen Lücken. Sächsisch Landrecht in 3 B. zu 71, 72, 91 Artt. Reichsabschied v. 1235. Sachs. Lehnrecht. Nietzsche 35, Homeyer Ssp. II. 1 S. 13 Nr. 17, Falkenstein 373.

166. [95.] Dresden ebend. M. 30, Pap., ff. Jahrh., Fol., mit- teld., im Anf. und Ende defect. Sächsische Distinctio- nen, Probe in Senkenb. vis. 177. Lauhn ep. ad Kobium, Jen. 1763 p. 7, Falkenstein 374.

167. [108.] Dresden ebend. M. 31, Pap., Mitte d. 18. Jahrh., Folio. Gottscheds Abschrift des schwäb. Landrechts aus der Wolfenbuttler Nr. 712. Falkenstein 374. [86] 86

168. [92.] Dresden ebend. M. 32, Cod. picturatus. Membr., 92 Bl. gr. Folio, 14. Jahrh., mitteld. Reichsabschied v. 1235 defect. Schlafs des Registers zum Lehnrecht Sächsisch Land- und Lehnrecht (als liber quartus) mit Bildern. Nietzsche 33, Homeyer Ssp. tt 1 S. 12 Nr. 16, Falken- stein 373. Abschrift in Celle, Spangenberg 128.

169. [102.] Dresden ebend. M. 34, vorm. Brühl. Pap., 93 Bl. Folio, 15. Jahrh., mitteld. Sächsische Distinctionen in 5 B. Bearbeitung des sächs. Lehnrechts in 82 Artt Abschrift von Nr. 362. Homeyer Ssp. H. 1 S. 13 Nr. 20,

• Falkenstein 374.

170. [101.] Dresden ebend. M.35. Pap., 15. Jahrh., 108 Bl. kl. Folio, mitteld. Glosse zum sächs. Lehnrecht von verschiedenen Händen. Homeyer Ssp. H. 1 S. 13 Nr. 19, Falkenstein 374.

171. [65.] Dresden, Secundogeniturbibl., früher Burkersroda. Pap., 1460, 266 Bl. Folio, mitteld. Sächsisch Land- recht in 3 B. glossirt, mit den Vorr. v. d. Herren Geburt, und den 5 Pfalzen. Bl. 25lr Schreiber: Röber de Pirnis 1460, Sonntag nach Epiphan. Bl. 252 Gedicht Got in dem reiche etc. Bl. 252Tff. Arbor. consang. Genealog. Notizen. Nietzsche 26. Catal. der 1839 versteigerten Burkersrodaer Bucher Nr. 409. Petzholdt cot. libr. sec. generis principaKs Dresd. spec. 3, Lips. 1840 p. 6. Vgl. Nr. 333.

172. [110.] Dresden, Stadtratbsbibl. [1838 an die K. Bibl.?] Pap., 15. Jahrh., 257 Bl. Folio, mitteld. 1) Unter Hie hebit sich an weichbildrecht Urtheile der Schöffen zu Magde- burg in 245 Rubriken, die erste wie ungezweite Schwestern erbe sullen nemen. 2) Bl. 75 ff. Urtheile von Magdeburg, Leipzig, Dohna, Halle, Dresden. Gottschalk Anal. cod. Dresd. 1824. 8.

Die Hdschr. Dreyhaupts, Beschr. des Saalkreises 11.303, enthält nicht, wie Dreyer Beitr. 155 an- giebt, den Sachsenspiegel, sondern die Hallische

Willkühr v. 1428.

173. Düsseldorf, Prov. Archiv. Pap., 15. Jahrh., Folio, nie- derd. Clevische Stadtrechte, klein Eaiserrecht. Mitth. von Lacomblet.

Dzialynski s. oben Nr. 149. [87] 87

tl74. Eaton bei Windsor Nr. 3029.130. Kaiserliche Recht(?) Archiv VH. 103.

Ebner s. Nr. 326, 513, 514, 515.

♦+175. [112.] Vormals Ebrach, Kloster in Franken. Pap., 15. Jh. Folio. Sächs. Landrecht. Nietzsche 40 nach Gerken Reisen II. 362.; kam vielleicht wie das Chronicon Ebracense (Archiv IH. 121) an die Universität Würzburg, oder wurde vom Prälaten Montag, der einen bedeutenden Theü der Bibliothek an sich brachte, mitgenommen. 176. [113.] Eichhorn, Appellationsgerichtsrath in Cölln, früher Karl Friedrich Eichhorn und Haubold. Pap., 15. Jahrh., mitteld. 188 Bl. Folio, zweispaltig. Schwäb. Lehn- und Land recht in 3 und 8 Büchern.

  • tl77. [114.] Vormals Otto Ludwig v. Eichmann zu Duisburg,

früher Prof. G. A. Jenichen zu Giefsen. Membr. Sachsen- spiegel, Kaiserrecht, Stadtrechte von Dortmund und Goslar, Nassau-Saarbrücksches Landrecht. Greveler de anno clamoris, Duisb. 1776. 4., Nietzsche 41.

178. Kloster Ein sie dein Nr. 425. Membr. Ende 14. Jahrh., 103 Bl. in 4., oberd. Schwäb. Landrecht in 3 Büchern, Lehnrecht in 2 B. Haenel p. 663 Nr. 377, Lafsberg Nr.24, Wackernagel Cod. E.

179. [115.] Eise nach, Stadtrathsarchiv. Pap., Anf. 16. Jahrh., Folio, mitteld. Purgolds Rechtsbuch in 12 B. Sachse Hdb. des Grofsh. Sächs. Privatr. § 44, Ortloff liv—lxii.

180. Elbing, Gymnasialbibl. Nr. 4. Pap., 15. Jahrh., 4. mitteld. Systematisches Schöffenrecht in 5 B. In B.H. Cap. 85 die Urk. Herzog Heinrichs IV. v. 1283 (Gaupp Magdeb. R. 259). A. E. Laus tibi sit Criste quem liber explicit iste. Hie hat dis buch ein ende got uns sinen heiligen geist sende, Amen. Mittheilung von Elbing.

181. Elbing ebend. Nr. 5. Pap., 15. Jahrh., Quart, mitteld. Rechtsbuch in 66 Capp. s. oben S. 34. Mitth. v. Elbing.

182. Elbing, Rathhausarchiv. Pap., 1461, 214 Bl. Fol., mitteld. BL1—5 Culmische Handfeste v. 1251. Bl. 13-133 Sächs. Distinctionen in 5 B. zu 41, 10, 17, 44, 48 Capp., voran das Register. Das letzte Cap. gleich VI. 29 bei Ortloff. A. d. M° Quadragintesimo lxj° completus est liber iste etc. Bl. 134—214 die Magdeburger Fragen mit Register. Nach B. III Cap. 10 mit 2 Dist. noch ohne Bezeichnung

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3 Artt, der letzte: Vmbe blut ©. rmbe blo etc. Mittheünng von Nenmann in Elbing.

183. Erfurt, K. Bibl., früher Peterskirche. Pap., 15. Jahrh., 264 Bl. Folio, mitteld. U. d. T. speculum Saxonicum die sächs. Distinctionen in 8 B. Acht Stücke lat das ius civile und can. betreffend. Ortloff S. lxiv.

184. Erlangen, Universitätsbibl. fc. VI. 38, früher im Kloster zu Heilbronn, dann auf dem Schlosse zu Ansbach. Pap., 15. Jahrh., 152 Bl. kl. Folio, mitteld. Nach mehreren Drucksachen das schwäb. Landrecht in 389, Lehn- recht in 159 Capp. Hie hat das lantreht buch ein ende gott alle falsche richter sehende. Hocker bibl. Heilbronn. 209. Mitth. von D. Feuerbach 1837.

185. Erlangen ebend. Nr. 1712, früher Prof. G. Chr. Reich daselbst. Pap., 209 BL 4., 15. Jahrh., mitteld. Remissorium aus Saehsensp. mit Glosse, Weichbild, Schwabensp., röm. und canon Recht Gengier de codice ... cui promtuarium inest. Erl. 1854.

186. Vormals Stift Essen. Membr., gr. Folio, 14. Jahrh., nieder- rhein., im J. 1841 im Haag feil geboten. Bl. 1—16 Richt- steig Landrechts in 50 Capp. Bl. 17—93 nach einem Ru- brikenregister, welches mit Abschn. 105 abbricht, eine bis Abschn. 110 gehende System. Bearbeitung mehrerer Rechts- bücher, s. oben S. 57. Bl. 94—99 Stücke über das Kloster Essen. BL100 —119 schwäb. Lehnrecht in 49 Artt Bl. 120 — 125 Joh. Klenkok an den Bischof Albert v. Hal- berstadt gegen den Ssp. BL 126—135 Essensche Special- rechte, mit Bezug auf einen Scheidebrief mit der Aebtissin Elisabeth (-ff. Jahrh. Kindlinger Hörigkeit 507, 515). Mit- theilung v. Dr. Zacher.

  • tl87. [120.] Vormals Philipp Eulner von Dieburg bei Darm-

stadt, Membr. Schwabenspiegel. Meichsner Vorr. zu seiner Ausgabe: und sonderlich weyland Philips Eulners von Dipurg, dessen Exemplar Permentin.

  • tl88. [124.] Vormals Huldrich f 1699, dann Christian Wühelm

von Eyben, Membr. Auetor vetus de benefieüs. Homeyer Ssp. IL 2 S. 9, 10.

»U89. [122.] Insel Fehmarn, Membr., 1315. Sächs. Land- recht, im 2ten u. 3ten Buche defect Dreyer Beitr. S. 150, Nietzsche 43.

Fesch [123.] s. Nr. 18. [89] 89

•tl90. [124.] Vormals Isaac Peyer v. Plaach u. Haslach. Membr. Schwaben spie gel. Lambacher de aet. spec. Suee. Vien- nae 1739. 4. p. 3. Grupen Obsere. 477.

191. Föringer, Custos der K. Bibl. in München. Pap., 15. Jb., 189 Bl. Fol. Bl. 1—6 Register. Bl. 8—56 der Könige Buch. B1.58—181 Schwäb. Land- und Lehnrecht B1.7, 57, 182—186 Notizen von 1609 über zwei andere Hdss. des Schwabenspiegels. Mitth. v. Föringer.

192. [125.] Frankfurt am Main, Stadtbibl., früher Max zum Jungen. M. S. II. 7. Membr. 14. Jahrh., 81 Bl. Folio. Im Anfange defect Buch der Könige. Schwäb. Land- und Lehnrecht Bibl. Jungiana Frcf. 1682. 4., Senkenb. eis. 102, ejd. sei. iuris I. 522. Lafsberg 30. Abschrift in Giefsen von Bl. 195—235, Adrian cat. cmlxxxvi.

193. Frankfurt ebend. Membr. 14. Jahrh., 2 BL in kl. 4. mit- teld. Bruchstück des sächsischen Land rechts.

194. Frankfurt ebend. Membr. Auf der innern Seite des Rück- deckels einer Bibel v. 1462 ein Bruchstück des schwäb. Landrechts. Lafsb. 21.

  • 195. [126.] Ehemals Frankfurt, Karmeliterbibl. (Cod. Münzen-

bergianus). Im Catalog von 1772 nicht mehr aufgeführt Membr (?) 1474. Schwabenspiegel u. d. T- buch der keyser Recht. Goldne Bulle. Goldast Reichssatzungen, Frkf. a. M. 1712 Vorr. zum Schwabensp. Senkenb. eis. § 24. Endemann S. xlviii Nr. 1.

  • tl96. [127.] Vormals Marquard Fr eher f 1614, Auetor eetus de

benefieiis. Homeyer Ssp. II. 2 S. 4, 5, 9.

197. Freiberg, Gymnasialbibl. Pap., 15. Jahrh., gr. Fol., mit- teld. Sächs. Lehnrecht mit Glosse u. Vorr. in 81 Capp. Weichbild mit Chronik und Glosse. Archiv VIEL 711, Homeyer Ssp. IL 1 S. 639 Nr. 20».

198. Freiburg im Breisgau, Stadtbiblioth. Baumwollenpapier, 14. Jahrh., 34 BL in kl. Folio, defect. Schwäb. Land- recht mit Cap. 16 Lafsb. beginnend, mit 323* schliefsend; Lehnrecht Lafsb. Capp. 1—28. Amann Programme 1836 u. 1837. Lafsberg 32. Wackernagel unter F.

199. Freiburg im Breisgau, UniversitätsbibL, früher v. Ittner. Pap., 1431, 258 Bl. in kl. Folio. Schwäb. Land- und Lehnrecht Geschichte v. Julius Cäsar bis Conrad IH. Der Könige Buch. Schreiber Cunradus Früen. Von der Messe. Amann Programm 1837 S. 13, 32. Lafsb. 33. [90] 90

200. Freibnrg im Uechtlande, Steatsarchiv. Membr., 1410, 135 Bl. gr. Fol. mit Miniaturen. Der Könige Buch. Schwäb. Landrecht in 2 Abth. zu 218 und 158, Lehnrecht zu 148 Capp. Handfeste von Freiburg. Geschrieben von Ger- hard aus Franken für den Freiburger Rathsherrn Henselin Verber aus Breslau. Lafsb. 36, Matile le miroir de Souabe p.XI.

Auf diese Hdschr. mag die Notiz bei Haenel catal. libr. Msp. 665 zu beziehen sein, von welcher Matile a. a. 0. sagt: H parle <Fun miroir de Souabe, qui devoit se trouver aux Msuites ä Fribourg, ou Von assure au- jourd'hui n'en avoir jamais eu connaissance.

201. [128.] Fürstenstein in Schlesien, Plefs-Hochbergische Bibl. xix. G. 3. Pap., Folio, 15. Jahrh., Sachs. Distinctio- nen. Expliciunt distinctiones civiles et constitutiones im- periales etc. Von Aafsefs Anzeiger 1832 Sp. 256.

202. Fürstenstein ebend. Ms. fol. 356. Membr. 203 Bl. grofs Folio, 15. Jahrh., mitteld. Sächs. Land« u. Lehnrecht. Ricbtsteig Landrechts. Weichbild. Mittheilung des Dr. Golisch. In Homeyer,Ssp. II. 1 S. 35 Nr. 84 ist irrig der Dr. Steinbeck als Besitzer genannt.

t203. Fufsen, ehemaliges Stift St. Maur. 15, Jahrh. Schwäb. Landrecht, v. Maurer Gesch. der Markverfassung, Mün- chen 1854 S. 24. 204. [129.] Fulda, öffentliche Bibl. Nr. 199, früher Landes- archiv. Membr. 53 Bl. Folio, oberd. KL Kaiserrecht mit Register in 206 Capp. Schreiber Fridericus de Orba, 1372. Gedicht ton der stete ampten u. von der fursten ratgeben 1414. Endemann Nr. 1.

t205. Fulda ebend. Pap., Folio. (Schwäb.) Landrecht Archiv VII. 804.

206. Fulda ebend. Pap., 1492, Folio. Die recht der patriarchen. Capitel aus dem Schwabenspiegel. Auch ein puch von lantr echten, d.i. schwäb. Landr. bis Lafsb. 116. Die kai- serlichen recht etc. d. i. L. 118 ff. Unter da hernach stend ge- schriben payrische recht und leeren lenrecht, das schwäb. Lehnrecht. Archiv VII. 804, Endemann S. xlix Nr. 6.

207. St. Gallen, Stiftsbibl. Cod. Nr. 725, früher Tschudi. Pap., Anf. des 15. Jahrh. 362 Seiten kl. Folio. Weltgeschichte. Schwäb. Landrecht in systematischer, Lehnrecht in

e [91] 91

gewöhnlicher Ordnung. Register. Mone Anzeiger 1836 Sp. 136, Lafsberg 37, Wackernagel Schwabensp. S. viu. 208. St. Gallen ebend. Nr. 726, früher Tschudi. Pap., Anf. d. 15. Jahrh., 139 Bl. kl. Folio. Schwäb. Land- u. Lehn- recht. Haenel catal p. 707 Nr. 725, Lafsberg 38.

  • 209. [130.] Vormals Reichshofrath C. W. v. Gärtner. 1324 (?!)

mitteld. Sachs. Landrecht mit Glosse. Gärtner Vorr. zum Sachsensp. § 10 a. E. Nietzsche 44. Nach Grupen in Schott Samml. 223 wäre die Hdschr. an Senkenberg ge- schenkt worden; sie ist jedoch unter den Gärtner-Senkenb. Hdss. zu Giefsen s. Nr. 223, 227, 235 nicht zu ermitteln. 210. [131.] Gaupp, Professor u. Geh. Justizrath in Breslau. Pap., mit einzelnen MembranbL 1404, 4., mitteld. Schlufs eines voranstehenden Rechtsbuches mit rechten orteten. Magdeburger Schöffenrecht, als Buch 8 der ursprüng- lichen Sammlung, in 46 Artt. Als Buch 9 u. 10 das sächs. Lehnrecht in 97 und 60 Capp., welchen II. 58 §2 des Landr. angehängt ist. Rieht steig Landrechts. Gaupp XXI, Homeyer Ssp. H. 1 S. 13 Nr. 21.

  • t211. [132.] Vormals (vor 1561) Phil. v. Gemmingen, Pfalz-

baierscher Rath zu Zweibrücken. Schwabenspiegel. Meichsner Vorr. zum Schwabensp.

212. [133.] Gewitsch in Mähren, Rathhaus. Pap., Folio, 15. Jh. Sächsische Distinctionen, Böhmisch Lehnrecht, Erb- recht lateinisch, Sächs. Distinctionen böhmisch. Hor- mayr, Archiv f. Geogr. 1825 S.U.

213. [410.] Giefsen, Universitätsbibl. B. S. Ms. 126 fol min. Adrian cmliii, Cod. Berleburgensis. Pap., ff. Jahrh;, 344 BL in kl. Folio, niederrhein. Sächs. Landrecht mit der Gl. (Bl. 179 Hir na steit di bedudinge heren heynrichs van boich uff das dritte boech etc.). Remissorium über den Sachsenspiegel. Sächs. Lehnrecht in 87 Capp. Richt- steig Landrechts in 51 Capp. mit einem Anhange über peinliches Verfahren. Senkenb. vis. p. 67 — 70, Corp. Iur. Germ. I. praef. § cvii u. p. 127. Nietzsche 116, Homeyer Ssp. II. 1 S. 14 Nr. 22.

Diese und die folgenden Giefsener Hdss. stammen aus Senkenbergs Nachlafs.

214. [412.] Giefsen ebend. B. S. Ms. 127 fol. min. Adrian cmliv, Cod. Eybenianus. Pap., c. 1471, 149 BL 4., niederrhein. Sächsisch Landrecht in 107, Lehnrechtin 133 Abschn.

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£1. Eaiserrecht. Richtsteig Landrechts in 47 Capp. (bei Senkenberg Cod. primus). Senkenb. vis. p. 28, 70, Corp. iur. feud. § 11, Corp. iur. Germ. I.1 praef. § 30, 106. Nietzsche 118, Homeyer Ssp. H. 1 S. 14 Nr. 24, Endemann

215. [411.] Giefsen ebend. B. S. Ms. 128 fol. Adrian cmlv, Cod. Günderodianus. Pap., Auf. d. 15. Jahrh., 113 Bl. Folio, mitteld. Sächs. Landrecht, Lehnrecht in 87 Capp. Von andrer Hand, Richtsteig Landrechts in 49 Capp. Senkenb. vis. p. 70, C. iur. feud. praef. § 21, C. iur. Germ. 1.1 § 108, p. 128. Nietzsche 117, Homeyer Ssp. IL 1 S. 14 Nr. 23.

216. [139.] Giefsen ebend. B.S. Ms. 129 fol. Adrian cmlvi, Cod. Nadastinus. Pap., Anf. d. 15. Jahrh., 291 Bl. Folio, oberd. Sachs. Landrecht mit der Glosse in 3 B. zn 64, 70, 70 Artt. Das Register schliefst Bl. 291* Von rechtes ge- winnung an kaufmannschafft und handtwerch. deo gratias. Senkenb. vis. p. 71. Nietzsche 45.

217. [143.] Giefsen ebend. B. S. Ms. 130 fol. Adrian, cmlvh, vormals Neumeyer, Schilter. Pap., Anf. d. 15. Jahrh., mit- teld. Sächsisch Landrecht mit der Glosse, bricht in der Gl. zu III. 87 datz fünfte ist umb wucher ab. Senkenb. vis. p. 71, Nietzsche 46.

218. Giefsen ebend. B.S. Ms. 453. Adrian cmlviii. Pap., 18. Jh., 128 Bl. Folio. Capitelanfänge des schwäb. Landr. aus einer Hdschr. v. 1403. Sächsisch Landrecht Buchl. Kl. Kaiserrecht aus der Wolfenbüttler Hdschr. Aug. 20. 18 v. 1493, unten Nr. 719.

219. Giefsen ebend. B. S. Ms. 133. Adrian cmlix. Pap., 18 Jh., 375 Bl. Folio. Sächsisch Land- und Lehnrecht ex manuscriptis ac editis libris. Bulle Gregors wider den Ssp. Weichbild, deutsch u. lat., Abschrift des Cod. Wittolanus Nr. 222.

220. Giefsen ebend. Adrian cmlx. Abschrift der sächs. Distin- ctionen aus der Handschrift Nr. 727.

221. [157.] Giefsen ebend. B.S. Ms. 140. Adrian culxii. Pap., 16. Jahrh., 296 Bl. Folio, niederd. Bl. 137 u. 138 mit Bil- dern. Richtsteig Landrechts. Richtsteig Lehnrechts (Grundlage der Senkenb. Ausgabe). Zur Geschichte Hein- richs des Löwen. Lüneburger C.hronik. Verschiedenes ge-

Nr. 27. [93] 93

schichtliches. Senkenb. C. iur. Germ. I.J praef. §110,113. Homeyer Ssp. II. 1 S; 373 Nr. 9 n. S. 378.

222. [134.] Giefsen ebend. B.S. Ms. 49. Adrian cmlxiii. Cod. Wittolanus. Membr. 14. Jahrh., 65 Bl. breit 8., oberd. Weichbild. Senkenb. eis. 54, 160-177. Archiv IH. 455.

223. [140.] Giefsen ebend. B. S. Ms. 105. Adrian cmlxiv. Cod. Gaertneri. Pap., 15. Jahrh., 196 Bl. Folio, mitteld. Weich- bild mit der Glosse in 135 Capp. Senkenb. eis. p. 54.

224. [153.] Giefsen ebend. .9. S. Ms. 106. Adrian cmlxv, froher Schilter. Pap., 15. Jahrh., 218 Bl. Folio. Weichbild mit der Glosse und dem Prolog Got gebe siner seien. Senkenb. eis. 55.

225. Giefsen ebend. B. S. Ms. 104. Adrian cmlxvi. Pap., 17. .Jahrb., 261 Bl. Folio. Alphabetisch geordnete Regulae

iuris Magdeburgici Ad decus. Abschrift von einer vormals dem Nassauischen Geh. R. Conr. Heinr. v. d. Lühe gehö- rigen Hdschr., im J. 1403 geschrieben per Wemherum Tschatwang notarium Glacensem. Senkenb. vis. p. 74.

226. Giefsen ebend. B. S. Ms. 452. Adrian cmlxviii. Pap., 18 Jh., 93 Bl. Folio. Abschrift eines Weichbildes in 136 Artt. Schlufs: difs Recht haben wir K. Otto____ bapsts Bene- dict.

227. [152.] Giefsen ebend. B. S. Ms. 131. Adrian cmlxx, früher Gärtner. Pap. u. Membr., 15. Jahrh., 421 beschriebene BL, niederd. Schlüssel Landrechts (die Ueberschrift von Ther- stedte Stotel ist späterer Zusatz), mit Vorrede over den slotel des sesschin lantrechtes und Epüog Here god ... von ewen to ewen. Amen. Senkenb. vis. AI sq. Grupen obss. 496.5*7.

228. Giefsen ebend. B.S. Ms. 137. Adrian cmlxx i. Pap., 15. Jh., 153 Bl. Folio, niederd. Das Greifswalder Abecedar von 1400. Auf dem Rückdeckel: dt* bock hört heinrick gron- hage to u. siner husfruwe margarete, 1428.

229. [135.] Giefsen ebend. B.S. Ms. 108. Adriancmlxxii, früher Spitzel u. Krafft. Memr*., 14. Jahrh., 144 Bl. kl. Folio, oberd. Schwäbisch Landrecht (Grundlage der Ausgabe von Scherz), u. Lehnrecht. Augsburger Stadtrecht, .Land- friede Albrechts I. Verschiedene Augsburger Rechte. Schilter thes. H. p. IV, Senkenb. vis. p. 84, Lafsberg 40.

230. [136.] Öiefsen ebend. B. S. Ms. 109. Adrian cmixxiii. Cod. Biberacensisms. Carinthianus. Pap., Anf. d. 14. Jahrh., 44 Bl. Folio. Schwäbisch Land- und Lehnrecht an dessen

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Ende viel fehlt. Des Landr. C. 37 in Schrötter zweiter Abhandl. ans dem Oesterr. Staatsr. Wien 1762. 8. S. 350 ff. Senkenb. vis. 86 sq. 231: Giefsen ebend. B.S. Ms. 107. Adrian cmlxxiv. Pap., 324 Bl. Folio, a. E. defect, mitteld. Alphabetisches Rechts- bach aas dem Sachsensp. mit Glosse, dem Schwabensp. and den sächs. Distinctionen in 2197 Capp. geschrieben 1472. Aaszuge aus dem Schwabensp. Goldne Bulle, Schreiben des Kostnitzer Concils, Gesetze K. Friedrichs. Rieht steig Landrechts in zwei Buchern; das zweite bricht ab mit Difs wundert manchen ob es recht sey. Ich sprich. Senkenb. C. iur. Germ. 1.1 p. lxxviii, p. 128, 248.

232. [137.] Giefsen ebend. B. S. Ms. 111. Adrian cmlxxv, früher Pilgram, Membr. 14. Jahrh., 65 Bl. in 4. Schwäbisch Land- und Lehnrecht. Im Anf. fehlen mehrere Blätter. Senkenb. vis, 101.

233. [144, 424.] Giefsen ebend. B.S. Ms. 119. Adrian cmlxxvi, früher Prediger Spitzel in Augsburg und Krafft, Cod. Ba-

. varicus. Pap., 1419, 83 BL Folio. Schwäb. Landrecht in 2 B., unter Hie hebt sich an daz rechtbuch als es die bebste kunig u. kaiser gemacht u. bestettiget haben. Lehn- recht. Schreiber Hans Roth der Jung. Senkenb. vis. 97, Archiv IH. 456.

234. [149.] Giefsen ebend. B.S. Ms.11%. Adrian cmlxxvii, früher Nadasti. Pap., 1471, 214 Bl. Folio. Schwäb. Land- u. Lehnrecht in 520 durchgezählten Capp., wovon 373 auf das Landrecht kommen. Schreiber Joh. Zayringer. Sen- kenberg vis. p. 96 sq.

235. [155.] Giefsen ebend. B. S. Ms. 116, Adrian CMLxxvnr, vor- mals Gärtner, Cod. Auslriacus B. Pap., 1431, 124 Bl. kl. Fol., mitteld. Calendarium, Lebensregeln, Schwäb. Land- u. Lehnrecht. Schreiber Joh. Lessewicz de Legenicz. Aus- legung des Vaterunser. Regiment des Hausgesindes. Sen- kenb. vis, p. 95.

236. [156.] Giefsen ebend. B.S. Ms.IIb. Adriancmlxxix, Cod. Austriacus. Pap., Ende d. 15. Jahrh., 249 Bl. Folio, oberd. Schwäb. Land- und Lehnrecht, doppelt. Das zweite Landr. als kunig karls recht schliefst schon mit Lafsberg C. 313. A. E. W. Eschelbach, Martinus GoUik fecit. Sen- kenb. vis. p. 94. [95] 95

237. [154.] Qiefsen ebend. B.S. Ms. 113. Adrian cmlxxx, früher Prof. Meier in Göttingen. Pap.. 15. Jahrh., Folio, mitteld. Schwäb. Land- u. Lehnrecht Reformation des Fem- gerichts v. 1437. Kl. Kaiserrecht. Peinlicher Procefs Wo eyn mort geschit. Eschweger Statuten (her. v. Rösteil, Programm zum 22. Okt. 1854 Marburg). Stadtrecht be- ginnend Alle dy man phlit an den rad cm kysen. Senkenb. vis. p. 93, Corp. iur. Germ. I. praef. §25,26. Endemann Nr. 12.

238. [151.] Giefsen ebend. B.S. MsA2i, Adriancmlxxxi, früher Wolfarth zu Hanau. Pap., 15. Jahrh., 145 Bl. kl. Folio. Schwäb. Land recht in 2 B., Lehnrecht Senkenb. vis. p. 100.

239. [150.] Giefsen ebend. B.S. Ms. 120, Adriancmlxxxii, früher v. Uffenbach. Pap.. 15. Jahrh., 448 gezählte Seiten, denen noch 26 Bl. vorangehen, oberd. Schwäb. Lehnrecht in 149 Capp. Rudolfs Landfrieden v. 1287. Schwäb. Land- recht in 376 Capp. Stadtrechte zu Wien. Schlufs nach crist gepurd xni/ar darnach in dem Lxxix/are. Senkenb. vis. p. 97. Lafsberg 155.

240. [147.] Giefsen ebend. B. S. Ms. HO. Adrian cmlxxxiv. Pap., 18. Jahrh., 286 BL Folio. Schwäb. Landrecht nach dem Cod. Hortleder., a. E. unvollständig. Schwäb. Land- und Lehnr. nach dem C. Nr. 229. Schwäb. Landr. nach einem Cod. Ar gentin. (wieder Hortleder?), Schlufs Cap. 347 Ob der herr nicht salb dritt ist.

241. [145.] Giefsen ebend. B. S. Ms. 111. Adrian cmlxxxv, C. Lahrianus. Pap., 15. Jahrh., 70BL Folio, oberd. Schwäb. Landrecht in 365 Capp. mit nachfolgendem Register. A. E. die Ueberschrift Wir Albrecht von gots genaden Hert- zog zu Oesterreich. Senkenb. vis. 93, Corp. iur. Germ. T. II p. 8. Lafsberg 44.

242. [138.] Giefsen ebend. Adrian cmxcii, C. Ulmensis. Pap., ff. Jahrh., 166 BL kl. Folio, oberd. Kl. Kaiserrecht in 94 Capp- (bis IL 56). Der heiligen drei Könige Buch. Vart zu dem heiligen grab von Hans v. Bodmann u. Diet- halm dem Schilter. H. v. Mandavilla Reise. Naturgeschicht- liches. Endemann 11.

243. [146.] Giefsen ebend. Adrian CMxcin, C. Stockheimensis. Pap., 15. Jahrh., 70 BL Folio, oberd. Kl. Kaiserrecht

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unter: Hie hebet sich an der sachsenspegel u. homet dar des keysers recht etc. Senkenb. vis. §25, Endemann 5.

244. [147.] Giefsen ebend. B.S. Ms.ill, Adrian caixcvr, Cod. Hortlederianus. Pap., 15. Jahrh., 219 Bl. Folio, oberd. Goldne Bulle. Register über den Schwabensp. u. die Kaiserlirkun- den. Schwäb. Land- u. Lehnrecht. Urkunden Fried- richs IL, Rudolfs, Albrechts Landfriede, Urk. Ludwigs, Friedrichs I. Ueber Kriegs- u. Geschützwesen mit Bildern. Bairisch Landrecht. Stadtrecht von München. Münchner Handwerksrecht. Schilter praef. ad ius Alem. § 19, Scherz Vorr. z. Schwabensp. p. 1. Senkenb. vi* p. 90.

245. [148.] Giefsen ebend. B.S. Ms. 117, Adrian mxi, früher Nada8ti. Pap., 15. Jahrh., 258 BL Folio, oberd. Baierisehes Landrecht. Schwäb. Land- u. Lehnrecht in 337 und 151 Capp. lacobi de Theramo processus. Theologisches in deutscher Sprache. Senkenb. vis. p. 90.

246. [141.] Giefsen ebend. B. S. Ms. 138, Adrian mxl, Cod. Coloniensis. Pap., 15. Jahrh., 122 BL Folio, niederrhein. Cölner Statuten v. 1385—1449. Richtsteig Landrechts in 43 Carjp. als Scheide Cloet. Kl. Kaiserrecht, bricht mit der Ueberschrift des 3ten Buches ab. Senkenb. C. iur. Germ. I. praef. §27, 91. Endemann 22.

  • 247. [158.] Giefsen ebend. 2 Membranbl. Bruchstück des

sächs. Landrechts I. 9 — 14, H. 29, 34, 35 §§4, 5. Nietzsche 47. Nach Adrian nicht mehr aufzufinden.

248. Gnesen, Bibl. des Domcapitels Nr. 114. Membr. 14. Jh., 130 Bl. kl. Folio, voran fehlt ein, und a. E. mehrere BL, mitteld. 1) Weichbild mit der Chronik bis auf Wilhelm von Holland; letztes Cap. di bürgere von meydeburc di muzen wol willekure seczen. 2) Sächs. Landrecht mit der rhythm. Vorr. als prologus; der Text in 317 Capp. unter hi beginnet lantrecht von deme pabeste vn von dem keysere. Am Schlüsse wieder di bürgere von M. 3) Säch s. Lehnrecht, nach dem Register in 154 Capp. von denen nur 112 und ein Stück von 113 = A. 65 §15 diz muz man wol tun mit erhalten sind. Bl. 31T. Mich hat geschri- ben eynes meysters haut Ötte von Egre ist her genant in beyer laut sint im schone vfowen bekant.

