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„Ich glaube, die Herren sehen die Dinge zu sehr durch die Brille der Tradition,“ mischte sich Fürst Limburg ins Gespräch. „Alte Bestimmungen und altes Recht entsprechen doch kaum mehr der ganz veränderten Betriebsweise. Und das wissen die einsichtsvolleren unter den Knappen sicher ganz genau. Mir scheint daher, daß die eigentliche Triebkraft der ganzen Bewegung nicht in der Sehnsucht nach der ‚guten alten Zeit‘ zu suchen ist.“ „Und worin sonst, wenn ich fragen darf?“ warf der alte Bodenberg, der so sehr das Orakel der Gegend war, daß er Widerspruch selten erfuhr, gereizt ein. |
Lily Braun: Memoiren einer Sozialistin. Albert Langen, München 1909, Seite 395. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:De_Memoiren_einer_Sozialistin_-_Lehrjahre_(Braun).djvu/397&oldid=1324902 (Version vom 28.10.2010)