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| Philon: Ueber das Leben Mosis (De vita Mosis) übersetzt von Benno Badt |
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221 (29.) Die beiden angeführten Stellen enthalten die Bestrafung von Gottlosen, die durch Frage und Antwort festgesetzt wurde. Zwei andere sind nicht derselben, sondern ganz verschiedener Art, die eine von ihnen bezieht sich auf die Erbfolge, die andere dem Anscheine nach auf eine heilige [p. 169 M.] Handlung, die ausserhalb der gesetzlichen Zeit vollzogen wird; über diese letztere wollen wir zunächst sprechen. 222 Den Anfang der Frühlings-Tag- und Nachtgleiche bezeichnet Moses als den ersten Monat im Jahresumlauf (2 Mos. 12,2), wobei er anders als manche andere weniger der Zeit als den Gaben der Natur, die diese für die Menschen wachsen lässt, den bestimmenden Wert einräumte. Zu dieser Zeit nämlich gelangen die unentbehrlichen Nahrungsmittel, die Saatfrüchte, zu voller Reife, während die Frucht der in Blüte stehenden Bäume eben im Entstehen begriffen ist; denn sie nimmt erst den zweiten Rang ein und reift deshalb auch spät. Immer nämlich muss in der Natur das nicht ganz Unentbehrliche hinter dem durchaus Unentbehrlichen zurückstehen. 223 Ganz unentbehrlich aber sind Weizen, Gerste und alle anderen Nahrungsmittel, ohne die man nicht leben kann; Oel aber, Wein und Baumfrüchte gehören nicht zu den unentbehrlichen Lebensmitteln, da auch ohne sie die Menschen ihr Leben viele Jahre hindurch bis in ein sehr hohes Greisenalter hinein ausdehnen können. 224 In diesem |
Philon: Ueber das Leben Mosis (De vita Mosis) übersetzt von Benno Badt. H. & M. Marcus, Breslau 1909, Seite 349. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:PhiloMos2GermanBadt.djvu/052&oldid=1393255 (Version vom 31.12.2010)