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172 (4.) So gewaltig nun schon die drei Thürme nach ihrer natürlichen Größe waren, so ließ sie ihre Lage noch bedeutend höher erscheinen. 173 Denn die alte Mauer, zu der sie gehörten, war selbst wieder auf einem hohen Hügel angelegt und hob sich dann mit ihrem Bau wie eine den Hügel krönende Felsenkuppe zu einer Höhe von dreißig Ellen empor, auf der erst die Thürme ansetzten; begreiflich, dass auf solche Weise ihre Höhe um vieles gewann. 174 Bewunderungswürdig war auch der Umfang ihrer Steine, welche nicht aus den erstbesten Feldsteinen, auch nicht aus solchen Felsstücken gewählt wurden, die einzelne Hände noch bewältigen können, sondern aus weißem behauenem Marmor, 175 jedes Stück von einer Länge zu zwanzig, von einer Breite zu zehn und einer Dicke von fünf Ellen. Das Gefüge der einzelnen Steine war so fein, dass es schien, als wäre jeder Thurm nur ein einzigen Felsstück, das in die Höhe gewachsen und dann erst nachträglich unter den Händen der Steinmetze zu Form und Ecken ringsum glatt abgemeißelt worden ist: so vollkommen waren überall die Fugenränder verschwunden. 176 Mit diesen im Norden der Oberstadt liegenden Thürmen hieng nach innen der über alle Beschreibung herrliche Königshof zusammen. 177 Die Kostbarkeit des Materiales vereinigte sich hier mit der vollendetsten Kunstarbeit zu einem unübertroffenen Ganzen. Der Palast war auf allen |
Flavius Josephus: Jüdischer Krieg. Linz: Quirin Haslingers Verlag, 1901, Seite 389. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:JosephusBellumGermanKohout.djvu/389&oldid=1513441 (Version vom 17.03.2011)