Topographia Saxoniae Inferioris:Ekelenfort
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Ekelenfort / Ekelnford / Ekerförda / Eckelfurtum,
Nec non Oppidulis est annumeranda vetustis Es hat Eckelnford offt grossen Brandschaden erlitten etc. König Erich in Dännemarck / Schweden / vnnd Nordwegen / geborner Hertzog in Pommern / als Er / auff eine Zeit /von der Belagerung deß Schlosses Gottorp abgelassen / auch die Statt Schleßwick wieder auffgegeben / ist er für das Stättlein Eckelnforde / welches vnbefestigt war / gerückt / vnnd hat dasselbige eingenommen. Es hat Eckelnforde zum Wappen / vnd Insiegel / drey Thürne / auff deren einem / nach der rechten Hand / ein Eichhörnlein stehet. Biß hieher Andreas. Caspar Ens, in deliciis apodemicis per Germaniam, schreibet / vnter anderm / pag. 255. seq. daß gegen Eckelenford über / Mitternacht werts / auff der Seiten der Statt / wo die Waaren außgeladen werden / das Schloß Ekerenborch lige; von welchem / ob es wol in den Dänischen Kriegen zerstöret worden / noch das Fundament / die Gräben / vnd der Wall / von einer mittelmässigen Höhe / übrig seyen: Vnnd von diesem Schloß habe die Statt den Nahmen / vnd seye erstlich Eckerenford genant worden / wie ihr Wappen außweise / darinn ein Eichhorn / wie er von einem Thurn zum andern springe / genmahlet werde: Sie lige also in einer halben Insul der Ost-See / daß sie / die Statt / von derselben / fast auff hundert Schritt vmbgeben werden; daher sie einen gar wol gelegenen / vnnd sichern Meerhafen / habe / auß welchem die Schiff in Dännemarck / Nordwegen / Schweden / Reussen / Preussen / Lieffland / vnd Pommern / ablauffen mögen: Es habe die Statt nur zwey Thor / deren eines nacher Kiel gehe; durch das andere raise man über eine lange höltzerne Brücke / so fast hundert Schritt habe / nach Gottorp / Mesund / vnd ins Ländlein Anglen / oder Angliam minorem. Nicht weit von dieser Brücken / gegen Abend / werde ein hoher Berg / mit einem Wall / vnd Graben / gesehen / auff welchem / vor Zeiten / ein Schloß gestanden etc. Es gebrauchen sich Ekelenford deß Schleßwikischen Statt-Rechts. Vnd werden bey diesem Stättlein allerhand Meerfische gefangen / vnnd habe man da Anno 1580. einen solchen grossen Fisch bekommen / daß seine Zunge 308. vnd das Hertz 80. Pfundt gewogen; von der Leber aber dritthalb Tonnen gefüllet worden / vnnd er dreyzehen Elen lang gewesen seye: Es haben viel vornehme vom Adel / als die Ranzauen / Alefeld / Sehstedt / Pogwisch / vnd andere / da ihre Häuser; vnd vor der Statt lige der Spital / den einer von Alefeld / mit einer schönen Capellen / vnnd steinern Häußlein / gezieret habe: Es seyen in diesem Stättlein alle Sachen in leidenlichem Werth käufflich zu bekommen: Vnd ob woln solches mit dem gesaltzenen Meer vmbgeben / so hab es doch da lauters / frisches Brunnenwasser in den Gassen / auß welchem zwar ein geringes / vnnd dünnes Bier gesotten; so aber zum purgieren tauglich / vnd in Dännemarck / wie auch in [79] den Hertzogthümbern Schleßwigk / vnnd Holstein / verkaufft / vnd Cacabilla, oder Cacabella genant werde. Vnd dieses sagt gedachter Enß. Nicol. Helduaderus berichtet / part. 2. Sylv. Chronol. pag. 10. daß jetztgedachtes Bier ein guter kühler Leschtrunck seye / so vorhin Quakelteis geheissen; aber vom Cardinal Raymundo, der Anno 1503. in diese L t wissend / was es für Tranck wäre / wiewol mit Lust / getruncken / deß Nachts etliche Stuelgänge gemacht / vnd Er Morgens / vom Wirth / daß es ein gebrawtes Bier wäre / verstanden hatte: Daher es noch heutigs Tags Cacabella genandt werde. Vnd dann so findet man bey Andern / daß der Arm auß der See / den Nahmen Ecklenförder Wick habe: Vnd daß dieser Orth Hertzog Friederichen von Holstein / auff Gottorff / gehörig seye. Sihe / im übrigen / von dieser Statt auch Joh. Isac. Pontanum, in Chorogr. Daniae descriptione. An. 1628. hat der König in Dännemarck Eckerförda / oder Eckelenford / in dem Krieg mit den Käyserischen / eingenommen / vnd haben diesen Orth die Seinigen außgeplündert. Anno 1644. im September, ergab er sich gutwillig an den Schwed. Obristen Helm Wrangel. |