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Gott rührt oft unsere besten Güter an, und fordert das, was wir am meisten lieben, und am wenigsten geneigt sind, zu verlassen. Nicht daß er jedesmal es uns gänzlich nehmen wolle; sondern um die Aufrichtigkeit unserer Herzen zu prüfen, uns vor Uebertreibungen zu warnen, und uns zu erinnern, daß Er der Urheber aller unserer Segnungen ist, und wir an dem, was wir besitzen, nicht mit unsern Herzen hängen müssen. Ich spreche aus eigener Erfahrung. Das Mittel, die Annehmlichkeiten unsers Lebens zu behalten, ist: Verzicht darauf zu thun. Dieß ist freilich schwer, aber es ist auch lieblich und angenehm, wenn sie uns hernach, wie Isaak seinem Vater Abraham, noch liebevoller und segensreicher wiedergegeben werden. – O! unsinnige Welt! O! weltliche Christen! Ihr seid nicht nur mit diesem vortrefflichen Glauben unbekannt; ihr seid sogar seine Feinde! – Und so lange es so mit euch stehet, werdet ihr die Belohnung desselben nie erfahren. §. 14. Zunächst auf Abraham folgt Hiob, dessen Selbstverleugnung gleichfalls sehr ausgezeichnet war. Denn als die Boten seiner Trübsale eilig auf einander |
Wilhelm Penn: Ohne Kreuz keine Krone. Georg Uslar, Pyrmont 1826, Seite 54. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Penn_Ohne_Kreuz_keine_Krone.djvu/062&oldid=1662922 (Version vom 2.10.2011)