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Ich nickte nur. Meine Gedanken weilten schon seit einiger Zeit lediglich bei der bedeutungsvollen Frage, ob die Rani etwa das Gold, mit dem sie die Afghanen gefügig machen wollte, jener Goldader zu entnehmen gedachte, die nach den übereinstimmenden Aussagen Amalgis und Miß Goords in einer sehr schwer auffindbaren Grotte einer der kleinen Inseln mitten im Salzsee zu suchen war … Als ich diese meine Gedanken jetzt Harald mitteilte, erwiderte er sofort: „Die Fürstin kennt die Goldader bestimmt … Der Goldader wegen hat der Vater der Rani unsere Gefährtin Honoria Goord all die Jahre eingekerkert gehalten … – Für mich unterliegt es keinem Zweifel, daß die Rani möglichst viel von diesem Edelmetall mit sich nach Afghanistan nehmen will – mit Hilfe ihrer gewissenlosen Getreuen, zu denen leider auch der Thartrapper John Wiscont gehört, ein Mann, mit dessen Verschlagenheit und Tatkraft wir sehr rechnen müssen. Wiscont war es ja auch, der uns dort im Nebel vor dem Beratungshause entdeckt hat … Seine Gestalt, sein Gesicht tauchten plötzlich vor mir auf, nachdem ich schon vorher das unbestimmte Gefühl gehabt hatte, daß wir eingekreist seien. Ich konnte dich, mein Alter, gerade noch |
Max Schraut: Das Eiland der Toten. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1925, Seite 33. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Das_Eiland_der_Toten.pdf/34&oldid=1746135 (Version vom 3.01.2012)