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522 (9.) Als die Kriegsschaluppen hergestellt waren, besetzte sie Vespasian mit so viel Mannschaft, als nach seinem Ermessen erforderlich war, um den Feinden auf dem See die Spitze bieten zu können, und steuerte dann gegen das offene Wasser hinaus. Bald waren die Juden von allen Seiten zusammengedrängt, ohne die Möglichkeit, sei es auf das Land zu flüchten, wo alles vom Feinde unsicher gemacht war, sei es eine Seeschlacht, auch nur mit einiger Aussicht auf Erfolg, annehmen zu können. 523 Sie hatten nämlich nur kleine Kähne, die zwar gut genug für Plünderungszüge, aber den Kriegsbooten durchaus nicht gewachsen waren, und auch die wenigen Leute, die jeweilig in den einzelnen Kähnen fahren konnten, getrauten sich nicht recht, die heranrudernden starkbesetzten römischen Fahrzeuge aus der Nähe anzugreifen. 524 Doch suchten sie wenigstens in einem weiteren Bogen die Schaluppen zu umkreisen und die Römer durch Steinwürfe aus der Ferne zu verwunden, hie und da drangen sie aber auch gegen die Römer vor, so dass ihre Kähne die feindlichen Fahrzeuge streiften, und schlugen aus nächster Nähe auf die Gegner los. 525 In beiden Fällen war aber der Schaden nur auf ihrer Seite, da sie mit ihren Kieselsteinen keine andere Wirkung, als nur ein fort währendes Klingen der davon getroffenen feindlichen Panzer erzielten, |
Flavius Josephus: Jüdischer Krieg. Linz: Quirin Haslingers Verlag, 1901, Seite 292. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:JosephusBellumGermanKohout.djvu/292&oldid=1417234 (Version vom 18.01.2011)