Eifersucht und Stolz

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Textdaten
Autor: Wilhelm Müller
Titel: Eifersucht und Stolz
Untertitel:
aus: Gedichte von Wilhelm Müller. Vollständige kritische Ausgabe.
S. 15
Herausgeber: James Taft Hatfield
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1906
Verlag: B. Behr
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Erscheinungsort: Berlin
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Scans auf Commons
Kurzbeschreibung:
Vertont von Franz Schubert.
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Eifersucht und Stolz.


Wohin so schnell, so kraus, so wild, mein lieber Bach?
Eilst du voll Zorn dem frechen Bruder Jäger nach?
Kehr’ um, kehr’ um, und schilt erst deine Müllerin
Für ihren leichten, losen, kleinen Flattersinn.

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Sahst du sie gestern Abend nicht am Thore stehn,

Mit langem Halse nach der großen Straße sehn?
Wenn von dem Fang der Jäger lustig zieht nach Haus,
Da steckt kein sittsam Kind den Kopf zum Fenster ’naus.
Geh’, Bächlein, hin und sag’ ihr das, doch sag’ ihr nicht,

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Hörst du, kein Wort, von meinem traurigen Gesicht;

Sag’ ihr: Er schnitzt bei mir sich eine Pfeif’ aus Rohr,
Und bläst den Kindern schöne Tänz’ und Lieder vor.

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