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Mit dieser Schrift hat Lieber dem Freiheitsdrange auch des deutschen Volkes ein neues Ziel gewiesen. Ein tieferes Verständniß dieses Zieles, dieser neuen Bahn freiheitlicher Entwicklung durch seine gewaltigen, grundlegenden Werke herbeigeführt, und so die Mission Lieber’s glänzend fortgesetzt zu haben, ist das unsterbliche Verdienst Rudolf Gneist’s. Durch diese Schriften und sein ganzes Wirken erwarb Lieber seinem Namen einen guten Klang im Lande, und seiner Person viele bewundernde Freunde in beiden Welten. Aber alle Arbeit und aller Erfolg vermochte in seiner Brust nicht die Stimme der Sehnsucht zu ersticken, die ihn drängte, noch einmal Europa, die Heimath wiederzusehen. Diese Sehnsucht ward verstärkt durch die Unbehaglichkeit seines dermaligen Wohnsitzes, durch das drückende Gefühl der Einsamkeit inmitten fremder, ihn nicht verstehender Naturen. Schon im Jahre 1837 schrieb er |
Hugo Preuß: Franz Lieber, ein Bürger zweier Welten. Carl Habel, Berlin 1886, Seite 32. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Franz_Lieber_ein_B%C3%BCrger_zweier_Welten.pdf/32&oldid=1876565 (Version vom 16.09.2012)