249. Gnesen ebend. Nr. 115. Membr. 1359, 121 BL 4. 1) Sächs. Landrecht lateinisch: Incipit ius provinciale, rhythm. Vorr. quod viam edifico. Text Duos pladios deus misit, [97] 97

in 304 Capp. schliefsend nisi sit arbitrium terrigenarum et consensus (Ssp. III. 91 §3). 2) Weichbild lateinisch Hic incipit ius municipale de theutunico translatum in la- tinum per Conradum notarium ... Saudomiriensem. Prolog de summa trinitate et fide. Cap. 1 Cesar Otto rufus fun- datit templum. Nach dem Judeneide folgen noch die Capp. der Vulgata 5 bis 15 § 3 und als conclusio libri eine Schlufs-

rede des Uebersetzers Iste'liber finitus--nec mihi pro-

• pter hoc inproperari. Epiphonem des Schreibers Hec autem pacta sunt s. a. incarn. d. millesimo ccc quinquagesimo nono,

sabbato in vigilia ben. trinit.....scriptum per manus Nicolai

de Thessyn etc.

250. [159.] Görlitz, Ratbsbibl. Milichsche Hdss. Membr., 1387, gr. Folio, mitteld. Richtsteig Landrechts. Sächsisch Landrecht mit Glosse u. Bildern, deutsch u. lateinisch. Weichbild mit Chronik u. Glosse in 333 Abschn., Al- brechts Constitutionen mit Glosse. Abschrift in Berlin K. Bibl. Ms. Germ. f. 435ff. Nietzsche 48, Homeyer Ssp. I. S. xix Nr. 7, Busching Alterth. v. Görlitz S. 107.

251. [160, 167.] Görlitz ebend. Membr. in rothem Leder, Ende d. 14. Jahrh., Folio, mitteld. Weichbild mit Chronik, Glosse u. Bildern auf 168 Bl. in 137 Capp. Blume des Magdeb. Rechts auf 49 Bl. von Nietzsche 49 irrig als Sachsensp. bezeichnet. Das Jahr 1475 a. E. des Weich- bildes bezeichnet die Zeit, da der Bürgermeister Frauen- burg das Werk durchgelesen.

252. [161.] Görlitz ebend. IV Nr. 30. Membr., Anf. d. 14 Jh., kl. Format, mitteld. Das sog. Görlitzer Rechtsbuch. Homeyer Ssp. II. 2 S. 23 ff.

253. [162.] Görlitz ebend. Membr., Ende d. 14. Jahrh., 320 Bl. Folio, mitteld. Blume des Sachsenspiegels von der- selben Hand wie Nr. 250, 251. Haupt u. Hoffmann altd. Bl. I. S. 211.

254. [163, 164.] Görlitz ebend. Pap., 1445, kl. Folio, mitteld. Slossil des landrechtis ader der landslossel, das heiserrecht u. der Sachsenspiegel mit der glosen. Schreiber Jeronimus Geisler de bibl. Milichiana p. 23. Mitth. v. Köhler.

255. [165.] Görlitz ebend. Nr. 4. Pap., 1449, Folio, mitteld. Bl. a—m Register. Bl. 1 — 60 u. d. T. Key serrecht das schwäb. Landrecht in 4 B. zu 81, 126, 82, 73 Capp.

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A. E. a. d. m° cccc° quadragesimo nono feria quarla ante f. palmarum. Geisler l. c. n. Köhler.

Die Nr. [166] ist nicht ai^ufinden. Nr. [167] ist gleich Nr. [160.] 251.

256. [168.] Görlitz ebend. Pap., 15. Jahrh., 154 BL kl. Folio. Glosse des sächs. Landrechts. Geisler l. c, Nietzsche 50.

257. [169.] Görlitz ebend., früher FranciscanerbibL Nr. 243. Pap., 15. Jahrh., kl. Folio, mitteld. Sachs. Distinctio- nen in 6 B. mit Register vor jedem. A. E. Hye hat dw buch eyn ende, Got t>ns sine genade sende, daz wir tr- hennen die gerechtigkeyt in rechter warheit etc. Explicit hic totum. Lauhn ep. ad Kobium p. 7 N. 12. Mittheilung von Köhler.

Die Codd. picturati [170.] sind Nr. 250, 251, 253.

  1. 258. [171.] Görlitz ebend. Die Magdeburger Fragen.

Lauhn in Schott Samml. I. 41. Jetzt nicht aufzufinden.

259. [172.] Görlitz, Rathsarchiv. Magdeb. Schöffenurtheile in vier Mappen. Lauhn a. a. O., Anton dipl. Beitr. S. 225, N. Laus. Mag. Bd. 28 S. 105 ff., Neumann, Magdeb. Weis- thümer, Görlitz 1852 S. xxxvii.

260. [173.] Görlitz, Bibl. der Oberlaus. Ges. der. Wissensch. Mss. Nr. 21, früher Schott, Anton. Pap., Folio, mitteld. BL 1—7 Register, BL 12ff. sächsisch Landrecht glossirt, mit ni. 92 schliefsend. A. E. des [.Buches: completus sub a. d. m. cccclxinj sabb. post. dorn, cantate. Nietzsche 51, Mitth. v. Köhler.

261. [174.] Görlitz ebend. Mss. Nr. 22 ebendaher. Pap., 1470, Folio,* mitteld. Bl. 1 —26 Register, Bl. 27ff. sächsisch Landrecht glossirt, mit III 91 schliefsend. Got in deyme riche wyse vns alle gliche etc. Hie endit sich der text vnd dy glose des lantrechtes .... N. g. g. tavsent vierhundert dornoch in dem Ixx iure. Am Sonnabende vor Trinitatis per me Thoman Endychen de Jawvr ab exemplari extractus sive exscriptus. Mitth. v. Köhler.

262. [175.] Göttingen, UniversitätsbibL, Mss. Iur. 15, früher bei den Jesuiten in Paderborn, dann Runde. Pap., 15. Jh., kl. Folio, niederd. Schwäbisch Landrecht in 343 (Register 345) Capp. Explicit Keyserrecht a. d. mccccxxx in vig. Michahelis; Lehnrecht in 121 (Reg. 128) Capp. Rieht steig Landrechts in 3B. mit dem Stück vom Mu 8- theil. Explicit Uber wo men vor gerichte dedingen etc. [99] 99

a. d. mitte cccclmj die bridegidii et sororum suorum. M%- scettanea, responsa iuris, privilegia, decreta st/n. Bas. von verschiedenen Händen. Spangenberg S. 85. Mitth. v. Kraut.

263. [176.] Göttingen ebend. Pap., 15. Jahrh., Fol, mitteld. Weichbild mit der Glosse in 135 Capp. Runde D. Pri- vatr. §37 Anm. c. Mitth. von Kraut

264. [177.] Göttingen ebend., früher v. Inden, v. Oitmann, 1780 v. Weichs. Pap., 15. Jahrh., kl. Folio, niederrhein. Schwäbisch Land- u. Lehnrecht in 530 fortlaufenden Capp., wovon 378 für das Landrecht; ein alphab. Register voran. Schlufs Nu spreichet alle Amen Amen laudetur deo qui trinus est et unus. Amen. Mensel bist lit. Mag. 1.125. Mitth. v. Kraut.

265. [178.] Göttingen ebend. Pap., 15. Jahrh., kl. Folio, mit- teld. Mit vorangehendem Register das schwäb. Land- recht in 368 Capp., das Lehnrecht in 2 Abth. zu 100 u. 44 Capp. C. 43 Hye heben sich an der keyser gesetze, C. 44 Von selb gerichte, vgl. Nr. 158. Mensel a. a. O. Mitth. von Kraut.

266. Göttingen ebend., früher Hofcanzler A. J. Itter zu Hei- tersheim. Pap., 15. Jh., 178 Bl. kl. Folio, oberd. Schwäb. Land- u. Lehnrecht mit Register in 177 Abschn. Hye hat difs lechenrecht Buch ain ende das vns got allen vn- sem kummer ende. Martinus Rauenspurger scriptor in Kircheim. Mitth. von Kraut

267. Göttingen ebend. Pap., 1474, kl. Folio, mitteld. Schwäb. Landrecht in 380 Capp., Lehnrecht Et sie est finis Am Donnerstag nach Oculi mei Im Ixxiiii. Hie hat das lehenpuch ein ende. Richtsteig Landrechts, Anno Ixxiiii, liegt der Ungerschen Ausgabe zum Grunde. Die Verse Hereschild etc. Aufsatz über Erbe in 7 Distt Et sie est finis per me walthisar von der wage. Das übrige unju- ristisch. Mitth. von Kraut

268. [179.] Göttingen, ebend., früher Hameln. Pap., Ende d. 15. Jahrh., kl. Folio, niederd. Sächsisch Landrecht mit der Glosse. Nietzsche 53, Spangenberg 8, 20, 24, 29, 31, 36, 38, 40, 45, 49, 51, 125. Abschrift in Celle, Span- genberg 126.

269. [180.] Göttingen ebend., früher Schott. Pap., 1477, Fol., mitteld. Sächs. Land- und Lehnrecht mit Glossen- auszügen; Richtsteig Lehnrechts im Auszuge, Rechts-

[100] 100

regeln, Schöffenurtheile. Zepernick Nr. 36, Nietzsche 54, Homeyer Ssp. TL 1 S. 15 Nr. 26, S. 374 Nr. 10.

270. Göttingen ebend. Pap., 15. Jahrh., Folio, niederd. Säch- sisch Land recht mit der Glosse und dem Register vor jedem der 3 B., zu 64, 70 und 70 Artt A. £. des Reg. zn B. 3: Hir achtene in deme dridden hohe sind twelff ar- ticuli u. ore glosen nicht, dar umme stan se ok hir in deme registro nicht. Mitth. v. Kraut

271. Göttingen ebend. Nr. 74. Papierlagen von Membranbl. umschlossen, 1438, 56 BL Folio, oberd.; eine zum Ein- bände benutzte Urkunde von 1435 weist auf Ulm hin. Die goldne Bulle. Ein Aufsatz hie eahet sich an die sip- zale ze rechend etc. Kl. Kaiserrecht mit Register über den Gesammtinhalt der Hdschr. in 4 B., beginnt: hie hebet sich an der Sachsenspiegel und kumet dar des keysers recht

etc. A. E. von Buch 2 Wiltu das dir wol gelinge--

und vint teglich new Sünde. A. E. von Buch 3 Ein schone

frou) in armut--die dreit der eren wol ein kröne.

A. E. von Buch 4 Per me loannem nathasen de Rodels- husen s. a. d. mccccxxxviii (oder xxviii) octavo. Ende- mann Nr. 6, Mitth. v. Kraut

272. [28.] Göttingen ebend., früher Ludewig u. J. H. Böhmer. Pap., Folio, 1476, mitteld. Sächsisch Lehnrecht mit Vorrede und Glosse in 81 Capp. Zepernick Nr. 34, Ho- meyer Ssp. n. 1 S. 15 Nr. 25.

273. [391.] Göttingen ebend., früher in Zeiz (Haltaus Glossar Weichbildzeichen), dann Schott in Leipzig gehörig. Pap., Folio, 1408, mitteld. Sächsische Distinctionen in 7B. Register zum Richtsteig Landrechts, Cautela, Premis (ßrynis), Richtsteig in 44 Capp. Kraut Gott G. A. 1836 S. 740, Ortloff p. IX, Mitth. von Kraut

«74. [181.] Göttweih, Stiftsbibl. M. 36. Pap., 138 Bl, 1461. Schwabenspiegel u. d. T. Kaiserliche Rechte. Chmel österr. Geschichtsf. II. p. xxxi. Im Archiv VI. 192 irrig als Sachsensp. bezeichnet 275. [182.] Göttweih ebend. Fol. Nr. 408, früher M. 10. Pap., 15. Jahrh., Folio, niederd. BL 1—25 Remissorium über den Sachsensp. mit der Vorrede zu frome u. bequemikeit. Bl. 27—51 von andrer Hand Richtsteig Landrechts mit Prolog bis C. 31. Bl. 52-465 das sächsische Land- recht lat. u. deutsch mit der Glosse in 3 B. zu 71, 72, [101] r

101

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91 Artt. Nach den Vorreden das Magdeb. Dienstrecht u. der Jndeneid. BL 465, 466 zwei Capp. über Jodeneide. Bl. 468-502 Weichbild mit Register in 117 Artt; a. E. der Judeneid. BL 503 ff. drei Tractate des Bartolm de Saxoferrato. Von jüngerer Hand ein kurzes Remissorium. Mitth. von Prof. Tamscheck u. P. Gottfr. Reichardt

t276. Göttweih ebend. Pap., 36 Bl. Sachsenspiegel. Chmel a. a. O. unter Nr. 43.

  • t277. [183.] Goslar, Stadtarchiv. Bilderhandschrift des Sach-

senspiegels (?) Nietzsche 55. Nicht zu finden.

278. Goslar ebend. Bruchstück eines slötel. Unger in den Göttinger G. A. 1841 Jan. S. 15.

279. [184.] Gotha, herzogl. Bibl. Cod. membr. fol. 87, früher Orlamünde, gr. 4. 1381 u. 1382, mitteld. Weichbild in 151 Capp. Orlamünder Satzungen. Sachs. Landrecht, am Schlüsse eines jeden Buches der Tag der Arbeit. Lehn- recht in 80 Capp. Zepernick 27, Nietzsche 56, Homeyer Ssp. IL 1 S. 15 Nr. 27.

280. [186.] Gotha ebend. Cod. chart. fol. 214. Pap., 1478, Folio, mitteld. Dogmatische Abhdl. auf 32 Bl. Ordnung des Brückengerichts zu Würzburg. Bamberger Stadtrecht. Sächsisch Lehnrecht in 82 Capp. Magdeburger Dienst- recht. Glosse zum sächs. Landr., in I. 70 abbrechend. Nietzsche 57, Zöpfl Bamberger Stadtr. S. 8, Homeyer Ssp. H.1 S. 16 Nr. 28.

281. [185.] Gotha ebend. Cod. chart. fol. 215. Pap., 1398, Folio, oberd. Schwab. Landrecht in ungezählten Artt, Schlufs disz buch ist tollenbracht ... von Johans schribers hont von Ebern ... n. ehr. g. druezen hundert ior dornach in dem aht vnd nunezigisten ior etc. Eine andre Hand hat es überschrieben Diz ist daz recht daz kunig karol hat gemacht. Schwäb. Lehnrecht. Cyprian, cat. cod. ms. bibl. Goth. 1774, 4. p. 30 Nr. 215. N. N.

282. [187.] Gotha ebend. Cod. chart. fol. 216. Pap., 15.Jahrh., Folio, gesp. Columnen. Bl. 1—40. Schwäb. Land recht unter hie habet sich an das Lantrechtbuch. Bl. 40— 55b Lehnrecht, das letzte Cap. von burgmeisterlehen. Bl. 56 —72 Urkunden, mit einer confirmatio dm arnolfi regis super iura patr. eccl. in heylprunna beginnend. Bl. 73—110 Gedichte. Bl. 112—134 Verträge die Stadt Würzburg be- treffend. BL 135 de episcop. statutis etc. Bl. 135b Stabunga [102] 102

iuramenta anorum duorum etc. Summarien von 84 Capp. zu einem bis 61.289 gehenden Stadtrecht 1 von den bösen eyden, 84 von den sacken die in dem rate werden gericht. BL 290 ff. Verzeichnifs Würzburger Kirchen und andre Her- bipolensia. Cyprian /. c. Nr. 216, der den Inhalt als Frank. Landrecht bezeichnet Archiv VI. 86. Mitth. v. Jacobs. Nr. [188] ist gleich Nr. 279.

282m Gr ätz, Archiv des Joanneums. Pap., kl. Folio, oberd., 16. Jahrh. Schwäbisch Landrecht in 368, Lehn- recht in 126 Capp., mit dem Register und einem Ver- zeichnifs der römischen Kaiser voran, im Texte durchaus mit Nr. 454 stimmend. Landfrieden Rudolfs I. v. 1287. Geschrieben von Johanner Wiettinger Wilhelm de* Gössen Schreiber Tawsend iar vierhundert iar w. darnach im dreizzigisten iar an S. Michels abent. Titulatur und For- mularbuch mit vorangehendem Index. +283. Grätz, Universitätsbibhoth. fol. 42, 35. Pap., 15. Jahrh. Schwäbisch Land- und Lehnrecht K. Rudolfs Land- friede. Broc. Luciferi. Archiv X. 623.

284. [385.] Greifswald, UniversitätsbibL, früher Prof. Schil- dener, um 1443 u. 1453 in Altbrandenburg geschrieben. Pap., Fol., niederd. Sächs. Distinctionen auf 96 Bl. in 6 B. (I. Capp. 60—87 doppelt). Hyr enden sik dy distin- ctiones des spigels der sassen t. g. n. Richtsteig Land- rechts in 49 Capp. mit der Vorrede und dem Epilog Got de dar is. Verfahren gegen Friedebrecher. Zwei Magdeb. Schöffensprüche. Von demselben Schreiber wie Nr. 31.

285., Grimma Stadtarchiv, See... II. Nr. 1. Pap., 15. Jh., aufser dem Membrantitelbl. 179 Bl. gr. Folio, mitteld. U. d. T. constitutiones imp. Friderici super tituhim feudorum Bl. 1 —153 sächsisch Lehnrecht mit der längern Glosse, Register über den Text und Glosse, Vorrede, in 81 Capp. BL 156—179 Richtsteig Lehnrechts in 15 rubricirten Absätzen.

286. Grimma ebend. Sect. II. Nr. 3. Pap., 15. Jahrh., 96 BL kl. Folio, einspaltig, mitteld. Sachs. Distinctionen in 6 B., mit der Dist von waffenführenden Pfaffen u. Juden schliefsend. Das Register endet schon mit B. V, Cap. 13, Dist 10 wie wit des riches Strasse sin soL Zwischen Reg. und Text ein Schreiben an die Grimmaer Schöffen.

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287. Grimma ebend. Sect. IL Nr. 6. Pap., 15. Jahrh., 253 BL, Folio, zweispaltig, mitteld. Glosse des sächs. Land- rechts als zweiter Theil von Nr. 288. BL lb von späterer Hand die Vorr. des heiligen g eist es. Die Glosse beginnt znm textus prologi und schliefst ursprunglich BL 246b zu III. 87 et sie est finis huius libri. BL 247* die Reime Got in dyme riche — Dy guten lafsen blyben. Die spätere Hand hat mit Durchstreichung jener Endworte die Anfänge von III. 88 — 92 darunter geschrieben, deren Glosse BL 247b —249b folgt. BL 250« GL zu HI. 49, 50, 51.

288. Grimma, ebend. Sect.IL Nr.7. Pap., 1432, 181 BL kl.Fol., von denen 23 unbeschrieben, mitteld. 1) Bl. 2 — 59 Sächsisch Landrecht mit Register, AUegaten im Text, in 3 B., mit I1L 91 schliefsend. 2) Bl. 60 — 89 Lehn- recht in 80 Capp., nach dem Register die Vorrede v. d. H. Geburt, 3) BL 90 Magdeburger Dienstrecht und ein Schöffenurtheil v. J. 1418. 4) BL 91—123 Weichbild, Register, Chronik bis auf Wilhelm v. Holland, Text mit dem Judeneide schliefsend. 5) Bl. 124—159 Rieht steig Landrechts mit dem Epilog: Dies haben wir lieber Vetter. Completus est liber iste s. a. d. millesimo quadring. tric. secundo per manus Bertoldi de ysenach pauperis clericuli.

+289. Groningen, Bibl. der genootschap pro excol. iure patrio, Lijst p. 4 in fol. Nr. 3, Pap. Sachsenspiegel mit der Glosse. Explicit liber Saxonum seu speculum eins, finitum .... per manus theoderici de doedenweerda ... mocccIxxix. Von jüngerer Hand frisische Rechte. V. Richthofen fries. Rechtsquellen S. xxu. 2.90. Groningen, UniversitätsbibL B.d.4. Pap., Quart, 1477, niederd. Sachsenspiegel mit der Glosse. Stücke aus Over- yssel u. s. w. Catal libr. unieers. quae Groningae est, cur. J. R. ean Ende, 1838 fol. p. 306.

Grupen s. Nr. 120-125.

C. Gudianu* s. Nr. 700.

Guerike s. Nr. 74, 576.

291. Haag, K. Bibl. Hdss. Nr. 1613. Unter ius caesareum of heiserregt Abschrift des kl. Eaiserrechts aus dem Cod. Vestringianus. Birnbaum Archiv des Crim R. xu 399, En- demann Nr. 30.

292. [30.] Haag ebend. 437, früher Jan Albinus, Jan de Witt, Bondam, niederd. Ret süssen ende keyserrecht, geschrieben

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von Peter van Sehouwen Priester 1451. Sachs. Land- recht mit der Glosse. Nietzsche 139 Endemann 35.

293. Haag ebend. 438. Pap., 15. Jahrh., Folio, niederd. Unter der Bezeichnung De sassenspegel efte lantrecht, ein Re- missorium nnd das sächs. Landrecht mit der Glosse. Archiv VH. 131.

294. Haag ebend. 284, früher v. Bolta. Pap., 15. Jahrh., Quart, niederd. .Klein Kaiserrecht Endemann Nr. 25, Archiv VII, 130.

Ebend. sind zwei Abschriften Bondams und van Wijns von dem Lange v. Wijngardensehen Saehsensp. Nr. 374. Archiv VII. 130,131, und Mitth. von Dr. Zacher. Vgl. Homeyer Ssp. II. 1 S. 16 Nr. 29.

295. [29.] Habel, Archivar zu Schierstein bei Wiesbaden, früher Bondam, Arntzen, 1801 Bodmann. Pap., 188 Bl. kl. Folio, Ende d. 15. Jahrh. Sachs. Landrecht mit der Glosse und voranstehendem Register. A. E. Wy sint des lant-

rechtes toe endte comen--Wee recht mynnet de seege

amen. Et est finis tercii libri. Sequuntur articuli tercii libri non glossati. Bondam de subsidiis ad iur. bßlg. cogn. Traj. ad Rh. 4. p. 35. Nietzsche 12. Mitth. von Habel.

296. Habel, früher Hoffer in Altdorf, Bodmann. Pap., 15. Jahrh., mitteld. Das Register giebt 68 Rubriken des schwäb. Landrechts, die letzte vom Judeneide, 25 des Lehn- rechts, die letzte vom Bruch des Kirchenfriedens an. Der Text des Landrechts bis Bl. 96, des Lehnrechts bis Bl. 131. Dann 4 BL Frag und Entscheidung der geleiten, wann ein lehenherr abgeet etc. 2 BL von kauffe essender ding. 2 BL vom Kampfrechte. 3 BL de regulis iuris. Mitth. v. Habel.

297. Habel. Pap., Folio, 15. Jahrh., mitteld. Glosse zum sächs. Lehnrecht, anfangend: hie hebit sich an das len- recht das k. friderich gesalzt hat etc. Homeyer Ssp. II. 1 S. 17 Nr. 30.

298. Hänel, Prof. u. Hofrath in Leipzig. Pap., kl. Folio, 15. Jh., oberd. Schwäb. Landrecht in 349, Lehnrecht in 146 Capp. Goldene Bulle, Landfrieden Rudolfs, Albrechts, Ludwigs. Schreiber Conradus Tratfelder briester regens- purger bistumb ann unnser frauen abent aus sy geporen. Mitth. von Dr. O. Stobbe.

299. [189.] Halberstadt, Stadtarchiv. Membr., 1393, Folio, niederd. BL 2 — 26 Register des Sächsischen Land«

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und Lehnrechts. Landrecht in 3 B. zu 70, 72, 91 Artt. bis BL 124; Lehnrecht in 80 Artt. bis BL 177*. Richt- steig Landrechts bis BL 234 in 47 (Register 38) Artt Nietzsche 58, Homeyer Ssp. H. 1 S. 17 Nr. 31, vgl. IL 2 S. 641.

300. [190.] Halberstadt, Gymnasialbibliothek. Nr. 66, früher H. Schauborch oder ScHbniborch. Pap., 1437, 177 Bl. Octav, niederd. Register über den Gesammtinhalt. Die sächsischen Distinctionen in 7 B. an deren Schlufs Bl. 146: liber iste compleius et sub a.d. millesimo quadring entesimo tri- centesitno (a. R. tricesitno) septimo. Als 8tes Buch Bl. 147 der Richtsteig Landrechts in 48 Capp. A. E. Amen Is est finis loh. L. de halbr.

301. [191.] Halberstadt ebend. Pap., Folio, Mitte d. 15. Jahrh., niederd. Decalogus magistri nicolai dingkelspuel etc. fl- d. 1439. Recefs des Bischofs Burchard 1439 niederd. Sächs. Landrecht mit der Glosse und dem Judeneide. Goslar- sches Recht in 5 B., mit dem Stück vom Mu st heil. Ur- theile. Bruns im Hercynischen Archiv 443—450, v. Kamptz Prov. Rechte I. 369-378, Homeyer Ssp. I. S. xvni Nr. 4, Göschen Goslarsches Recht S.x.

302. [192.] Halle, Marienbibl. Membr., 15. Jahrh., 4., niederd. Das systematische sächs. Landrecht. Lehnrecht in 86 Capp. Nietzsche 59, Wilda im rhein. Museum VH. 291 ff., Homeyer Ssp. II. 1 S. 18 Nr. 32.

303. [193.] Halle, Universitätsbibl. Ye Nr. 63 F., früher im Moritzkloster. Pap., 1407, Folio, niederd. Magdeb. Dienst- recht, Sächsisch Land- u. Lehnrecht, Weichbild. Homeyer ebend. Nr. 33, Mühler D. Rechtshandschriften, Berlin 1838 S. 20.

304. [194.] Halle ebend. Ye Nr. 61 F. Pap., 1450, Folio, niederd. Sächs. Landrecht mit der Glosse, Lehn- recht in 81 Capp. Homeyer ebend, Nr. 34.

305. [197.] Halle ebend. Ye Nr. 6Q. 2 Membrbl. in 4., Ende des 14. Jahrh.^ mitteld. Stücke vom Weichbilde und sächs. Lehnrecht. Homeyer ebend. Nr. 35.

306. [195.] Halle ebend. Ye Nr. 62 F. Pap., 15. Jahrh. 268 Bl. Folio, mitteld. 1) Bl. 2-6 Kurzes Register über das sächs. Landrecht. 2) BL 15—167 Remissorium mit der Einl. Nu man dann gemeinlichen, und Aufzählung der Artikel- anfänge vom sächs. Landrecht, Lehnrecht und Weichbild

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vor der pars executiva. A. E. Hic est ßnis Remissorii.... editum a .... doctore Mgro Iohanne (ausgestrichen und da- neben Theoderici) de Bockenstorp p. t. atme unieers. liptzen ordinario. 3) Bl. 167 —170 über Eintheilung des feudi und Klagformel. Mit andrer Hand 4) Bl. 171—235 als Arbeit des Thomo f>. Buckendorff ein Abecedarium über sächs. Landr. und Glosse/ 5) Bl. 239—268 Registrum Sachenspigels sec. ordinem Alphabeti,* und von späterer Hand 6) ein .Register der Rubriken des Richtsteigs Land- rechts (vie iuris) bis C. 33. — Eine Hand des 16. Jahrh. giebt auf Bl. 1 eine Uebersicht der 5 Register, welche das erste dem pater Nicolaus Amelungh in Werben zuschreibt, auf Bl. 167 Nachrichten über ^Thomas* und Theodericus de Buckenstorff. Mitth. von Dr. Zacher.,

307. £196.] Halle ebend. Ye Nr. 76 fol. Pap., 15. Jh., 164 Bl. Von verschiedenen meist nachlässigen Händen. 1) das sächsische Landrecht lateinisch mit niederd. Arti- kelanfängen in 3 B. (I. 8--15 sind nachgetragen). Nach IH. 91 noch vom Wergeide der Vögel lat. und Wert ein u>iff III. 74. 2) Gregors Bulle wider den Ssp. Von Bl. 28 an fremdrechtliches oder unjuristisches. Mitth. v. Dr. Zacher.

Eine im Archiv VI. 206 noch unter Nr. 18 angegebene Hdschr., Pap., 1478, Fol., Land- und Lehnrecht findet sich nicht

308. [198.] Hamburg, Stadtbibl., früher v. üffenbach. Pap. mit einigen Membrbl., nach dem Epiphonem 1314, nach dem Character der Hdschr. 15. Jahrh., Quart, niederd. mit einigen Bildern. Weichbild u. Magdeb. Schöffenrecht, nebst Chronik Bl. 1-87. Sächs. Land recht in 377 Artt mit einer eigenthümlichen Vorr. O paefs geistlicher vader etc. aufser den gewöhnlichen. Bl. 88—282 Expliciunt iura spe- culi Saxoniae ffinita ... sub a. d. millesimo cccmo xivto in die Leonardi epi et confessoris A (St.?) Johanne Scabini in Paffendorp. Kl. Kaiserrecht in 212 fortgezählten Capp. Register. Andre Form des Judeneides. Nietzsche 60, Wüda rhein. Mus. VH. 299 ff., Endemann Nr. 3.

C. Hamelensis s. Nr. 268. '

309. Hannover, K. Bibliothek. Pap., 15. Jahrh. Quart Mag- deburger Schöffenrecht. Archiv VIH. 649.

310. [199.] Vormals Graf Harrach zu Wien, 15. Jahrhundert Schwabenspiegel, Oesterreichisch Landrecht. Senkenb.

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eil. ProL § VII, §79, p. 213, Grupen 06«. 477. Collation desselben in GieJsen, Adrian Nr. cmlxxxvu.

311. [200.] Hecht, vormals Oberlandes G. R. zu Halberstadt. 15 Membranbl. Anf. d. 15. Jahrb. gr. Folio, niederd. Bruch- stücke einer alphab. Arbeit über den Sachsensp. mit der Glosse und über das schwäb. Landrecht (Keyserrecht) in4B. N.N.

312. [201.] Heidelberg, Universitätsbibl. Membr. fj. Jahrh., kl. Folio, mitteld. Sächsisch Land- und Lehnrecht mit Büdern, defect. Nietzsche 61. Mone in Batt, Babo etc. Büder S. 72, Kopp Bilder II. 152 ff. Sachfse in Beseler etc. Zeitschr. XIV. 42, Homeyer Ssp. I. S. xxii Nr. 8, II. 1 S. 19 Nr. 36, S. 81.

313. [202.] Heidelberg ebend. Membr., 1368, Folio, niederd. Glosse zum sächsischen Land recht. Wilken Gesch. d. Heidelberger Büchersamml. Nr. 165 S. 371. Nietzsche 62.

314. [203.] Heidelberg ebend. Membr., 14. Jahrh., 158 Bl. Folio, niederd., für das Fürstenth. Lüneburg geschrieben. Sächs. und schwäb. Landrecht als keyseres lantrecht in wechselnder Folge der Artikel. Wilken Nr. 367, Nietz- sche 63, Laisberg 58. Sachfse, der das sächs« Landrecht seiner Ausgabe zum Grunde gelegt hat, Vorr. S.vff.

315. [205.] Heidelberg ebend. Sächsisch u. schwäbisch Lehnrecht in gleicher Behandlung. Zweiter Theil der vorigen Nummer. Wilken S. 484 Nr. 470, Lafsberg Nr. 58, und iiTthümlich noch einmal unter Nr. 60, Homeyer Ssp. II. 1 S. 19 Nr. 37.

316. [204.] Heidelberg ebend. Membr. 14. Jahrh., 139 Bl. kl. Folio, mitteld. mit einzelnen niederd. Formen. Schwä- bisch Landrecht in 4 B. zu 47, 27, 21, 32 Capp. Wilken S. 327 Nr. 53, Lafsberg Nr. 59.

317. [206.] Heidelberg ebend. Pap., 236 BL Folio, 15. Jahrh. Der Könige Buch mit der Herrenlehre, schwäb. Land- recht in 95, Lehnrecht in 38 Capp. Nachrichten über die v. Geroldseck. Schreiber Hans Windeberg von Hagenow. Wilken S. 338 Nr. 89, Lafsberg Nr. 61.

318. [207.] Heidelberg ebend. Membr., 220 Bl. Folio, 15. Jh. Der Könige Buch, B1.60 schwäb. Landrecht in 173, BL 180 Lehnrecht in 48 §§. Wilken S. 356 Nr. 139, Lafs-

. berg Nr. 62,

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319. [208.] Heidelberg ebend. Pap., 199 Bl. Folio, 15. Jahrh. Reichsgesetze des 15. Jahrh. u. goldne Bulle. B1.61 schwäb. Landr echt (kaiserliche Rechte), Bl. 161 Lehnrecht (a. 1465to scriptum). Schreiben des Concils zu Eonstanz von 1416. Recepte. Wilken S. 374 Nr. 168, Lafsberg Nr. 63.

