Topographia Braunschweig Lüneburg: Hardegsen
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Hardegsen.
Furstlich Calenbergisches Ampthauß vnd Statt / zwo Meilen von der Statt Göttingen / gegen Nordwesten / vff der Heerstrassen / zwischen Eimbeck vnd Münden / an einem Gebürge / hat den Herren von Rostorp / benebenst dem Hause Harste / vnd andern Gütern mehr / zugestanden / vnd ist selber Ort vmb das Jahr Christi 130. von Hertzog Otten zu Braunschweig Lüneburg / so man den quaden genennet / darumb eingezogen worden / daß Christoff von Rostorp seinen Bruder Friederichen / auff Hardegsen / in seinem Bette erstochen. Hochwolermelter Hertzog hat den Ort / so sonst ein Flecken gewesen / mit Statt Gerechtigkeit vnd Innungen / im folgenden 1383. Jahre begnadiget. Sein Gemahlin / Fraw Margretha vom Berge / hat nach ihres Herrn seel. Tod / ihr Witthumb vnd Leibgeding daselbst an die 48. Jahr lang gehabt / vnd ist endlich mit ihrem Sohn Hertzog Wilhelm / so jung in anno 1365. verstorben / in selbiger Stattkirchen in dem Chor / wie die Monument vnd Vrkunde daselbst außweisen / Anno 1442. beygesetzet worden. Bey dem langwierigen Kriegswesen haben die Einwohner vnd Bürger ihre Nahrung in Handwercken / Brawen vnd Ackerbaw gesuchet / vnd thun solches vff den heutigen Tag. [T45] |