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Die logische Denkfunktion, die diesem Bewußtsein in einer Dimension entspricht, ist jene Art des Urteils, die ich oben als einfaches Identifikationsurteil bezeichnete, und vermittels dessen wir einen sinnlichen Punkt mit sich selbst identifizieren. Ein Wesen von bloß eindimensionalem Bewußtsein könnte – wenn es überhaupt es zu einem Bewußtsein brächte – bloß ein einziges Identifikationsurteil fällen. Es könnte, wenn es sprachbegabt wäre, bloß einen einzigen Satz bilden, der den ganzen Inhalt seines Bewußtseins erschöpfen würde. Dieser Satz aber könnte nichts anderes als die Identifikation eines sinnlichen Punktes A mit sich selbst enthalten. Mit der Formel A ≡ A, die der Ausdruck des einfachen Identifikationsurteils ist, wäre das eindimensionale Bewußtsein in logischer Hinsicht völlig charakterisiert. Nun ist aber das eindimensionale Bewußtsein nur als Grenze unseres mehrdimensionalen aufzufassen. Wir werden also zu dem Satz gelangen, daß es unmöglich ist, ein einfaches Identifikationsurteil für sich selbst zu fällen. Wir vermögen nicht einen sinnlichen Punkt mit |
Menyhért Palágyi: Neue Theorie des Raumes und der Zeit. Wilhelm Engelmann, Leipzig 1901, Seite 33. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:PalagyiRaumzeit.djvu/45&oldid=1669688 (Version vom 9.10.2011)