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Mir tobte die wilde Aufregung der letzten Minuten noch in allen Nerven. Unsere Rettung erschien mir wie ein Wunder. „Und doch sind die Schurken dumm gewesen,“ flüsterte Harald nach kurzer Pause weiter. „Das sich bewegende Licht dort oben hatte mich schon vorher argwöhnisch gemacht. Es blieb stets schräg vor uns. Daß ich dann an die Spalte dachte, war kein Gedanke des Augenblicks. Ich rechnete halb und halb mit etwas Ähnlichem –“ Er schwieg, drückte meinen Arm. Draußen auf dem Geröllfeld Geräusche – Schritte – Stimmen. „Drücke Dich ganz eng an die Wand,“ hauchte Harald. Nun über uns eine Stimme, deutsche Worte: „Die beiden sind erledigt! Laß doch das Suchen!“ Der, der dies rief, war kein Deutscher. Es mußte Granjelm sein. Ein dünner Lichtstrahl glitt über die andere Wand der Spalte. „Man muß vorsichtig sein,“ meinte eine andere Stimme. Und das war die Rupertis. „Dieser Harst ist schon ganz anderen Leuten entwischt als uns Dilettanten!“ Der Lichtstrahl verschwand zum Glück wieder. Die Schritte entfernten sich. Mein Herzschlag beruhigte sich langsam. Hätte Ruperti uns hier entdeckt – hier in diesem schmalen Felsloche, wo wir uns nicht wehren konnten, dann – dann |
Max Schraut: Das Geheimnis der Kabine 24. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1922, Seite 55. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Das_Geheimnis_der_Kabine_24.pdf/55&oldid=1761084 (Version vom 28.01.2012)