Topographia Braunschweig Lüneburg: Bardorff

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Topographia Germaniae
Bardorff (heute: Bahrdorf)
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1654, S. 47.
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Bardorff (Merian).jpg
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Bardorff.

Das Fürstliche Wolffenbüttelische Ampthauß Bardorff / ist /dem Ansehen nach / ein sehr alt Gebäwde / soll anfänglich von etzlichen vom Adel / so ein Raubnest darauß gemacht / seyn erbawet / dieselbige aber von Hertzog Henrich dem Lewen davon vertrieben worden. Sonst ist das Hauß auß dem Grunde auffgemauret /vnd in das Vierdte gebawet / hat ein feines Ansehen / vnd gehet vmb das Hauß ein grosser Teich / so sich selber mit Hechten / Barschen / vnd Speisefischen besetzet; Imgleichen auch ein breiter Wassergrabe / so sich mit Carutschen besetzet / vnd ist also ein zimblich festes Hauß: Es ist auch an einem Ehlern Bruche gelegen / vnd gehet ein kleiner Wall vmbs Hauß / zwischen dem Teiche vnd Wassergraben / darauff herrliche Borstapffel / vnd andere gute Bäume stehen; hat eine lustige gegend / der Ackerbaw aber ist wegen deß sandichten Bodems schlecht: Dagegen aber ist dieses Ampthauß mit schönen Holtzungen von Gott dem Allmächtigen begabet / kan auch dabey ein zimbliche Viehzucht gehalten werden. In diesem letzten Kriege / vnd <in anno 1642. wrd von den Schwedischen / vnter den Obristen Marquord Ernst von Pentz / nächtlicher Zeit durch eine Renne ins Brauhauß gestiegen / vnd das Ampthauß eingenommen / die Gemächer / Stuben / vnd andere Gebäwde sehr ruiniret / so aber nachgehends von dem gnädigen Landesfürsten wieder repariret worden.


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