320. [209.] Heidelberg ebend. Pap., 227 Bl. Folio, 15. Jahrh. oberd. Bl. 1—131 alphabetische Arbeit aus dem Sachsen- spiegel mit Glosse, dem Schwabenspiegel in 4 Buchern u. den sächs. Distinctionen. Anfang: (a)ne des richters erlaub gyt eyn man etc. Letzte Unterrubrik Ob sich eyn man von dem libe thut etc. Der Text bricht ab mit: vnd sind diss recht nit vnder eyn ander se. Mit andrer Hand Bl. 132—141 Ordo iüdiciarius, beginnend Es ist zu wissen was das ge- rieht heifset, schliefsend de appellacione m. d. W. das sie geseit von der ordenunge des geistlichen gerichts nach dem aller hortsten. Bl. 142ff. die Tugenden der Kräuter, Bl. 180ff. Pferdearzeneien, B1.216 Recepte. Wilken S. 375 Nr. 169, Lafsberg Nr. 64, Mone Anzeiger 1838 Sp. 29 ff.

321. [210.] Heidelberg ebend. Pap., 15.Jh., Folio. Schwäb. Land- und Lehnrecht unvollständig. Vor und nachher juristische und geistliche Sprüche. Wilken S. 376 Nr. 170, Lafsberg Nr. 65.

322. [211.] Heidelberg ebend. Pap. 1429, 158 BL gr. Folio. Buch der Könige. Bl. 62 schwäb. Land recht in 14 Ab- schn. Bl. 128 Lehnrecht. Schreiber frater thomas de lyp- hain ord. minorum. BL 154bff. Geschichtliches. Wilken S. 360 Nr. 145, Lafsberg Nr. 66.

323. [212.] Heidelberg ebend. Pap., 1458, 52 BL Quart Schwäb. Lehnrecht in 142 §§. Wilken S. 526 Nr. 726. Lafsberg Nr. 67.

324. [213.] Heidelberg ebend. Pap., 1504, 154 Bl. Quart. Iglauer Bergrechte, Register, Weichbild mit Chronik in 355 Capp. Landfriede v. 1235 dem K. Otto zugeschrieben mit Artt. aus Weichbild u. Ssp.; 27 Capp. aus dem Schw-äb. Landrecht. Iglauer Stadtrecht Wilken S. 482 Nr. 461, v. Thüngen, sächs. Weichbild, Heidelb. 1837 S. lff.

325. [240.] Heiligenberg am Bodensee, Fürstlich Fürsten- bergische Bibl., vormals Freih. Joseph v. Lafsberg, Cod. Lüzelnheimeri. Membr. 136 BL gr. Quart, 1287, oberd. Schwäbisch Land- und Lehnrecht. Liegt der Lafs-" [109] 109

bergischen Ausgabe zum Grunde, s. Vorrede und Nr. 77, Reyscher u. Wilda Zeitschr. VII. 157.

326. [81, 340.] Heiligenbergebend.,, vormals Freih. Friedrich v. Lafsberg, Cod. Ebnerianus. Membr., Anf. d. 14. Jahrh. 92|B1. kl. Quart, oberd. Buch der Könige. Schwäbisch Landrechtin 368, Lehnrecht in 213 §§. Lafsb. Nr. 22. Abschrift in Giefsen, Adrian cmlxxxhi.

327. Heiligenberg ebend., ebendaher, Cod. Telbangeri. Membr. 81 Bl. kl. Folio, 14. Jahrb. Schwäbisch Landrecht in 377, Lehnrecht in 152 §§. Landfrieden K.. Rudolfs v. 1281. A. E. Qui me scribebat H. Telbanger nomen ha- bebat. Lafsberg Nr. 151.

Helmstädt s. Nr. 698, 700, 702—707.

328. Herisau, Canton Appenzell, Landesarchiv Nr. 80 u. d. Bez. St. Gallisches Landbuch. Pap., 15. Jahrh. Belial auf 54 Bl. Schwäb. Land- u. Lehnrecht verkürzt Im- berg Nr. 69.

»t329. [214.] Vormals Professor Hert (f 1710)? Auetor vetus de benefieiis. Homeyer Ssp. IL 2 S. 10, 11.

H. Hoff man nsche Hdss. &. Nr. 45, 46, 55.

330. [221, 239.] Homeyer in Berlin. Pap., 15. Jh., 182 (urspr. 186) Bl. Folio, zweispaltig, oberd. Bl. 1—71 Belial. Bl. 72 —86c biblische Geschichten, Bir sullen die* puchs anfangk

' pechennen von Abraham bis Nabuchodonosor. Bl. 86°—87b unter Beispild ein Gedicht Es bas ein rieh sundich man — vnd half der sei aus grosser not. Bl. 87b — 88b Bear- beitung der rhythm. Vorr. des Ssp. V. 97 — 260 Got hat dautsche lant wol teedacht — Ich hann lang darnach ge- dacht t>nd mit wichen zusammen pracht. Bl. 88b Des h. g. mynne. Bl. 89—161d als lanntrecht puch das schwäbi- sche Landrecht in ungezählten rubricirten Capp., das letzte von den Ketzern (Lafsb. 313). Bl. 161d—173b das Lehnrecht; das letzte Cap. von jarzal schliefst das tut er mit recht wol (Lafsb. 48a). Bl. 173c unter ein peyspill ein Gedicht bis 175c In ainer stat bas ein man — das er wol ze furchten ist. Bl. 175cd Judeneid. Bl. 176—182 mit durchgehenden Zeilen Rubrikenregister über den Schwa- benspiegel, Vgl. Nr. 372.

331. Homeyer, früher Kloster Huysburg, aus der v. Bulow- schen Auction 1836. Pap., Folio, 15. Jahrh., niederd. Gos- larsches Stadtrecht mit Versen von Freidank. Klein Kai-

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serrecht Catal. libr. Buloe. III. Nr. 650, Göschen Gos- larsches R. Vorr. x, Endemann Nr. 15.

332. Homeyer, früher Präs. Schwarz zu Jena, 1838 erworben. Pap., 15. Jahrh., gr. Folio, mitteld. Schwäbisch Land- recht in 4 B. zu 81, 126, 81, 75 Capp. Sachs. Lehn- recht mit Vorrede und Glosse. Regeln der Sippzahl. Weichbild mit Chronik, dem Prolog Got gebe, n. Glosse in 136 Artt. Schreiber Joh. Eberbach. Catal. der Schwarz. Bibl. Jenal838, S. 35 Nr. 931, Homeyer Ssp.H. 1S. 19 Nr. 38.

333. Homeyer, früher Lanhn u. Senft Pilsach (Catal. Nr.2239), ans der Mehnertschen Auction 1839. Pap., 1460, 260 Bl. Folio, mitteld. Sächsisch Landrecht mit Glosse; die Register vor jedem der 3 B. A. £. Hie hat der such- senspigel eyn end durch mich Nicolaen Röber de pirnis n. g. g. Tusent virhundert u. dornach jm lx iar am Sonn- abende nach Ephie domini. Bl. 253° Verse Gott in dem

Reiche--Die guten lassen bliben. Bl. 254 Ärbor con-

sang. u. Sippzahlregeln. Bl. 256 Vocabula etc. Die Bl. 46, 51, 56, 65, 247, 258 sind noch einmal abgeschrieben; die alten fehlerhaften liegen lose bei. Vgl. die Nr. 171.

334. [265.] Homeyer, früher Justizcommissar Litzmann in Salzwedel, 1842 erworben. Pap. mit einzelnen Membranbl. Folio, einspaltig, Anf. d. 15. Jahrh. mitteld. Nenn Bücher sächsischer Distinctionen (irrig von Nietzsche Nr. 79 als Sachsensp. bezeichnet), das Register vor jedem Buche; ohne den Verwandschaftsbaum bei Pölmann. Nach B. IX Art. 23, womit Pölmann schliefst, eine Sporteltaxe des 16. Jahrh. und Formeln. Geschriben durch Matheum Ha- wenschilth amm dinst. noch trium regum ym xxvm jor die zceith scheppen alderman. Von andern Händen noch Taxen und Formeln. Viele Bl. sind ausgerissen, so dafs u. a. B. I. Art 1 Dist. 7 mit dem kritischen Jahre, oben S. 36, fehlt.

336. Homeyer, Geschenk von Böcking 1852. Pap., -ff. Jahrh., 208 Bl. Folio, oberd., im Anf. defect Bl. 1 — 3» Schlufs von biblischen Geschichten bis Joseph. Bl. 3b—51a S ch w ab. Landrecht in 382 Capp., das letzte von den Unehelichen. Bis 66d das Lehnrecht in 147 Capp., nur die ersten 46 gezählt Das vorletzte Purchmaisters lehen. Das letzte des puches ende schliefst daz wir daz ewige recht besiezen. Amen. Petri et Pauli. BL67-69b Rubrikenregister von andrer Hand [111] III

aber 389 Capp- Landrechts, 41 des Lehnrechts. BL 71-208 mit gröfserer, weniger zierlicher Cursiv und durchgehenden Zeilen die Uebersetzung des Valerius Maximus von Hein- rich v. Müglein gesezzen pey der elbe in dem laut meyssen, 1369 zu Ehren des Hartneid von Pettaw gemacht. Voran ein Register über 86 Capp. ExpL translatio Valerii A. D. m° quadringentesimo secundo finitus est iste liber in trans- latione Sancti Nicolai episcopi.

336. Homeyer, Geschenk v. Jacob Grimm. Ein MembranbL, Folio, zweispaltig, 14. Jahrh., mitteld. Bruchstück des schwäb. Landrechts von Vert iz uz — karlis rechte brudir, Lafsb. C. 27-32.

337. [222.] Homeyer. Zwei MembranbL, Folio, zweispaltig, saubere Minuskel d. 14. Jahrh., mitteld. Bruchstücke des sächs. Landrechts ans I. 9 § 5 bis 1.14 §2 u. U. 29, 34, 40 §§ 4, 5, mit einem dem Ssp. fremden Satze vor H. 29 eine tochtere uzgeradet bi sinem Übe. di eynen stn hat. der sen nimet billicher dez eider uoter erbe, ob er ime ebenburtik ist denne der rieht er. der richter nimet aber sin herwette. Die Artt rabricirt aber ungezählt.

338. [223.] Homeyer. Zwei verbundene MembranbL, gr. Fol., zweispaltig, Cursiv des ||. Jahrh., mitteld. Bruchstücke des sächs. Landrechts, aus IH. 31 §1 schuldig ist bis IH 51 end den esiL Die Artt ohne Rubriken, nach der gewöhnlichen Ordnung gezählt, Remissionen a. R.

339. Homeyer, früher in Naumburg. Zwei verbundene Mem- branbL, Folio, zweispaltig, 14. Jahrh., mitteld., Columnen- titel wiepildes. Bruchstuck der sächs. Distinctionen von B.H. C. 1, Dist 15 (Ortloff) dor eone den sal man er- statin an.

340. Homeyer, Geschenk v. Wiggert Ein MembranbL, Folio, zweispaltig, grofse Cursivschrift, 15. Jahrh., niederd. Bruch- stück eines alpha b. Werks über speculum und Key ser- recht (Sachsen- und Schwabenspiegel) aus den Rubr. Pant und Pape.

341. Homeyer ebendaher. Membranstreifen, 14. Jahrh., niederd. Sachs. Lehnrecht Homeyer Ssp. Hl S. 20 Nr. 39.

342. Homeyer ebendaher. Zwei Membranstreifen br. 8., 13.Jh., niederd. Stücke aus Sächsisch Landrecht 1* III. 46 a. E. sculdegen, worauf sogleich HI. 52 folgt, bis III. 53 § 1 afgebroken. lb III. 54 § 1 rihte nemut bis zum Schlufs

Digitized by [112] des Art. 2a III. 65 §2 EN man sines engendes bis HL 67 ment ime vore dan. 2b III. 68 § 2 Alle de binnen bis III. 70 §2 wenet uppen sassen. Vgl. Homeyer Stellung des Ssp. 1853 S. 35.

343. Homeyer, Geschenk von Moritz Haupt 1852. Zwei zusammenhängende Membranbl. kl. Folio, zweispaltig, Minuskel des 14. Jahrh., niederd. Bruchstücke des schwäb. Lehnrechts aus Cap. 115-117, 136—144 (Lassberg).

C. Hortlederianus s. Nr. 244.

344. Ehemals Prof. Hug in Freiburg, früher Bernh. Schön. Pap., 1458, 224 Bl. kl. Folio, niederrhein. Schwäbisch Landrecht in 390 §§. A. E. Liber turtum cicilium tum feodalium Iohan de Spre Armiger, nec non suorum fautorum completus Anno d. l. 8. BL 103cff. Bernardi 8. Bertrandi de Parentinis expositio canonis missae. Amann Programm für Sommer 1837 S. 15, 24; Lassberg Nr. 34.

345. [224.] Jena, UniversitätsbibL, 14. Jahrh. Weichbild. Keysler Reisen II. 1346, Martin spec. histor. studiorum, Jenae 1823 p. 36.

346. [225.] Jena ebend. Membr. 1410. Folio, mitteld. Sächs. Landrecht mit der Glosse. Magdeburger Dienstrecht. Sächsisch Lehnrecht in 80 Artt. Richtsteig Lehnrechts. Vorrede Got gebe seiner sele. Cautelau. Premis. Weichbild in 154 Artt. Sächs. Landrecht lateinisch. Richtsteig Landrechts in 49 Capp., a. d. millesimo quadring entesimo decimo etc. per manus Arnoldi. Glosse zum Lehnrecht; unter Isti sunt articuli etc. zehn reprobirte Artt. des Ssp. Zepernick Nr. 14, Nietzsche 64, Archiv VIII. 695, Homeyer Ssp. H. 1 S. 20 Nr. 40, S. 374 Nr. 11. ueber Abschriften in Celle s. Spangenb. S. 126,129.

347. [226.] Jena ebend. früher Struv, Buder. Pap., Folio, 1475, mitteld. Stück vom sächs. Landrecht latein. Sächs. Distinctionen in 7 B. A. E. s. a. d. 1475. Weichbild. Sächsisch Landrecht und Lehnrecht, Magdeburger Dienstrecht, Judeneid, Glosse zu I. 19 bis III. 5 des sächs. Landrechts. Zepernick Nr. 20, Nietzsche 65, Ortloff Dist. S. LXII, Homeyer Ssp. H. 1 S. 20 Nr. 41.

348. [227.] Vormals Ingolstadt, Universitätsbibl. Schwäb. Land- und Lehnrecht, in Schannats histor. Schriften 1725 I. 163—322 gedruckt; in München, wohin die Hdschr. hätte kommen sollen, nicht zu finden. [113] 349. [227a] Inspruck, Nationalmus. IX.D. 13. Pap., 14.Jh.(?) Folio, mitteld. Kl. Kaiserrecht Voran ein Register auf 38 Bl. Der Text auf 145 Bl. in 4B. zu 41, 124, 34, 19 Capp. Anf.: Dis ist recht als iz der konig karle selber machte. Zwei Blätter mit Rechtssätzen (in Mones Anzeiger VII. 360). Weiske Abhandl. S. 60, Rapp Zeitschr. f. Tyrol V. S. 30, Mone Anzeiger 1839 Sp. 34, Endemann Nr. 10.

†350. Inspruck,Ferdinandeum.Pap..,Ende d. 15. Jahrh.,kl.Folio. Schwabenspiegel als Kaiser Karls Rechtsbuch. Mitth. von J. Fr. Böhmer.

351. Inspruck, Universitätsbibl. II. 3 F. 9. Pap., 15. Jahrb., Folio, zweispaltig, oberd. Schwäbisch Land- u. Lehnrecht; Register. Anfang Hye hebt sich an das Lantrechtpuech. Schluss clj Hy hat das lehenrecht ain ende ... und der hailig gaist. Mitth. von J. Fr. Böhmer.

352. Inspruck ebend. Nr. 498, früher bei den Karthäusern zu Scbnals. Membr., 14. Jahrb., Quart, zweispaltig, oberd. Ordo iudiciorum. Schwäbisch Landrecht auf 62 Bl. in 306 Capp. mit den Ketzern schließend; Lehnrecht auf 9 Bl. Mone Anzeiger 1839 Sp. 29.

353. Inspruck ebend. Nr. 212. Pap., 14/15. Jahrh., Folio, zweispaltig, oberd. Schwäbisch Landrecht in 377, Lehnrecht in 151 Capp. Register folgt Mone ebend. Sp. 30.

354. Inspruck ebend. Nr. 169. Pap., 15. Jahrh., Folio, oberd. Nach dem Register Schwäbisch Landrecht in 346, Lehnrecht in 147 Capp. Mone ebend. Sp. 30.

  • †355. [228.] Vormals Itzehoe, Stadtarchiv. Sachsenspiegel.

Uhle sylloge nova epistolarum, III. 157. Nach einer Mitth. von Falck im J. 1835 nicht zu finden.

C. Iulii Ducis s. Nr. 699.
C. Iungianus s. Nr. 192.

356. [229.] Juppe, Rath beim Fürstbischof!. Consistorium zu Breslau. Pap., 81 Bl. kl. Folio, zweispaltig, 2teHälfte des 15. Jahrh., mitteld. Sächsisch Landrecht in 3 B., zu 71, 72, 91 Artt.; vor jedem das Register. Register zum Lehnrecht, Magdeb. Dienstrecht., Lehnrecht in Art 5J) abbrechend. Homeyer Ssp. II. 1 S. 21 Nr. 42.

†357. Klattau in Böhmen, Rathhaus. Sächsische Distinctionen böhmisch v. J. 1465. Vgl, Abhandl. der Ges. d. Wiss. zu Prag V, Heft 2 S. 161. [114] 114

358. G. Köhler, Rathsherr in Görlitz. 16. Jahrh. Die Mag- deburger Fragen. Mitth. des Besitzers.

359. G.Köhler. Membranblatt, 15. Jahrh., mitteld. Bruchstück des sächs. Landrechts III. 19-27, 60-64. Mitth. des Besitzers.

+360. Königingrätz in Böhmen, Rathhaus. Böhmischer Sch wa-

ben spie gel. Mitth. v. Hanka. 360»- Königsberg LPr. K.Bibl. Nr. 888. Membr. Folio, 15. Jh., mitteld. Die neun Bücher der Distinctionen, mit dem Re- gister der ,,Nün Bücher distinctiones Waltheri genant nach Meydeburgischem rechttt voran. In der kritischen Stelle, oben S. 36, wird „vyrtzen hundirt Jar dornoch jn deme anderen jarett angegeben. Der Epilog nennt als Verf.: Waltherus Echardi von dem Bontzlow etzwen tzu Thorun statschreyber. Mitth. von Dr. Stobbe.

361. [231.] Königsberg i. Pr., Geh. Archiv. Pap., 15. Jahrh. Ermländische Verordnungen vom J. 1435, drei Bücher Distinctionen, Magdeburger Urtel, Gulmisch Recht Harthnoch sei diss. hist. de rebus Pruss. xvn p. 348, und A. u. N. Preufsen. IL 570.

362. [232.] Königsbergebend., früher Elbing. Pap., 15.Jahrh. 141 Bl. Folio, mitteld. Sächs. Distinctionen in 5 B. Als 6tes Buch in Quart von andrer Hand eine Bearbei- tung des sächs. Lehnrechts. A. E. fehlen 2 Bl. Ho- meyer Ssp. II. 1 S. 21 Nr. 43.

363. [233.] Königsberg ebend. 33 Ms. Membr. 255 erhaltene Bl. Folio, zweispaltig, ||. Jahrh., mitteld. Bl. 1-62 Richt- steig Landrechts in 2 Büchern mit Register zu 47 und 25 Capp. Mit Bl. 21 wird in gröfserer Schrift und nicht genau im Zusammenhange fortgefahren. Bl. 62d bis 67c Register zu den 3B. des sächs. Landrechts zu 64, 70, 71 Capp. mit der Bern, dafs 12 Capp. als unglossirt fehlen. Bl. 67cff. Die prosaischen Vorreden und das Landrecht mit der Glosse. Der Text in noch gröfserer Schrift. Bl. 255 bricht in der Gl. zu III. 45.— 50 mit ab man sie ziehen solde ab. Hartknoch sei. diss. hist. de rebus Pruss. xvn p. 355. A. u. N. Preufsen S. 577. Nietzsche 67.

364. [234.] Königsberg ebend. CR. Membr. 15. Jahrh., mitteld. Biblische Geschichten. Eilf Artt unter: das sint lantr echt. Register und Text des schwäb. Land- u. Lehnrechts. [115] 115

Hasse in d. Zeitschr. f. gescb. Rechtsw. IV. 65 Note 2. Hasse besafs eine Abschrift.

365. [235.] Königsberg, Wallenrodtsche Bibl. ./Ufo. 83. Pap., 15. Jahrh., Folio, mitteld. Neun Bücher Distinctionen.

A. £. Et sie est finis, deo gratias laudetur deus et sanetus Bartholomeus. Stimmt mit der Pölmanschen Ausgabe. In

B. I. Art. 1 Dist. 7 ist nicht, wie Hartknoch angiebt, 1452 sondern 1433 genannt. Hartknoch diss. xvn p. 354. A. u. N. Preufsen S. 576 ff. Mitth. v. Schweikart

366. [236.] Königsberg ebend. Ms. 1. Pap., 16. Jahrh., Folio, mitteld. Kulmische Handfeste deutsch, Willkühren v. Kö- nigsberg u. a. Städten. Kulmisch Recht, aus einer Hdschr. v. 1394 im J. 1544 geschrieben, Magdeburger u. Kulmische Urtheile in 3 Büchern zu 70, 19, 9 Urtheilen. Alte Dan- ziger Willkühr. Husingsche Glosse zum Kulmerrecht, 1568 vollendet. Hartknoch diss. xvn. p. 328, 346, 351—353, 360. A. u. N.Pr. S. 574, 575. Leman Kulm. Recht S. xivff. und Mitth. v. Stobbe.

  1. 367. Vormals Jac. Koning, Mitgl. d. K. Niederl. Instituts, nach

dem Catal. der am 29. April 1833 zu versteigernden Bücher I. S. 7 Nr. 40, früher Bondam. Kl. Kaiserrecht in 4. Vielleicht die Nr. 71. Endemann Nr. 31.

368. [237.] Kopenhagen, K. Biblioth. Alte Samml.. Nr. 1949. Membr. Quart, 1359, niederd. Das systematische sächs. Lanedrecht Sachs. Lehnrecht mit dem Register voran. Richtsteig Landrechts u. d. N. scheeeklot in 47 Capp. Zepernick Nr. 26, Nietzsche 68, Wilda rhein. Museum VII. 279, Homeyer Ssp. H. 1 S. 22 Nr. 44.

369. [238.] Kopenhagen ebend. Thottsche Samml. 336, früher Hildesheim. Membr., 1412, Folio, niederd. Das System, sächs. Landrecht mit dem Stück vom Mustheil und dem Judeneide. Sächs. Lehn recht in 87 Capp. Nietzsche 69. Wilda a. a. O. 286, Homeyer Ssp. H. 1 S. 22 Nr. 45.

370. [238a] Kopenhagen ebend. Alte Samml. Fol. Nr. 402. Pap., 15. Jahrh., 128Bl. Folio. Der Könige Buch. Schwäb. Land- u. Lehnrecht Wilda a. a. O. 343.

371. Kopenhagen ebend. A. Samml. Fol. Nr. 403, Pap., 1471. Repertorium iuris saxonici. Archiv VII. 152.

371m* Kränner in Regensburg, richtiger T. O. Weigel. Pap., 112 Bl. Quart, 15. Jh., oberd. Bl. 1 — 37 Bair. Landrecht Titulus furtorum primus Umb eerstolens haussgrat. Expl. er

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kab tisch in der Rewssen fanden oder nicht. Unterschrift Das ist des kaysers rechtpuch Got geb vns von hymt allen genug. Amen. BL 38-43 leer. BL 44-112 Ruprechts Rechtsbnch unter Das ist.das ander Rechtpuech. Von erst sold du mercken von den todsiegen. ExpL vnd rieht man dan vmb yede schuld als hoch sy lügt. AucüonscataLog der Er&nnerschen Bibl. v. 16. April 1855 S. 8 Nr. 34. ♦372. [239.] Vormals Bürgerm. K rafft zu Ulm. Pap., 15. Jahrh., Belial. Biblische Geschichten. Schwaibenspiegel. Catal bibl Kraß. S. 48 Nr. 29. Vielleicht gleich Nr. 330.

Andre Krafftsche Hdss. unter Nr. 229, 242.

C. Krammianus s. Nr. 125.

373. Kloster Lambach in Oberösterreich Nr. 147. Pap., 15. Jh, zweispaltig. Schwäb. Land- u. Lehnrecht ohne Re- gister, zusammen in 232 Capp. Die letzten von Zinslehen und wie man urteil verwirft. Schreiberin Clara Hätzlerin. Mone Anzeiger 1839. Sp. 30.

374. Lange v. Wijngarden im Haag, früher v. Wijn u. Bleis- wyk. Membr. kl. Folio, 14. Jahrh., niederrhein. Sachs. Land- u, Lehn recht in 344 Capp. wovon 1—3 die Vor- reden, 4 — 206 das Landrecht, 207 — 344 das Lehnrecht umfassen. Zwei Abschriften im Haag, K. Bibl. Homeyer Ssp. U. 1 S. 16 Nr. 29.

Lafsberg s. Nr. 325, 326, 327. Lauhn s. Nr. 153, 157, 159-162, 164r-166 , 500, 618-620, 727.

375. Leiden, Universitätsbibl. Nr. 44 Folio. Pap., 15. Jahrb., ungef. 400 BL, niederd., im Anfange defect. Rhythm. Vorr. von sal, daer an verdient hee (V. 24) an. Hyr beginnet dat spegel der süssen. Des heiligen geestes mynne. Prolog God die daer is mit der Gl. Die 3 Bucher des Sachs. Land rechts zu 74, 71, 86 rubricirten Capp. mit der GL HI. 86 des lammes losynghe. Register folgt A. £. Et sie est finis. Wy synt des lantrechtes to eende gekomen — Wye recht meyne de seege Amen. Archiv VH. 134, Mit- theilung von Dr. Zacher.

376. Leiden ebend. 14. Jahrh., niederd. Sachs. Landrecht Die ersten Bl. fehlen. Die Hdschr. beginnt im Prolog beeolen sin dat se. Text ohne Büchereintheilung in nicht gezählten kurz rubricirten Artt. Nach ith ne wilkore dat lanth (III. 91): dit boh is goth. In dith hoch sal en wis [117] man denken - - mith der ewigen cronen. Amen. Pre reliquis gratum laudavit Symea natum Semper scripturam sic ego laudo meam. Mitth. von Dr. Geyder. (Pr. Staatszeitung 1836 Nr. 299).

377. [244.] Leipzig, Stadtrathsbibl. Rep. II. f. 15. Pap. u. Membr. 1461, 301 Bl. gr. Folio, mit einigen Bildern, mitteld. Nach Gärtners Vorr. benutzte sie Zobel zu seiner Ausgabe. Sächs. Landrecht in 3 B. mit der Glosse, ohne rhytbm. Vorr. Auf Bl. 1 einige Eidesformeln. Bl. 291 folgt ein Rubriken- und ein system. Register. Bl. 299—301 Karls V. VO. wegen der Wiedertäufer u. a. m. Nietzsche 78, Naumann catal. libr. ms. gut in bibi. sen. civ. Lips. asservantur Nr. CCXVIII.

378. [243.] Leipzig ebend. Rep. II. f. 16, aus Zobels Nachlass. Pap., 1434, 185 Bl. gr. Folio, mitteld. Rubriken- u. system. Register. Sächsisches Landrecht, glossirt mit vielen Nachträgen und Correcturen im Text und a. R. BL 183b—185b Magdeb. u. Leipziger Schöffensprüche. Nietzsche 77, Naumann Nr. CCXCIX.

379. [247.] Leipzig ebend. Rep. f. 17. Pap., 1491, 204 Bl. gr. Folio, mitteld. Bl. 2-179 Sächs. Lehnrecht mit der Vorrede und Glosse. BL 179 —201 Richtsteig Lehnrechts. Homeyer Ssp. II. 1 S. 22 Nr. 47, S. 374 Nr. 12. Naumann Nr. CCC.

380. [245.] Leipzig ebend. Rep. ll. f. 18. Pap., 1467, 243 Bl. Folio, einspaltig, mitteld. Bl. 2—168 Sächs. Lehnrecht mit Vorrede und Glosse in 81 Artt. Bl. 170—205 Register als Recapitulatio des lantrechts und des lehenrechtes. Bl. 206 — 222 Goldne Bulle. Homeyer Ssp. H. 1 S. 22 Nr. 46, Naumann Nr. CCCI.

381. [241.] Leipzig ebend. Rep. U. f. 19. Pap., 1404, 187 Bl. Folio, mitteld. Bl. 1—11 Kl. Kaiserrecht ohne Büchereintheilung, im Anfange durch Stellen aus Sachsen- und Schwabensp. erweitert Schluss gesweren wann er hat sein recht verlorn. Bl. 13—133 Schwäb. Landrecht, Bl. 134 — 177 Lehnrecht in ungezählten Capp. Bl. 178 — 186 Register. Endemann Nr. 14, Naumann Nr. CCCIII.

382. [246.] Leipzig ebend. Rep. II. f. 20. Pap., 1483, 323 Bl. Folio, mitteld. Bl. 2—141 sächs. Distinctionen in 7 B. zu 47, 10, 16, 44, 30, 23, 4 Capp. Bl. 142 — 152 Magdeb. Schöffensprüche. Darunter finit. feliciter in Deltzch [118] Lxxxiii aho. BL 152—156 Notizen u. Gebete. BL 158-257 die Magdeburger Fragen. Bl. 258—263 Magdeb. u. Leip- ziger Schöffensprüche. BL 264—266 Cautela und Premis. BL 266-308 Richtsteig Landrechts in 49 Capp. BL 309—313 Ärbor consang. BL 313.314 Gebete. BL 315 — 317 Leipziger Schöffen Sprüche. BL 318, 319 Will- kühr über die Gerade. Bl. 323 Medicinisches. Naumann Nr. ccciu.

383. Leipzig ebend. .fiep. IV. f. 1. Pap., 1453, 278 Bl. Folio. Miniaturen in den Initialen z. B. BL 3 das Bild Eikes v. Repgau, mitteld. Weichbild mit der Glosse in 135 Artt, der Vorr. Got gebe syner seien nnd der Chronik. Magdeb. Schöffensprüche. Schreiber Erhard heg hei de penicz- hawfsen. Doppeltes Register über das Weichbild. iVai.imt.iAn Nr. ccciv.

384. Leipzig ebend. Rep. IV. f. 2. Pap., 1466, 133 Bl. Folio, mitteld. Sächsische Distinctionen in 7 B. Expl. liber

' distinctionum per Michaelem Kranach etc. Bl. 130 —133 Das buch von der sippe mit den regeln (nach Landrecht und Weichbildrecht). Bl. 135ff. Magdeburger Fragen in 3 Büchern. Naumann Nr. cccv.

385. Leipzig ebend. Rep. IV. f. 3. Pap., Ende d. 15. Jahrh., 229 Bl. Folio, mitteld. Sächs. Distinctionen in 7 B.

Epüog: hie hat difs buch eyn ende--so bleibe wir alle

gotis vnd marien kint. Amen. Buch von der Sippe. Mag- deburger Fragen. Naumann Nr. cccvi.

386. Leipzig ebend. Rep. IV. f. 4. Pap., 2te Hälfte 15. Jahrh., 182 Bl. Folio, mitteld. Sächs. Distinctionen in 5 B. Incipit liber Iuris medenborgensis. Explicit liber subtiHs legum more Magdeburgensis. Et quasi optimus liber in lege civili et dicitur distinctiones legum. Bis geloubet von hymel got. heiliger starker sabaoth. Naumann Nr. cccvn.

387. Leipzig ebend. Rep. IV. f. 5. Pap., 1457, 170 Bl. Folio, mitteld. Sachs. Distinctionen B. 1-4, schliefsen mit mit czweien Ratzmannen die dor obir gewest worn. Der Richtstig Landrechts in 49 Capp. Naumann Nr. cccvur.

388. Leipzig ebend. Rvp.IV. f. 9. Pap., 15. Jahrh. 409 Bl. Folio, einspaltig, mitteld. Bl. 1—8 Repertorium in Lantr echt, lehnrecht und wichbild. BL 8—181 Rep er t. speculi Saxonici. Bl. 182 — 369 Sächsisch Lehnrecht mit Vorrede und

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Glosse, in 81 Capp. Bl. 372—407 Richtsteig Landrechts in 49 ungezählten Capp. Homeyer Ssp. H. 1 S. 23 Nr. 48, Naumann Nr. cccix.

389. Leipzig ebend. Rep. IV. f. 7. Pap., 15. Jahrh., 334 BL Folio, mitteld. Bocksdorfs Remissorium unter: das an- begyn eyns itzlichen artickels des lantrechtes lehnrechtes et wichbilde rechtes. Schlufs: mag man wol heymfsuchunge bewyfsen wich. ar. lxxxvii. Naumann Nr. cccx.

390. Leipzig ebend. Rep. IV. f. 8, Pap., 15. Jahrh., 286 Bl Folio. Bocksdorfs Remissorium, stimmt mit der vorigen Nr., doch hat eine jüngere Hand a. R. und Bl. 271-273 vieles hinzugefügt. Naumann Nr. cccxi.

