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Charles W. nahm ein Patent auf seinen »Chinalack«  und damit bestrichen legten nun Tausende toter Chinesen den Weg nach Kanton zurück. Die teuren, nach chinesischem Muster in San Francisco verfertigten Holzsärge waren erspart und der Preis der Überfahrt bedeutend verringert, denn man konnte nunmehr die toten Chinesen wie Sardinen in irgend einen Schiffswinkel fest aufeinander pressen und unterstauen, und sie kamen vollkommen unversehrt daheim an, den hart gedörrten gelben Enten ähnlich, die als große Delikatesse im San Franciscoer Chinesenviertel feilgeboten werden.

Dies war die Grundlage der O’Doyleschen Millionen!

Seitdem macht Charles W. Geschäfte in allen Ländern der Welt, er ist längst aus San Francisco fortgezogen und nach New York übergesiedelt, aber er ist mit China stets in besonderen Beziehungen geblieben. Es wird gemunkelt, daß er, abgesehen von seinen großen chinesischen Bank- und Bahninteressen, durch die Dankbarkeit seiner ersten chinesischen Klienten, denen sein Chinalack manch kleine Erbschaft erhalten, Anteile an kantonesischen Pfandinstituten, Teehäusern und Blumenbooten erworben hat. Mein Bruder kannte ihn schon lange, hat auch von Peking aus Geschäfte mit ihm gemacht, und so war denn Charles W. O’Doyle

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Elisabeth von Heyking: Briefe, die ihn nicht erreichten. Verlag von Gebrüder Paetel, Berlin 1903, Seite 47. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:De_Briefe_die_ihn_nicht_erreichten_Heyking_Elisabeth_von.djvu/48&oldid=1196730 (Version vom 11.08.2010)