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449 (10.) Während sich nun das Volk, wie ich gesagt habe, bei der Unterstützung der Partei des Eleazar nur von der Hoffnung leiten ließ, damit wenigstens einen Anfang zur Erstickung der ganzen aufständischen Bewegung zu machen, hatte im Gegentheil diese Partei bei der Beseitigung des Manaim nicht etwa das Bestreben, dem Kriege ein Ende zu machen, sondern ihn nur umso zwangloser führen zu können. 450 So inständig auch das Volk sie bat, die Belagerung der Soldaten aufzuheben, so setzten sie ihnen doch nur umso ärger zu, bis endlich die Schar des Metilius – das war der Name des Commandierenden – zu den Leuten des Eleazar hinabschickte und sich nur die Zusicherung des nackten Lebens ausbat, mit dem Versprechen, alles andere, selbst die Waffen und sonstiges Eigenthum, abliefern zu wollen. 451 Die Belagerer ließen sich auch nicht zweimal bitten, sondern sandten zum Handschlag und zur Eidesleistung den Gorion, Sohn des Nikomedes, den Ananias, Sohn des Sadduki, und Judas, den Sohn des Jonathas, zu ihnen hinauf. Als alles vorüber war, führte Metilius seine Soldaten von den Thürmen herab. 452 Solange nun die Krieger noch ihre Waffen hatten, machte keiner der Rebellen einen Versuch, sie anzugreifen, noch verrieth eine Miene die lauernde Tücke. Sobald aber alle nach Uebereinkommen ihre großen |
Flavius Josephus: Jüdischer Krieg. Linz: Quirin Haslingers Verlag, 1901, Seite 207. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:JosephusBellumGermanKohout.djvu/207&oldid=1352975 (Version vom 20.11.2010)