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| Philon: Ueber das Leben Mosis (De vita Mosis) übersetzt von Benno Badt |
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233 (31.) Nachdem ich soviel über die gesprochen, die durch widrige Zufälle verhindert wurden, zugleich mit dem Volke das Ueberschreitungsopfer darzubringen, die aber, wenn auch spät, so doch in angemessener Weise die unterlassene Verpflichtung erfüllen wollten, wende ich mich zum Schluss zu der Verordnung über die Erbfolge (4 Mos. 27,1ff.), einer Verordnung, die in gleicher Weise gemischter Natur war, insofern sie durch Frage und Antwort ihre Entstehung erhalten hat. 234 Es war ein angesehener Mann aus nicht unangesehenem Stamme mit Namen Salpaad (Zelophchad). Diesem werden sieben Töchter geboren, aber kein Sohn. Da [p. 171 M.] diese nach des Vaters Tode den Verlust des Losanteils ihres Vaters befürchteten, weil die Landesanteile nur männlichen Personen gegeben werden, treten sie mit der Mädchen geziemenden Scheu an den Führer heran, nicht weil sie Reichtum erjagen wollten, sondern weil sie des Vaters Namen und Ansehen zu erhalten trachteten, und sprachen: 235 „Unser Vater ist gestorben, aber er starb, ohne an irgend einem der Aufstände beteiligt gewesen zu sein, in denen so viele umgekommen sind, vielmehr befleissigte er sich eines stillen Lebens fern von politischen Händeln, man müsste denn die Tatsache, dass er keinen männlichen Spross hatte, ihm als Schuld anrechnen. Wir erscheinen nun vor dir dem Anscheine nach als Waisen, in Wirklichkeit, um an dir einen Vater zu haben, denn mehr noch als der leibliche Vater ist den Untertanen der gesetzmässige Herrscher ein Verwandter“. 236 Obwohl voller Bewunderung für die Klugheit der Jungfrauen und ihre Liebe |
Philon: Ueber das Leben Mosis (De vita Mosis) übersetzt von Benno Badt. H. & M. Marcus, Breslau 1909, Seite 352. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:PhiloMos2GermanBadt.djvu/055&oldid=1393258 (Version vom 31.12.2010)