391. Leipzig ebend. Rep. II. f. 74% früher Joh. Ad. Ickstatt zu Würzburg. Pap., Anf. 15. Jahrh., 221 BL Folio, oberd. Bl. 1—53 Der Kunig buch mit dem Epilog Hie sollen wir

  • disem buch ein ende geben. Bl. 55—119 Chronik der rö-

mischen Kaiser bis Conrad HI. Hie sal man hören wa sich das Rieh an dem ersten anheben. Bl. 120—221 das schwäb. Land-u. Lehnrecht. Naumann Nr. occcxcvn, vgl. Richter Jahrb. 1837 S. 95 Nr. 7.

  • 392. [242.] Leipzig ebend. Sachsenspiegel v. 1326. Krause

krit. Beitr. zur D. Sprache St. 6 S. 253 ff. Nicht zu finden. Nietzsche 76, Richter a. a. O. S. 96.

393. [248.] Leipzig, UniversitätsbibL Cod. 946. Membr., 14. Jh., 65 BL gr. Folio, mitteld. Judeneid, Verse von späterer Hand. Sächsisch Land- und Lehnrecht. Das Landr. liegt den Ausgaben Gärtners und Weiskes, das Lehnrecht dem Abdruck bei Schilter zum Grunde. Magdeb. Dienst- recht. BL 55ff. Gedichte, s. v. der Hagen Grandrifs 399rT. Zepernick xi, Nietzsche 70, Homeyer Ssp. II. 1 S. 23 Nr. 49.

394. [249.] Leipzig ebend. C.947. Membr. Ende d. 14. Jahrh., 250BL gr.Folio, mitteld. Calender, Register zum Sachsensp., Magdeburger Dienstrecht Sächsisch Land- u. Lehn- recht Richtsteig Landrechts. Weichbild mit Chronik in 137 Capp. (Abschrift in Celle, Spangenb. 130). Zeper- nick xii, Nietzsche 71, Homeyer Ssp. H. 1 S. 23 Nr. 50.

395. [250.] Leipzig ebend. C. 948. Pap., Anf. d. 15. Jahrh., 175 Bl. kl. Folio, mitteld. Prolog O helion, Sächs. Land- recht mit Glosse bis 111.87, Lehnrecht ohne Glosse. Magdeb. Dienstrecht. Zepernick xui, Nietzsche 72, Homeyer Ssp. II. 1 S. 23 Nr. 51, dessen Glossenprolog S. 6 Nr. 2.

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396. Leipzig ebend. C. 949. Pap., 15. Jahrh., 198 Bl. Folio, mitteld. Glosse zum sächs. Landrecht von textus prologi bis HI. 87. Richter Jahrb. 1837 S. 96, Mitth. v. Dr. H. Leyser.

397. [251.] Leipzig ebend. C.950. Pap., 1431 n. 1432, kLFol., mitteld. Sächsisch Landrecht lat, Judenordnnng Hein- richs v. Meilsen, Cautela u. Premis, Weichbild, In- nnngsrechte, sächsisch Lehnrecht mit Glosse, Richt- steig Lehn rechts. Nietzsche 73, Homeyer Ssp. H. 1 S.24 Nr. 52, S. 374 Nr. 13.

398. [259.] Leipzig ebend. C. 951. Pap., 1448, Folio. Sachs. Landrecht lateinisch. Nietzsche 75, Richter a. a. O. 96. Mitth. v. Dr. Leyser.

399. [257.] Leipzig ebend. C.952. BocksdorffsRemissorium. Richter 96.

406. [256.] Leipzig ebend. C 953. Magdeburger, Leipziger, Dohnaer Schöffenspruche. Richter 96.

401. [253.] Leipzig ebend. C. 954. Pap., 1430, 90 Bl. Folio, mitteld. Sächsische Distinctionen in 7 B. Schlufs adir eym iczlichim dorynne anttcertin. Explicit iste Uber seil, septitnus et sie est finis. Scriptus a. d. mcoccxxx. Mitth. von Dr. Leyser.

402. [252, 254, 255.] Leipzig ebend. C. 1088. Pap., 1436, 452 Bl. gr. Folio, mitteld. Bl. 1-215 Sächs. Lehnrecht mit Vorrede n. Glosse. Lateinische Distichen. Register zum Lehnrecht Bl. 217ff. Weichbild mit Register (Di- stichen).. Vorrede Got gebe, Chronik und Glosse. Bl. 418 S. Landr. II. 23. Bl. 42811. Richtsteig Lehnrechts. Homeyer Ssp. II. 1 S. 24 Nr. 53, S. 374 Nr. 14.

403. Leipzig ebend. Nr.906, früher Kloster Altenzelle. Pap., 15. Jahrb., Folio, mitteld. Die einzelnen Stucke aus ver- schiedener Zeit. Expositio terminorum iur. civilis v. J. 1466. Tituli legales sec. ord. alphabeti. Richtsteig Landrechts mit der Vorr. Dens iudex iustus. Text in 3 Abth. mit Re- gister vor jeder. Die Constitutionen Albrechts. Et sie est finis a. d. milles. quadragint. septimo in vigilia ascensionis.

404. [258.] Leipzig ebend. Magdeburger Schöffenurtheile.

405. [260.] LeObschütz, Stadtarchiv. Membr. 1421, mitteld. Leobschützer Statuten und Willkühr. Sächsische Distin- ctionen, Miniaturen. A. £. A. d. miUesimo quadring en-

N. N. [121] 121

tesitno mgesimo 1°... compleeit Nicolaut Brem Kathedralis Cra. librum iuris in Lubsckicz. Böhme, diplom. Beiträge I. 34, 35, VI. 59.

406. [261.] Liegnitz., Bibl. der Peter- u. Pankkirche. Membr. gr. Fol, mitteld. mit Büdern. Sachs. Landrecht lat nnd deutsch mit der Glosse. A. £. des 2ten Buches das Jahr 1386. BL 467—512 der Ricb4steig Landrechts in 3 Abtheilungen mit den Epilogen Di* habe wir und Got der da ist. v. Anfsefs Anzeiger II. 240, Homeyer Ssp. I. S. xxi.

407. [262.] Liegnitzebend. Zweiter Theil von Nr. 406, Membr. gr. Fol., mitteld. mit Bildern. Weichbild mit Chronik und Glosse, Constitutionen K. Albrechts. Bl. 148ff. das sächsische Lehnrecht, als constitutiones frederici imp. quae et feudorum intitulantur, glossirt Homeyer Ssp. n. 1 S. 24 Nr. 54.

408. [263.] Liegnitz ebend. Pap., Folio, Ende 14. Jh., mitteld. Bl. 1—266 Sächs. Lehnrecht mit der Glosse. Bl. 267 —385 Schwäb. Landrecht in 4 Buchern.

409. [264.] Liegnitz ebend. vor 1688 auf dem Rathhause. Pap., 209 BL Folio, zweispaltig, Mitte d. 15. Jahrh., oberd. Wurms Stadtrechtbuch mit Register über 66 Artikel und deren Capitel; der Text bricht im Art 30 Cap. 4 mit Des wist euch sundirlichin ab.

  • t410. [266.] Vormals Frh. v. Limbach. Membr. Schwaben-

spiegel mit E. Rudolfs Landfrieden. Senkenb. C. iur. feud, Vorrede § 14 der 2ten Ausgabe.

411. [266a] Linz, Stadtbibliothek B.X. 100, aus dem Kloster Suben. Pap., 1428. oberd. Summa Johannis deutsch. Schwäb. Landrecht als lanntrecht puch. Letztes Cap. Viech waid u. ander gemain. Schreiber Chunradus Meyer de Purckhawsen. Mone Anzeiger, 1839 Sp. 32.

412. Linz, Museum. Pap., 1420, Folio, zweispaltig. Schwä- bisch Landrecht Das Register giebt noch andre Rechts- materien an, die in der Handschr. fehlen. Mone Anzeiger 1839 Sp.32.

Litzmann [265.] s. Nr. 334.

413. [267.] Löwenberg, Stadtarchiv. Membr., lste Hälfte d. 14. Jahrh. Folio oder gr. 4., mitteld. Vorreden zum Ssp. Sächs. Lehnrecht, Auszüge aus dem Landrecht, Ju- deneid, Weichbüdschronik, Arbeit über das sächs. Land-

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recht und Magdeburgische Recht. Tzschoppe u. Stenzel Urkundensamml. Vorr. xi, Homeyer Ssp. I. S. xxix Nr. 19, IL 1 S. 25 Nr. 56.

f 414. London, Brittisch Museum, Arundel Mspts. Nr. 131. fol. 201. Membr. Schwäbisch Land- u. Lehnrecht, Baierisch Landrecht, goldne Bulle. Bl. 182—201 sächsische Rechte. Archiv VIII. 7.56, vgl. Endemann S. xlix Nr. 5. [268.] Longolius s. Nr. 537.

  • 4I5. [269.] Vormals Louber. Membr. Schwäb. Lehnrecht

Schilter, thes. antiqu. T. IL p. II praef.: HL Louberius off'ert (Schiltero) codicem iuris Alemannici feudalis membranaceum. 416. Luckau, Kreisgericht, früher Rathhaus. Pap., 71 Bl. 15. u. 16. Jahrh. Regeln für die Schöffen zu Luckau, Auszüge - aus dem Magdeburger Recht, Luckauer u. Magdeburger Schöffensprüche bis 1543.

•417. [270.] Vormals J. P. Ludewig, Kanzler zu Halle, (spätere Besitzer s. bei Schott instit. iur. Saxon. ed. 3 § 20 N. 1). Pap., 14. Jahrh.? Folio. Sächs. Distinctionen, Rechts- sprüche K. Friedrichs,'Albrechts Constitutionen. Im Catal. bibl. Ludew. manuscr. p. 80 Nr. 395 „Alt Sachsen- recht". Ortloff Distinct. p. vni N. 2—5. Abschrift hat die Oberlaus. Ges. d. W. zu Görlitz. I. f. expl. per manus Ni- colai Grimmeri de Mogelin, fol. ex bibl. Schott. Eine andre Hdschr. Ludewigs unter Nr. 272.

  • t418. [271.] Lübeck. Verz. der Hdss. der Threse Hye begynnet

dat Kaiser Recht: finitum a. d. 1320, p. m. fratris Bern- hardi in der middeweken toer unser fr oute en Clibeltag. Senkenb. c. iur. Germ. 1.1 praef. § 32, Endemann Nr. 37. Verschollen,

  • t419. [273.] Lübeck, Dombiblioth. Membr., 14. Jahrh. Sach-

senspiegel. Dreyer Beitr. 154, 155, nach einem Catalog des 17. Jahrh. Nietzsche 81. Verschollen.

420. [272.] Lübeck, Rathsbibl. Membr., 1427, Folio, niederd. Sachs. Landrecht mit der Glosse. Gesner Verz. seltner Bücher etc. S. 16 Nr. 19, Spangenberg S. 9, 20, 29, 31, 39, 40, 44, 45, 49. Nietzsche 80.

v. d. Lühe [274.] s. Nr. 225.

421. [275.] Lüneburg, Stadtrathsbibl. Membr., Ende 14. Jh., 292 Bl. gr. Folio, niederd.. Rubriken und Sachregister zum Ssp. Sächsisch Landrecht mit der Glosse u. Remis- sionen auf keyserrecht. Lehnrecht auf 38 Bl. mit kleinerer [123] 123

Schrift in 87 Capp. Richtsteig Landrechts. Nietzsche 82, Kraut de codd. Luneb. p. 1 sq. Homeyer Ssp. H. 1 S. 25 Nr. 57. Abschrift in Celle, Spangenberg 128.

422. [276.] Lüneburg ebend. Membr., 1442, 281 Bl. Folio zweispaltig, niederd. mit Bildern. Sächsisch Landrecht mit der Glosse Brand v. Tzerstedts, (Spangenberg S. 110 ff). Nietzsche 83, Kraut l. c. p. $ sq.

423. [277.] Lüneburg ebend. 14. Jahrh., 160 Bl. Fol., niederd. Schwäb. Landrecht in 355, Lehnrecht in 146 Capp. Vorrede v. d. Herren Geburt. Hildesheimer Dienst- und Litonenrecht, Magdeburger Dienstrecht. Kl. Kaiserrecht Kraut l. c. p. 9 sq., Lafsberg Nr. 82, Endemann Nr. 18.

424. [278.] Lüneburg ebend. Membr., 15. Jahrh., 310 Bl. kl. Folio, niederd. Stotel des landrechts. Kraut l. c. p. 18 sq., Lafsberg Nr. 83, ünger, Gött. G. A. 1841 Jan, S. 15.

425. [279.] Lüneburg, Bibl. des Michaelisklosters. Membr., j-J- Jahrh., kl. Folio. Bruchstück einer Verbindung des schwäb. Lehnrechts (mitteld.) mit dem sächsischen (niederd.). Spangenberg S. 216ff., Homeyer Ssp. II. 1 S. 25 Nr. 58.

♦426. [280.] Lüneburg ebend. Sächs. Lehnrecht Wedekind Allgem. Lit. Anzeiger 1798 Sp. 802. Bei der Catalogisirurfg im J. 1840 nicht mehr gefunden. Homeyer Ssp. II. 1 S. 40 Nr. 3.

427. [281.] Lüneburg ebend. Pap., 15. Jahrh., kl. Folio. Remissorium über den Sachsenspiegel, Bulle Gregors. Wedekind a. a. O. 1800 Sp. 1557. Im J. 1840 nicht ge- funden.

428. [282.] Lüneburg ebend. 14. Jahrh., Folio. Bruchstück des Sachsenspiegels. Martini, Bibl. des Klosters St. Michaelis S. 9.

429. [283.] Lüneburg ebend. Bruchstück des Weichbildes in 324 Artt. Martini a. a. O.

  • 430. [284.] Vormals Machner, Stadteecretair in Breslau. Pap.

Magdeburger Schöffenrecht in 5B. A. E. Geschrieben ...durch Thomam Schordach, Mezner in der Herren Mol An. 1518. Hartknoch sei. diss. d. xvn p. 356. A. u. N. Preufsen 578.

  • t431. [285.] Magdeburg, Dombibliothek. Folio, 15. Jahrh.

Sachsenspiegel. Walther Ehre der Buchdruckerkunst, S. 11, Nietzsche 84. Verschollen.

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432. [286.] Magdeburg, Stadtrathsbibl. Membr., 1390, Fol, niederd. Magdeburger Dienstrecht, Sachs. Landrecht in 3 B. Richtsteig Landrechts. Sächsisch Lehnrecht. Homeyer Ssp. H. 1 S. 25 Nr. 59.

  • 433. [287.] Vormals Mainz, Dombiblioth. Membr., 14. Jahrh.,

Fol., mitteld. Sächsisch Landrecht in 322, Lehn- recht in 229 Abschn. Zepernick Nr. 23, Spangenberg S. 11* 23, 52, 126, Homeyer Ssp. I. S. xxii Nr. 9, II. 1 S. 26 Nr. 60. Abschrift in Celle, Spangenberg 125. Die Dombibl. soll bei dem Bombardement v. Mainz im J. 1793 verbrannt sein. Grupen scheint die Ori- ginalhdss. eingesehen zu haben. Zepernick beschreibt die Mainzer Hdss. nach Grupens Abschriften.

•434. [288.] Mainz ebend. Cod. Archiep. Guntheri. Membr., Fol, mitteld. Sächsisch Landrecht glossirt, mit Tammo v. Bocksdorfs Concordanzen 1421. Angebunden Richtsteig Landrechts, „Gott gebe seiner Seelen Rath", Cautela u. Premis. Richtsteig Lehnrechts. Sächsisch Lehn- recht. Weichbild in 154 Capp. Remissorium über den Ssp. auf 8 BL Zepernick Nr. 24, Spangenberg S. 11, 12, 23, 31, 94, 101, 102, 106. Nietzsche 87, Homeyer Ssp. H. 1 S. 26 Nr. 61, S. 374 Nr, 15. Abschrift in Celle, Spangenberg 126—128.

  • 435. [289.] Mainz ebend. 15. Jahrh., niederd. Sachs. Land-

recht mit der Glosse. Repertorium über dasselbe. Span- genberg S. 11, 24, 74, 103.

•436. [290.] Mainz ebend. früher Moritzkloster zu Halle. Pap. mit einzelnen MembranbL, Anf. 15. Jahrh., Folio, mitteld. Sachs. Landrecht mit Glosse. Lehnrecht mit Vorrede und Glosse. Weichbild mit Glosse, Gedicht. Zepernick Nr. 25, Spangenberg S. 11, 35, 63, 102, 114, 115, 129, Nietzsche 89, Homeyer Ssp. II. 1 S. 26 Nr. 62.

•437. [291.] Mainz ebend. Membr. 15. Jahrh.* Repertorium über Land-, Lehn- u. Weichbüdrecht Spangenberg S.74,75.

t438. [292.] Vormals Bernh. v. Mallinckrodt, Domdechant zu Münster. Membr. Sachsenspiegel. Verz. seiner Bibl., Osnabrück 1720 S. 31 Nr. 643, Nietzsche 90. 439. Vormals Sebastian Meichsner zu Heidelberg. Schwäb. Land- u. Lehnrecht, liegt seiner Ausgabe 1566 zum Grunde, nach der Vorrede „mein Exemplar also im Druck gegeben", welches Exemplar nach dem fernem „die weil [125] 125

das Exemplar sehr alt und uncorrect" nicht wohl auf den Strasb. Druck von 1505, den Meichsner gleichfalls, hat wie- dergeben wollen, gehen kann. „

  • t440. [293.] Meichsner. Folio. Rechtsbuch aus Sachsen- u.

Schwabenspiegel. Seine Vorr. zum Schwabenspiegel: „wie ich dann sonsten noch ein grofs Exemplar habe, das in Anno 1472 zu Heydelberg geschrieben, und zum fleißig- sten auch von der Teutschen Rechten aufs diesem und dem Sachsenspiegel auch andern Buchern verfafst worden ist und mit der Zeit offenbaren wiltt. Hienach irrt Lafsberg Nr. 85, wenn er den Codex v. 1472 bei Meichsners Schwa- , bensp. benutzt glaubt Spangenberg S. 84, 87, als Cod. Hei- delbergensis.

C. Meierianus s. Nr. 237.

441. [294,] Meiningen, Herzogl. Bibl, aus der Bernhardini- schen. Membr. kl. 4., niederd. Bl. lv Geschichtsnotizen über Halberstadt mit 1423 beginnend. Bl. 2 von einer schlechten Hand des 15. Jahrh. Vorrede zum Richtsteige. BL 3—46 mit besserer Hand des 14. Jahrh. Richtsteig Landrechts. BL 47 Beschwörungsformel. BL 47r von klei- nerer Hand des 15. Jahrb. Magdeburger Dienstrecht und Sächs. Land- u. Lehnrecht Zepernick 28, Nietzsche 91, Homeyer Ssp. II. 1 S. 27 Nr. 63.

442. [295.] Meiningen ebend. Membr. 14. Jahrh., kL Folio, niederd. Sächs.Landrecht in 209, Lehnrecht in 108 Capp., Richtsteig Landrechts in 46 Capp.; als C. 47—51 das Stück vom MustheiL Stücke des schwäb. Lehn- rechts. Zwei Gedichte. Die Erkardi 1455 (nicht 1477) geschrieben. Zepernick 35, Nietzsche 92, Homeyer Ssp. n. 1 S. 27 Nr. 64.

443. [296.] Meiningen ebend. Starker Holzband in rothem Sammt mit Goldschnitt. Pap., Mitte d. 15. Jahrh., gr. Fol., mitteld. Abecedarium, vier Magdeb. Schöffensprüche. Sächs. Landrecht mit der Glosse. Weichbild. Richt- steig Landrechts. Nietzsche 93, Archiv VIH. 672 Nr. 296.

444. [297.] Meiningen ebend. Cod.I. Membr. 33Bl. kl.Folio, 14. Jahrh. Schwäb. Lehnrecht. Meusel lit. Mag. I. 122 ff., II. 75, HI. 75, Archiv VHI, 672, Lafsberg Nr. 86.

445. Meiningen ebend. Pap., 15. Jahrb., 35 Bl. Fol., niederd. Sachs. Landrecht, im Anfange und am Ende defect. Archiv VIII. 673. [126] 126

446. [299.] Meiningen ebend. Cod. H. Pap-, 15. Jh., gr. Fol. Schwäb. Land- u. Lehnrecht. Mensel a.a.O. I. 124. Archiv a, a. O.« Lafsberg 87.

447. [300.] Meiningen ebend. Pap., 15. Jahrh., kl. Folio. Schwäb. Land- und Lehnrecht. Mensel und Archiv a.a.O. Lafsberg 88.

448. Merseburg, Domcapitelsbibl. Nr. 70. Membr., 2te Hälfte

  • d. 14. Jahrh., 146 Bl. Folio, mitteld. Sächs. Landrecht

in 3 B. zu 70, 72, 91 Artt. Bl. 57ff/ Sächs. Lehnrecht, im Cap. 80 abbrechend. Bl. 83-118 Richtsteig Land- rechts. BL 120 Weichbild in 133 Capp., mit dem Ju- deneide schliefsend. Homeyer Ssp. IL 1 S. 27 Nr. 65.

  • t449. [301.] Michelstadt in der Grafschaft Erbach, Stadtarchiv?

Ende d. 14. Jahrh. Folio. Richtsteig Landrechts. Sen- kenb. c. iur. Germ. 1.1 praef. §108: habui... codicem Mi- chelstadiensem sec. xini ad finem eergentem ... grandiusculi folii forma etc. Nach Mitth. des H. Bibl. Feder zu Darm- stadt ist die Hdschr. weder im Erbachschen Archiv noch in der Michelstadter Kirchenbibliothek befindlich.

  • t450. [302.] Michelstadt, Stadtarchiv? Schwabenspiegel

Senkenb. c. iur. feud. Vorr. §15: ich wufste noch eine alte Handschrift qpi Michelstadt, welche alle die meiuigen übertrifft.

451. Moringen im K. Hannover, Rathsarchiv. Pap., 15. Jahrh. kl. Folio niederd. Sächs. Landrecht mit der Glosse in 3 Büchern; Rubrikenregister vor jedem, zu 62, 70, 73 Artt. Mittheilung von Kraut.

452. Moringen ebend. Pap., 15. Jahrh., kl. Folio, niederd. .Remissorium über die Glosse zum Sächs. Landrecht, von Achte bis Wunden. Mitth. von Kraut.

453. München, Hof u. Staatsbibl. Cgm. 21. Membr. 14. Jahrh. 125 Bl. Folio, oberd. Als „Lehenpuech und Lantrehtpuech* das schwäb. Lehnrecht in 197, Landrecht in 439 §§. Schmeller, Münchner gel. Anzeigen, Febr. 1837 S. 249 ff. Lafsberg Nr. 90.

454. [309.] München ebend. Cgm. 23. Membr. Anf. d. 15. Jh. 135 Bl. Folio, oberd., von zwei Händen. Schwäb. Land- recht in 368, Lehnrecht in 126 §§. BL 128* Rudolfs Landfriede. Aretin Beitr. z. Gesch. u. Lit. I. 94, Schmeller a. a. O., Lafsberg 91. [127] 127

455. München ebend. Cgm. 26, früher in Regensburg. Membr., 15. Jahrh. 105 Bl. gr. Quart, oberd. mit einem Bilde. 5ci- tum frigrariorum sub Ruperte Imperatore 1405. Kl. Kai- serrecht in 4 B. zu 37, 45, 26, 14 Capp. Schmeller a.a.O. Endemann Nr. 9.

456. [313.] München ebend. Cgm. 52. Membr. ff Jahrh., 104 Bl. kl. Quart, niederd. Schwäb. Landrecht in 355, Lehnrecht in 145§§. Bl. 103v von andrer Hand Dit is Lüneborger recht. Drei Absätze über Eherecht. Archiv VII. 126, Schmeller a. a. O., Lafsberg 92.

457. München ebend. Cgm. 53. Membr. 14. Jahrh. 139 BL Quart, oberd. Schwäb. Landrecht in 297, Lehnrecht unvollständig in 79 §§. Schmeller a. a. O., Lafsberg 93.

458. [318.] München ebend. Cgm. 207. Pap., 15. Jh. 108 BL Folio, oberd. Buch der Könige, Verwandschaftsbäume, Schwäbisch Landrecht als kuniges Kar eis lanntrecht- puch nnd kays er liehe recht in 348, Lehnrecht als kayser Kareis Lehenrechtpuch in 93 §§. Aretin a. a. O. I. 96, Schmeller a. a. O., Lafsberg 94.

459. München ebend. Cgm. 216. Pap., 15. Jahrh., 173 Bl. kl. Folio, oberd. Varia. Das Bair. Landreeht u. Münchner Stadtrecht, 1476. Schwäb. Laardrecht in 365, Lehn- recht abgekürzt in 83 §§. Varia. Schmeller a. a. O., Auer Münchner Stadtr. p. liv Nr. 25, Lafsberg 95.

460. München ebend. Cgm. 223. Pap., 15. Jahrh., 681 Seiten kl. Folio, oberd. Kalender. Schwäbisch Landrecht in 378, Lehnrecht in 151 §§, geschrieben v. Hans Mey- linger zu Wasserburg 1465. Bairisch Landrecht. Stadt- recht von Wasserburg. Der Belial 1465 von Laur. Er- tichmen geschrieben. Schmeller a. a. O., Auer Nr. 26, Lafsberg 96..

461. [315.] München ebend. Cgm. 228. Pap., 1465, 19Bl.FoL, oberd. Schwäb. Landrecht in 383, Lehnrecht in 148 §§. Schmeller a. a. O., Aretin I. 85, Lafsberg 97.

462. [320.] München ebend. Cgm. 236, früher Freisingen. Pap., 1473, 277 Bl. gr. Folio, oberd. Schwäb. Land- recht als Freisinger Landr. in 211 Capp. Ruprechts Rechtsbuch. Goldne Bulle. Albertus Magnus Minen- kunst. Schmeller a. a. O., Archiv V. 185, v. Maurer Ru- precht p. xl ff.

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463. [308.] München ebend. Cgm. 264. Pap., Anf. d. 15. Jh., Folio, oberd. Schwäb. Land- n. Lehnrecht. Schmeller a. a. O., Aretin I. 93, Lafsb. 98.

464. München ebend. Cgm. 266. Pap., 1408, 60 Bl. Fol., oberd. Ruprechts Rechtsbuch. Freisinger Stadtrecht v. 1359. Schmeller a. a. O., v. Maurer Ruprecht S. xnff.

465. [316.] München ebend. Cgm. 287. Pap., 1419, 389 Bl. Folio, oberd. Buch der Könige, Chronik der röm. Kaiser. Schwäbisch Land recht in 16 Abschn. mit Register vor jedem. Lehnrecht Als Registrum aller Registrum ein Verzeichnife des ganzen Inhalts. Schmeller a. a. O., Aretin I. 96, Lafsberg 99.

466. [317.] München ebend. Nr. 18b, gleichen Inhalte wie Nr. 465, defect Aretin I. 86.

467. [310.] München ebend. Cgm. 296. Pap., 1432, 66 Bl. kl. Folio, oberd. Sächsisch Landrecht in 123, Lehn- recht in 208 Capp. Nietzsche 94, Aretin 1.89, Schmeller Sp. 255, Homeyer Ssp. IL. 1 S. 28 Nr. 66.

468. München ebend. Cgm. 320. Pap., 1441, 133 BL Folio, oberd. Freisinger Stadtrecht, Ruprechts Rechtsbuch. Schmeller a.a.O., v. Maurer S. xix.

469. München ebend. Cgm. 335. Pap., 1435, 254 Bl. Folio, oberd. Wiener Stadtrecht v. 1320. Der purger recht zu Wien an derpurkmaut. Haimburger Recht v. 1351. Schwä- bisch Land- u. Lehnrecht Oesterreichische Landes- gesetze. Schmeller a. a. O., Laisberg 100.

470. [314.] München ebend. Cgm. 507. Pap., 537 Bl. Folio, oberd. Alphabetische Arbeit aus Schwabensp., Sach- sensp. mit Glosse und den sächs. Distinctionen bis Bl. 447 in 420 Capp., deren letztes: es sey man oder fraw dye mit tzawberey umhgen etc., 1458 geschrieben. Die goldne Bulle. Schreiben des Costnitzer Concils. Gesetze K. Fried- richs. Richtsteig Landrechts mit 4 Capp. des zweiten Theils. Reformation K. Friedrichs v. 1442. Eichstädtische Gerichtsordnung. BL 536 Erklärung der Verwandschafts- grade mit dem pawm der blutlichen freuntschafft, 1467. Aretin I. 85, Schmeller a. a. O. Sp. 255, Lafsberg 101.

471. München ebend. Cgm. 510, aus dem Benedictinerkloster Mallerstorf. Pap, 1461, 167 BL Folio, oberd. Schwäb. Land- u. Lehnrecht Schmeller a. a. O., Lafsberg 102. [129] 129

472. [364.] München ebend. Cgm. 513, früher Prieser in Augs- burg. Pap., 1436, 320 Bl. Folio, oberd. Summa des Joh. v. Freiburg. Schwab. Land recht als Freisinger Land- recht in 238 Capp. Rechtsbuch Ruprechts. Summa des Joh. v. Judberg. Lafeherg 103, v. Maurer Ruprecht v. Fr. S.xxv.

473. München ebend. Cgm. 517 früher Docen. Pap., 15. Jahrh., Folio, mitteld. Sächs. Landrecht mit Glosse. Magdeb. Dienstrecht. Sächsisch Lehnrecht mit Glosse. Richt- steig Lehnrechts. Bl. 278—313 Richtsteig Land- rechts in 49 Capp. Bl. 314 — 325 Rhetorica. Schmeller a. a. O. Sp. 255, Homeyer Ssp. H. 1 S. 29 Nr. 67, S. 374 Nr. 16.

474. München ebend. Cgm. 552, aus dem Kreuzkloster zu Augs- burg. Pap., 15. Jahrh., 234 Bl. Folio, oberd. mit einigen Bildern. Der Könige Buch. Schwäb. Landrecht als Kaiser Karls Landsrechtbuch in 348, Lehnrecht in 143 §§. Die goldne Bulle und Gesetze Carls IV. v. 1356. Land- frieden von 1236, 1281,1298,1299,1323. Belial. Schmeller a.a.O., Lafsberg 104.

475. München ebend. Cgm. 553. Pap., 15. Jahrh., 122 Bl. Fol., oberd. Schwäbisch Land- u. Lehnrecht Schmeller a.a.O., Lafsberg 105.

476. München ebend. Cgm. 554, aus der bibl. SS. Andreae et Magni zu Stadt am Hof. Pap., 15. Jh., 109 BL Folio, oberd. Schwäbisch Land- und Lehnrecht (bis Lafsberg 42). Schmeller a. a. O., Lafsberg 106.

477. [371.] München ebend. Cgm. 555, früher Stadtbibl. zu Regensburg. Pap., 15. Jahrh., 214 Bl. Folio, oberd. Der Könige Buch. Schwäb. Land- u. Lehnrecht Goldne Bulle, Gesetze Carls IV. v. 1356, Landfrieden v. 1236 etc. König Alfons Gericht. Chronologische Notizen. Gerken Reisen H. 110, Schmeller a. a. O., Lafsberg 107.

478. [3.] München ebend. Cgm. 556, früher zu* St. Ulrich u. Afra in Augsburg. Pap., 1429, 143 Bl. Folio, oberd. Schwab. Landrecht in 369, Lehnrecht in 84 §§, voran ein systematisches Register über beide in 5 Distinctionen. Goldne Bulle und kaiserl. Gesetze. Braun de codd. in bibl ad S. Udalr. Vol. VI Nr. 107 (der auch d. Jahr 1429 hat), Lafsberg 108.

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479. [325.] München ebend. Cgm. 557 aus dem Kloster As- bach. Pap., 15. Jahrh., 186 Bl. Folio. Schwäb. Land- recht in 372, Lehnrecht in 167 Capp. Bairisch Land- recht. Recht der Neustadt a. d. Donau in 121 Artt Sen- kend, eis. p. 186sq., Schmeller a.a.O. Sp. 251, Lafeb. 109, vgl. 1. Auer Stadtr. v. München S. ui Nr. 19.

480. München ebend. Cgm. 558, aus der Jesuitenbibl. zu Augs- burg. Pap., 1462, 160 Bl. Folio. Schwab. Land-und Lehnrecht Landfrieden K. Rudolfs. Zürcher Chronik von 1267—1446. Fecht- Jagdkunst etc. Lafsberg HO.

481. [327.] München ebend. Cgm. 916. Pap., Folio, 329 Bl. Abschrift des schw&b. Land- u. Lehnrechts Nr. 479? vom J. 1782. Lafsberg 111.

482. München ebend. Cgm. 916a. Pap., Folio. Schwäbisch Land- und Lehnrecht. Neuere Abschrift von Nr. 479. Lafsberg 112.

483. [326.] München ebend. Cgm. 966 (früher Nr. 172) Pap., 252 Bl. Rechtsfälle aus dem löten u. 16ten Jahrh., unter d. T. Copiae informationum iuris gesammelt von Damian Hefft, J. U. D. Mitth. v. Föringer.

484. München Cgm. 1139. Pap., 15. Jahrh. Der Könige Buch, Schwäb. Land- u. Lehnrecht, Landfriede FriedrichsH. Mitth. v. Föringer.

