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Wie oft habe ich gerade in der ersten Zeit meines Robinsondaseins in dieser Schlucht an den berühmten Helden Defoes gedacht, eben an Robinson Krusoe …! Und doch: wie viel besser hatte dieser es als ich! Er lebte auf einer von der Natur reich ausgestatteten Insel, lebte inmitten einer üppigen Vegetation, hatte um sich allerlei nützliche Vertreter des Tierreichs! Hier gab und gibt es nichts als Sand, Felsen, kümmerliche Gräser, spärliches Gestrüpp; von Tieren nur Schakale, Hyänen, auch Löwen, Springmäuse und flüchtige Trupps von Wildeseln. – Halt – Etwas darf ich nicht vergessen, eine Pflanze, die mir überaus wertvoll wurde. Ich kannte sie bereits von meinem Aufenthalt in dem Kupferminen-Tale her, wußte, daß sie bei den Nomaden als Gemüse benutzt wird; ich meine die eßbare Mannaflechte, die auf dem kahlen Felsboden gedeiht und gekocht recht würzig schmeckt. Sie heißt ja auch „Mannaflechte“; Manna regnete es, als Moses mit dem erwählten Volke durch die Wüste zog. – – Ein halbes Jahr verging, bis ich mich hier sozusagen |
W. Belka: Der Gespensterlöwe. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1916, Seite 19. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Der_Gespensterl%C3%B6we.pdf/20&oldid=1811508 (Version vom 22.05.2012)