Seite:Erzählungen von Marie von Ebner-Eschenbach.djvu/339
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| Marie von Ebner-Eschenbach: Erzählungen |
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Sie nickte schweigend und sah ihn an. „Sie wissen, daß ich aus Liebe um Sie werbe, und sagen dennoch: Ja?“ „Ich sage dennoch Ja,“ erwiderte sie mit ihrem bezaubernsten Lächeln. „So gehörst Du mir,“ flüsterte er ihr zu, „so bin ich Dein – und ich bin es ganz … Gebiete! herrsche!“ Er beugte sich über sie, sein Mund näherte sich dem ihren … Sie schloß die Augen, sie hätte fliehen mögen – aber sie wagte es nicht … Er könnte wieder zürnen, wieder sagen: Weisen Sie mich ab, wenn Sie mich nicht lieben! Ihre Lippen erbleichten, zitterten angstvoll unter der Berührung der seinen … Da öffnete sich die Thür, und Marianne trat ein.
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Empfohlene Zitierweise:
Marie von Ebner-Eschenbach: Nach dem Tode. In: Erzählungen. Berlin: Gebrüder Paetel, 1893. Seite 333. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Erz%C3%A4hlungen_von_Marie_von_Ebner-Eschenbach.djvu/339&oldid=905755 (Version vom 16.11.2009)