485. München ebend. Cgm. 2148. Pap., 15. Jahrh., Folio. Schwäb. Land- und Lehnrecht. Bairisch Landrecht Stadtrecht von München. Schmeller a. a. O., Lafsb. 113, Auer Münchner Stadtrecht p. lvi Nr. 36.

485m München ebend. Ctoz.466. Pap., 15. Jahrh., mitteld. Auf Bl. 43—64 Gerichtsformeln Schulde m spräche u. clage der gerechtikeit etc. s. oben S. 19. A. E. hec sufßciunt pro informacione summaria que posita et scripta sunt per d. ordinarium Theodericum de Buckesdorf, mit der Hinzu- fügung von Lipczk und 1460. Rockinger über Formel- bücher, München 1855 S. 134 Nr. 288.

486. [311.] München ebend. früher zu St Emmeran in Re- gensburg £92. Pap., 1444, kl. Folio. Schwäb. Laad- und Lehnrecht, Böhmische Chronik. Senkenb. eis. p. 188, Archiv I. 425, IH. 349, Lafsberg 25. Mitth. v. Föringer,

487. München, Königl. Bibl. P. 475, früher im Kloster zu Pol- ling, Altbaiern. Pap., 15. Jahrb., 86 Bl. in 4. Oswalds [131] 131

lateinischer Sehwabenspiegel. Schmeller in den Münchner gel. Anz. 1841. Nr. 130, 131.

488. München ebend. M. F. 182, früher bei den Franciscanern daselbst Pap., 15. Jahrh., 253 Bl. Folio. Pkilippi de Ber- gamo specuhtm regiminis. Oswalds latein. Schwaben- Spiegel. Schmeller a. a. O.

489. München ebend. M. 33, früher bei den Benedictinern in Mallerstorf, ALtbaiern. Pap., 15. Jahrh., 150 Bl. 4. Inno- centius de missa. Oswalds latein. Schwabenspiegel. Schmeller a. a. O.

490. München, üniversitatsbibl. Corf.m.77. Pap., 1379, Quart Schwäb. Landrecht in 366, Lehnr € cht in 83 Rubriken. Augsburger Stadtrecht. Lafsberg 114.

491. [328.] München, Stadtarchiv. Membr. 14, nicht wie We- stenrieder annahm, 13. Jahrh., kl. Folio, Lederband mit 5 Nägeln verziert, oberd. Schwäb. Land- und Lehn- recht. Westenrieder über Ruprecht v. Freisingen 1802 S. 10, Lafsberg 115.

4.92. [329.] München ebend. Pap., 14. Jahrh., schmal Folio, oberd. Ruprechts Rechtsbuch, Giimdlage der Westen- riederschen Ausgabe. Von Maurer Ruprecht v. Fr. S. vi. C. Münchhusanus s. Nr. 121.

493. Münster, Provincialarchiv. Pap., Anf. d. 15. Jh., 216 Bl. kl. Folio, mitteld. Sächsisch Landrecht in 3 B. mit Glossenauszügen a. R. "Lehnrecht ohne Glosse. Ho- meyer Ssp. H. 1 S. 29 Nr. 69.

494. Münster, academische PaulmerbM..¥.s.29. Folio, Membr., 1449, niederrhein. Schwäbisch Landrecht. EL Kai- serrecht Richtsteig Landrechts als schedecloet in 3 Abth. mit dem Stück vom Mus theil. Sächs. Land- recht als speigel der sassen in 6 B., die Glosse in .3 B. zu 72, 69, 71 Gapp. Expl. Uber iurium. A. d. 1449 in die seti Luce evangeliste pns Uber complebatur. Endemann Nr. 32.

495. Münster ebend. Ms. 30 fol. Membr. ff Jahrh., 161 Bl. Folio, niederd. Sächsisch Landrecht in 209, Lehn- recht in 108 Capp. Klein Kaiserrecht. Richtsteig Landr. mit dem Prolog. Homeyer Ssp. II. 1 S. 29 Nr. 70.

496. Münster ebend. Ms. 216. Pap. u. Membr., gr. 8. einsp., niederd. Sächs. Landrecht in 3 B. 1405 geschrieben. Richtsteig Landrechts als schedekloit anders genant Rieht- [132] 132

stich mit einem dazu nicht passenden Register. Register über das Landrecht. Reprobationes mgri loh. Clenkoc. In kleinerem Format das sächs. Lehnrecht in 5 Buchern. Glosse des Land rechts. Vorrede v. d. Herren Geburt u. verschiedene Notizen. Homeyer Ssp. H. 1 S. 30 Nr.-71.

497. [330.] Münster, v. Olferssche Bibl. Pap., Ende 14. Jh., 20 beschriebene Bl. Folio, niederd. Sächsisch Lehn- recht in 307 Abschnitten. Homeyer ebend. S. 29 Nr. 68. •498. Vormals im Munzenbergischen Archiv; 1418, mitteld. Kl. Kaiserrecht in 4 B. zu 40, 114, 28, 14 Capp. A. E. Bis buch ist geschriben da man schrib n. c. g. eirtzehn hundert iar und in dem achtzehendetten iar u. geendet uff die Fassenacht. Amen. Eine Abschrift Hombergks zu Vach ist in Giefsen, Adrian Nr. cmcv. Endemann Nr. 4. C. Munzenbergianus s. Nr. 195. CC. Nadastini s. Nr. 216, 234, 245.

499. [331.] Namslau, Stadtarchiv. Pap., 1470, Folio, mitteld. Blume des Sachsenspiegels. Gaupp xvm.

600. [332.] Naumburg, Stadtarchiv. Pap., 88 Magdeburger und Hallische Schöffensprüche des 15. u. 16. Jahrh., gedruckt in Walch Beitr. z. d. D. Rechten VIH, 256 ff. Eine Abschrift aus Lauhns Nachlafs besafs Haubold, 8. dessen comm. de orig. usucap. p. 6. — Ein Beutel mit Ori- ginalschöffenurtheilen ist in der Kriegszeit verloren ge- gangen.

501. Naumburg ebend. Membr., 14. Jahrh., 41B1. Quart, mitteld. Magdeb. Schöffenrecht mit Chronik in 78 Artt unter Hi beginnet daz wichbilderecht. Zwei Bl. Naumburger Statuten von 1337. Mühler D. Rechtshdschr. des Stadt- archivs zu Naumburg, 1838 S. 1, 11,24.

502. Naumburg ebend. Pap., 14. Jahrh., 165 Bl. Quart, mitteld. Sächsische Distinctionen in 7 B. mit Register vor jedem. Zwischen Buch 6 und 7 der Epilog Hy hat daz buch ein

ende--so blibe wir alle gotes kint. Mühler a. a. O.

S.92ff.

503. Naumburg ebend. Membr. jf. Jahrh., Quart, mitteld. Nach verschiedenen Naumburger Rechtsnormen, Bl. 11-48, 48 nach Naumburg von Halle ergangene Schöffenur- theile. Mühler a. a. O. S. 67 ff.

♦t504—507. [333—336.] Neisse, Bibl. des Kreuzstifts. Bruch- stücke von vier Hdss. des Sachsenspiegels, nach [133] 133

Gräter, Iduna u. Hermode 1812 Nr. 48 u. 1814 Nr. 14, bei der Aufhebung der Stifter Schlesiens im J. 1812 gefunden. Nietzsche Nr. 95—98. Eine Nachforschung im J. 1838 war vergeblich.

  • t508. [337.] Neifse ebend. Bruchstuck vom schwäb. Lehn-

recht, s. die vorigen Nrn.

509. [338.] Neifse, Stadtbibliothek, früher Mag. Nicolaus Eo- bersberg. Pap. mit einzelnen MembranbL, 15. Jh., mitteld. Blume des Sachsenspiegels; die Regelsammlung, BL 110 -257, schliefst mit Echter Sutten nymandes geczeyg sein etc. Sic est finis floris legum sit laus deo regi regum. E. Al- brechts Constitutionen mit Glosse. Mittheilung von Juppe 1836.

510. [339.] Nordhausen, Stadtbibliotbek Nr. 10. Pap., 15. Jh., Folio, mitteld. Repertorium auf 201 BL Sächsisch Lehnrecht von andrer Hand mit Vorrede u. Glosse auf 159 Bl. Homeyer Ssp. H. 1 S. 30 Nr. 72.

511. Nordkirchen, Esterhazysche Bibl. Pap., 15. Jahrh., Fol., niederd. Abecedar v. 1429; kl. Kaiserrecht 1442; Richtsteig Landrechts als schedencloet nebst dem Stück vom MustheiL Richtsteig Lehnrechts. Archiv VI.37, Homeyer Ssp. II. 1 S. 374 Nr. 17, Endemann Nr. 34.

512. Nördlingen, Stadtarchiv, früher Stadtschreiber Georg Marius und W. Vogelmann. Pap., 15. u. 16. Jahrh., 92 BL Folio, mitteld. Draufsen Kainer soll difs buch efthun noch lesen Er sey dann der kayserl. freyen Aucht end Gericht Freyschöpff bey kayserl Aucht end Vngnad. Unten -4r- chani Regit Iuditii processus atque Priuilegia, nach einigen Nebenstücken das Vemrechtsbuch s. oben S. 25; Reforma- tion zu Arnsberg, Dortmunder und Arnsberger Weisthümer, E. Ruprechts Fragen u. E. Friedrichs Reformation v. 1442. A. E. Freyg'refen u. Freyschepffen Freihait ti. Ordnung. In Senkenb. C. Iur. Germ. Hl p. 85.

  • 513. [341.] Vormals Nürnberg, Imhof-Ebnersche Bibl. Nr. 72

(bibl. Ebner. Nr. 124). Pap., 15. Jahrh., Folio, oberd. „Puch der heiligen patriarchen etc.tf, Schwäb. Landrecht HirscMng Beschr. sehensw. Bibl. Zus. S. 132, Murr me- morab. bibl. Norimb. IL 69, Laisberg 117.

Die Bibl. wurde 181-}- versteigert, vgl. oben Nr. 326 und Zöpfl, Heidelb. JB. 1839 Heft 4 S. 357.

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•514. [342.] Nürnberg ebend. Nr. 109 (W6/. Ebner. Nr. 155).

Pap., 15. Jahrh., Folio. Schwab. Land- n. Lehnrecht.

defect Hirsching a. a. O., Murr 74, Lafsberg 118. •515. Nürnberg, Bibl. Ebner. Nr. 185. Register der Spiegel

kaiserl. und gemeiner Landrechte. Fragmente. PriviL

Friedrichs n. v. 1219, Urkunden.

516. Nürnberg, Stadtbibliothek. CenturialV. Nr. 93, früher im Catharinenkloster. Pap., 1432, 102 Bl. Folio, oberd. Schwäbisch Land- xl Lehnrecht, mit Register von 595 durchlaufenden Rubriken. Letztes Gap. Ob ein man einen herm um gelait pitt (Lafsb. 153b). In die Kyliani... adest a. 1432. Laus omnipotenti Deo. Lob und ere sey dem allmechtigen got gesagt. Mitth. v. Nürnberg, u. Zöpfl, Heidelb. JB. 1839 S. 857.

517. Nürnberg ebend. Cent. V. Nr. 11. Pap., 15. Jahrh., Folio, 286 Bl. oberd. Schwäbisch Land- und Lehnrecht unter Hie hebent sich an die capitel des lanntrecht puchs des seiligen kaiser Karls etc. Das Register zählt ungefähr 338 Rubriken. Das letzte Cap. vom Burger meisterlehn (Lafsb. 154). Nach einigen im Register nicht vermerkten articuli generales über Eid und nach andern Sätzen über ehehafte Noth u. s. w. die goldne Bulle. Kaiserliche Gesetze von Mainz in 10 Artt Landfrieden von Friedrich H. in 20 Titeln, Rudolfs und Albrechts in 42 Artt, Ludwigs in 7 Artt. Zwischen Register und Text das Hallersche und Wolffsthalsche Wappen. Mitth. aus Nürnberg, Zöpfl a.a.O.

  • t518. Nürnberg ebend. Cent. VI. Nr. 7. Klein Kaiserrecht

Nach einer mir zugesandten Notiz eines Ungenannten.

•t519. Nürnberg ebend. Cent. V. Nr. 37. Böhmischer Schwa- benspiegel. Gleiche Quelle.

520. Nürnberg, German. Museum Nr.6045, früherE.A.Feuer- bach. Pap., 15. Jahrh., 203Bl. 8., oberd. Bl. 1-156* Richt- steig Landrechts in 49 Capp. Bl. 157 ff. Reformation der heimlichen Gerichte v. 1456. Die 23 Fragen und Antworten des Capitels. Reformation Friedrichs III. v. 1442. Formeln von Abforderungs und Absagebriefen. Von andrer Hand Maximilians Reformation der Freigerichte v. 1495. Mitth. v. Feuerbach (Nov. 1837) und Anzeiger f. Kunde der D. Vorz. 1853 Nr. 1, 2.

521. Nürnberg ebend. Nr. 5450*. Membr. 2te Hälfte d. 14. Jh., ursprünglich 55, jetzt noch 50$ BL in 4., niederd. Bl. 1-32*

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" Sachs. Landrecht ohne Bücher in ungezählten, nur zu- weilen rubricirten Absätzen* Von späterer Hand a. R. eine Einth. in 6 B. Schlufs mit IU. 82 § 1 der Vulgata. BL 32« das sächs» Lehnrecht in gleicher Behandlung, mit Rand- eintheilung in 4 B., bricht ab mit md weder recht streuen dey im Art 78 § 3. Rubrikenregister über beide Bücher. Anzeiger 1854 Sp. 306 ff. Oelrichs s. Nr. 65. C. Oldenburgenses s. Nr. 659, 660. t522. Olmütz, Domcapitel Nr. 270. Membr., Folio. Sächs. Landrecht. Magdeburgisch Recht 1352. Sächsisch Lehnrecht 1403. Archiv IX 484. t523. Olmütz ebend. Nr. 403. Membr., 14. Jahrh., Folio. Ius

Magdeburgense. Archiv IX. 485, X. 683. tö24. Olmütz, Stadtarchiv B. II. 8. Membr., Folio. Olmützer Stadtrechte. Magdeburger Recht „Wenceslaus de Iglatia«. Ebend. X. 683. C. Oppolensis s. Nr. 164. C. Orlamundensis s. Nr. 279.

625. [344.] Oschatz, Stadtarchiv. Membr., 1382, 151 BL gr. Folio, mitteld. S. 5—102 Magdeburger Dienstrecht, säch- sisches Landrecht in 3 B. zu 71, 72, 91 Artt S. 102 —179 Cautela, Richtsteig Landrechts. S. 179 —236 Weichbild mit Chronik in 137 Artt S. 236—282 Sächs. Lehnrecht S. 283—299 Register, schliefsend A. d. m°ccc91xxxii completus est Uber in octava corpus Christi. S. 299, 300 Willkühr v. d. Gerade. Nietzsche 100, Ho- meyer Ssp. II. 1 S. 30 Nr. 73.

626. Osnabrück, Stadtarchiv. Vemrechtsbuch, abgedruckt in Moscod notitia iuris .... Brunst. Luneb. Anh. S. 47ff.

627. Osnabrück ebend. Nach einem Druck der goldnen Bulle v. 1483, auf Membr. 15. Jahrh. niederd. vemrechtliche Quellen, u. a. das Rechtsbuch s. oben S. 24b, in 31 Artt und die Informatio ex speculo Saxonum; auf Papier das erste und das letzte Cap. des Richtsteigs Landrechts nebst einem Aufsatz über Erbschaften. Collecta ex variis von Stades recht to Munster. Mitth. v. Stove, der auch eine Abschrift der Informatio besitzt.

528. [345.] Paris, K. Bibl., von Oberlin 1783 zu Strasburg gefunden. Membr., 137 BL Quart, oberd. Schwäbisch Land- und Lehnrecht, im Cap. 141, Lafsb. 115b, ab-

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brechend. Das Register schliefst mit dem „Bürgermeister- lehn44. Lafsberg 122.

529. [346.] Paris ebend. Nr. 7009. Membr., gr. Folio, mitteld. Schwäbisch Landrecht in 382 Capp., letztes von den unehl. Kindern, Lehnrecht in 151 Capp., letztes vom Bur- germeisterlehn. Dann Hie hat daz lehenbuch ein end — Das eerlyh uns — heilige geist amen. Deo graUas. Graft DiuÜBca III. 454, Lafsberg 123, Paulin les mss. de la bibl. du Rot, Paris 1840 HI. 344.

530. [348.] Pesth, Nationalmusenm, vor 1842 im Jankovich- schen Museum fol. min. Nr. 12. Membr., Quart, 14. Jahrh., oberd. Schwab. Landrecht in 295, Lehnrecht in 141 Capp. Epiphonem Der Schreiber ist muede end drat

--daz er ens helfe auz aller enser not. Archiv, VI.

159 Nr. 63, X. 417. Lafsberg 124, Wattenbach im Archiv f. Kunde österr. Gesclnditsquellen XIV. S. 7—-9.

531. [349.] Pesth ebend., ebendaher. Pap., 1416, Folio, oberd. Schwäb. Landrecht in 383, Lehnrecht in 169 Capp. Schreiber Matthias v. Straubing. Archiv, VI. 159 Nr. 64, Lafsberg 125. Wattenbach a. a. O. vermuthet, dafs Nr. 530. 531 gleich Nr. 513, 514 seien, doch stimmen die Beschrei- bungen zu wenig überein.

t532. [350.] Petersburg, Zakskische Bibl. Pap., c. 1500, Fol. Ius Magdeburgense polnisch. Ianotzki catal. codd. msc. bibl. Zaluscianae p. 62 Nr. 182.

  • t533. Petersburg ebend. Nach der Leipz. gel. Zeitung v. J.

1747 S. 311 vermehrte der Fürstbischof von Cracau die Zaluskische Bibl. mit einem prächtig ausgezierten speculo Saxonum manu descripto. Der Catalog v. Janotzki erwähnt seiner nicht, vgl. Zepernick S. 4 Note, er soll aber un- vollständig sein.

534. Petersburg, K. öffentl. Bibl. F.II. 37. Pap., 15, Jahrh., 296 Bl. Folio. Die sächsischen Distinctionen. Expl. liber distinctionum legum cum iure Magdeburgensi approbatus. Mintzloff die AD. Hdss. der K. ö. Bibl. etc. 1853 S. 109.

535. Petersburg, Ostrowskische Bibl. Sachsenspiegel. Mittheilung von Etatsrath Hube.

Der Sachsenspiegel zu Pforta [351.] ist der Druck v. J. 1481.

t536. Pilsen, Rathhaus. Böhmischer Schwabenspiegel. Mitth. v. Hanka. [137] 137

•537. [268.] Planen? Membr., Folio, mitteld. Sächsische Di- stinctionen in 7 B., n. d. N. Bnch der Ausscheidungen. Plauische Statuten. A. E. Jorg Thumpeck Notarius 1491. Longolius Vorrath von Nachrichten Fach 1 S. 62 ff., Ortloff Distinctionen p.xi N. 16. v. Plotho [353.] s. Nr. 65.

638. [354.] Posen, Stadtarchiv. Membr., Ende 14. Jahrh., 86Bl. grofs 4., zweispaltig, mitteld., Holzband mit rothem Saffian und eingeprefsten Adlern. Auf Bl. 1 Namenseinzeichnungen v. 1389—1469. Dann Hy hebet sich das Regestrum Magde- burgisch Rechtes; 137 §§ des ersten, 11 des zweiten Buches. Unter Hy hebit sich an das buch das so sagit von weich- Midis ordenunge, einzelne Bestimmungen aus den sächs. Distinctionen. Dann das Magdeb. Schöffenrecht, worauf obiges Register geht. Das erste Buch Hy hebit sich an Magdeburgisch recht. Do man M. besuchte auf 17 BL in 138 §§, wovon 134, 135, 137, 138 nicht rubricirt; § 138 ist ein Schöffenurtheil über Beerbung durch Schwester- töchter. Buch n auf 11 Bl. Hy hebet sich an eon wunden, 61 gezählte und rubricirte, und 8 andere §§. Ein dritter nicht als Buch bezeichneter Abschnitt in 24 Capp. beginnt was eyn erouwe hat an ires mannes gute. Der vierte be- ginnend eon clage czwer swester emb erblich gut, hat 203 Capp., das letzte eon clage umb eyne fleischbang noch eater tode. Schlufs Complectandi cum omnibus eoluntatem

Domini et amici--Sub anno mcccxxvh, Semper punisse

nos Scabini Cieit. Magdeb. affirmamus--ut faciat iusta

querela. Caj. Trojanski in den Miscelt. Cracoe. Noe. Fase. 1 (1829) p. 100—105. Mittheilung von dem Reg. Ass. v. Le- debur 1837.

539. [357.] Prag, Nostizische Majoratsbibl. Membran f£. Jh., kl. Folio. Magdeburgisch Schöffenrecht in 5 B. Hir- sching Reisen, III. 465, Nietzsche Ree. Sp. 702, 703.

540. [355.] Prag im Strahof, Prämonstratenser Stift. Pap. Fol., 1405, mitteld. Sächsische Distinctionen.

541. Prag, Rathhaus. Membr. Böhmischer Schwaben- spiegel II*). Rechte der Altstadt Prag. Mitth. v. Hanka.

  • ) Bei den nachfolgenden böhmischen Hdss. des Schwabenspiegels werden

unter I. und II. die beiden oben S. 53 bezeichneten Abtheilungen des schwä- bischen Landrechts verstanden.

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542. Prag ebend. Pap. Böhmischer Schwabenspiegeln. Hic inchoatUur iura civil. Prag. Hanka.

543. Prag, Pürstenbergische Bibl. Böhmischer Schwa- benspiegel II. Hanka.

544. Prag, Wischerad. Böhmischer Schwabenspiegell. Hanka.

545. Prag ebend. Böhm. Schwabenspiegel II. Hanka,

546. Prag, Lobkowitzische Bibl. Böhmischer Schwaben- spiegel L Hanka.

547. Prag ebend. Böhm. Schwabenspiegel U. Hanka.

548. Prag ebend. Nr. 184. Alphab. Repertorium des Sach- senspiegels. Archiv IX. 478.

t549. Prag ebend. Nr. 395, 412. Pap., 15. Jahrh. „Sachsen- spiegel, Magdeburgisch Recht, böhmisch.a Archiv IX. 479.

550. Prag, E. E. öffentl. u. Universitätabibl. xvn. E. 4. Pap., Quart, 224 BL, Anf. 15. Jahrh. BL 48—127 u. 127—215 Schwäbisch Landrecht I u. IL böhmisch. Bl. 215—222 Lehnrecht Artt, 1—24 böhmisch. Mitth. v. Schaffarik.

551. Prag ebend. xvn. E. 17. Pap., 154 Bl. Quart, Iste Hälfte d. 15. Jahrh. Bl. 1-406 Schwäb. Landrecht I. u. II. böhmisch. Schaffarik.

552. Prag ebend. xvn. F. 12. Pap., 119 BL Quart, Anfang d. 16. Jahrh. Schwäb. Landrecht H. böhmisch. Art. 160 —191 Lafsb. vorne sind ausgerissen. Schaffarik.

553. Prag ebend. xvn, C. 22. Pap., 125 Bl. Folio, Anfang d. 16. Jahrh. BL 57—59 Schwäb. Lehnrecht A. 1—24. Bl. 73—108 Landrecht H. böhmisch. Schaffarik.

554. Prag ebend. xvn. F. 49. Pap., 166 Bl. Quart, 16. Jahrh. BL 58—108 u. 111—156 Schwäb. Landrecht H. u. I. böhmisch. Schaffarik.

555. Prag ebend. Sächs. Distinctionen böhmisch. Hanka.

Das zu Prag ebend. befindliche Ius propinciale laiinum vii. Q. 3. Archiv IX. 471 ist ein Compendium des Böhmischen Staatsrechts.

556. [358.] Prag, böhmisches Nationalmuseum. Böhmischer Schwaben Spiegel L Oaupp rhein. Museum III. 148, Hanka.

557. Prag ebend. Böhm. Schwabenspiegel I. Hanka.

558. Prag ebend. Böhm. Schwabenspiegel U. in Verbin- dung mit dem Stadtrecht. Hanka. [139] 139

659. Prag ebend. Böhm. Schwabenspiegel D. eben so. Hanka.

560. [359.] Prag ebend. Pap., 4. Sachsische Distinctionen böhmisch. Ganpp rhein. Museum HI. 148 n. Schlesisch Landrecht S. 200ff., Hanka.

561. [360.] Prag ebend. Sachs. Distinctionen in 7 B., böh- misch. Hanka.

562. Prag ebend. Sachs. Distinctionen in 7 B., böhmisch. Hanka.

563. Prag ebend. Sachs. Distinctionen in 7 B., böhmisch. Hanka.

564. [361.] Prag ebend. Pap., 1397, 107 Bl. Folio. Sachs. Distinctionen in 7 B. Gaupp a.a.O. Mitth. v. Hanka u. Geyder.

t565. Prag ebend. 1495. Sächs. Distinctionen deutsch. (Rück- übersetzung aus dem Böhmischen?) Hanka.

566. Prag ebend. Magdeburger Regeln, böhmisch. Hanka.

Die für das Nationalmuseum im Archiv IX. 478 an- gegebenen Sachsenspiegel sind wohl auf die vor- hergenannten Hdss. zurückzuführen.

567. Prag ebend. 23 c. 10 v. J. 1543. Weichbild in 144 Capp. böhmisch. Hanka.

568. Prag ebend. Nr. 724. Pap. Das Mährische Stadt- rechtsbuch in 40 Capp. Iglauer Rechte und Ottocars Prager Recht v. 1269. Auf Anstalt des Iglauer Burgers Marcus im 17. Jahrh. zusammengeschrieben. Abschrift in Nr. 69. Mitth. v. Biener.

t569. [356.] Prag, Canzlei der Neustadt. 1444. Magdeburger Schöffenrecht in 4 B., böhmisch. Dreyer Beiträge 134 nach Dobner monum. kistor. Bokern. I. 235.

•t570. Vormals Frh. Franz v. Prandau, Geh. Rath (1794), früher bis 1792 J. G. Schwandtner. 1435, kl. Folio. „Schwa- benspiegel ad consuet. Austriaca* accommodirt" Wiener Statuten. Senkenberg lebh. Gebrauch S. 17, Rauck scri- ptores rer. Austr. T. III p. 1, Lafsberg 133.

  • t571. v. Prandau. Schwabenspiegel. Wiener Stadtrecht.

Rauch L c. Lafsberg 128. 572. [362.] Preetz in Holstein, 1402. Abecedarium über den Sachsenspiegel. Falck Hdb. des Holstein. Priv. R. I.

405 N. 29. [140] 140

  • t573. [663.] Vormals J. H. Prieser zn Augsburg. 87 Bl. Folio,

14. Jahrh. Schwäb. Landr. auf 73, processus iudiciarius (Richtsteig) auf 9 Bl. Von jüngerer Hand deutsche Rheto- rica auf 5 Bl. Hirsching Reisen ü. 126, Lafsberg 129. Eine andre Hdschr. Priesers [364] s. unter Nr. 472.

574. Quakenbrück, Rathhaus; im J. 1507 den borchmans ti. Rade to Qu. vom Vicar Hinrick Mappis geschenkt. Pap., gr. Quart, 1422, niederd. Sächsisch Landrecht glossirt. Der Text beginnt mit des hilligen geistes minne, die Glosse mit Hyr hevet her eicke an. Der letzte Art Denstman ervet (III. 81 §2, 82 §1). Finito libro ... a. d. m° cccc° xxijÄ

in ante pro festo Thome Apli. Deo autem gracias--

Christum. Mitth. von Stüve.

575. [365.] Quedlinburg, Gymnasialbibl. Membr., Ende d. 13. Jahrh., kl. Folio, mitteld. Sächsisch Land- und Lehnrecht mit Register in 287 durchlaufenden regel- mässig nicht rubricirten Capp. Zepernick 5, Nietzsche 101, Homeyer Ssp. I. S. xxvu Nr. 16, H. 1 S. 31 Nr. 74. Das Landrecht in den Ausgaben von Gärtner und Groschen, das Lehnrecht in der v. Homeyer.

576. [366.] Quedlinburg ebend., früher Guerike, Boysen. Pap., gr. Folio, 15. Jahrh., niederd. Stotel des lantr echtes. Re- gister über Land- Lehn- und Weichbildrecht Von andrer Hand das sächs. Landrecht als Sassen Speygel in 3 B. zn 72, 71, 90 Artt Sächsisch Lehnrecht mit neuem Register. Weichbild mit Chronik in 137 Capp. Schwä- bisch Landrecht in 188 ungezählten Capp. Richtsteig Landrechts mit Prolog, im Cap. 44 abbrechend. Nietz- sche 162, Homeyer Ssp. Hl S. 31 Nr. 75.

577. [367.] Quedlinburg, Stadtrathsbibl. Pap., 1454, 494 Bl. gr. Folio, mitteld. Sächsisch Lehnrecht mit Vorrede und Glosse in 81 Capp. und häufigen Randnoten. Land- re cht in 3 B. glossirt. Gedicht Got in deme riche--

die guten lassen bleiben. Weichbild mit Glosse in 135 Capp. Anno etc. Inn0 feria tertia ante palmarum scriptum per Nicolaum Rober de pimis. Zepernick 22, Nietzsche 103, Homeyer Ssp. II. 1 S. 32 Nr. 76.

678. [368.] Quedlinburg ebend. Pap., 15. Jahrh. gr. Folio. Sächsische Distinctionen in 7 B., mitteld. mit dem Epilog Hie hat das buch ein ende — so blibet ir alle gotis [141] 141

ftint. Rechts regeln alphabetisch niederd. mit dem pr. Ad decus. Richtsteig Landrechts mitteld. in 49 Capp. Weichbild mit Chronik in 146 Capp.

579. [369.] Quedlinburg ebend. Pap., Mitte d. 15. Jahrh., Folio, zweispaltig, mitteld. Sächs. Landrecht glossirt mit Register in 3 B. zu 72, 72, 91 Artt Unter den Vor- reden auch die von den 5 Pfalzen mit der Gedächtnifs- regel Herschild. Nietzsche 104.

580. Quedlinburg ebend. Pap., 1452, Folio, einsp., mitteld. Abecedarium über sächsisch Land- Lehn- u. Weich- bildrecht. Die ersten Artt. ..46.6a u. Abt. Explicit hoc re- gistrum coli, per egregium virum Theodoricum Buckensdorff --a. d. mccccIii die Sab. ante festutn.

Regensburg [371.] s. unter Nr. 477. - Der Regens- burger „Sachsenspiegel4* [370] ist ein Druck des Schwabenspiegels.

681. Dr. A. L. Reyscher, früher Cropp. Pap., bald nach 1470, 164 Bl. Folio, oberd. Strasburger Stadtrecht auf 43 Bl. Schwäb. Lehnrecht auf 49 Bl. in 151 §§ mit einem sich auf Rudolfs Landfrieden beziehenden Epilog. Ueber die Jauner auf 5 Bl. Zweiter Theil des Stadtrechts von einer Hand des 16. Jahrh. Lafsberg 131.

582. [372.] Rheinau, Benedictinerabtey im Canton Zürich, auf dem Rücken Nr. xxviii. Pap., Anf. d. 15. Jh., 292 Bl. zweispaltig kl. Folio, oberd. Bl. 1—63 Der Könige Buch. Bl. 63-282 Schwäbisch Land- und Lehnrecht in 3 Abth. mit dem Register für jede voran. 1) 217 §§ (Register 216) unter Ate nahet an das lantrechtbuch bis Lafsb. 219. 2) 150 §§ (Register 146) unter hie vahet an das buch das da seit ton lehenrecht bis L. 377. 3) 145 §§ unter hie hebt sich an. das edel und das recht lehen recht buch, schliefsend mit dem Burgermeisterlehn. Allu lehen- recht hau ich %u end bracht etc. Bl. 282 wiederum bibli- sche Geschichten, deren Schlufs fehlt •+583. [373.] Rheinfeld, Kloster in Schwaben (?) Membran. Sachsenspiegel. Nietzsche 105 nach einem Schreiben Dreyer8 an Anton.

584. Riga, Stadtbibliothek. Nr. 120 ct. iurid. HI6. 36. Holz- deckel mit dunkelm Leder. Pap., 15. Jahrh., 162 beschriebene Bl. breit 8. in flüchtiger Cursiv, niederd. Bl. 1 Rigaer Recht unter Dat rigesche recht schal neman scheiden in 168 nicht

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gezählten meist rnbricirten Capp., letztes: So welk man gut

bringet--mit dren mark suhers. BL 40 Lübsches

Recht Rubrikenregister, die letzte We deme anderen sin erue to pande seilet. Vorrede Also men schreff n. g. b. dusent twe hundert in deme seuen ende 10 eftigesten iare. Text Wu man hevet irygen wilkore to vorhopende, schliefet BL 57 Neyn torspreke — dat vorliken. Privileg E. Chri- stoffers für Reval über das lübsche Recht BL 59 — 109 Richtsteig Landrechts in 49 Absätzen mit dem Stück vom Mustheil. A. d. 1449 finitus iste Uber post fest um marie de visitatione. BL 110 Lat Mittheilung des lübschen Rechts an Elbing v. J. 1240. Text bis BL 162 So wur ein

man sinen sone--unde dat des jemant gheweret sy. Epi-

phonem: Do recht ende eruchte den duuel nicht. Et sie est finitus sit laus deo gloria triunio.

