Elegie aus dem Romaischen
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Elegie.
Aus dem Romaischen.
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Hier klag’ ich so tief, o Geliebte,Vernimm dies Geständniß von mir, Dir schmeichlend singt es der Betrübte, 10
Giebt Düfte, und Früchte dem Baum,So blitzt durch ihr Aug’, ihre Wangen, 15
Bringt mir Schierling, mein Mädchen ist untreu,Dies Kraut duftet süßer als Rosen. 20
Wird es süß meinem Herzen nur seyn.Zu grausam! Es sehn meine Lieder: 25
Wie der Held, der zum Kampfe sich nahet,Im voraus des Eroberns gewiß, 30
Vom Schmerz, den ein Lächeln schon heilt?Lohnt mich, die du einst mir gebotest, 35
Und Flora will hier nicht mehr kosen,Denn um dich ist sie mit mir betrübt. Dr. E. I. L. Iken.
[110] Anmerkung. Diese Elegie ist Lieblingsgesang der jungen Mädchen aller Stände in Athen - in sanftklagender Weise, wird sie[WS 1] als Rundgesang vorgetragen. Vrgl. Byrons works vol 4. p. 43. wo der Lord eine metrische Uebersetzung vom Original aber nur die beiden ersten Zeilen mittheilt. - Anmerkungen (Wikisource) |
