aus Wikisource, der freien Quellensammlung
| Textdaten |
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| Autor: |
unbekannt |
| Titel: |
Wunderbarlicher Mangel des Manns: Hertzlicher Wunsch der Frawen: vnd dreyer Lustiger Thier verschlagener / stoltzer vnd Wolvermöglicher Ruhm |
| Untertitel: |
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| aus: |
Vorlage:none |
| Herausgeber: |
Konrad Corthois |
| Auflage: |
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| Entstehungsdatum: |
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| Erscheinungsdatum: |
ca. 1615-1620 |
| Verlag: |
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| Drucker: |
{{{DRUCKER}}} |
| Erscheinungsort: |
Frankfurt, Main |
| Übersetzer: |
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| Originaltitel: |
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| Originalsubtitel: |
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| Originalherkunft: |
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| Quelle: |
im VD17 unter der Nummer 23:674701F |
| Kurzbeschreibung: |
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Artikel in der Wikipedia
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Wunderbarlicher Mangel des Manns: Hertzlicher
Wunsch der Frawen: vnd
[1] dreyer Lustiger
[2] Thier verschlagener /
stoltzer vnd Wolvermöglicher Ruhm.
- Hört wunder Ding vnd seltzam Mehr /
- Die Ich jtzund gleich bring daher.
- Von Franckfurt aus der brümbten Meß /
- Deß Orts Ich billich nicht vergeß.
- Zu welcher zeit man allda find /
- Gar manches stoltzes Mutter Kind:
- Gut vnnd Böß / Jung / Alt / Arm vnd Reich
- An geld vnd gutt gantz vngeleich.
- Aus Franckreich vnd Italia /
- Aus Englland vnd Hispania.
- Aus Schwaben / Elsaß vnd vom Rhein /
- Schweitz / Dennmarck vnd Polen nicht klein
- Aus Behmen / Sachsen / Hessenland /
- Aus Meissen vnd Düring bekand.
- Aus Schlesien vnd Osterreich /
- Aus Niederland / kommen deßgleich.
- Aus andern Ländern / hin viel leuth /
- Welchs sonst nicht bald gschicht weit vnd breit
- Daselbst spatzirt Ich hin vnd her /
- Da stieß mir auff ohn alls gefehr.
- Mein alter Freund vnd gutter Bruder /
- Mit welchem Ich vielmahl im luder.
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Gelegen war: wir giengn zum Wein /
Pflegten / wie vor / beid frölich zu sein.
In dem wir truncken / gdachten wir /
Zweyer gantz wunderbarer Thier.
Eins guttn Hauß Haans vnd kleinen Mauß
Bald macht mein Freund ein Reymen drauß
Nams Trinckgeschirr in seine handt /
An mir ein guttn zech Brudr Er fandt.
Er sprach: wann Ich stets blieb zu Hauß /
Vnd Trenck so wenig als ein Mauß.
Vnd kapte so offt als ein Hahn /
Wer Ich meim Weib ein lieber Man.
Weil aber das nicht kan gesein /
Vnd mich erlaabt der küle Wein.
Die gutt Gesellschafft iedertzeit /
Mich erfrischt / erquickt vnd erfrewt.
Als ficht mein Frewlein stehn für Ihr /
Drey Wunderbar vnd seltzam Thier.
Ein Fuchs Ein Pfaw / vnd gutten Hahn /
Ein ieder fängt sich zurühmen an.
Der Fuchs spricht arglistig formirt
Je lengr Ich leb / Je grössr Er wird.
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Der Pfaw mit federn schön geziert /
Je längr Ich leb / je schönr Er wird.
Der Hahn sagt auch ohn alle klag /
Je lengr ich leb Je libr Ich mag.
Das gfellt der Frawen trefflich wol /
Weiß nicht / wie sie gnug rühmen soll.
Die Tugenten gantz wolgethan /
So diese drey Thier an Ihn han.
Dau sie gefalln Ihr trefflich sehr /
Vnd rühmt solche je längr / je mehr:
Wünscht Ihr hiermit ein solchen Man /
Der diese Drey stück haben kan.
Wie hat ein Fuchs / Pfaw vnd ein Hahn /
So köndt Er Ihr auch wolbestahn.
Welchs Ich genommen hab in Acht /
Habs also auffs Papier gebracht.
Ein andermahl Ichs nicht vergeß /
Was mit zubringen aus der Meß.
Von Franckfurt / ins Land hin vnd wieder
In manche Stadt Oben vnd Nieder.
Nembt so für gutt mit dieser sach
Je längr Ich leb / Je mehr Ich mach.
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Gedruckt bey Conrad Corthoys.
Anmerkungen (Wikisource)
- ↑ korrigiert. In der Vorlage: vud
- ↑ korrigiert. In der Vorlage: Lnstiger
- ↑ Transkription der Bildinschriften:
o.l:
Wan ich allzeit blib daheim zu hauss.
Vnd trinck so wenig als ein maus
Vnd kabte so offt als ein han.
Were ich meiner frauen ein lieber man
o.r:
Das ist fürwar ein gewinetz fehler man.
der disse drey tugent haben kan.
wie hat ein fuchs. pfaw. vnt ein haan
kent er seiner frawen woll bestan.
über dem Hahn:
Ie lenger ich leb ie lieber ichs mag.
unter dem Fuchs:
Ie lenger ich leb ie gresser er mir wirdt.
unter dem Pfau:
Ie lenger ich leb ie schener er mir wirdt.
u.l, schlecht lesbar:
Inventer
u.r, schlecht lesbar:
Hillerian. fecit.