  • f585. [374.] Rinteln, ehem.UniversitätsbibL Sachsenspiegel.

Nietzsche 106 nach Funck Emestinae Rintelensimn bibl P. 2 p. 125.

•586. [375.] Röbel in Mecklenburg, Rathhaus. Niederd. Abe- ce darin m über den Sachsenspiegel, voran 10 Reimzeilen: Hir beghynnet dat Abesede des spegel der sassen Dat Got

geve dat id also möte wassen--Dat em des möte Ionen

na dessem leeen de ewige Got. Dreyer Beitr. S. 123. Nach den Mecklenb. JB. ÜB S. 123 nicht mehr findbar.

587. C. H. S. Roedenbeck in Berlin, inwendig die Signatur E. a. b. Nr. 18. Pap., 1423, 216 BL Folio, mitteld. Auf Bl. 1 lateinische Sprüche. Dann das Sächsische Lehn- recht mit der Glosse in 79 Capp., geschrieben 1423. Rieht steig Landrechts mit Epilog und Gedicht Ein pr- sprung aller weysheit in 15 §§ zu zwei Versen, schliefst Vns allen in deme hymmele meren. Amen. Homeyer Ssp. H. 1 S. 639 Nr. 76a.

588. C. H. S. Roedenbeck in Berlin, signirt E. a. b. Nr. 19. Pap., 15. Jh., 76 Bl. Folio, flüchtige Cursiv von ungleicher Hand, mitteld. Sächsische Distinctionen ohne Register und Rubriken. Nach Buch 2 fehlt die Büchereintheilung. Zuletzt von der getreuen Hand, oder eyme iczUchem seyme erben dorumbe antworten (Ortloff B. 7 Dist. 12). Et sie est finis huius operis per me Nicolaum pihe (?). Hyr hod dys buch des rechten seu lantrecht u. cm wiepilde eyn ende. [143] 143

male finiui quia scribere nesciui Si non bene scripsi tum melius adiscere eolo.

Die im Archiv I. 229 dem Rosenlöchner zugeschrie- bene Hdschr. [376.] ist Nr. 130.

  • 589. [377.] Vormals v. Rosenthal consiliarius aulicus. Oberd.

Weichbild. Cap. 1 Von dreier hand reht. Letztes von der chur. Schlufs Daz buech hat ein ende. Daz got' all eaig sehende, end geb uns sein gnad end hincz samztag ein guet bad. amen. Senkenb. eis. p. 54, der p. 160—177 die Rubriken und den Inhalt einiger Capp. mittheüt

590. [378.] Rostock, Universitätsbibl., früher Univ. Bützow. Membr., -ff. Jh., 62 Bl. Folio zweispaltig, niederd. Sachs. Landrecht in 224 Abschn., im Anf. defect; Lehnrecht von Bl. 48b an in 129 Abschn. A. E. ein Bufegebet (s. Ze- pernick S. 108). Nietzsche 108, Kämmerer Beitr. z. Meckl. Lehnr. S. 194ff., Homeyer Ssp. H. 1 S. 32 Nr. 77.

591. Rostock ebend. Membran, 1416, gr. Folio, niederd. IL d. T. Keyserrecht, lytke Keyserrecht, Lehnrecht, das schwäb. Land- u. Lehnrecht, letzteres in 146 Capp. mit Register; kl. K aiserrecht. Mitth. von Türk und P. Roth.

592. Carl Roth, Dr. in München. Membr. 4 Bl. Folio, 14 Jh. Bruchstück des schwäb. Lehnrechts. Mone Anzeiger 1837. Sp.112.

593. [379.] Familie Roukens in Nimwegen. Membr., 14. Jh., 70 Bl. in 4., niederrhein., mit eingeklebtem Roukensschen Wappen. Kl. Kaiserrecht bis BL 30 in 4B. zu 40, 117, 31, 16 Capp. Et sie est finis. BL 30—70 Sachs. Land- u. Lehn recht mit Rubrikenregister ohne Büchereintheilung in 589 kleinen §§, Landrecht mit H. 44 §2, Lehnrecht mit Art. 39 § 3 schliefsend. Endemann Nr. 23, Homeyer Ssp. H. 1 S. 32 Nr. 78.

594. [380.] Salzburg, Fürstbischöfl. Bibl. Pap., 1469, gr.FoL, zweispaltig, oberd. Sächsisches Landrecht mit der Glosse in 5 B. zu 64, 70, 71 gezählten und rabricirten Capp. Hie hebt sich an das reigister der artikel des recht-

puechs nach der czal der pletter etc.,--Hie hot re-

gistrum das ein end Got ens seine holffe send Scriptum per me iohannem de egkenfelden t. t. eapell. in geren. Et finitum est hoc registrum a. d. etc. lxvmj feria sexta etc. Die Vorr. des heiligen geistes unter Incipit Uber primus,

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hie hebt sich an das erst puech ton ctwaien swertern etc. Das erst capitel als hemoch geschriben stett. Textus proL glossirt Nietzsche 109 nach Notaten von Anton.

t595. Salzburg, Benediktinerstift St Peter, 1460. Bairisch Landrecht Sachsenspiegel in 3 Büchern. Salzburger Recht. Archiv X. 614.

596. [381.] Salzwedel, Stadtarchiv, bis 1468 im Besitz der Familie Gerlach. Pap., 15. Jahrh.., kl. 4., niederd. Sachs« Landrecht in 3 B. zu 71, 72,01 Artt lateinisch 1449 mit einem deutschen alphab. Register 1450. Stadtrecht v. Salzwedel v. 1273-1278 lat. Commentum D. Baldi super pacetn Constant. 1458. Distinctio de succ. her ed. Land- frieden des Erzb. Günther v. Magdeb. 1408 n. 1410. Gre- gors Bulle wider den Ssp. Schreiben des Basler Concils. Sächs. Lehnrecht 1458. Richtsteig Lehnrechts und Verschiedenes. Nietzsche 110, Homeyer Ssp. S. 33 Nr. 79, S. 375 Nr. 18.

Sangerhausen s. Nr. 157.

597. Schaumann, Archivar in Hannover. Membr. 2te Hälfte d. 14. Jahrh., gr. Folio zweispaltig. Bruchstück des säch- sischen Landrechts. Schaumann Gesch. des .nieders. Volkes 1839 S. 537.

♦598. [382.] Vormals Chr. L. Scheidt, Prof. zu Göttingen, dann in Hannover f 1761, ex Schloepkeniana hereditates Kl. Kaiserrecht Senkenberg corp. iur* Germ. I. 1 praef. § 101, Endemann Nr. 7.

•599. [384.] Vormals J. G. Scherz, Pap., Folio. Schwaben- spiegel, das Landr. mit Lafsb. 377 schliefsend. Scherz Vorr. zum Schwabensp. in .Schilter Thes. IL: insignem quoque opem attulit Ms. chartaceum in fol. quod mea bi- bliotheea possidet. Eine andere Scherzische Hdschr. [383] s. unter Nr. 633.

[385.] Sch ildener s. Nr. 284. Schilter s. Nr. 217, 224, 240. [386.] Val. Schlieff, s. oben Nr. 138. Die Nr. [387, 388], 2 Hdss. des Magdeb. Schöffenrechts im Besitze Schlieffs, fallen fort, da die Angabe Hanows in der Vorr. zum Culmschen Recht § 31 doch zu un- bestimmt über den Inhalt dieser Hdss. lautet. [145] 145

•t600. [389.] Vormals Chr. Friedr. Schmid, Rektor zu Lüne- burg. 14. Jahrh. Fragm. msti iuridici Saxonice scripti. BibLSckmidiiLunaeb. 1748. 8. p.733 Nr. 1011. Nietzscheiii.

601. [390.] Derselbe. Membr., 14. Jahrh., 58 Bl. Folio. Re- missorium über die sächsischen Rechtsbücher, defect. Bibl c. p. 732 Nr. 1010.

602. Schönborn, Director des Magdalenengymnasii zu Breslau. Pap., 15. Jahrh., ungefähr 500 BL in Folio zweispaltig, mitteld. Slossil des lantrechts. Vorreden Omnipotens sem- piterne deus und Herre iesu christe eyngeborner zon etc. Artt. Abbrechen bis Wunden. Der Epüog schliefst Das

danche das dem allmechtigen gote--zu ewigen lobin

sullen. Amen. Mitth. von Stenzler.

♦603. Dr. Schölten zu Ward f 1852. Pap., 15. Jahrh., Folio. Clevische Stadtrechte und Urkunden. Kaiserrecht. Ge- woente v. stederecht von Kalker. Katalog der Bücherver- steigerung vom 4. Dez. 1848 bei J. M. Heberle zu Köln, Nr. 5106, Mitth. v. Prof. Braun.

•t604. [392.] Vormals A. Fr. Schott, Oberhofgerichtsassessor zu Leipzig. Pap., 1478, Folio. Sachsenspiegel. Bibl A. F. Schott Nr. 6531, Nietzsche 112. Schott [391.] s. unter Nr. 273.

  • t605. [393.] Vormals Schräder, Hofrath in Braunschweig,

15. Jahrh., niederd. Sächsisch Landrecht (u. Lehn- recht?) mit der Glosse. Spangenberg S. 11 Nr. 38, S. 121, Nietzsche 113. Nach dessen Notizen sollen im Landrecht HI. 82-91, im Lehnrecht Art. 2 a. E. fehlen. Schumann [394.] s. Nr. 137. Schwandtner [395.] s. Nr. 570.

  • t606. [396.] Vormals Christ. Gottl. Schwarz, Prof. zu Altdorf

f 1751. Pap., 1382, 51 BL kl. Folio, mitteld. Sächs. Landrecht mit Register, praef rhythm. und prologus. A. E. A. d. mccc octugesimo secundo compktus est liber iste in vigilia Iacobu Catal. librorum, quos olim poss. Chr. G. Schwarzius, Altd. et Norimb. 1763, 1769. B. 2 S. 4 Nr. 11.

  • 607. [398.] Derselbe. Membr. und Pap., 15. Jahrh., niederd.

Stotel tom lantrecht mit dem Eingange Here iesu Christe eyngeborene sone9 und Abbet als ersten Art. Richtsteig Landrechts als schewe clod mit der Vorrede und dem Stück

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vom Mus theil. Spangenberg 67, 73, 118. Der Schwarzi- sche Auctionscatal. gedenkt dieser Handschrift nicht.

608. [399.] Schweidnitz, Stadtarchiv A. Membr. 14. Jahrh., 270 Bl. gr. 4., mitteld. Bl. 3—66 Magdeburg-Schweidnitzer Recht mit späteren Zusätzen. Magdeb. Schöffensprüche auf 9 Bl. Weichbild mit Chronik in 137Capp. auf 41 BL A. £. Nomen scriptoris si tu cognoscere queris Io. Een. tibi sit praenomen me dm. ning us fit in unum. Richt- steig Landrechts in 52 Capp. auf 38 Bl. Sächsisch Landrecht auf 99 BL Weltperioden. Sächsisch Lehn- recht auf 32| BL Nietzsche 115, Homeyer Ssp. I. S. xxvm Nr. 18, H. 1 S. 34 Nr. 80.

609. [400.] Schweidnitz ebend. C. Membr. 14. Jh., 260 BL Folio, mitteld. ü. a. Schweidnitzer Statuten, Bl. 35—38 Magdeb.-Hallisches Recht v. 1235, BL 39 — 63 Magdeb. Schöffenrecht Näherer Inhalt bei Gaupp xxin.

610. [7.] Schweinfurt Im Fideicommifs der Familie Bausch. Membr., 1412, Folio, zweispaltig, niederd. Sächsisch Landrecht mit der praef. rhythmica, glossirt in 3 B. Bockis de Germania iurispr. sua nunquant destituta, Bamb. 1749. 4. Nietzsche 4, Mitth. vom Frh. v. Thüngen 1838.

611. [401.] Schwerin, Grofsherz. Archiv. Membr. 14. Jahrh. ein Bogen gr. Folio, zu 35 Zeilen, niederd. Bruchstücke des Sächs. Landrechts I. 22 §5, 23, 25 mit der Glosse in gleicher Minuskel.

612. [401.] Schwerin ebend. Membr. 14. Jh., 1| BL gr. Folio, zu 39 Zeilen, niederd. Bruchstucke des Sachs. Land- rechts IH. 69—72, III. 77, 78 mit der Glosse in gleicher Minuskel.

613. Schwerin ebend. Membr. 14. Jahrh. Halbes Bl. in 8., kleine Cursiv, niederd. Bruchstuck des Sächs. Land- rechts H. 36 §5—II. 37 §2, IL 32, II. 40, 41.

614. Schwerin ebend. Membr. -ff, Jh., 2 Bl. in 4., mitteld. Bruchstück des Sachs. Landrechts II. 39 §2—H.40 §4, II. 31, mit der Glosse in kleinerer Schrift umher.

615. [402.] Schwerin ebend, Membr. 15. Jahrh., 2 Bl. in gr. Folio zu 44 Zeilen, zweispaltig, mit 251, 252 bezeichnet., niederd. Bruchstuck eines Remissorii über das Sachs. Landrecht mit Glosse aus dem Buchstaben W. Letzter Art Were unter 8 Rubriken. A. £. daraf hefstu vor ender deme worde Here Truwe ende walt. [147] 147

616. [403.] J. S. Seibertz, Kreisgerichtsrath in Arnsberg, früher Rathhaus zu Brilon. Membr. 14. Jahrh., niederd. Sächsisch Landrecht mit der Glosse von H. 12 §4 an. Schlufs Hir endet de text des speghels von Sassen. Ho- meyer Ssp. II. 1 S. 34 Nr. 81.

617. [404.] Derselbe. Membr., 195 BL, ,von denen 181 be- schrieben, gr. Quart, zweispaltig, niederd., 15. Jahrh., von drei verschiedenen Händen bis BL 109, 172, und zum Ende, wo benedicto deo completum a. Mcccclrj0 quarta die no- uembris. Sachs. Landrecht in 3 B. mit Glosse. A. E. Wy syn des lantrechts to ende komen — Wey recht leif keß dey secge amen.

•618. [405.] Vormals Graf Senft v. Pilsach, Sächs. Minister, früher Hofr. Lauhn zu Tennstedt.. Weichbild in Quart. Bibl. des Grafen S. v. P. Leipz. 1820 Nr. 4520.

•619. [408.] Dieselben. Sächsische Distinctionen in 8. Ze- pernick Abhdl. zum Lehnr. II. 181 ff.

•620. [409.] Dieselben. Pap. nach 1448, gr. 8. Glosse zum sächsischen Lehnrecht. Form und Weise des Lehn- rechts. Zepernick a. a. O. und IV. 2; Homeyer Ssp. II.l S. 34 Nr. 83.

Die Nrn. 618, 619, 620 sind nicht wie die Lauhn-Senf- tischen Hdss. Nr. 153, 157, 159-162, 164-166 in die Dresdner Bibl. gelangt, die Nrn. 619, 620 auch nicht in der Senftschen Auction versteigert. Die Nr. 4580 des Catal. „Lauhn Form und rechte Weise aus einer Hdschr. des 15. Jahrh.tf ist nur Abschrift aus Nr. 620; die Nr. 4621 liber iuridicus Perg. Msp. Fol. pafst auf keine jener beiden Hdss. — Nr. [406] 8. unter Nr. 727. Nr. [407] jetzt mir gehörig, ist eine blofse Abschrift aus dem Druck von 1516, 8. Ssp. U. 1

•621. Vormals Heinr. Christ, v. Senkenberg. Glosse des sächsischen Lehnrechts. Senk, gedenkt in einem Briefe an Lauhn v. 6. März 1765 seines „einzigen Mspts." von dieser Glosse. Unter seinen nach Giefsen gekommenen Hdss., 8. Bern, zu Nr. 213, ist keine dieses Inhalts. Lauhn in Schott jur. Wochenbl. I. 1772 S. 378 Anm. Homeyer

Ssp. II. 1 S. 34 Nr. 82.

[410-422.] Senkenberg zählt method. iurispr. p. 182 acht ihm gehörige Hdss. des Sachsenspiegels, welche

S. 375.

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sich etwa auf die Nrn. 213—219, 247 zurückfuhren lassen; namentlich ist 410 — 213, 411 =215, 412 — 214; ferner fünf Hdss. des Weichbildes, denen die Nrn. 219, 222, 223, 224, 226 entsprechen mögen. ♦622. [422.] Vormals Joh. Christ. Siebenkees, Prof. zu Altdorf. Pap., Folio, 15. Jahrh., mitteld. Brauner Lederband mit Messingbuckeln und Resten von Clausuren. Alphabe- tische Arbeit aus dem Saehsensp. mit Glosse, den sächs. Distinctionen und dem Schwabensp. Das vorangehende Re- gister unter: dis ist das register rber diefs recht buch do vindt man jnnen vber alle sack etc. nebst Proben vom Text in Siebenkees Jurist Magazin ü. 203 ff. Der Besitzer starb 1841; seine Bibliothek wurde an die Antiquare Hefs in Ellwangen, und Seligsberg in Bayreuth verkauft

623. [423.] Soest, Stadtarchiv. Membr. 14. Jahrh., 157 Bl. gr. Fol., Eichenband mit Membr. überzogen, an einer Kette, niederd. Sächsisch Land recht mit der Glosse in 3 B. Beginn greve hoyger van Valkenstene composuit t ex tum. Eyke van repgouwe fecit glossam. Des hilghen ghystes minne etc. Deutsches und lateinisches Register unter isti sunt articuH contenti in quodam libro nuneupato speculum Saxonum. Sächsisch Lehnrecht auf 24 Bl. in 80 Capp. Von schlechterer Hand sub anno d. mcccIxxxx primo com- pleta sunt hec iura per Cesarem edita populoque per in- struetionem pronunciata in vigilia omnium sanetorum. Ge- schichtliche Notizen von 1443 etc. Nietzsche 122. Mitth. verschiedener Hand.

624. Soest ebend. lxiii. 16. Membr. Anf. d. 14. Jh. 106 BL kl. 4., einspaltig, niederd., an einer Kette. Unten h. b. dat recht des speigels der sassen. Sächsisch Landrecht ohne* Bücher in mehr denn 400 Absätzen. Nach Des hi- ngen geistes minne sind die Absätze Got is selve. Got de dar is. Twe svoert. lowelik kersten als Artt 1 — 4 be- zeichnet Später nur Rubriken a. R. ohne Zahlen. Schlufs (III. 91 § 3) it ne wilkore dat lant.

625. Soest ebend. lxiii. Nr. 15. Pap., nach 1470, 42 BL schmal Quart einspaltig, niederd. Auf dem Vorsetzblatt u. a. Spru- chen : Dyt bock en sal nement le%en he en zy dan eyn echt recht vrigscheppen des hylgen rykes. B1.1—23 Informatio ex speculo Saxonum, bricht BL 24 oben mit in sin recht seien Responsio ab. BL 24—31 Vemrechtsbuch mit den Ein-

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gangsreimen Eyn weidige nader. BL 31T— 38T E. Ruprechts Fragen. BL 38T-42V Reform, der Vemgerichte v. 1437. BL 43, 44 Stücke aus der Reformation Friedr. III. BL 44T v —48 Arnsberger Reformation mit dem Datum 1470. BL 48T, 49 von Wachszinsigen, Urtheilsformeln, eine Aufzeichnung von 1540.

626. Sondershausen, Bibl. der Stadtkirche Nr. 23.). Pap., gr. Folio, 1475, mitteld. Das sächsische Landrecht glossirt als sachszenspigel in 3 B. zu 71, 72, 91 Artt. mit ausführlichen Summarien vor jedem Buche, auch der Vor- rede v. d. fünf Pfalzen. A. E. wie in den alten Drucken Nota vocabula collecta ex latino speculi Saxonum. — Et sie est finis anno dm. m° ceco0 lxxv0 quarta feria ante fe- stum calixti de sero quasi hora quinta. Hinweisung auf die GL IH. 82 a. E. über Carls Privilegium vom J. 810. Jahre der Compilation der Bucher des canonischen Rechts als des Decrets cxcin etc., mit der Bern. Privilegium Saxo- num fuit eis ante istorum librorum compilationem datum. Vgl. Richter Jahrb. 1844 S. 93.

627. Sondershausen ebend. Nr. 236. Pap., gr. Folio, Ende d. 15. Jahrh., mitteld. Wichbilderecht glossirt mit dem Ein- gange Got gebe seyner und der Chronik bis auf E. Wilhelm und dem Bischof Rupertus v. Neunefort in 137 Artt. Dem letzten, vom Judeneide folgt die kürzere Bestätigung des Magdeb. Rechts, und noch eine Erweiterung der Gl. zum Landr. II. 24 Man fsal nymand vfs seyner gewere weifsen. A. E. das Register.

628. Sondershausen ebend. Nr. 233. Pap., gr. Folio, 1476, mitteld. Remissorium ohne Vorrede. Abt. Der Apt sol vor lehn entphan bis* Wunden ader mit gewuntez czymmeren mag man wol heymsuchunge beweifzen wich. art. Ixxxvn. A. E. Dis Remissorium ist vollbracht n. ehr. g. tufzent vier- hundert v. yn dem lxxvi iure dinstag noch Iubilate.

629. Sondershausen ebend. Nr. 237. Pap. gegen 1000 BL gr.Folio, einspaltig, 1468, mitteld. Remissorium, s. oben S. 59 Nr. 7 mit der Vorr. Nu man gemeyniglichen in allen werblichen gerichten, aber wohl noch erweitert. Schlufs Wunde, weme seyne wunden verbessert der sal gewere globen vor seyne swertmogen l. m ar. xxxi in glossa. Vnde hirmit hat dys buch eyn ende. Got wolle vns alle vnsern kommer wende. Amen. — Noch Cr. ... gebort tusenl vier-

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hundert end acht md sechczig iar am mitwochen vor der eilff tawsent jungfrawen tag ist dys buch vff dem slosse Wida zcu ende geschrieben etc.

t630. [425.] Vormals Gottl. Spitzel, Prediger in Augsburg, 1400, Folio. Das kayserliche Recht und andre Schriften. Catal. bibl. Spizelii p. 231 Nr. 33, vielleicht die Nr. 228 zu Giefsen, wohin auch zwei andere Hdss. Spitzels Nr. 229, 233 [424] gelangt sind.

[426.] Die Steinbecksche Hdschr. s. oben Nr. 47.

  • 631. [427.] Vormals Steltzer, Hofrath zu Baruth. Pap., 1473.

Schwäb. Landrecht in 380 Capp. Et sie est finis am Donnerstag nach Oculi mehr in lxxiii est 473. Richt- steig Landrechts. Struvii hist. iuris, Jenae 1718 p. 492. C. Stockheimensis s. Nr. 243.

t632. [428, 430.] Strasburg, Bibl. des protestant. Seminars, früher üniversitätsbibl. A II. 10. Pap,, 15. Jahrh. Sächs. Landrecht mit Glosse. Oberlin in Koechy thes. iur. Saxon. 1.324, Nietzsche 124, Archiv VIII. 461,

633. [383.] Strasburg ebend., früher Waldner, Scherz, Üni- versitätsbibl. C. n. 25. Pap. |f Jahrh- kl-Folio- Der Kö- nige Buch, schwäb. Landrecht in 2 Abth., Lehnrecht Scherz Vorrede zum Schwabensp. S. 5, Archiv Vitt 461, Lafsberg 138, des Bibliothekars der Seminars- u. Schöpf- linschen Bibl. Jung Schreiben an Rauter in N. N.

634. Strasburg ebend. Pap., -ff. Jahrh. Der Könige Buch, schwäb. Landrecht, l£ Seiten vom Lehnrecht Wohl im Archiv VIII. 462 unter C. IV. 26 angefahrt.

635. [429.] Strasb urg ebend., früher üniversitätsbibl, A V. 16.1. Goldne Bulle. Der Könige Buch, schwäb. Landrecht - in zwei Abtheilungen, Lehnrecht Scherz Vorrede S. 2, vgl. Nr. 638, Archiv VHI. 461, Jungs Schreiben.

636. Strasburg, Schöpfiinsche Bibl. Pap., 14. Jahrh. Gedicht Ich böse snode kranke weit. Schwäbisch Landrecht in 2 Abth. unter dis ist das laut recht buch und Hie vahet sich an das edel buch das do heisset vom lehenrecht; Lehnrecht unter die tofeln der edeln recht bucher, hie hebet sich an das edel u. das rehte lehenbuch (vgl. oben S. 50). Strasburger Satzungen von 1270— 1319. Jungs Schreiben. [151] 151

637. [431.] Strasburg, Bibl. des Stadtraths, Schilters Cod. Argentorat. grandior. Pap., 1454. Folio, oberd. Schwäb. Landrecht in 2 Abth. s. SchiUer Ant. Ii. p. 126 zu C. 214. Lehnrecht, von Schilter im cod. iur. Atem. feud. gegeben, s. praef. § 19. Strasburger Stadtrecht

638. [432, 435.] Strasburg ebend. Pap. Schwäb. Land- u. Lehnrecht Schilter praef. §19 nennt aufser dem Cod. grandior als benutzt noch alios duos Mss. ad remp. Argen- toratensem pertinentes. Scherz Vorrede zum Schwabensp. sagt, wohl genauer, nactus est t6t, nemlich Schilter zu Strasburg, tres chartaceos Codices, ... quorum duo erant in ... civitatis nostrae archivo, tertius inter mss. bibl. univer- sitatis reperiebatur. Der letztgedachte wird Nr. 635 sein, de'nn Nr. 634 konnte Schilter beim Lehnrecht schwerlich gebrauchen; für die beiden ersteren bleiben Nr. 637, 638. Lafsberg S. lxxviii Note hält Nr. 635 und 637 für iden- tisch (?).

Struv s. Nr. 347.

639. Dr. C. Stüve zu Osnabrück, früher J. F. A. Lodtmann. Membran, 127 Bl. Folio, 14. Jahrh., zweispaltig, niederd. Das sächs. Landrecht systematisch in drei Büchern. Voran die Anweisung zum Gebrauch und ein Blattweiser für die Hauptrubriken. Die rhythm. Vorr. im Anfange defekt bis V. 220. Vor jedem der 3 Bücher die Angabe der Hauptrubriken. Die Bucher beginnen mit I. 3 § 3, I. 50, 1.1, schliefsen mit IL 58 § 3, III. 42, II. 54 § 6. Das sächsische Lehnrecht dat to deme lantr echte hört in 86 gezählten und rubricirten Capp. Der Richtsteig Land- rechts, ohne Ueberschrift, Vorrede, Epilog und Remissionen, in 49 Capp. Schlufs of he ieneghen schaden to rechte darvmme liden dorne. So cintme he ne dorne. Register über Lehnreeht und Richtsteig, beide zu den einzelnen Pa- ragraphen.

  • t640. [434.] Vormals Stuttgard, herzogl. Bibl. Schwaben-

spiegel. Fischer Vorr. zur Gesch. der D. Erbfolge. Ver- schollen. Lafsberg 143.

641. Stuttgard, öffentl. Bibl. Ms. iur. Nr. 4. Pap., 15. Jahrh.

162 Bl. kl. Folio, einspaltig. Schwäbisch Landrecht

in 312 §§ bis Lafsberg 370, Lehnrecht in 133 §§ bis L. 155. Lafsberg 144. [152] 152

642. Stuttgard ebend. Ms. iur. 70. Pap., 14. Jahrh. 126 Bl. Quart, mitteld. Schwäbisch Landrecht in 383 §§; bei § 229 die Ueberschrift das edel buch ton lehen rechte. Lehnrecht in 149 §§, mit einer Warnung gegen leicht- fertige Eide nach dem gewöhnlichen Epiloge. Register am Schlufs. Lafsberg 145.

643. Stuttgard ebend. Nr. 114, früher Stift Komburg. Pap., if. Jahrb., 121 Bl. kl. Folio, einspaltig, oberd. Schwäb. Landrecht, nach dem Cap. von den Unehelichen noch 12 Abschnitte, der letzte ob zway dörffer kriegent. Lehn- recht, nach dem C. vom Burgermeisterlehn 4 Abschnitte, der letzte wie man newes lehen sol empfachen. Die goldne Bulle. Friedrichs'HI. Reformation von 1442, Sigismund Landfreiheit der Pfalburger 1431. Sippschaftsbaum. Lac- tantiu8. Lafsberg 146.

644. Stuttgard ebend. Ms. iur. fol. 136, früher Stift Ellwangen. Pap., 15. Jahrh., 175 Bl. Folio. Register. Schwäbisch Landrecht in 292 §§, nach dem § von den Unehelichen noch Lafsb. 377 L, und die 12 in Nr. 643 gedachten Ab- schnitte. Auch Lehnrecht wie in Nr. 643. Goldne Bulle. Beliai a. E. defect. Lafsberg 147.

645. Stuttgard ebend. Ms. poet. Nr. 83, früher Häfslein und Gräter. Pap., breit 8. Zwischen verschiedenen nicht juri- stischen Stücken, worunter der Freidank, auf 29 theils zwei- theils einsp. Bl. aus dem yf. Jahrh. das Schwäb. Landrecht, verkürzt, mit Lafsb. 370 schliefsend; Anfang des Lehnrechts. Auf 3 Bl. statuta cit. Dinkl (Dinkels- bühl). Lafsberg 148 und .Mittheilung Staelins.

646. Stuttgard ebend. Cod. theol fol. Nr. 84, früher Gerwin v. Hameln. Pap., 1441, niederd. Auf Bl. 90-224 das sächsische Lehnrecht mit Register und der Glosse in 81 Capp. Schlufs A. d. mccccxli feria 2* post dorn, pal- marum conscriptus est liber iste. Wey dit bock lesit sunder wan Dey darfjf den schryuer nicht tordencken daran Sunder weyren dey allegata yn deme exemplar recht gewesyn Dey schryuer hedde sey ton goddisweghen wol kunnen testen. Hedde hey ok dey originalia gehat Hey hedde io gecorri- geret dey suitige allegat. Hec ille. Mittheilung vom Bibl. Dr. Pfeiffer 1849.

647. Stuttgard, K. Privatbibl. H.41, früher Stift Weingarten. Pap., 15. Jahrb., 97 BL, wovon 12 unbeschrieben, kL Folio,

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oberd. Schwäbisch Landrecht mit den Prologen in 360 §§, das Lehnrecht mit Prolog nnd Epilog in 155 §§. Lafsberg 149.

4548. [435.] Stnttgard ebend., ebendaher. Membr. 14. Jahrh. Folio. Schwäbisch Landrecht anf 60, Lehnrecht auf 10 Bl. Letztes Cap. Von des Herren untru, Lafsb. 70. Gerken Reisen (Weingarten) 1.141. Nach dieser Beschrei- bung von der vorigen Nr. zu scheiden. •649. [436.] Stuttgard ebend., ebendaher. Pap., 1429, 119 Bog. (.Stic) Fol. oberd. 1) Biblische Geschichten mit dem Pa- triarchen Abraham beginnend. 2) Die Herrenlehre als das puch von den lantrechten ob ein herre ein kirchen leichte etc. 3) Unter Hie hernach stend geschriben die keiserlichen recht als sie gemacht hat keyser karl der grofs etc. Schwab, Landrecht. Lafsb. 118ff., vgl. oben Nr. 138. 4) Unter Do hernach stend geschriben Payrische recht x>nd leren lehenrecht das schwäb. Lehnrecht. A. E. Das puch ist geschriben worden do man zalt von Chr. g. tausent vierhundert ti. in dem newnd u. czwenzigisten jar am Donrstag vor sent Jorgentag des heiligen merterers u. auch nothelffers. Zapf Reisen S. 19 ff., welcher diese vier Stücke etwas näher unter den Namen Patriarchen- recht, Schwabenrecht, Kaiserrecht, Bairisch Recht beschreibt Nach Lafsb. 150 nicht mehr vorhanden. Surland s. Nr. 121,123.

650. Tambach bei Coburg I. 84. Schwäbisch Landrecht unter Ditz ist daz lantrecht puch genomen von dem decret u. von dem decretal u. von chunich Kareis recht u. von gotes worten etc Lehnrecht unter Hie hebt sich an daz lehen puch. Schlufs von Anteile (Lafsb. 51). Expliciunt iura regis caroli excerpta. Mitth. von Franz Schmidt in Tambach.

651. Tepel bei Marienbad, Stiftsbibliothek. Pap., 8., 15. Jahrh. Incipiunt regule seu sententie supra practicas coUecte ex div. libris legum et iuristarum et de speeulo Sax. Ad decus et decorem etc. d.i. die zur Blume des Ssp. gehörige al- phabetische Regelsammlung.

652. [437.] Trier, Stadtbibl. Pap., 15. Jahrh., 173 Bl. Folio. Schwäb. Landrecht in 373 Capp., unter Hie vohet sich an des buches cappitel das do saget gar eygentlichen von dem keyserlichen recht. Mitth. v. Heinr. Hoffmann 1836.

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653. [438.] Trier ebend. Pap., 15. Jahrh., 57Bl.Fol. Schwäb. Lehnrecht in 137 Capp. unter Hie eohet sieh an des buches Capp. dz do saget gar clerlich eon dem lehenrecht. Hoffmann.

