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Abgesehen von dieser Qual, dauernd … spucken zu müssen, hat auch ein Kamelritt für einen Gefesselten wenig Genußreiches an sich. Man ist nicht imstande, die Stöße des trabenden Tieres durch Körperbewegungen genügend auszugleichen, und die Sitzpolster und das Rückgrat schmerzen in kurzem derart, daß man … alle Engel im Himmel singen hört … Und … kein Ende dieser Folter!! Ich schätzte, daß wir bereits zwei Stunden unterwegs waren … Noch immer ging’s vorwärts, nur jetzt mehr nördlich scheinbar … Dann Steinboden … Schritt … Die Hufe der Tiere klapperten … Geröll knirschte unter den Hufen … – Noch fünf Minuten etwa … Plötzlich halt … Man hebt mich vom Rücken des Tieres … Bindet mir die Füße … Trägt mich fort … Und … legt mich auf harten Boden … Ein Fußtritt[1] … rolle einen Abhang hinab … Schlage mir das Gesicht an Steinkanten blutig … Liege still … Es … gießt … Es ist Nacht … Liege still … Horche … Da – ein Poltern neben mir … Einer der Gefährten scheint auf dieselbe Weise abwärts befördert worden zu sein … Ich rufe: „Harald … du?!“ Ein Fluch … „Nein, Schraut, – Amalgi ist’s ..!“
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Max Schraut: Das Eiland der Toten. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1925, Seite 9. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Das_Eiland_der_Toten.pdf/10&oldid=1746109 (Version vom 3.01.2012)