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Ich glaube, daß man, wenn man so folgert, eine zu einfache Theorie der Aberration annimmt; Michelson hat uns, wie ich schon gesagt habe, gezeigt, daß die physikalischen Vorgänge nicht imstande sind, die absolute Bewegung nachzuweisen; ich bin überzeugt, daß es ebenso mit den astronomischen Vorgängen ist, wie weit man auch die Genauigkeit treiben möge. Wie dem auch sei, die Angaben, die die Astronomie uns in dieser Richtung liefert, werden dem Physiker eines Tages wertvoll sein. Inzwischen glaube ich, daß die Theoretiker in Erinnerung an Michelsons Versuche ein negatives Resultat erwarten können, und daß sie ein nützliches Werk tun würden, wenn sie eine Theorie der Aberration ausbilden würden, die dem im voraus Rechnung trägt. Die Elektronen und das Spektrum.Der Dynamik der Elektronen kann man sich von vielen Seiten nähern, aber unter den Wegen, die dahin führen, ist einer, der etwas vernachlässigt worden ist, und doch ist es einer von denen, die uns die meisten Überraschungen versprechen. Es sind die Bewegungen der Elektronen, die die Streifen der Emissionsspektren hervorbringen; dies wird bewiesen durch das Zeemannsche Phänomen. Was in einem glühenden Körper schwingt, ist gegen den Magnet empfindlich, also elektrisch. Dies ist ein erster, sehr wichtiger Punkt, aber man ist noch nicht weiter gekommen; warum sind die Streifen des Spektrums nach einem regelmäßigen Gesetz verteilt? Diese Gesetze sind von |
Henri Poincaré: Der gegenwärtige Zustand und die Zukunft der mathematischen Physik. Der Wert der Wissenschaft, B. G. Teubner, Leipzig 1904/6, Seite 155. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:PoincareKrise.djvu/27&oldid=1130369 (Version vom 2.06.2010)