Seite:Zeitschrift der Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin II.djvu/321
| Verschiedene: Zeitschrift der Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin. Zweiter Band. |
|
|
|
|
Dieser wichtigste Gegenstand des russisch-chinesischen Handels kommt auf dem Landwege auf folgenden drei Punkten über die russische Grenze: Kiachta, Tschugutschak und Kuldscha. Ueber Kiachta wurden in den Jahren 1862 und 1863 durchschnittlich 17,400,000 Pfd. Thee[1] in das Innere des russischen Reiches expedirt. Außerdem verbraucht die Provinz Transbaikalien, die jetzt das Recht des zollfreien Handels besitzt, ungefähr 4,000,000 Pfund[2] jährlich, sodaß der Gesammtbetrag des über Kiachta eingeführten Thees sich auf 21–22 Millionen Pfund erhebt, und der Umsatz in Kiachta einen Werth von 17–19 Millionen Silberrubel repräsentirt. In Tschugutschak wurden nach den Angaben für 1861 und 1862 jährlich im Durchschnitt 230,000 Pfd. Thee[3] ausgetauscht, bei einem mittleren Umsatz von etwas über 350,000 Rub.; in Kuldscha 25,000 Pfd. Thee[4], während der mittlere Umsatz dieses Marktes sich im Durchschnitt auf beinahe 125,000 R. belief. Dazu kommt eine nicht unbedeutende Quantität Thee, die über die Grenze des westlichen Sibiriens und des Orenburger Gebiets eingeführt und von den russischen Kaufleuten bei verschiedenen Steppenvölkern eingekauft wird, welche letzteren ihn von den Chinesen eintauschen. Auf diesem Wege wurden in den Jahren 1861 und 1862 durchschnittlich etwa 369,000 Pfd. eingeführt (Baichu- und Ziegelthee 1861: 254,566 Pfd., 1862: 484,555 Pfd.), so daß im Ganzen aus dem westlichen China an 500–700,000 Pfd. Thee nach Rußland kommen.
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Verschiedene: Zeitschrift der Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin. Zweiter Band. Dietrich Reimer, Berlin 1867, Seite 306. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Zeitschrift_der_Gesellschaft_f%C3%BCr_Erdkunde_zu_Berlin_II.djvu/321&oldid=1650699 (Version vom 12.09.2011)