Seite:Die Perlenfischerei im Voigtlande.pdf/187
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Muschel in einem Bächlein ansichtig ward, da träumte man gleich von goldenen Bergen und ließ nichts unversucht, diese vermeintlichen Schätze der Natur zu heben und sie dem Verkehre des Lebens dienstbar zu machen. Ein offenes Beispiel hiervon gab um Der Bergwerksdirector von Garttenberg läßt die Pulsnitz bei Königsbrück und Hoyerswerda der Perlenm. halber untersuchen.diese Zeit der Umstand, daß der Perlensucher Christoph Heinrich Schmirler in Oelsnitz von dem damaligen Viceoberbergwerksdirector von Garttenberg mit nach Pfördten und in die Lausitz genommen ward, um die Beschaffenheit derer, in dem bei Königsbrück vorbeifließenden sogenannten Pulsnitzer Bach sich befindenden Perlenmuscheln zu untersuchen und hierüber sodann seine relation abzustatten. In Folge des erhaltenen Auftrags unterzog sich der Perlensucher einer sorgfältigen Prüfung dieses Baches und fand, daß von der sogenannten Hoyerswerdaer Mühle an bis zur Stadt Königsbrück, ungefähr eine halbe Stunde Wegs lang, einige Muscheln zwar wahrzunehmen gewesen seien, er könnte jedoch deren Beschaffenheit und ob viele dergleichen daselbst vorhanden, deshalb nicht untersuchen, weil der Fluß ziemlich angelaufen gewesen war. Uebrigens fand er die Lage des Baches hell, rein und frisch und glaubte, da auch das Sonnenlicht allenthalben freundlich einwirken könne, derselbe dürfe sich zum Perlenbau wohl eignen. Vom Postmeister in Königsbrück hatte er erfahren, daß von einigen Personen, weil dießfalls kein Verbot vorhanden, in erwähntem Flusse Perlen von einer ordentlichen Erbse groß gefunden worden seien. Was auf dieses Anbringen weiter geschehen ist, finden wir nicht verzeichnet, doch scheint der ganze Versuch von keinem erklecklichen Erfolge gewesen zu sein.
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