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„Na, Gott sei Dank – jetzt hat die Unentschiedenheit ein Ende!“ – rief mein Mann, als er am Morgen des neunzehnten April vom Exerzieren nach Hause kam. „Das Ultimatum ist gestellt.“ Ich erschrak. „Wie – was – was heißt das?“ „Das heißt, das letzte Wort der diplomatischen Verhandlungen, welches der Kriegserklärung vorausgeht, ist gesprochen. Unser Ultimatum an Sardinien fordert, daß Sardinien entwaffne – was dieses natürlich bleiben läßt, und wir marschieren über die Grenze.“ „Großer Gott! – Vielleicht aber entwaffnen sie?“ „Nun dann wäre der Streit auch beigelegt und es bleibt Frieden.“ Ich fiel auf die Knie – ich konnte nicht anders. Lautlos und dennoch heftig wie ein Schrei, schwang sich aus meiner Seele die Bitte zum Himmel: „Frieden, Frieden!“ Arno hob mich auf: „Du närrisches Kind!“ Ich schlang meine Arme um seinen Hals und fing |
Bertha von Suttner: Die Waffen nieder!. Dresden/Leipzig: E. Pierson’s Verlag, 1899, Band 1, Seite 22. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Bertha_von_Suttner_%E2%80%93_Die_Waffen_nieder!_(Band_1).djvu/027&oldid=962568 (Version vom 7.01.2010)