Das Archiv VTH. 598 befafst als Nr. 852 die beiden auch offenbar zusammengehörenden Nrn. 652, 653 unter „Kaiserrechtsbuch und das .Rechtsbuch, das der König zu Nürnberg mit den Fürsten bestätigt hat. Lehnrecht. Kleine D. Chronik 4 Bl. Deutsche Chronik 17 Bl.«

654. Tübingen, üniversitätsbibl. Pap., 1424, kl.Folio, oberd. Schwäb. Landrecht auf 61^ Bl. in 369 §§, der letzte von den Unehelichen, Lehnrecht auf 14| Bl. in 84 §§. Das Register für beide auf 9£ Bl. bringt die §§ systema- tisch unter 5 Distinctionen: öffentliches Recht, Gerichts- wesen, Strafrecht, Privatrecht, Lehnrecht. Augsburger Stadt- recht v. 1276 mit spätem Zusätzen in 299 §§ mit Register. Lafsberg 154. Mitth. v. Reyscher.

Uber s. Nr. 89, 97, 98.

•655. [439.] Vormals v. Uffenbach zu Frankfort a.M., im J. 1578 vom Pfarrer Hoffstetter an den Fuldischen Rath Voll- pracht geschenkt Pap., 1480, Folio, mitteld. Nach Würz- burgischen Gerichtsordnungen v. 1446, 1447 als Buch I. ein Rechtsgangbuch meist aus dem Schwabensp., als B. II. das schwäb. Land- u. Lehnrecht A. £. mccccIxxx jare auf mittcoche eor Nat. Mariae ist das buch zu Heyne geschrieben worden. Lahr Vorr. zum Schwabensp. S. 5 Note e. Wohl gleich Nr. 723.

•656. [440.] v. Uffenbach. 15. Jahrh., Quart, niederd. Richt- steig Landrechts vom Art 10 an, da 12 Bl. fehlen. Lüne- burger Rechte v. 1347, 1356, 1400, 1337, 1300. Catal. bibl. Uffenb. P.III Vol.4 Sp. 387, der jedoch nur das Lu- neburger Recht angiebt.

•657. [441.] v. Uffenbach. Purgolds Rechtsbuch. Eisena- cher Stadtrecht und gerichtsleufft zu Eisenach u. erstlich eon der burgschaft. Catal. dt. P. IV. Vol. 94 Sp. 106-112. Andre Hdss. Uffenbachs s. unter Nr. 239, 308. C. Ulmensis s Nr. 242. 658. [442.] Upsala. Pap., 1450, Folio, mitteld. Sächsisches Landrecht mit der Glosse. A. E. lohannes Olderman Burger zu Friburg ufgeschrieben in iaren do man czalt [155] von Chr. g. tusent vierhundert u. in dem funffzigsten iare uff sunt Mariam Magdalenen Abent der heiligen magt. Mitth. von Wüda,

659. [443.] Varel, Archiv, Cod. Oldenburgicus. Membr. 1336. 261 Bl. Folio, niederd. Sächsisch Land- und Lehnrecht zusammen in 4 Büchern mit Bildern. Zepernick 1, Nietzsche 125, Homeyer Ssp. IL 1 S. 35 Nr. 85, Spangenberg 9, 23, 31, 37, 40, 49, 50, 56, 124, 129. Abschrift in Celle.

660. [444.] Varel, ebend. Membr. 14. Jahrh., 178 Bl. Folio, niederd. Sächsisches Landrecht in 3 B. mit der Gl. Grupen obss. 466, 479, Nietzsche 126, Spangenberg S. 9, 21, 24, 31, 36, 37, 49, 50, 126, Runde patriot. Phant. 218ff., 223ff. Abschrift in Celle.

661. [445.] Varel ebend. Membr. 1355, 64 Bl. gr. Folio zweispaltig, mitteld. Schwäb. Land- und Lehnrecht mit Register. Die Artt. rubricirt aber nicht gezählt Anf. Hie hebet sich an daz lantrecht buch. Schreiber Bernardus dictus Spoliken canonicus eccles. Wildeshusiensis ... Grupen obss. 467, Spangenberg 77, 85, Runde a. a. O. 220, 227, Lafsberg 121. Abschrift in Celle.

C. Vestringianus [446] s. Nr. 71.
C. Waldnerianus s. Nr. 633.

662. Waltershausen, S. Gotha, Rathhaus. Pap., Fol., mitteld., im J. 1448 begonnen, 1452 geendigt. Bl. 3 ff. Register zum Sächs. Landrecht in 3 B. zu 70, 72, 90 Capp. und zum Lehnrecht in 79 Capp. Vorreden v. d. Herren Geburt und Ich tzymmere. Bl. 19—87 Text des Landrechts, Bl. 87 —123 des Lehnrechts. Bl. 123ff. der Richtsteig Landrechts unter Hie beginnet die lere u. der wegk des gerichtes. Bl. 160ff. Register und Text des Weichbildes in 153 Capp. mit dem Judeneide schliessend. Zwischen 192 und 193 fehlen 3 Bl.

t663. [447.] Warschau, geh. Archiv. Iura communia regni Poloniae, ius theuton. Magdeburg., speculum iuris prov. Saxonici 1505. Vermuthlich der, Homeyer Ssp. II. 1 S. 42 Nr. 5 angeführte Druck von jenem Jahre.

664. T. O. Weigel in Leipzig. Pap., 1382, 51 Bl. kl. Folio, mitteld. Vorne fehlen 2 Bl. Bl. la—4b Register. 5a-37b Sächs. Landrecht. Anf. Des heilgen geistes. Schluss mit III. 91. Hy endt sich der spigil der Sachsen Do musse [156] vnsir ere an wachsen. Judeneid. Bl. 38a Register. Schluss Hy endet sich das reyster des lenrechtes end dez lantrechtes dez irsten buches (!). Bl. 38b — 51 Weichbild als Statrecht. Wie Magd. gestiftet ward. Schluss man vorvestet yn alzuhant. Finita libro sit laus et gloria x sto dni MCCC octuagesimo secdo completus est liber iste in vigilia Iacoby. Leipziger Auctionscatal. der Krännerschen Bibl. v. 16. April 1855 Nr. 1.

664m T. O. Weigel. Pap. mit einzelnen Membranbl., 117 Bl. Folio, 14./15.. Jahrh., mitteld. Wurms Stadtrechtsbuch. In der Notiz nach dem Inhaltsverzeichniss Bl. 1—5 (vgl. oben S. 37) wird der Beginn des Buches auf den Dienstag nach St Georgen „dreyczehen hundert jar in dem xciv (xcix?)“ angegeben. Der Text bricht eben so wie in den Nrn. 27, 409 ab. Gedichte. Krännerscher Catal. Nr. 27.

Eine dritte Hdschr. Weigels oben Nr. 371m, eine vierte früher ihm gehörige [448] Nr. 59.

665. Weimar, grossh. Bibl. Pap., 16. Jahrh., Folio. Abecedarium über den Sachsenspiegel. Archiv VHI. 692.

Weingarten s. Nr. 647-649.

666. [449.] Wernigerode, gräfl. Bibl. Membr. Anf. d. 15. Jh. 8. zweispaltig, niederd. Schwäb. Landrecht in 356 Artt., letzter von den seeen sacramenten u. van dem echte, Lassberg 377 II. Lehnrecht in 146 Artt. mit dem Bürgermeisterlehn vor dem Epilog. Dann Hoc opus est tate ius dicitur imperiale Cristo sit sanus scriptor non corpore vanus Frederico detur cocus (totus?) hic qui cognominatur. Ein Registrum to deme keyserrechte giebt dem Landr. 346, dem Lehnr. 144 Artt A. E. Explicit iste liber sit scriptor crimine liber. Mitth. v. Rudorff.

[450.] Wichtscher Codex s. Nr. 72.

667. [451.] Wien, K. K. Hofbibliothek 2710/J. c. 232, früher Schloss Ambras. Membr., Ende 14. Jahrb., 139 Bl. 4., mitteld. Bl. 7—103 Sächs. Landrecht. Bl. 105—130 Weichbild mit Chronik. Bl. 131—138 Culmer Handfeste v. 1251. Zepernick Vorr. S. 3 N. b, Grupen obss. 476, Nietzsche 127, H. Hoffmann Verz. d. altd. Hdss. d.E.E.Hofbibl. Nr. CLIII.

668. [453.] Wien ebend. 3043/N.78. Pap., 1469, 127 Bl. Folio, oberd. Sächs. Landrecht glossirt. Incipit liber primus, [157] 157

hie hebt sich an das erst puech von czwaien schberten etc. Des heiligen geistes minne. Bl. 117—127 Repertorium schliefsend: Hie hat register das ein end Got vns sein hilffe send. Scriptum per me iohannem de egkenfelden tunc lern- poris cappellanum in gern. Et finitum est hoc registrum a. d. etc. lxvim9/erta sextapost octavas pasce. Nietzsche 129. Hoffmann cliv. Stimmt ganz mit Nr« 594, nur soll dort das Epiphonem schon nach dem ersten Register stehn.

669. [452, 455.] Wien ebend. PaP-> 15-Jahrh., 442B1.

Folio, mitteld. Alphabetische Arbeit über den Sachsen- spiegel mit Almosen beginnend. Hoffmann clv, nach ihm mit der „Glosse zum Saehsensp.tf, Nietzsche 128 identisch.

670. [480.] Wien ebend. t2^84°qo. Pap., 1387, 164 Bl. Folio,

mitteld. Sächsische Distinctionen in 5 B. Grupen obss. 469. Mone Anzeiger 1839 Sp. 37 Nr. 19, Hoffmann clvi.

671. [454.] Wien ebend. 3036 ^ fr^er Ambra8. Pap<j i482,

J. c. 10

330 Bl. gr. Folio, oberd. Bl. 1 — 260 alphabetisches Rechtsbuch aus dem Sachsenspiegel mit der Glosse, Schwabensp. u. sächs. Distinctionen. Goldne Bulle. Schrei- ben des Kostnitzer Concils. Gesetze K. Friedrichs. Richt- steig Landrechts in 2 Büchern in 47 u. 25 Capp. Bl. 295 u. 312. Kaiserl. Constitutionen Bl. 322—330 beg. Wie u. tcelher band teifs man sol fridhalten. Mone a. a. O. Nr. 18, Hoffmann clvii.

672. [456, 467.] Wien ebend. - 26905,früher Ambras, Cod.

J. c. icl4

Caesareus. Membr. Mitte 14. Jahrh., 100 Bl. kl. Fol., oberd. Schwäb. Landrecht in 304, Lehnrecht in 138 Capp., abgedr. in Senkenb. C. iur. G. II. 2 p. 1 sq., vgl. Vorr. § 5. Grupen obss. 474 sq., Spangenberg S. 77, 90, Finsler in den Eranien Heft 2 S. 15ff, Mone a. a. O. Nr. 6, Lafsb. 158, Hoffmann clviii.

673. [466.] Wien ebend. - 2925OQ. Pap., 15. Jahrh., 92 Bl. 4.

J. c. Zoo

Schwäbisch Landrecht in 366 Capp. und Lehnrecht. Mone a. a. O, Nr. 5, I..afsberg 169, Hoffmann clix.

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674. [465»] Wien ebend. J?* . Pap., 15. Jh., 55 BL Folio.

Schwab. Landrecht in 348, Lehnrecht in 168 Capp. A. E. Finis est eere precium toult scriptor habere Qui te furetur cum Inda dampnificetur. Register über beide Bücher« Hoffmann clx.

675. [462? 470, 485.] Wien ebend. J^L, früher Windha-

gensche Bibl. Pap., 1408, Folio. Schwab. Land- und Lehnrecht auf 86 BL, in 403 Capp. A. E. Also habent ein ende lantrecht end auch lehenrecht Sub a. d. millesimo quadringentesimo octaeo feria quinta post Letare. Gedichte. Spangenberg S. 80, Lafsberg 173, Hoffmann clxi.

676. [461, 469.] Wien ebend. p2®** . Pap., 1412, 163 BL

Folio, oberd. Schwäb. Landrecht BL 12—119. Letztes Cap. von den Unehelichen. Hie hat daz lantrecht ein.ende

--helff ens got in sein reich. Lehnrecht Bl. 120—163.

A. E. Hie hat dicz puech ain ende--daz helf ens got

mit seinen heiligen fünf wunden. A. d. millesimo quadri™0 duodecimo finitus est liber iste post seq. d. laurency hora sexta. Qui te scribebat Gregorius nomen habebat. Lafs- berg 172, Hoffmann clxii.

677. [463.] Wien ebend. .-Membr., 1423, 104 Bl. Fol.

b. 358

Schwäbisch Landrecht in 394 Capp. mit Miniaturen, Lehnrecht in 167 Capp. Recht der Wiener Neustadt. Lafsberg 165, Hoffmann clxiii.

678. [464.] Wien ebend. p^Q^Q aus Ambras. Pap., 1425,

178 BL Folio. Astronomisches. Buch der Könige. Schwab. Land- und Lehn recht. Hoffmann clxiv.

679. [459.] Wien ebend. 2822 , Pap., 1440, 137 Bl. Folio.

MX. Oö4

Schwab. Landrecht als kayser karel Rechtpuch, letzter Abschnitt eon aigen lewt. Lehnrecht. Datum dicz puchs an pfincztag nach sand Margreten xim c jar end jn dem xl kisten jar. Bl. 123 deutsche Chronik bis 1393. Datum finis des puchs do man zalt mcccc jar Freitag' nach sand Jacobs Tag u. in dem xl jar. Hoffmann clxv, Archiv X. 531, Lafsberg 161.

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680. [471.] Wien ebend. 2?2.9no. Pap., 15. Jahrh., 26t BL 4.

L. 4.108

Schwäb. Land- u. Lehnrecht als K. Karls Landrechts- buch. Et sie est finis huius libri feria sexta post marga- rette anno xl7mo. Bairisch Landrecht. Münchner Stadtrecht. Register. Judeneid. Hoffmann clxvi, Lafsberg 174.

681. [457.] Wien ebend. 29°.L, früher Ambras. 1462, 208 Bl.

J. c. 166

Fol. Schwäb. Land- u. Lehnrecht. Schilter praef. ad ius feud. Atem. § 19, Lafsberg 159, Hoffmann clxvii.

682. [468.] Wien ebend. 2849 Pap., Anf. d. 15. Jahrh.

J. c. 165

85 Bl. Folio, oberd. Bl. 1-71 Schwäb. Landrecbt, letztes Cap. von den Unehlichen. BL 72 Lehn recht unter Hye hat daz landpuch ein end keyserlichen recht, noch hebt sich darnach daz lehenpuch an. Mone a. a. O. Nr. 7, Lafs- berg 171, Hoffmann clxviii.

683. [458.] Wien ebend. p28QQ3AQ. Pap., 15. Jahrh., 154 Bl.

R. 31303

Folio, oberd. Schwäb. Landrecbt, schliefsend, .Da enn- det sich das kayserlich rechtpuech. Lehnrecht. Rudolfs Landfriede. Wiener Rechte. Archiv X. 539, Lafsberg 160, Hoffmann clxix.

684. [465.] Wien ebend. _^5J ' Pap. 14. u. 15. Jh., 44 Bl.

L. toi. 119

Folio. Bairisch Landrecht, Münchner Stadtrecht. BL45—119 schwäbisch Land- u. Lehnrecht. Lieder mit Noten. Lafsberg 167, Hoffmann clxxi.

Die Nrn. [477, 478, 479] deorü ne iudiciario, Archiv II 549 sind nicht auf deutsche Rechtsbücher zu beziehen. Nr. [460] Rep. Swandtneri I. 538, Hoffmann clxxvhi enthält keinen Schwabenspiegel, sondern ein Wiener Recht.

  • 685. [481.] Wien, Stadtarchiv. Schwabenspiegel u. Wiener

Stadtrecht in fortlaufender Zählung. Senkenberg lebh. Ge- brauch S. 17, Lafsberg 175. t686. [482.] Wien ebend. Schwabenspiegel u. Wiener Stadt- recht ebenso. Senkenberg a. a. O., Lafsberg 176. 687. [483.] Wien, Scbottenkloster (Ms. Scotorum). Pap., 1459, kl. Folio. Wiener Stadtrechte, Kaiserl. und herzogl. Grd- , nungen u. Urkunden. Schwäb. Land- u. Lehnrecht.

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Moser bibl. msp. maxime anecdotorum. Norimb. 1722. 4. p. 13-133, Lafeberg 177.

688. [484.] Wien, Annunciatenkloster. Membr. Anf. d. 15. Jh. Schwäb. Land- u. Lehnrecht, Heimburger Stadtrecht, Herzog Friedrichs Judenprivileg v. 1244. Satzungen bis auf 1351. Senkenberg Vis. § 100, 101. Lafsberg 178.

689. Wien, Bibl. der Serviten in der Vorstadt Rossau Nr. 16. Membr. 14. Jahrh. Quart. Schwäb. Land- und Lehn- recht. Gedicht von der Tischzucht. Friedrichs Juden- privileg. Heimburger Stadtrecht. Rauch scriptt. rer. Austr. 1.194 sq. Mone a. a. O. Nr. 10. Lafsberg 179.

  • t690. [486.] Vormals Wiener, Inspector zu Gerau bei Darm-

stadt. Pap., Anf. d. 15. Jahrh., 166 Bl. Folio. Schwa- benspiegel. Journ. von u. für D. 1784 Bd. 2 S. 328, Lafsberg 181.

691. P. Wigand, aus dem Besitze eines Paderborner Frei- grafen. Pap., 16. Jahrh. Vemrechtsbuch, K. Ruprechts Fragen, Arnsberger Reformation als constitutio Sigismund^ Reformation Friedrichs HI. v. 1442, Richter Jahrb. 1848 S. 27, 28.

692. Wiggert, Professor am Domgymnasium zu Magdeburg. Zwei Membranstreifen, 14. Jahrh., zweispaltig. Bruchstück eines glossirten niederd. sächs. Landrechts in Verbin- dung mit einem lat. und einem mitteld. unglossirten Landr. aus II. 61 §2, II. 62 § 1, HI. 6.

t693. Dr. Wilmans, Archivar zu Münster. Sächsische Distin- ctionen.

694. Wittingau in Böhmen, Archiv. Böhmischer Schwaben- spiegel H. Mitth. von Hanka.

695. Winterthur, Stadtbibl. Pap. 1469, kl. Folio, oberd. Der Könige Buch. Schwäb. Landrecht, 386 §§ in 2 Abth., Lehnrecht 149 §§. Hie endent sich die gesetze des,großen keysers Karlens in dem hxixjor. Lafsberg 182.

C. Wittolanus, Nr. 222.

696. [487.] Witzenhausen, Stadtarchiv (?) Pap., Ende 15. Jh. Folio, mitteld. Auf dem Einbände Landtrichter Burger u. Stadtbuch. Schwäb. Landrecht unter Hir beginnet sich das anbeginnen keis er landr echt, letztes Cap. Lafsb. $59. Witzenhäuser Satzungen. Kopp Hejgs. GVf. I. S. 57. Lafs- berg 183.

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697. [489.] Wolfenbüttel, Herzogl. Bibl. 3. 1. Ms. Aug. C. pi- cturatus. Membr. 2te Hälfte d. 14. Jahrh. Folio, mitteld. Reichsabschied v. 1235 mit der Vorr. v. d. Herren Geburt. Sächs. Land- und (als Uber quartus) Lehnrecht mit Bildern zur Seite, beide etwas lückenhaft Zepernick 3, Nietzsche 131, Spangenberg S. 8, 14, 23, 49, 50, 52, 103, 129, Kopp Bilder II. 5—8, Homeyer Ssp. IL 1 S.35 Nr. 86, Schönemann Merkw. d. Bibl. zu Wolfenbüttel 1852 Nr. 55, Sachfse in Beseler etc. Ztschr. XIV. 36 ff. Abschriften in Lübeck aus Cropps Nachlafs, in Celle s. Spangenb. 129, in Giefsen Adrian Nr. cmlxi. Vgl. Nr. 168.

698. [490.] Wolfenbüttel ebend. Extravag. A. d, früher Rath- haus in Braunschweig. Membr. 1367, 208 Bl. gr. Folio, niederd. A. E. fehlen einige Lagen. Sächs. Landrecht in 3 B. mit Glosse und Remissionen auf keyserrecht; Lehn- recht im Cap. 74 abbrechend; beide mit einzelnen Bildern. Nietzsche 132, Homeyer Ssp, H. 1 S. 36 Nr. 87, Schöne- mann Nr. 187.

699. [491.] Wolfenbüttel ebend. Cod. Iulii Ducis, früher in Helmstädt 524. Membr. Anf. d. 15. Jahrh. Quart, niederd. Sachs. Land- und Lehnrecht. Hildesheimer Dienst- recht Spangenberg S. 10, 121, 125, Bruns Beitr. z. D. R. 126 ff., Zepernick 15, Nietzsche 133, Homeyer Ssp. II. 1 S. 37 Nr. 88. Abschrift in Celle, Spangenberg 125.

700. [492.] Wolfenbüttel ebend. Gud. 4, früher Dan. Staats- rath M. Gude. Pap., 15. Jahrh., Folio, mitteld. Unter Weichbild das sächs. Landrecht in 3 B. mit Glosse, auch der Vorr. v. d. 5 Pfalzen. BibL a Marquardo Gudio congesta, Kilon. 1706, 4. p. 15 Nr. 65, Nietzsche Nr. 134.

701. Wolfenbüttel ebend. Ms. Extrav. Nr. 112. 3, ehemals Hofrath Baudis zu Braunschweig. Pap., 15. Jahrh. Folio, mitteld. Abecedarium über sächsisch Land-, Lehn- u. Weichbildreoht (135 Art), voran Aufzählung der einzelnen Artt. der Rechtsbücher; von Abt bis Wunde. Das sächs. Landrecht lateinisch. Gregors Bulle defect Mitth. v. Wasserschieben.

702. [493.] Wolfenbüttel ebend., Heimst. 421 olim 138. Pap., 15. Jahrb. niederd. Sächs. Landrecht mit der Tzersted- tischen Glosse, auch zu III. 88 —91 und der Vorr. v. d. Herren Geburt. A. E. N. g. g. verteyn hundert jar dar na

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in deme twe u. vertigesten jdre. Register folgt. Bruns Beitr. 127 ff-, Nietzsche 135, Mitth. v. Wasserschieben.

703. [494.] Wolfenbüttel ebend., Heimst. 208, im J. 1527 an das Blasienkloster zu Nordheim geschenkt. Pap., 15. Jh., Folio, niederd. von verschiedenen Händen. Alphab. Re- gister, Vorreden, Rubrikenregister. Sachs. Landrecht in 3 B. mit angehängtem neuen Register. Landrecht latei- nisch mit nachgetragenen Artt. u. a. I. 7—14. Alphab. Index auf sächs. Landrecht mit Glosse, Glosse Landrechts bis HL 92, Register folgt. Goslarsche Rechte. Bruns Beitr. 133 ff., 169—173, 346—358, Nietzsche 136, Göschen Gos- larsches Recht p. xi Nr. 7.

704. [495.] Wolfenbüttel ebend., früher Helmstädt. Membr., niederd. Theil eines Foliobogens, Bruchstück des sächs Landrechts mit Glosse I. 70, 71. Bruns Beitr. 155, Nietzsche 137.

705. [496.] Wolfenbüttel ebend., ebendaher 96. Pap-, Folio, niederd. Remissorium über den Sachsenspiegel mit Glosse. Bruns 134.

706. [497.] Wolfenbüttel ebend., ebendaher. Theil eines Mem- branbogens in Folio, 14. Jahrh., niederd. Stücke von Art 25 u. 68 des sächs. Lehnrechts. Bruns 155, 157, Ho- meyer Ssp. II. 1 S. 37 Nr. 90.

707. [498.] Wolfenbüttel ebend., ebendaher; l£ MembranbL 8.,. 14. Jahrh., niederd. Stücke der Artt 65, 66, 68, 69 des sächs. Lehnrechts. Bruns 155, 156, Hoineyer ebend. Nr. 91.

708. [499.] Wolfenbüttel ebend., ebendaher; 2 Membrbl. 4., 14. Jahrh., niederd. Stücke des sächs. Lebnrechts. Bruns 156, Homeyer ebend. Nr. 92.

709. [510.] Wolfenbüttel Ms. Aug. 1.6. 6. Pap., 1464, gr.Fol., mitteld. Sächsisch Lehnrecht mit Vorrede und Glosse. Richtsteig Lehnrechts,* für den Leipziger Apotheker Joh. König geschrieben. Homeyer ebend. Nr. 89 u. S. 375 Nr. 19.

710. [504.] Wolfenbüttel Ms. Aug. 47. 2. Pap., 15. Jahrh, Folio, mitteld. Auf 125 Bl. Sächs. Distinctionen, Re- gister voran in 7 B., Schreiber Ulricus Lowe 1446. Auf 32 Bl. Chronik der Stadt Nürnberg bis 1561. Longolius Vorrath Fach iv S. 112, Senkenberg lebh. Gebrauch S. 52, 235, OrtlorT Dist S. ix N. 10 und lxhi.

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711. [527.] Wolfenbuttel ebend. 17.20. Ms. 4. gr. 8. Theo- logische, historische u. juristische Collectionen eines Mön- ches aus S. Egidien in Braunschweig; darunter ein Inhalts- verzeichniis der Sächs. Distinctionen in 8 B. Longolius S. 113, Ortloff S. xx Note 45, ixxii u. Anh. 1.

712. [488.] Wolfenbüttel ebend. Ms. Aug. 1.15. 2. Membr., Folio, 14. Jahrh., oberd. Chronik in zwei Abth. a) von Au- gustes bis Friedrich I.; b) korouica von Päbsten u. Kö- nigen. Von andrer Hand Schwäb. Landrecht; im Anf. fehlen 58 Bl. später ein Bl. nach 63; die ersten Worte div selben untat in Lafsb. C. 42. Schlufs vnd sie hai%%ent halt von allem rechten hurchint, Lafsb. 3771. Ebert Ueberlie- ferungen Dresd. 1826 I. 45, Archiv VI. 25, X, 417, Lafs- berg 185.

713. [500.] Wolfenbüttel ebend. Ms. Aug. 1. 6.2. Pap., 139 Bl. gr. Folio, 14. Jahrh., mitteld. BL 1—40 Biblische Geschich- ten mit vorangehendem Rubrikenregister a) von der werld anevank bis Jacob u. Esau, b) de libris regum bis Judas Maccabäus. Bl. 42-112 Schwäb. Landrecht, Bl. 113 ff. Lehnrecht mit den Registern voran, in ungezählten Capp., das Landrecht schliefst wen er hat e% mit rechte verworcht Lafsb. 375 VI, das Lehnrecht von got icht gescheiden wer- den L. 159. Archiv VI. 25.

714. [501.] Wolfenbüttel ebend. Ms. Aug. 69. 7. Pap., 149 Bl. Folio, 1423, oberd. Schwäb. Land- u. Lehnrecht in 528 (Text 530) durchlaufenden Capp., wovon 378 (Text 379) für das Landrecht. Voran die tauet des lantr echten (und lehen) puchs nach der zal. A. E. Hie hat das puch ein end vnd ist geendet am nächsten Eritag (vgl. Grimm My- thol. 113) nach Dom. in der vasten a. mccoc vnd xxni iar. Kunradus Eberspeck.

715. [502.] Wolfenbüttel ebend. Ms. Aug. 44,21. Pap., 15. Jh., Folio, mitteld. Urkunden von 1436-1449 meist auf Nürn- berg bezüglich. Goldne Bulle. Mit besondrer Foliirung auf 79 BL das Schwab. Landrecht, die Capp. nur bis 113 gezählt, das letzte Lafsb. 377 IL, Lehn recht in 70 Capp.

716. Wolfenbüttei ebend. Ms. Aug. 30.1. Pap., Folio, 15. Jh. enthält u. a. das sächs. Landrecht lateinisch, schlie- fsend Et sie est finis horum iurium vulgariter speculum Saxonum nuneupatorum per me loh. dorgud s. a. nativ. dorn. 1462 tempore autumpnali in helmstede completorum.

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Lateinisches Wortregister. Bl. 252 Gregors Bull» wider

den Sachsenspiegel.

Das in [505.] ebend. Ms. Aug. 60. 3 als schwäb. Land- recht angegebene Rechtsbuch betrifft nach der dritten Rubrik Was vorsprechen ze wienn recht haben das Wiener Recht.

717. [506.] Wolfenbüttel ebend. Ms.Aug. 68.1. Pap., 15. Jh., Folio, oberd. Schwäbisch Landrecht in 369 Capp. anf 81 BL mit vorangehendem systematischen Register in 12 Theilen. Lehnrecht auf 19 BL in 84 Capp., schliefsend vrid daz vnrecht meyden daz wir daz himelreich besitzen des helff vns got.

718. [514.] Wolfenbüttel ebend. Ms. Aug. 86. Pap., 15. Jh., 100 beschriebene BL, einspaltig, mitteld. Vorne fehlt ein Blatt. Schwäb. Land- und Lehnrecht in ungezählten Capp. Die ersten Worte Riebet got billiche an im (Prooem. c). Archiv VI. 25.

719. [512, 513, 515.] Wolfenbüttel ebend. Ms. Aug. 20. 18. Pap., 1493, 79 Bl. 4. oberd. Kl. Kaiser*recht in eigen- thümlicher Ordnung. Senkenb. C. Iur. Germ. 1.1 praef. § 31, Endemann Nr. 2. Abschrift in Giefsen, s. oben Nr. 218 und in Wolfenbüttel Heimst. 51 von Bruns, Endemann Nr. 16.

720. [507.] Wolfenbüttel ebend. Ms. Aug. 26. Pap., 110 Bl. Folio, \\. Jahrh. oberd. Schwabenspiegel als kayser- lich und königlich Landt und Lehenrecht. Das Landrecht ist wie in den alten Drucken geordnet, s. oben S. 48 und schliefst mit den ...heiligen Mauern". Nach dem Schlufs- capitel des Lehnrechts, Lafsb. 156: Gottes gericht pedenck mit sorgen | Vnd rieht dem riehen als dem armen*) | Hye hatt also das puch ein endt | Got helff1 dem der es recht erkent. Nach leeren Blättern, Bl. 103—108 ein ordo iu- diciarius deutsch. BL 109, 110 der iu Ungers Richtsteig a. E. gedruckte Aufsatz; erste Rubrik Wie man dye hof verleichen so/, letzte Von mülen.

  • ) Diese Zeilen des Schlufsverses finden sich bekanntlich auch am Ende

der alten Drucke, vgl. Spangenberg S. 85, 86, 88, 89, 145, können aber nach Panzer Annalen I. 29 und Finsler Eranien 2 S. 12 Kote nicht als Kennzeichen eines Drucks aus Anthonii Sorgen Officin gelten. Man darf also aus ihnen, so wie daraus,, dafs die Ueberschrift mit dem Eingange des Titels der Aus- gaben des Schwabensp. von Hupfuff Strasburg 1505 und Meichsner stimmt, noch nicht mit Bestimmtheit schliefsen, dafs die Hdschr., wie sonst ihr Alter wohl ziüäfst, aus einem Drucke abgeschrieben sei.

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721. [511.] Wolfenbüttel ebend. Ms. Aug. 58. 5. Pap., 1537, Folio, mitteld. Purgolds Rechtsbuch. Gedicht der wetdt laujf. Spruchwörter. Achtsprocefs. Archiv VI. 26 und N.N. Die Wolfenbüttler Hdschr. Blanhenb. 127 ch. fol. ^Lant- recht anno 1558" enthält das Ostfrisische Landrecht.

  • 722. [516.J Vormals Reichshofrathspräsident v. Wurmbrand,

1434. Als E. Karls Landrechtsbuch Schwäb. Land- recht in 332, Lehnrecht in 147 §§. Text der Berger- schen Ausgabe 1726. Weichbild. Lafsberg 8, der jedoch die Hdschr. mit der Bergerscheh Nr. 22 zusammenbringt

723. Würzburg, K. Bibliothek, Cod. chart. fol. 162, ist die üffenbachsche Hdschr. oben Nr. 655. S. unten S. 176.

724. Frl. Zeisberg, aus dem Nachlasse des Bibliothekssecre- tairs Zeisberg zu Wernigerode, im J. 1472 in der Gräfl. Salmschen Familie. Pap., 15. Jh., Folio, 12 Lagen mitteld. Schwäb. Landrecht in 302 (Reg. 301) Artt, letzter Lafsb. C. 3771 ; Lehnrecht in 150 Artt, letzter Lafsb. 158. Register voran. Mitth. v. Rudorff.

725. Frl. Zeisberg. Pap., 15. Jahrh., Folio, niederd. Sächs. Landrecht mit der Glosse bis III. 87. Register folgt mit dem Schlüsse hir endeget seh dat register der capitele der dryer hoke des lantrechtes. Mitth. v. Rudorff.

726. Frl. Zeisberg, früher Rathsbibl. zu Salzdetfurt. Pap.? 15. Jahrh., Folio, niederd. Systematisches sächsisches Landrecht in 3 Büchern, einspaltig, voran die rhythm. Vorr. Got hevet de süssen. Die 3 letzten Rubriken des 3ten Buches enthalten „der Herren Geburt"4 und zwei Ju- deneide. Von andrer Hand zweispaltig das Sächs. Lehn- recht in 86 (Reg. 87) Capp., 1416 geschrieben. Johann v. Bräck Uebersetzung des Egidius Bituricensis. Homeyer Ssp. IL 1 S. 38 Nr. 93 nach Mitth. v. Rudorff.

