Seite:De Suchende Seelen (Meisel-Heß).djvu/028
|
Das waren die schwarzen, qualmenden Nebel: sie verstand das Leben nicht mehr. Irr, wirr, unheimlich war alles um sie herum, und sie hätte einen Sprung machen mögen in irgend ein Jenseits, wo die Lösung war. Und sie suchte und bohrte und rang nach einer Antwort – Dann kamen Stunden, wo die schwere Lähmung von ihr wich, das dämmernde Nirwana, in das sie langsam versank, sich zerteilte und sie herausschritt wie aus Nebeln, voll zuckenden, geknebelten Lebens, zitternd, tastend. Dann ging sie in ihrem kleinen Zimmer auf und ab, langsam erst, dann schneller und schneller, |
Grete Meisel-Heß: Suchende Seelen. Leipzig 1903, Seite 29. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:De_Suchende_Seelen_(Meisel-He%C3%9F).djvu/028&oldid=1436395 (Version vom 28.01.2011)