727. [406.] Frl, Zeisberg, früher Rathhaus zu Weifsensee, dann Lauhn u. Senft-Pilsach. Pap., 1429, Quart, einsp. mitteld. Sachs. Distinctionen in 7 B. A. E. Hunc librum scripsit loh. et Bertram de Gotha Notarius Opidi Wissensee et com- plevit s. a. d. mill. quadring. vices. nono feria quinta post diem scti Viti. Sint Rosen u. blumelin mancherleye süsser vogelin geschrey had med yme gefurt der mey So muste ich mir umb andere vroyde umeschauwen schauwen. Re- gister. A. E. Munera da summis So wert schleckt daz, da

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krumm ist. Muuera si non daz So wert krum daz da schlecht waz. Lauhn ep. ad Kobium S. 7, Verz. der Senftschen Bibl. Nr. 5246. Mitth. v. Rudorff. Abschrift in Gielgen, s. oben Nr. 220.

t728. Zeiz, Gymnasialbibl. 53. Sächsisch Landrecht latei- nisch in 3 B. Archiv VIH. 705.

729. [517.] Zittau, Stadtarchiv. Holzdeckel mit rothem Leder und Buckeln; 95 Bl. Membr., 13 Bl. Pap., Folio, 14. Jh., mitteld. Register auf 11 Bl. Schwäb. Landrecht unter Daz ist das lantrechtbuch in 378 kurz rubricirten und ge- zählten Capp., Lehnrecht als lehenbuch in 152 Capp. A. E. • Epmannus Nycolai de sachenkirche completus est liber in divisione apforum. Archiv V. 537. (In Kneschke Gesch. der Rathsbibl. etc. 1811 irrig als Sachsenspiegel " angegeben).

t730. [518.] Znaym, Rathhaus, 1493 im Besitz des Notars Stephan daselbst. Pap., Folio. Leges Meydeburgenses. Hor- mayr Archiv, 1825 S. 12.

731. [519.] Zurch, juristische Bibl. Membr. tf. Jahrh., 106 Bl. kl. Folio, oberd. Schwäb. Land- u. Lehnrecht, in 364 und 155 Abschnitten ohne Register. Auf den letzten 3 Sp. sechs Gedichte. Bei der Lafsbergschen Ausgabe mitbenutzt, s. Vorr. S. ix. Wackernagels Cod. Z. Finsler Eranien II S. 38—66, Lafsberg 196.

732. Zürch, Bibl. der Wasserkirche lit. G Pap., 15. Jahrh., 277 Bl. kl. 4. Schwäb. Landrecht in 366, Lehnrecht in 128 §§. Wackernagels Cod. z. Lafsberg 197.

733. [520.] Zwickau, Rathsarchiv. Membr., 14. Jahrh., 107Bl. gr. Folio, mitteld. Urkunden (s. Archiv XI. 467 ff.). Bl. 18 Stadtrecht mit Bildern in 5 Abth. 1348 begonnen, deren dritte Bl. 41 in 105 Artt fast ganz aus dem sächsischen Landrecht und Weichbild schöpft. Bl. 73-79 theil- weise mit neuern Rathsschlüssen beschrieben. BL 80 ff. Sächs. Lehnrecht in 178 Abschn. Bl. 101 Vorr. v. der Herren Geburt, welche in die rhythmische Vorr. übergeht Bl. 105ff. neuere Notizen. Homeyer Ssp. II. 1 S.640 Nr.94; Herzog in Gautsch Archiv für sächs. Geschichte. 2. 86; Archiv a. a. O. [167] 167

734. Zwickau ebend. H. VHL 28. Pap., 15. Jh., Folio, mitteld. Reformation Friedrichs HI. Die rechte Weise des Lehn- rechts. Schreiben des Basler Concils. Remissorium über sächs. Land- Lehn- u. Weichbildrecht Nu man gemeyn- lickin etc. Klageformeln. Finiei hoc in domo mei com- patris d. Jon. Konigis apotecarii et civis in Liptzk a. d. 1464 feria quarta p. f. scti Lamperti. Ardnv VIII. 710, Homeyer Ssp. II. 1 S. 398.

735. Zwickau ebend. XIII. II. 6. Pap., 1432, Folio, niederd. lncipit prologus. Vorrede oeer den $ lotet des sesschen lantrechtes. Vorreden zum Ssp. Erste Rubrik: Abbet dat dy biscoppe u. dy ebbede etc. Archiv VIII. 710.

736. [523.] Zwickau, Rathsarchiv. Pap., 1472, gr.Folio, mitteld. Sächs. Landrecht in 3 Büchern mit der Glosse, auch der Vorr. v. d. 5 Pfalzen. Weitläuftige Register vor jedem Buche; die Artt. gezählt, ohne Rubriken. Finitum et scrip- tum a. d. milles. quadring. septuag. secundo sabb. proximo p. octavas corporis christi. N. N., Archiv XI. 467 N. 2.

737. [521.] Zwickau ebend. (?), mitteld. Magdeburger Urthei. Das erste unter: Was dy frouwe von rittersart eon gerade ... noch obres mannis tode folget. Das letzte Ein man hyfs den andern er wer ein dyp. Abschrift aus Nietzsches Nachlafs in meinem Besitz.

738. [522.] Zwickau ebend. (?). Magdeburger Fragen. Des- gleichen.

  • 739. [524.] Sächsische Distinctionen u. d. T. Distinctiones

Culmenses in 6 B., das sechste vom Lehnrecht, Wahl des Königs, wer Lehnrechts darben solle, (vgl. Homeyer Ssp. II. 1 S. 101—103). Hanow Vorr. z. Culmschen Rechte §49 Note 6, mit Berufung auf Schröders Collect, de iure Culm. (vgl. § 42). Vielleicht Nr. 362.

  • 740. [525.] Neun Bücher sächs. Distinctionen u. d. T.

Landrecht. Hanow a. a. O. § 45 N. b. [526.] Schlüssel Landrechts s. Nr. 99. [527.] Sächs. Dist. in 8 B. s. Nr. 711.

  • 741. Handschrift des Sächs. Landrechts mit der Glosse, aus

welcher die letzte Zobelsche Ausgabe von J614 ihren nie- dersächsischen Text genommen hat. Nach den Bemerkungen des Herausgebers über dieses „alte sächsische Manuscript"

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und dem daraus mitgetheilten Register zahlt Buch I. mit .fobegi.-..ff der Vorreden 67, B.II 70, B.HL 84 Artikel. Die Glosse hört jedoch schon mit IH. 73 (gleich 111.81 §2? 82 § 1 der Vulgata) auf, worauf hir endet sik de tat de der glosen brühet al u. als Art. 74—84 die Artt 82 § 2 bis A. 91 der Vulgata, welchem letzteren noch HI. 51 des lammes losinge angehängt ist Sodann 8 unglossirte Artt. (I. 7—14) und die Vorrede v. d. Herren Geburt Das Register be- zeichnet als Inhalt von Buch I. Van erve to nemende, II. Van vredebrahe, HI. Van gerichte, giebt Anfänge und Summarien der Artt und auch Summarien der Glosse. Vgl. Homeyer Ssp. I. S. xxvi Nr. 15. [169] Zahlen - Uebersicht der in den Handschriften enthaltenen Quellen.

(Fr. bezdchnet Fragment.)

I. Rechtsbücher.

Sächsisches Landrecht, 73mal glossirt in Nr. 8, 25, 26, 33, 37, 43, 47, 53, 56, 62»- (Fr.), 80, 82, 83, 154, 162, 163, 171, 209, 213, 216, 217, 250, 260, 261, 268, 269, 270, 275, 292, 295, 301, 304, 333, 346, 363, 377, 378, 395, 406, 420, 421, 422, 434, 435, 436, 443, 473, 493, 494, 574, 577, 579, 594, 605, 611 (Fr.), 612 (Fr.), 614 (Fr.), 616, 617, 623, 626, 632, 658, 660, 668, 692 (Fr.), 700, 702, 703, 704 (Fr.), 725, 736, 741; unglossirt 91 mal in Nr. 11, 24, 34, 50, 55 (Fr.), 60, 63, 75, 79, 85, 89, 90, 91, 112, 115 05r.), 119, 121, 131, 134, 146, 147, 150, 152 (Fr.), 164, 165, 168, 175, 189, 193 (Fr.), 202, 214, 215, 218, 219, 247 (Fr.), 248, 279, 288, 293, 299, 302, 303, 308, 312, 314, 337 (Fr.), 338 (Fr.), 342 (Fr.), 347, 356, 359 (Fr.), 368, 369, 374, 375, 376, 393, 394, 432, 433, 441, 442, 445, 448, 451, 495, 496, 521, 522, 525, 575, 576, 590, 593, 595, 597 (Fr.), 606, 608, 610, 613 (Fr.), 624, 639, 659, 662, 664, 667, 697, 698, 699, 70Z, 726. Dazu unter der allgemeinen Bezeichnung Sachsenspiegel 3mal glossirt in Nr. 4, 289, 290; unglossirt 21 mal in Nr. 3, 70, 177, 276, 277, 355, 392, 419, 428 (Fr.), 431, 438, 504 - 507 (Fr.), 533, 535, 583, 585, 604. Totalsumme Hundertacht und Achtzig, unter denen 22 Fragmente, 5 systematische (Nr. 302, 368, 369, 639, 726); 4 eigentliche Bilderhandschriften (168, 312, 658, 697); 86 in niederdeutscher, 68 in mitteldeutscher, 4 (Nr. 216, 594, 668, 697) in oberdeutscher Mundart.

Die Glosse zum Landrecht, aufser in den angeführten 72 + 3 Glossenhdss. noch für sich ohne den Text 15 mal in Nr. 30,

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34, 35, 42, 64 (Fr.), 84, 148, 256, 280, 287, 313, 347, 396, 496, 703, im Ganze» 90mal. Die lateinische Glosse in Nr. 30, 83. Der Glossenprolog 5mal in Nr. 8, 25, 122, 154, 395.

Das Breslaner Landrecht 4 mal in Nr. 95(?), 98,100,101.

Das Stück vom Mustheil 8mal in Nr. 262, 301, 369, 442, 494, 511, 584, 607.

Die Regeln von der Sippzahl in Nr. 61, 171, 271 (?), 332, 333, 384, 385.

Das sächsische Lehnrecht 23 mal glossirt in Nr. 6, 23, 86, 125, 159, 197, 272, 285, 332, 379, 386, 388, 397, 402, 407, 408, 436, 473, 510, 577, 587, 646, 709; unglossirt 80mal in Nr. 8, 24, 33, 34, 48, 53, 62m- (Fr.), 79, 83, 85, 91, 98,119, 121, 131, 147, 165, 168, 202, 210, 213, 214, 215, 219, 248, 269, 279, 280, 288, 299, 303, 304, 305 (Fr.), 312, 314, 341 (Fr.), 346, 347, 356, 368, 369, 374, 393, 394, 395, 413, 421, 425, 426, 433, 434, 441, 442, 448, 493, 495, 496, 497, 521, 522, 525, 575, 576, 590, 593, 605, 608, 616, 623, 639, 659, 662, 697, 698, 699, 706 (Fr.), 707 (Fr.), 708 (Fr.), 726, 733; zusammen Hundert und drei mal, wozu vielleicht noch die 24 mit „Sach- senspiegel* bezeichneten Nummern, welche auch das Lehnrecht enthalten können. Unter jenen 103 Nummern 44 in nieder- deutscher, 57 in mitteldeutscher Mundart, 2 (219, 522) unbestimmt.

Das Stück von der Beweisung in Nr. 83.

Die Glosse zum Lehnrecht für sich in den Nr. 170, 297, 346, 620, 621, mit den genannten 23 glossirten Texten zusammen 28 mal, und möglicherweise in den 3 Hdss. des glossirten Sach- senspiegels.

Das Görlitzer Rechtsbuch in Nr. 252.

Das lateinische Landrecht und zwar die versio vulgata 18 mal in Nr. 33, 34, 47, 61, 83, 122, 250, 275, 307, 346, 347, 397, 398, 406, 596, 701, 703, 728; die versio VratisL 3 mal in Nr. 85, 131, 133; die versio Sandomir. 3 mal in Nr. 91, 149, 249.

Das lateinische Lehnrecht 3 mal in Nr. 85. 131, 149.

Der Auetor de benefieiis 3 mal in Nr. 188, 196, 329.

Der Richtsteig Landrechts 76 mal in Nr. 8, 24, 26, 31, 34, 46, 51, 53, 63 (Fr.), 65, 76, 83, 91, 96, 126, 128, 145, 147, 162, 163, 186, 202, 210, 213, 214, 215, 221, 231, 246, 250, 262, 267, 273, 275, 284, 288, 299, 300, 346, 363, 368, 382, 387, 388, 394, 403, 406, 421, 432, 434, 441, 442, 443, 448, 449y 470, 473, 494, 495, 496, 511, 520, 525, 527 (Fr.), 573, 576, 578, 584, 587, 607, 607, 608, 631, 639, 656, 662, 671.

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Der Richtsteig Lehnrechts 20mal in Nr. 23, 65, 83, 87, 118, 125, 159, 162, 221, 269, 285, 346, 379, 397, 402, 434, 473, 511, 596, 709.

Cautela und Premis 6 mal in Nr. 162, 273, 346, 382, 397, 434, und Cautela allein noch in Nr. 525.

Gerichtsformeln in den Nrn. 61, 65, 100, 485in-

Die Weise des Lehnrechts in den Nrn. 87, 620, 734.

Die Blume des Sachsenspiegels 8mal in Nr. 28, 38, 62 (Ft.), 88, 92, 253, 499, 509. Die Blume des Magdebur- ger Rechts in Nr. 251.

Vemgerichtsbücher in Nr. 10, 512, 526, 527, 691.

Die Informatio ex speculo Saxonum in Nr. 527, 625.

Magdeburger Schöffenrechte 12 mal in Nr. 60, 90, 107, 121, 138, 210, 308, 309, 501, 538, 569 (böhmisch), 609.

Deutsches Weichbild, glossirt 19 mal in Nr. 5, 32, 47, 153, 159, 162, 197, 223, 224, 250, 251, 263, 332, 383, 402, 407, 436, 577, 627; unglossirt 49 mal in Nr. 24, 34, 52, 63, 74(?), 83, 85, 86, 91, 121, 131, 134, 143, 147, 154, 202, 219, 222, 226, 248, 275, 279, 288, 303, 305 (Fr.), 308, 324, 345, 346, 347, 394, 397, 429, 434, 443, 448, 522(?), 523(?), 524(?), 525, 532(?), 576, 578, 589, 608, 618, 662, 664, 667, 730(?); zusammen Acht und sechszig mal.

Lateinisches Weichbild in Nr. 91, 149, 219, 249; Böh- misches in Nr. 567.

Systematisches Schöffenrecht 8 mal in Nr. 94, 98, 102, 129, 137, 180, 430, 539.

Magdeburger Fragen 9 mal in Nr. 140 (lat.), 182, 258, 358, 366, 382, 384, 385, 738.

Schöffensprüche 36 mal in Nr. 29, 30, 31, 60, 85, 91, 93, 101, 107, 113, 132, 133, 138, 139, 144, 149 (lateinisch), 155, 156, 161, 164, 172, 259, 269, 361, 378, 382, 383, 400, 404, 416, 443, 483, 500, 503, 608, 737.

Das Buch der Distinctionen (vermehrter Sachsenspiegel) deutsch 52 mal in Nr. 31, 45, 58, 67, 73, 91, 96, 105, 132, 136, 157, 161, 164, 166, 169, 182, 183, 201, 212, 220, 257, 273, 284, 286, 300, 339, 347, 361, 362, 382, 384, 385, 386, 387, 401, 405, 417, 502, 534, 537, 540, 564, 565, 578, 588, 619, 670, 693, 710,-711, 727, 739; böhmisch 8 mal in Nr. 212, 357, 549 (?), 555, 560, 561, 562, 563; als Elbinger Rechts- buch in Nr. 181.

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Das Lehnrecht in Distinctionen 4 mal in Nr. 141, 142, 169, 362.

Das Eisenacher Rechtsbuch in Nr. 117. Purgolds Rechtsbuch in Nr. 179, 657, 721. Die Distinctionen in IX Büchern 4 mal in Nr. 334, 360»-, 365, 740.

Wurms Stadtrechtsbuch in Nr. 27, 409, 664"1- Das Mährische Stadtrechtsbuch in Nr. 68, 69, 568. Das schwäbische Landrecht deutsch 198 mal in Nr. 8, 12, 13, 15 — 21, 36, 39, 41, 44 (Fr.), 48, 54, 57, 59, 87, 97, 107, 109, 110, 114, 116, 127, 138, 158, 167, 176, 178, 184, 191, 192, 194 (Fr.), 199, 200, 203, 205-208, 229, 230, 232—236 (doppelt), 237—241, 244, 245, 255, 262, 264 — 267, 281, 282, 282»-, 283, 296, 298, 314, 316 — 319, 321, 322, 324-328, 330, 332, 335, 336, 344, 348, 351—354, 364, 370, 373, 381, 391, 408, 411, 412, 414, 423, 439, 446, 447, 453, 456—463, 465—467, 469, 471, 472, 474—482, 484—486, 490, 491, 494, 513, 514, 516, 517, 528 — 531, 573, 576, 582, 591, 599, 631, 633—638, 641—645, 647—650, 652, 654, 655, 661, 666, 672-684, 687—689, 695, 696, 712--715, 717, 718, 720, 722, 724, 729, 731, 732, und noch unter der Bezeichnung Schwa- benspiegel oder Kaiserlich Recht 24 mal in Nr. 1, 2, 22, 111, 135, 174, 187, 190, 195, 211, 274, 310, 350, 372, 410, 450, 515, 570, 571, 631, 640, 685, 686, 690, zusammen Zweihundert zwei und zwanzig mal, worunter Nr. 8, 135, 262, 264, 314, 344, 423, 456, 494, 576, 591, 666 niederdeutsch, die übrigen mittel- oder oberdeutsch.

Das schwäbische Lehnrecht 178 mal in Nr. 12, 15—21, 39, 41, 48, 54, 57, 59, 97, 109, 110, 114, 116, 158, 176, 178, 184, 186, 191, 192, 199, 200, 206 — 208, 229, 230, 232—236 (doppelt), 237—240, 244, 245, 262, 264—267, 281, 282, 282m-, 283, 296, 298, 314, 317—319, 321 — 323, 325 — 328, 330, 335, 343 (Fr.), 344, 348, 351—354, 364, 370, 373, 381, 391, 414, 415, 423, 425, 439, 442, 444, 446, 447, 453, 456 — 461, 463, 465—467, 469, 471, 474—482, 484—486, 490, 491, 508 (Fr.), 514, 516, 517, 528-531, 581, 582, 591, 592 (Fr.), 599, 633, 634 (Fr.), 635—638, 641—645 (Fr.), 647-650, 653—655, 661, 666, 672—684, 687—689, 695, 713—715, 717, 718, 720, 722, 724, 729, 731, 732, worunter die Nr. 262, 264, 314, 343, 344, 423, 442, 456, 591, 666 niederdeutsch; aufserdem wahrscheinlich

Digitized by [173] noch 24 mal unter jener allgemeinern Bezeichnung Schwabenspiegel etc.

Das schwäbische Land- und Lehnrecht französisch in Nr. 66, lateinisch in Nr. 487, 488, 489.

Der böhmische Schwabenspiegel in Nr. 360, 519, 536, insbesondre des Landrechts erstes Buch 7 mal in Nr. 544, 546, 550, 551, 554, 556, 557, zweites Buch 13 mal in Nr. 541, 542, 543, 545, 547, 550, 551, 552, 553, 554, 558, 559, 694, das Lehnrecht in Nr. 212(?), 550, 553.

Das kleine Kaiserrecht 38mal in Nr. 9, 71, 72, 73, 109, 128, 151, 173, 177, 204, 214, 218, 237, 242, 243, 246, 271, 291, 294, 308, 331, 349, 367, 381, 423, 455, 494, 495, 498, 511, 518, 591, 593, 598, 603, 719, 720, 723.

Ruprechts Rechtsbuch 6 mal in Nr. 49, 371m, 464, 468, 472, 492.

Schlüssel zum Landrecht 15 mal in Nr. 14, 99, 227, 254, 278, 311, 340, 424, 576, 602, 607, 628, 629, 701, 735; andre alphabetische Arbeiten über die Rechtsbücher 53 mal in Nr. 7, 31, 77, 78, 81, 84, 103, 104, 119, 123, 124, 130, 145, 160, 185, 213, 228, 231, 275, 293, 306(4mal), 320, 371, 388(2mal), 389, 390, 399, 427, 434, 435, 437,440(?), 443, 452, 470, 510, 511, 548, 572, 580, 586, 601, 615, 622, 665, 669, 671, 705, 734.

Regelsammlungen 9 mal in Nr. 40, 102, 144, 149 (lat.), 225, 269, 566, 578, 651.

Unbestimmte Rechtsbücher in Nr. 106 Sachsenrecht, 108 leges Magdeburgenses, 414 sächsische Rechte, 418 Kaiserrecht, 532 ius Magdeb. polnisch, 600 ms. iuridicum saxonice scriptum.

Zusammen 1273 einzelne Rechtsbücher in 746 Handschriften, indem zu den bis 741 gezählten noch die Nr. 62m., 282m., 360m., 371m., 485m., 664m. hinzutreten, andrerseits Nr. 655 u. 723 zu- sammenfallen.

II.

Von geschichtlichen Beiwerken zu den Deutschen Rechtsbüchern findet sich das Buch der Könige alter E (biblische Geschichten, Patriarchenrecht) oder neuer E zum Schwabenspiegel 36 mal in Nr. 16, 19, 20, 97, 110, 127, 191, 192, 199, 200, 207, 317, 318, 322, 326, 327, 330, 335, 364, 370, 372, 391, 458, 465, 466, 474, 477, 484, 513, 582, 633, 634, 635, 649, 678, 695; die Chronik vor dem Weichbildrecht 23 mal in Nr. 34, 107, 138, 143, 147, 197, 248, 250, 288, 308, 324, 332, 394, 402, 407, 413, 501, 525, 576, 578, 608, 627, 667. [174] Zeilenumbruch für die Labeled Section Transclusion

Von sonstigen Rechtsquellen kommen vor, ein deutscher ordo iudiciarius in Nr. 320, 720; der Belial in Nr. 245, 283, 328, 330, 372, 460, 474, 644, 723; Kaisergesetze in Nr. 16, 39, 57, 59, 118, 145, 158, 165, 168, 229, 231, 239, 244, 283, 298, 319, 324, 410, 454, 470, 474, 477, 478, 480, 484, 517, 643, 671, 697, insbesondre die Constitutionen Albrechts in Nr. 28, 47, 250, 403, 407, 417, 509, die goldne Bulle in Nr. 16, 17, 73, 145, 195, 244, 271, 319, 414, 462, 470, 474, 478, 577, 635, 643, 644, 671, 715; Vemgerichtsordnungen in Nr. 237, 455, 512, 520, 527, 691. Die Bulle Gregors wider den Sachsenspiegel in Nr. 83, 91, 96, 219, 307, 346, 427, 596, 701. Das baierische Landrecht oder K. Ludwigs Rechtsbuch in Nr. 49, 244, 245, 371m-, 414, 459, 460, 479, 485, 595, 680, 684. Das östereichische Landrecht in Nr. 310, die Eichstädtische Gerichtsordnung in Nr. 470, das Nassau-Saarbrücker Landrecht in Nr. 177. Juden Verordnungen in Nr. 147, 162, 397, 688, 689, 716; das Magdeburgische Dienstrecht in Nr. 24, 50, 83, 147, 275, 280, 288, 303, 346, 347, 356, 393, 394, 395, 423, 432, 441, 473, 525; das Hildesheimer Dienstrecht in Nr. 423, 699.

Von Stadtrechten das von Augsburg in Nr. 229, 490, 654, von Bamberg in Nr. 280, von Brünn in Nr 107, von Cölln in Nr. 128, 173r 246, die Culmer Handfeste in Nr. 121, 138, 139, 143, 182, 366, 667, das Recht von Culm in Nr. 60, 67, 361, 366, von Danzig in Nr. 366, von Dinkelsbühl in Nr. 645, von Dortmund in Nr. 177, von Eisenach in Nr. 657, von Freisingen in Nr. 462, 464, 468, von Goslar in Nr. 177, 301, 331, 703, von Hamburg in Nr. 469, 688, 689, von Iglau in Nr. 68, 107, 138, 324, 568, von Königsberg i. Pr. in Nr. 366, von Leobschutz in Nr. 405, von Lübeck in Nr. 85, 131, 584, von Lüneburg in Nr. 456, 656, das Magdeburg-Breslauer Recht in Nr. 85,164, das Magdeburg-Hallische in Nr. 89, 161, 609, das Magdeburg-Löwenberger in Nr. 413, das Magdeburg-Schweidnitzer in Nr. 608, das Recht von München in Nr. 459, 485, 680, 684, von Naumburg in Nr. 501, 503, von Olmütz in Nr. 524, von Orlamünde in Nr. 279, von Plauen in Nr. 537, von Prag in Nr. 558, 559, 568, von Riga in Nr. 584, von Salzburg in Nr. 595, von Salzwedel in Nr. 596, von Schweidnitz in Nr. 609, von Strasburg in Nr. 581, 637, von Wasserburg in Nr. 460, von Wien in Nr. 39, 239, 469, 570, 571, 683, 685, 686, 687, 716, der Wiener Neustadt in Nr. 479, 677, von Zwickau in Nr. 733. Die Willkühr von der Gerade in Nr. 525. Unbestimmte Stadtrechte in Nr. 237, 282.

[175]
Zusätze und Verbesserungen.

Von den Nummern des frühern Verzeichnisses v. J. 1836 sind weggelassen:

die Nrn. 87, 142, 215, 216, 217, 303, 305, 307, 312, 319, 321, 322, 323, 324, 343, 347, 397, 472, 473, 474, 475, 476, 508, 509 als das Rechtsbuch K. Ludwigs enthaltend; die Nrn. 88, 166, 298, 407, 416 als nicht vorhanden; die Nrn. 50, 118, 119, 230, 306, 387, 388 als auf zu unbestimmte Angaben beruhend;

die Nrn. 351, 370,460,477,478, 479, 503, 505, weil sie gedruckte Rechtsbücher oder den Rechtsbüchern fremde Quellen enthalten.

Es haben sich als identisch erwiesen die alten Nrn. 23 und 353; 27 u. 446; 54 u. 526,- 74 u. 75; 81 u. 340; 144 u. 424; 160 u. 167; 163 u. 164; 170 u. 159, 160, 162; 184 u. 188; 221 u. 239; 295 u. 298; 413—415, 417-221 mit den bei Nr. 621 bezeichneten Hdss.; 428 u. 430; 432 u. 435; 452 u. 455; 456 u. 467; 461 u. 469; 462, 470 u. 485.

Zu den alten Nummern, welche jetzt ihre Stelle verändert haben, treten noch hinzu: [65] jetzt 170; [81] 326; [240] 325; [298] 442; [304] 56; [340] 326.

Zu S. 9 Nr. g und S. 32 Z. 3 v. u. Von den Regeln der Sippzahl finden sich a. E. der gedruckten Magdeburger Fragen unter den Verwandschaftsberechnungen: die 4te und 5te der zuerst genannten Regeln, die 5te der Regeln von den glyden, und die 9 ersten von den Absätzen am Schlusse.

Zu S. 19 von den Gerichtsformeln. Die unter b) genannten finden sich auch in der Münchner Nr. 485IB< und werden dort dem Theodorich v. Bocksdorf zugeschrieben, wozu auch passt, dafs die meisten Beispiele aus Leipzig genommen sind.

Zu S. 43 unter 2 b. Gleichwie Nr. 107 verfährt die Danziger, auch sonst im Inhalt mit jener stimmende Nr. 138. Die in beiden Hdss. zunächst ausgelassenen und später besonders gestellten Capp. des schwäb. Landrechts entsprechen dem im Schwabenspiegel zwischen Ssp. IL 12 u. 13 aus Ssp. IH 52 ff. eingescho- benen Stück, s. S. 40, aber umfassen es doch nur bis Ssp. III. 68. Der Grund des Verfahrens in Nr. 107 u. 138 scheint hienach nicht sowohl in dem Inhalte des ausgelassenen Stückes, welches vom öffentlichen Rechte handelt, als in der Absicht zu liegen, [176] die nahe verwandten Gegenstände von Ssp. II. 12 und III. 69, oder Schwabensp. C. 114 und 145 zusammenzubringen. S. 50 Z. 6 v. u. lies S. 46 st. S. 45.

S. 54 zu B. Die nunmehr in der Würzburger Nr. 723 wieder aufgefundene und mir von dem Herrn Oberbibliothekar Ruland gefälligst zur Einsicht mitgetheilte Uffenbachsche Hdschr. Nr. 655 enthält statt eines besondern aus dem Schwabenspiegel entnommenen Rechtsgangbuches, wie v. d. Lahr es beschrieb, das erste Buch des kleinen Kaiserrechts. Damit fällt auch jeder Grund, in dem Processus iudiciarius der Nr. 573 etwas anders als entweder den gewöhnlichen Richtsteig oder ein fremdrechtliches Rechtsbuch zu vermuthen, hinweg, und ist sonach überhaupt ein schwäbisches Rechtsgangbuch aufzugeben.

S. 55 Z. 9 v. u. lies 371m st. 731m.

S. 70 ist bei den Nrn. 50 u. 52 als eingeklammerte Nr. zu setzen 88a statt 88.

S. 86 in Nr. 171 Z. 5 lies Sonnabend st Sonntag, wonach der Tag dem Datum in der Zwillingshandschrift Nr. 333 ganz entspricht Solche Zwillingshdss. scheinen auch in Nr. 31 u. 284; Nr. 168 u. 697; Nr. 594 u. 668 vorzuliegen.

S. 108 Z. 2 v. u. lies Lüzelnheineri.

S. 165. Die Nr. 723, identisch mit Nr. 655; enthält nach den beiden Würzburger Reformationen der geistlichen und der Zentgerichte, Bl. [...] — 35 die Register der folgenden drei Bücher; 1) Bl. 36 — 47 das kl. Kaiserrecht Buch 1 ohne die Vorrede mit Eyn igliche mensche beginnend; 2) Bl. 47 — 153 das schwäbische Landrecht; 3) Bl. 153 — 157 das Lehnrecht; alle dreie mit ungezählten und meist nicht rubricirten Capp.; Bl. 187v das Datum 1480 (s. Nr. 655); Bl. 192 — 266 den Belial, geschrieben a. d. m° cccc° lxxx° secundo in vigilia epiphanie dm. etc.

Gedruckt bei A. W. Schade in Berlin, Grünstr. 18.

[Bearbeiten] Anmerkungen der Vorlage

  1. Brand v. Tzerstedt 1442 will seine Eintheilung in 71, 72, 92 Artt. na den oldesten u. gemenesten talen wisen gemacht haben, Spangenberg S. 113. Das von Theodorich v. Bocksdorf im J. 1449 zu Altenzelle geendigte Repertorium giebt im Eingange die Zahlen 71, 72, 91 nach laut des rechten textes im latein geschriben an s. unten III. C. 7, und der Schreiber der N. 104 von 1468 bemerkt, Bocksdorf habe die Anfange der einzelnen Artikel im Eingange des Werks juxta veram quotam ex Bulla latina imperiali quotata gesetzt. Also auch hier wie im rhythmischen Glossenprolog V. 219 ff. die Sage von der Existenz eines kaiserlich beglaubigten lateinischen Exemplars des Ssp.
  2. Neptunius halte ich für eine der zahlreichen Benennungen der Kobolde, Hausgeister. Wichtelmänner etc. (s. Grimm D. Mythologie 2te Aufl. 408 ff, 465), nach Gervasius Tilberiensis lib. 3 de otiis imperial, c. 63: Anglia daemones quosdam habet - - quos Galli Nep tunos, Angli Portunos nominant. Illis insitum est, quod simplicitatem fortunatorum colonorum amplectuntur, cum nocturnas propter domesticas agunt vigilias etc. Hat nun der Uebersetzer ein solches Wesen mit dem räthselhaften altvil gemeint, so bleibt dabei noch die Frage, ob ihm nur das Zwerghafte, wie den andern Uebersetzungen in dem nanus, oder auch das Dämonische vorschwebte.
  3. Stüve, Landgemeinden S. 109 N. 1 erwähnt dessen schon. Seiner Güte verdanke ich auch die Benutzung des Osnabrücker Textes nach einer Abschrift
  4. Für einzelne Monumente ist das eigentliche Sachverhältniss zweifelhaft, so einerseits für das M.-Görlitzer Recht, Mühler RH. 8, und das M.-Schweidnitzer Recht in Nr. 608, welche ich nicht aufgenommen, andrerseits für das in Nr. 609 enthaltene M. Recht, vgl. Gaupp Schles. Landr. S. 219, Wilda Rhein. Mos. VII. S.328, welches ich zu den Rechtsbüchern gezählt habe.
  5. Nr. 121 hat Art. 1 — 5, dann Ssp. III. 76, 76 § 12, dann Art. 6 — 18, 20 — 25, 27; Nr. 308 hat Art. 6 — 18; Nr. 83 hat Art. 6 — 22, 24, 25, 27; Nr. 85 hat 17, 18, 6 — 15. Innere Gründe für dies Erwachsen s. bei Wilda a. a. O. S. 336 ff.


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